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Philippinen:
Mitteilung
zum 39. Jahrestag der Neuen Volksarmee
DIE
NPA IN MINDANAO ERRANG MEHR SIEGE
von
Jorge „Ka Oris“ Madlos, NDF-Sprecher in Mindanao, 29.03.2008
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Aus
Anlass des 39. Jahrestages der Gründung der Neuen Volksarmee (NPA) unter
Führung der Kommunistischen Partei der Philippinen reiht sich die
NPA-Mindanao in die Jahrestagsfeiern mit weiteren Siegen im bewaffneten
Kampf ein. Diese Siege zeigen die Zerschlagung des Operationsplans Bantay
Laya II des USA-Macapagal-Arroyo-Regimes und der Söldnertruppen namens
philippinische Streitkräfte (AFP) und Nationale Polizei der Philippinen (PNP).
Sie beweisen den ständigen Aufschwung im revolutionären Kampf der
philippinischen Volksmassen, denen die NPA dient. Dies beweist, dass der
Marsch der NPA zum Sieg unaufhaltsam ist.
Heute
grüssen wir die roten Kommandeure und Kämpfer der NPA zur Erfüllung der
Aufgaben beim Verstärken und Intensivieren des Guerrillakampfes in
Mindanao und im ganzen Land. Wir gedenken der revolutionären Märtyrer an
roten Kämpfern und den Volksmassen, die ihr Leben für die Revolution und
das philippinische Volk geopfert haben.
Unsere
Siege in Mindanao haben bedeutend zum anhaltenden Anwachsen des revolutionären
Kampfes auf den Philippinen beigetragen. Seit letztem Jahr trug die NPA in
Mindanao die Flagge der Ausweitung des revolutionären bewaffneten Kampfes
im Lande. Diese Siege sind unser Beitrag im Feldzug des Volkes zur
Absetzung des faschistischen, korrupten Marionettenregimes von
Macapal-Arroyo hin zur Zerschlagung des halbkolonialen und halbfeudalen
Ausbeutungs- und Unterdrückungsgesellschaftssystems.
Die
Siege im bewaffneten Kampf wurden mit der Unterstützung der Genossen und
der Volksmassen in den Städten und Ortschaften erreicht, was auch jene
technische Mithilfe im Hintergrund einschließt. Sie trugen politisch,
materiell und mit anderen Unterstützungsformen zum revolutionären Kampf
auf dem Lande bei.
Die
von der NPA in Mindanao erreichten Siege tragen im Grossen und im Kleinen
den gesamten umfassenden Volksbefreiungskampf gegen das verrottete
Gesellschaftssystem, um Freiheit und Demokratie zu erreichen. Andererseits
stehen vor uns Probleme, die uns davon abhalten, größere Siege zu
erringen. Dies sollte adressiert sein an die regionalen
Parteiorganisationen und Armeekommandos, die die notwendigen Schritte
einzuleiten haben. Dadurch wird die Entwicklung in allen Regionen von
Mindanao umfassend und ausgeglichen weitergehen.
Die
NPA in Mindanao ist in mehr als 20 Provinzen verwurzelt, nahe an 200
Ortschaften und Städten und 2.000 Dörfern. Kurzgefasst, es gibt 5%
Steigerung bei der Zahl der Dörfer mit NPA-Präsenz im Vergleich zum Jahr
2005. Die Regionen der Südmindanaoregion (SMR), nördlich-zentralen
Mindanao-Region (NCMR) und äußersten südlichen Mindanao Region (FSMR)
verzeichneten Zuwächse, während die Nord-Ost-Mindanao-Region (MEMR) ihre
Gebiete halten konnte und es in der Westmindanao-Region (WMR) eine
Absenkung gab.
