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Nordirland;

Gefängnisprotest erfolgreich beendet  

Des Dalton (RSF): 

‚Wir gratulieren den Gefangenen’

Geschrieben von: RSF International   

RSF vom 2010 – Nach über fünf Monaten ist der Protest der republikanischen Gefangenen im Hochsicherheitsgefängnis von Maghaberry, Irland, beendet. Knapp 30 republikanische Gefangene waren in der 10. Woche eines Schmutzstreiks, während dem die Gefangenen keine Sanitäreinrichtungen benutzten und sich Haare und Bart nicht schnitten.

Die beiden zentralen Forderungen der Gefangene, Bewegungsfreiheit und Beendigung der brutalen Nacktdurchsuchungen, wurden von der Gefängnisführung großteils gewährt. Es wurde berichtet, dass in der Nacht auf Freitag die Gefangenen ihren Erfolg feierten, indem sie sich in der Kantine erstmals seit Beginn des Schmutzstreiks ihre Bärte und Haare rasierten.

Das Gefangenen-Departement von Republican Sinn Féin begrüßte die Entscheidung, den Protest zu beenden. „Die Situation im Gefängnis wurde immer schlimmer, je länger der Protest andauert“, so Josephine Hayden, ehemalige politische Gefangene und Sprecherin des Gefangenen-Departments von Republican Sinn Féin.

Sie erklärte: „Die Politiker in Stormont waren genauso wenig gewillt die Situation zu lösen, wie die britische Regierung. Sie haben 1998 den politischen Status für die Gefangenen abgeschafft und versuchen nun britische Politik mit ganzer Kraft auf dem Rücken der republikanischen Gefangenen umzusetzen.“

„Republican Sinn Féin möchte sich bei allen, die dafür gekämpft haben, die Situation zu lösen, bedanken. Wir danken den Familien, Angehörigen, Freunden, Genossen und ehemaligen Gefangenen. Vor allem danken wir aber den Gefangenen, den glauben an uns zu haben, mit ihnen und für sie zu arbeiten. Ihr habt der Welt gezeigt, dass ihr fähig seid, euch mit dem britischen Establishment anzulegen. Ihr habt nicht aufgegeben, denn ihr wart euch eurem Ziel bewusst.“

Der Präsident von Republican Sinn Féin, Des Dalton, der während des Protest in engem Kontakt mit den Gefangenen gewesen ist und die Gefangnen auch selbst besuchte, gratulierte den Gefangenen ebenso. „In ihrem Protest zeigten die Männer, dass die britische Besatzung Irlands niemals akzeptiert werden wird.“

Críoch/Ende.

- -

   Republican Sinn Féin International Relations Bureau

   Sinn Feín Poblachtach Roinn Gnóthaí Idirnáisiúnta

   mailto:

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    phone: +43 664 170 02 92

   web: www.irish-solidarity.net

   post: Republican Sinn Féin, Stiftgasse 8, 1070 

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Israelische Polizei zu Besuch in Nordirland

RUC gibt Erfahrungen im Umgang mit „Terroristen“ weiter

Belfast/Wien – Irland (auf Kommunisten-online am 16. Januar 2010) - Englands erste und letzte Kolonie, war schon immer Versuchsfeld für Strafvollzugs- und Polizeimethoden, bevor diese in anderen Kolonien angewendet wurden. Erst kürzlich enthüllte der britische Guardian, dass der britische Geheimdienst die Foltermethode „Waterboarding“ bereits in den 1970er Jahren an irischen Republikanerinnen und Republikanern angewendet hatte.

Dabei wird dem Gefangen bei verbundenen Augen vorgetäuscht, er würde ertrinken. Heute ist Waterboarding eine bevorzugte Foltermethode der US-Geheimdienste in den Kerkern von Abu-Ghraib, Baghram und Guantanamo.

Letzten Herbst war schließlich die israelische Polizei in den sechs besetzten Grafschaften von Irland, um von der dortigen paramilitärischen Kolonialpolizei RUC/PSNI Methoden im Umgang mit „Terroristen“ zu erlernen.

Neun hochrangige israelische Polizeioffiziere reisten für mehrere Tage nach Irland. Was sie auf ihrer „Dienstreise“ genau hörten, wurde nicht bekannt. Der Chef der Personalabteilung der israelischen Polizei, Maj Gen Amichai Shai, erklärte lediglich, der Besuch sei „sehr wertvoll“ gewesen. „Besonders die Erfahrungen im Umgang mit Minderheiten“ werden für den kommenden Umgang mit der palästinensischen Bevölkerung hilfreich sein, so Shai.

Er betonte weiters, die israelische Polizei suche nach neuen Strategien, um Minderheiten innerhalb des israelischen Staatsgebiets besser kontrollieren zu können; neben Palästinensern erwähnte er ebenso Drusen, Beduinen und Christen.

Israel müsse seine Strategie im Umgang mit Protesten, Aufständen und möglichen terroristischen oder gewalttätigen Situationen weiterentwickeln, erklärte Shai. Dabei könne man von der jahrzehntelangen Erfahrung der britischen Kolonialpolizei mit der irisch-nationalistischen Minderheit sehr profitieren.

„Die Zusammenarbeit mehrerer Kolonialmächte gegen die einheimische Bevölkerung ist nichts Neues; es verdeutlicht jedoch abermals die Notwendigkeit starker internationaler Solidarität zwischen den Unterdrückten“, so ein Sprecher von Republican Sinn Féin in Österreich.

Irish Republican Correspondent, 14ú Mhi na Eanáir / Jänner 2010

Published by the Republican Sinn Féin International Relations Bureau,

 www.irish-solidarity.net

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