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Presseerklärung Nr. 3 der Front gegen den Putsch, 3.7.2009

„WIR FÜHREN UND STÄRKEN UNSEREN WIDERSTANDSKAMPF“

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Gegenüber den jüngsten im Lande sich abspielenden Ereignissen macht die Volkswiderstandsbewegung Gegen den Putsch die Tatsachen der Unterdrückung der von der Oligarchie in Honduras geführten Putschistendiktatur bekannt, wie sie von einigen Kongressmitgliedern und unterwürfigen Mitgliedern des Obersten Gerichtshofes und der Generalstaatsanwaltschaft der Republik ausgeführt werden. Dahingehend teilen wir mit:

1.   Wir klagen an und verurteilen, daß die honduranischen Streitkräfte gewaltsam Jugendliche im Alter ab 15 Jahren rekrutieren. Wir haben dazu Berichte aus Catacamas, Manto, Olanchito, Sonaguera, Colón und anderen Ortschaften. Dort gehen Militärs gewaltsam in die Wohnstätten und holen die Jugendlichen aus ihren Wohnstätten heraus. Daher fordern wir die sofortige Untersuchung dieser Fälle sowie die Rückgabe jener Jugendlichen an ihre Familien.

2. Wir teilen mit, daß am 30. Juni 2009 in klarem Machtmissbrauch die Ausgangssperre bis Freitag 3. Juli 2009 für die Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr verlängert worden ist. Angesichts dieses Maßnahmespektrums erklärt die Widerstandsbewegung, daß wir uns in zivilem Aufstand befinden, weil wir die verfassungsmäßigen Grundrechte verloren haben.

3. Wir teilen mit, daß am 30. Juni nachmittags eine Gruppe von Rechtsanwälten, unter ihnen drei Staatsanwälte des Innenministeriums, im Rahmen der Aktionen der Nationalen Front gegen den Putsch eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof eingebracht haben, in der die Annullierung der Ernennung des Herrn Roberto Micheletti als Präsident der Republik gefordert wird. Gleichzeitig reichten sie eine Anzeige beim Innenministerium gegen die Träger des Putsches ein.

4. Wir klagen an, daß trotz allen nationalen und internationalen Drucks die Putschregierung ihre Pläne weiterhin ausführt und schon ein gesetzwidriges Regierungskabinett aus Unterwürfigen der putschenden Oligarchie aufstellte.

5. Wir klagen die Militarisierung der Mehrheit der Ministerien, des Obersten Gerichtshofes, der Nationalen Elektrizitätsgesellschaft und des Honduranischen Kommunikationsbetriebes, der Straßen und anderen Plätze an.

6. Wir teilen mit, daß wir unseren friedlichen Widerstandskampf führen und fortsetzen, bis daß die verfassungsmäßige Ordnung wiedererrichtet sein wird.

7. Wir teilen mit, daß wir unsere Forderung nach Errichtung einer Verfassunggebenden Nationalversammlung aufrechterhalten, welche eine neue Verfassung der Republik ausarbeitet, die der Ausgangspunkt für den Aufbau eines neuen Landes mit partizipativer Demokratie und sozialer Gerechtigkeit ist.

8. Wir laden das honduranische Volk dazu ein, den Widerstand aufrechtzuerhalten und den Druck auf die Putschisten zu erhöhen, bis wir erreicht haben, die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen und den Präsidenten José Manuel Zelaya Rosales zurück zu haben.

Tegucigalpa, M.D.C., 3. Juli 2009

NATIONALE FRONT GEGEN DEN PUTSCH

Quelle: http://www.pcv-venezuela.org/index.php?option=com_content&task=view&id=5203&Itemid=1

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Daniel Ortega:

OAS-Generalsekretär Insulza trifft nicht Micheletti

PRÄSIDENT ZELAYA WIRD ERST AM SONNTAG ZURÜCKKEHREN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Managua, 3. Juli 2009, Tribuna Popular TP – Nikaraguas Präsident Ortega gab bekannt, daß Zelaya ihm mitgeteilt hatte, daß er entschieden hat, nach Honduras „am Sonntagnachmittag“ zurückzukehren. An diesem Samstag nimmt er an der OAS-Beratung teil, wo die Ergebnisse des Besuches von OAS-Generalsekretär Insulza in Honduras ausgewertet werden und das Ende des Ultimatums bekanntgegeben werden wird. Ortega hob hervor, daß der bereits in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa anwesende OAS-Generalsekretär Insulza sich nicht mit dem von den Militärs durch deren Putsch am vergangenen Sonntag eingesetzten Diktator Roberto Micheletti treffen wird.

Es genügt, darauf hinzuweisen, daß die Demonstranten massiv die Anwesenheit von Zelaya in Honduras gefordert haben, weil an jedem Tage unter der Diktatur der Putschisten die Unterdrückung gegen die Volksbewegung und ihre Aktiven zunimmt. Sie bitten die Weltöffentlichkeit um starken Druck, damit der gewählte verfassungsmäßige Präsident in sein Amt im Lande zurückkehrt.

Quelle: http://www.pcv-venezuela.org/

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