Anstatt
angesichts brutaler militärischer Angriffe nachzulassen, stieg die Zahl
der Guerrillafronten auf 39 im Vergleich zu 35 in 2005/2006. Während es
stimmt, dass einige Gebiete in 2004/2005 verlassen wurden (F73 und F72 im
äußersten Süden und F1 im Westen infolge massiver militärischer
Operationen des Gegners und des Fehlens von militärischen Führungskadern
in den Guerrilla-Einheiten, sind diese Gebiete wieder unter NPA-Kontrolle
bzw. ihr Wegfall ist durch andere Gebiete ausgeglichen worden. In diesem
Jahr sahen wir uns mit dem Ziel des Ost-Mindanao-Kommandos der
philippinischen Streitkräfte konfrontiert, 11 Guerrillafronten in FSMR,
SMR, NEMR und NCMR zu zerschlagen. Und die philippinische Armee des
West-Mindanao-Kommandos zielte auf das Zerschlagen von 3 Guerrillafronten
in der Westregion Mindanaos.
Das
ist ein Anstieg um Kompaniestärke bei den Guerrillafronten, während die
Mehrheit auf Zugstärke verbleiben konnte und langsam größer wird. Die
Genossen steigern weiter auf kompaniestarke Guerrillafronten, um die
Guerrillafronten umfassend auszubauen. Richtige und sofortige Beachtung
wird dabei den taktischen Offensiven, der Landwirtschaftsreform und
Entwicklung der Massenbasis geschenkt. Die Erfahrung lehrte uns, dass
kompaniestarke Guerrillafronten mehr Möglichkeiten haben, ihre Siege
beizubehalten.
Die
meisten Guerrilla-Einheiten der NPA sind Formationen in Zugstärke.
Dennoch sind sie imstande, sofort größere Armee-Einheiten zu binden,
wenn notwendig. Sie werden korrekt von den sie führenden Parteikomitees
und roten Kommandeuren geleitet. Probleme aus der Starre der Schwadron-
und Zugeinheit kommen bei all dem vor. Zuweilen schwärmen die Schwadronen
zu dünn gefächert aus, was zur Durchlässigkeit führt, wenn der Feind
angreift. So etwas geschieht.
Die
operativen Gebietskommandos auf regionaler Ebene und Guerrillafronten
passen sich ein in die allgemeinen und besonderen militärischen Planungen
auf ihren Ebenen.
Die
NPA bleibt aktiv beim Starten zahlreicher militärischer Aktionen zur
Verteidigung der Volksmassen und zum Erbeuten von Waffen vom Feind, um die
Volksarmee zu stärken. Taktische Offensiven in 2005 gab es fast 200.
Diese Zahl stieg auf nahezu 300 in 2006 an. In 2007 wuchs sie weiter auf
über 350. Im Quartal Januar bis März 2008 sind mehr als 20 taktische
Offensiven bei nur einer kleinen Zahl von Guerrillafronten bisher erfolgt.
Die
Militäraktionen der NPA sind Kombinationen aus Vernichten und ins Leere
laufen lassen mit einigen Sonderoperationen. Mehr als 300 hochkalibrige
Feuerwaffen wurden vom Feind erbeutet, mehr oder weniger in Bataillonsstärke
gab es Tote bei den feindlichen Streitkräften allein in 2007.
Die
Hauptangriffe in 2007 erfolgten in Form von Überfallen in Dapecol, Santo
Tomas, Provinz Davao del Norte mit mehr als 100 erbeuteten Feuerwaffen.
Der Überfall in Cantilan, Provinz Surigao del Sur, mit 18 erbeuteten
Feuerwaffen. Und der Überfall in Lawan-Lawan, Las Nieves, Provinz Agusan
del Norte, mit 14 erbeuteten Feuerwaffen. In 2006 wurden Überfälle in
Bitoan, Tulunan, Provinz Nord Cotabato mit 23 erbeuteten Feuerwaffen
ausgeführt. In Valencia, Bukidnon, mit 29 erbeuteten Feuerwaffen. Und in
Upper Bautista, Sapang Dalaga, Provinz Misamis Occidental mit 14
erbeuteten Feuerwaffen.
Bei
den militärischen Aktionen in SMR, FSMR, NCMR und NEMR nahm die NPA
einige militärische und paramilitärische feindliche Söldner gefangen,
von denen manche Fälle über mehr als einen Monat gefangen waren. Diese
Kriegsgefangenen waren dankbar für gute Behandlung entsprechend den
Regeln der Genfer Konvention, des CARHRIHL und der NPA-Befehle zur
Gefangenenbehandlung. Ihnen wurde politische Bildung vermittelt und
angetragen, zur Unterstützung der revolutionären Bewegung Bereitschaft
zu zeigen. Sie wurden aus humanitären Erwägungen freigelassen.
