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. Volksaufstand
in Jemen gegen das US-Vasallenregime
MASSENPROTESTE
SEIT DREI TAGEN IN FOLGE
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Havanna,
13. Februar 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 16. Februar
2011) – Über 5000 oppositionelle Demonstrationsteilnehmer
forderten heute erneut lautstark den Rücktritt des Präsidenten von
Jemen, Ali Abdullah Saleh. Ihr Protest hält nun schon den dritten Tag
in Folge an. Es ist dabei immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen
zwischen Polizeikommandos und den in ihrer Mehrheit demonstrierenden
Studenten gekommen.
Die
gegen die Regierung gerichtete Demonstration entwickelte sich vom Campus
der Universität von Sanaa aus. Dort begannen die Studenten mit dem
Rufen von Losungen des Jubels über den Sieg des Volksaufstandes in Ägypten,
welcher am vergangenen Freitag mit der Abdankung von Mubarak endete. Sie
rufen seitdem: „Gestern war es Tunesien, heute Ägypten, morgen wird
es Jemen sein!“ Die Sicherheitskräfte schreiten immer wieder blutig
ein, um das Durchdringen der protestierenden Menschen zum Präsidentenpalast
in der Innenstadt von Sanaa zu verhindern.
Die
Demonstration erfolgt seitens ihrer Teilnehmer friedlich. Es kam zu
wenigen Zusammenstößen mit ein paar Dutzenden Parteigängern des Präsidenten
Saleh, die außerhalb des Universitätsgeländes aufmarschiert waren.
Bei all dem wurde aber nichts von Verletzten oder gewaltsamen
Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden politischen Gruppen
bekannt.
Die
protestierenden Studenten gehen mit Spruchbändern und Plakaten auf die
Straßen. Sie prangern die angebliche Absicht des Staatschefs an, sich
im Amt zu verewigen. Aber die Oppositionsparteien schließen sich diesen
Protesten nicht an. Sie vertreten die Auffassung, dass sie auf die
Zusagen des Präsidenten vertrauen könnten.
Saleh
dementierte kürzlich, erneut für das Präsidentenamt zur Verfügung zu
stehen, wenn sein Mandat 2013 ausläuft. Er akzeptierte es, in
Verhandlungen mit der Opposition zu treten. Beobachter sehen darin einen
Schachzug, mit dem Saleh sich ein Schicksal wie im Fall seines
tunesischen einstigen Amtskollegen Zine El-Abidine Ben Ali und des ägyptischen
Regierungschefs Mubarak zu ersparen hofft.
In
einer heutigen Pressekonferenz begrüßte ein Bündnis der
Oppositionsparteien die Straßenproteste, warnte aber zugleich vor dem
Ausbruch von Gewalttätigkeiten, sollten sich massivere Aufstände im
Jemen ereignen. Jemen gehört zu den Ländern, in welchen sich viele
Waffen in den Händen der Bürger befinden.
Am
vergangenen Sonnabend kam es zu Schlägereien zwischen Anhängern und
Gegnern von Saleh. Salehs Anhänger gingen zuerst auf die Straße. Mit
Knüppeln, Messern und Steinen versuchten sie, einen gegen den Präsidenten
gerichteten friedlichen Protestmarsch zu verhindern, wie Zeugen und
unabhängige Quellen berichteten.
In
Sanaa verbreitete Berichten zufolge kam es auch zu Massenprotesten in
der südjemenitischen Stadt Taiz. Dort wurden 120 Oppositionelle
festgenommen, als sie die Abdankung der Regierung des Präsidenten
forderten. Saleh ist seit 1978 im Amt.
(Mit
Information von Prensa Latina)
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/
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