Im
späteren Teil von 2005 und 2006 starteten praktisch alle Guerrillafronten
große und kleine militärische Aktionen. Fast jede Woche gab es
NPA-Angriffe. In 2007 intensivierten einige Guerrillafronten die
taktischen Offensiven, während andere sich anderen Aufgaben zuwandten,
wie der inneren Festigung und der Massenarbeit.
NPA-Einheiten
errangen die Initiative und waren flexibel in diesen taktischen
Offensiven. Die Guerrillafronten zeigten, dass der militärische
Konservatismus unterlaufen werden kann. Die Erfahrung hat auch gezeigt,
dass sich die Fähigkeiten der roten Kommandeure und Kämpfer beim Binden
des Gegners entwickelt, wenn sich die militärischen Aktionen
intensivieren.
Andererseits
erlitten die Guerrillafronten auch gegnerische Aktionen und mussten sich
verteidigen. Aber keine Einheit wurde vom Gegner vernichtet. In 2005-2006,
als wir zahlreiche taktische Offensiven starteten, bedurfte es sehr
weniger Verteidigungsaktionen. Dies nahm etwas in diesem Jahr zu, denn
zuweilen war das Vertrauen in die Guerrilla-Einheiten überschätzt und
gab es ein Fehlen an militärischer Disziplin. Wie auch immer, bei vielen
dieser Verteidigungskämpfe errangen NPA-Einheiten die Initiative zurück
vom Gegner, was sich in den hohen Zahlen getöteter Gegner bewies bei nur
wenigen Toten auf der Seite der roten Kämpfer.
Die
Technik und Taktiken der Guerrilla-Einheiten verbessern sich weiter.
Regelmäßige militärische Ausbildungen mit Hilfe territorialer
Kommandeure und der Kommandeure der Einheiten. Sonderausbildungen als Jäger,
im Umgang mit Sprengmitteln usw. wurden begonnen. Dadurch waren die
taktischen Offensiven erfolgreich und schlugen Guerrilla-Einheiten bei
Verteidigungskämpfen zurück. Beweis sind die zahlreichen NPA-Angriffe
trotz all der verzweifelten Bewegungen der Truppen des Gegners, um sie
aufzuhalten.
Die
Mitgliedschaft in der NPA in Mindanao steigt weiterhin an im letzten Jahr
um 5% und ist nun in die Tausende gekommen. Viele wurden von den roten Kämpfern
rekrutiert. Die bäuerlichen Massen sind glücklich, dass ihre Söhne und
Töchter der Volksarmee beitreten. In einer Region allein kamen mehr als
300 zur NPA innerhalb eines Jahres. Wie auch immer, es gibt eine kleine
Zahl, die ihre Mitgliedschaft niederlegte. Dies hat verschiedene Gründe
wie Krankheit, Kriegsverletzung, Familienprobleme, usw.
Die
Guerrilla-Einheiten bauten Miliz-Einheiten als Reserve und Unterstützungskräfte
auf, um Frieden und Ordnung in den Dörfern zu sichern. Die Anzahl der
Milizangehörigen liegt bei Tausenden derzeit. Sie beteiligen sich auch an
taktischen Offensiven, taktischen Defensivaktionen, neutralisieren des
Gegners Aufklärungskräfte in den Dörfern und führen andere Aufgaben für
die revolutionäre Bewegung in den ländlichen Gegenden aus. Wir haben
damit gute Erfahrungen in der Nord-Ost-Mindanao-Region.
Die
Organe und politischen Offiziere der Guerrilla-Einheiten haben die
politische Arbeit der Volksarmee voll im Griff. Politisches Bewusstsein
unter den roten Kommandeuren und Kämpfern wird ständig genährt. Kritik
und Selbstkritik werden regelmäßig geübt. Wir sind fähig, die Einheit
innerhalb der Guerrilla-Einheit zu stärken. Kurzgefasst, es gibt Einheit
zwischen roten Kommandeuren und roten Kämpfern, und die Volksarmee ist
eng verbunden mit den Massen. Die politische Arbeit unter den
Kriegsgefangenen wurde vollbracht. Einige Siege wurden dadurch erreicht.
Um
es zusammenzufassen: Die Guerrilla-Einheiten haben hohe Kampfbereitschaft.
Der Klassenantagonismus gegen die Ausbeuterrolle der herrschenden Klasse
und das verrottete Gesellschaftssystem bleibt. Der Mut und der Willen, den
Operationsplan Bantay Laya 2 zu zerschlagen und beizutragen zur
Zerschlagung des USA-Macapagal-Arroyo-Regimes, halten an.
Die
fortgesetzten antifeudalen Massenaktionen und Kampagnen des bewaffneten
Kampfes und der NPA sind ebenfalls siegreich verlaufen. Die Partei und die
NPA verfolgen diese Linie als Schlüssel zum revolutionären Kampf auf dem
Lande.
Hunderttausende
aus den bäuerlichen Massen sind Nutznießer von gestarteten Aktionen zur
Absenkung der Landpachtzahlungen, der Nutzungspreise, Reismühlenpreise
und Gerätenutzungspreise. Der Preissenkungen für Produkte, der Anhebung
des Landarbeiterlohnes, Erhöhung der Aufkaufpreise für
landwirtschaftliche Rohware, usw. Darüber hinaus wurden Kooperativen
aufgebaut und Projekte, um die Landwirtschaft im Interesse der Massen zu
verbessern.
Die
NPA startete Bewegungen mit den Massen gegen das Einfallen und Ausweiten
der Besitzungen großer Bergbaukonzerne, der Landsitze und Plantagen der
Imperialisten und Clans der großen Kompradorenbourgeoisie. Wegen diesen
Bewegungen sind die bäuerlichen Massen der Partei und der NPA sehr
dankbar für das Ausführen einer richtigen Bodenreform. Die gleiche
Haltung haben die indigenen Filipino-Stämme, die die Partei und die NPA
als wirklichen Beschützer ihrer angestammten Ländereien anerkennen.
Guerrilla-Einheiten
starteten auch Massenkampagnen für Lese- und Schreibkundigkeit,
Gesundheit und Kultur. Tausende Bauern waren Nutznießer dieser sozialen
Angebote.
Die
politische Schulung der Massen wird ständig durchgeführt. Durch das
Studium der Grundlagen und besondere Kurse wegen der drückenden
gesellschaftlichen Probleme ist das politische Bewusstsein der Massen
durch die revolutionäre Bewegung gewachsen.
Diese
Siege führten zur Ausdehnung und Festigung der Massenbasis und erreichten
Millionen Menschen in ganz Mindanao. Das schließt nicht jene in den
Stadtzentren ein, die heimlich die bewaffnete Revolution unterstützen.
Damit verbunden ist die Ausdehnung von Massenorganisationen der Pambansang
Katipunan sa mga Mag-uuma (PKM), Makabayang Kilusan ng Bagong Kababaihan (MAKIBAKA),
Kabataang Makabayan (KM) und der Rebolusyonaryong Organisasyon sa Mga
Lumad (ROL). Machtorgane auf zwischenortschaftlichem und Gemeindeniveau
sind an etlichen Guerrillafronten errichtet worden.
Allgemein
kann die Intensivierung des bewaffneten Kampfes auf dem Lande nicht
bestritten werden. Der Volkskrieg besitzt breite Unterstützung von den
Unterdrückten und Ausgebeuteten und von anderen Bereichen, die unterdrückt
und angegriffen werden von der herrschenden Clique des USA-GMA-Regimes und
der Söldnerschaft aus AFP-PNP.
Die
Arroyo-Regierung stinkt durch massive Korruption bei öffentlichen Mitteln
und sog. „kickbacks“, massiven Menschenrechtsverletzungen, Unterdrückung
nicht nur gegen fortschrittliche Gruppen, sondern auch gegen die
Massenmedien, Kirchenleute und jene in der legalen Opposition, und durch
seine Hörigkeit gegenüber dem USA-Imperialismus. GMA ist demaskiert
worden als noch korrupter als Marcos und Estrada.
Andererseits,
die vielen politischen Kräfte, die GMA weghaben wollen, vereinen sich
langsam und helfen einander. Protestaktionen zur Absetzung des
Arroyo-Regimes gewinnen an Schwungkraft.
Die
vom Arroyo-Regime dargestellte wirtschaftliche Entwicklung ist verfälscht.
Sie ist da, aber als Entwicklung weniger ihrer Leute aus ihrem Clan und
dem Anhang aus mafiösen Politikern und hohen Militärs bei AFP-PNP. Die
Mehrheit der Volksmassen, selbst die Geschäftsleute vor Ort, hat
keinerlei Nutzen davon. Faktisch leiden die Volksmassen mehr denn je an
Armut und lebensnotwendigen Dingen. Preise für Grundversorgungswaren
steigen, während Bauern unter schlechtem Einkommen leiden. Die
Arbeitslosigkeit nimmt zu. Der Reallohn bei Arbeitern und Angestellten
sinkt weiterhin übers Jahr, während die Preise für Grundbedarf ständig
steigen im Kontrast zum Wert des Pesos.
Die
AFP-PNP, auf welche das Arroyo-Regime zählt, sind keine soliden Organe.
Sie sind aufgespalten in Fraktionen, es gibt massive Unzufriedenheit unter
den jüngeren Offizieren und niedrigeren Dienstgraden. Denn nur höhere
Offiziere haben Nutzen aus Mitteln und Geldern der AFP und PNP, sind
Partner beim Wahlbetrug, sind verbunden mit massiven
Menschenrechtsverletzungen. Beförderungen sind nicht gegründet auf
Verdienste, sondern auf Günstlingswirtschaft. Dies wird verabscheut vom
Volk, denn AFP und PNP dienen der Ausbeuter- und Unterdrückerklasse im
Land. Es gibt patriotische und fortschrittliche Gruppen in ihren Reihen,
und sie nehmen in der Stille zahlenmäßig zu. Sie sind bereit, den
Volkskampf zu unterstützen, wenn der richtige Moment kommt.
Der
Aufruf der AFP-PNP-Hierarchie, die militärischen Operationen gegen die
revolutionäre Bewegung in den nächsten Jahren zu intensivieren, zeigt
die Niederlage des Operationsplans Bantay Laya 2. Auf den ersten Blick
alarmiert dies wegen der bloßen Stärke der AFP-PNP-Streitkräfte. Bei
wie auch immer tieferer Untersuchung haben sie Schwächen, die nicht lösbar
sind, und von denen wir Vorteil ziehen können. Ein Beispiel dafür ist
... die fortgesetzten militärischen Operationen des Gegners schwächen
dessen Truppen, steigern die Menschenrechtsverletzungen und ergeben mehr
Hass seitens des Volkes. All dies nimmt ihnen die Kraft weg. Dies wird uns
viele Gelegenheiten bringen, militärische Aktionen in Verteidigung der
Interessen des Volkes durchzuführen. Unsere allgemeine Politik dabei ist
die aktive Verteidigung.
Wir
sind in Verbindung getreten mit vielen reaktionären Ortsvorständen und
enge Freunde geworden, denn sie unterstützen im Stillen die Revolution.
Daher haben die AFP-PNP nicht vollständig deren Unterstützung für militärische
Operationen.
Wir
können den Operationsplan Bantay Laya 2 und jeden anderen Schlachtplan
des Feindes enttäuschen, denn wir kämpfen für eine gerechte Sache, wir
folgen den richtigen revolutionären Grundsätzen, wir sind eng verbunden
mit den breiten Volksmassen. In der gegenwärtigen Lage, wo das
USA-Macapagal-Arroyo-Regime und die Söldnertruppen von AFP-PNP extrem
isoliert vom Volk sind, hoffen wir auf weitere erreichbare Siege in diesem
Jahr und bis zum nächsten Jahr des revolutionären Kampfes.
Die
Weltsituation begünstigt die bewaffnete Revolution und den Kampf der
Massen. Die imperialistischen Länder sind durch die sich verschlimmernde
Wirtschaftskrise in den USA in vielen Ländern beeinträchtigt, besonders
in den imperialistisch beherrschten Drittweltländern. Das Bush-Regime
sieht sich der Verurteilung der Völker der Welt wegen der Aggression und
Einmischung in Irak, Afghanistan und anderen Ländern ausgesetzt. Die Zahl
der Länder in Lateinamerika gegen den US-Imperialismus nimmt zu. Und Kräfte,
die den bewaffneten Kampf in Asien und Lateinamerika führen, wachsen
derzeit an.
Um
es zusammenzufassen: Es ist schon richtig, dass wir mit Freude den
Jahrestag der Gründung der NPA begehen. Die NPA wird weiterhin stärker
werden, größer werden. Die Bedingungen sind sehr günstig, um den
bewaffneten Kampf voranzubringen, wegen der sich verschlimmernden
politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes und der Welt.
Daher
gelobt die NPA in Mindanao das Folgende zu tun:
1.
Die Initiative zu erringen und flexibel zu sein. Bewusst die sich ständig
ändernde Lage zu analysieren und die richtigen Aktionsmethoden
anzuwenden. In relativ ruhigen Situationen, wenn beispielsweise Verbündete
in den Ortsvorständen sind oder die nichtdespotische vor Ort herrschende
Klasse, das Gebiet nichtmilitarisiert ist oder die AFP-PNP oder
herrschende Clique der reaktionären Regierung Gegensätze austragen, dann
sollte die Arbeit schnell, kühn und aggressiv vonstatten gehen. Während
in eingezwängten Situationen, wenn die herrschenden Cliquen vereint gegen
die revolutionäre Bewegung sind und die Gegend militarisiert ist, wir
wachsam in unseren Aktionen sein müssen und die Politik der aktiven
Verteidigung umsetzen.
2.
Größere taktische Offensiven durchführen. Dies ist der wirksamste Weg,
den Operationsplan Bantay Laya 2 zu zerschlagen und die Volksarmee zu stärken.
Sicherstellen, basistaktische Offensiven einzuleiten und mit Schaden zufügenden
militärischen Aktionen verbinden. Den gegnerischen Truppen nicht
erlauben, ihre Sonderpläne SOT durchzuführen und Operationen innerhalb
der Guerilla-Basen und -Zonen auszuweiten. Die erfolgreichen militärischen
Aktionen der NPA werden die Moral der Genossen und der Massen erhöhen.
Initiative
und Flexibilität sollten jede NPA-Aktion kennzeichnen. Dies wird den
Erfolg der militärischen Aktionen sichern, denn wir haben die Unterstützung
der Massen, und wir kennen das Gebiet. Wir maximieren und unterstützen
jede Guerrilla-Einheit, nicht nur in unserer Guerrillafront, sondern auch
an den benachbarten Guerrillafronten.
3.
Die Massenbasis verstärken und vertiefen. Die Massen sofort und in Zahlen
organisieren, regelmäßig politische Schulungen abhalten und sie
ermutigen, dem bewaffneten Kampf und den Massenprotestaktionen
beizutreten. Dadurch werden wir die Guerrillafronten stärken und
ausdehnen und neue Guerrillafronten aufbauen.
4.
Die antifeudale Massenbewegung stützen. Dies ist das Bestreben der
Volksmassen und wird ihre Verteidigung in ihren Ortschaften verstärken.
Dies wird auch die volle Unterstützung für die NPA sichern. Den Nutzen,
den sie aus den vergangenen Kämpfen ziehen konnten, gilt es zu schützen
und zu entwickeln.
5.
Kühn und aktiv sein beim Rekrutieren für die Volksarmee. Dies wird den
Aufbau von Guerrilla-Einheiten und das Einbringen von immer größeren
Aufgaben der Volksarmee sicherstellen. Wir können dies tun, weil die
politische und wirtschaftliche Lage des Landes dafür günstig ist. Wir können
unsere Mitgliedschaft nächstes Jahr verdoppeln.
Mit
dem Erfüllen dieser Aufgaben wird das Begehen des nächsten Jahrestages
der NPA noch bedeutsamer.
Dies
sind unsere Aufrufe:
SDGs,
DIE GEGNERISCHEN TRUPPEN ANGREIFEN UND ENG BEI DEN MASSEN SEIN!
SYPs,
ENG BEI DEN MASSEN SEIN UND DIE GEGNERISCHEN TRUPPEN ANGREIFEN!
BAUERNMASSEN
BLEIBT IN DEN LANDGEBIETEN!
UNTERSTÜTZT
DIE NPA! |