|
Belgiens
Solidaritätsbewegung ruft zum alljährlichen Protest auf
STOPPT
DAS MORDEN –
GERECHTIGKEIT
JETZT
von
Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Kommunisten-online
vom 7. Dezember 2009 – Seit etlichen Jahren findet am 10. Dezember
zum Internationalen Tag der Menschenrechte in Brüssel eine Fackelzug-Demonstration unter dem Motto "Stop the killings -
justice now!" gegen die von Mord, Folter, Verschleppung und Einschüchterung
geprägte Unterdrückung insbesondere des Volkes der Philippinen statt.
In den letzten drei Jahren war die Teilnehmerzahl an dieser
beeindruckenden Demonstration im vierstelligen Zahlenbereich trotz
eisiger Kälte und stürmisch-regnerischen Wetters weiter angestiegen.
Vor einem Jahr erweiterten die Organisatoren aus der Gewerkschafts- und
Solidaritätsbewegung Belgiens den Schwerpunkt des Protestes von den
Philippinen auf auch Guatemala und Kolumbien, weil in diesen Ländern
die politische Unterdrückung aktiver Gewerkschafter, Vertretern der
armen Landbevölkerung, antiimperialistischer Studenten,
fortschrittlicher Priester und Nonnen sowie Kandidaten fortschrittlicher
Kräfte bei Wahlen ein erschreckendes Ausmaß angenommen hat.
In
diesem Jahr 2009 findet am 10. Dezember um 18:30 Uhr auf dem
Albertinaplatz in Brüssel (nahe Zentralbahnhof Brüssel) dieser
Protest-Fackelzug statt. Ein Solidaritätskreis im großen
Gewerkschaftsverband ACV-CSC unterstützt seit 1984 aktiv in den
Philippinen solche fortschrittlichen Organisationen wie die Gewerkschaft
KMU, die Bauernorganisation KMP und die Frauenpartei GABRIELA.
Mittlerweile rufen mindestens 65 belgische gewerkschaftliche und
Solidaritätsgruppen zum aktiven Protest am 10. Dezember auf, aus
etlichen Städten Belgiens reisen Demonstrationsteilnehmer in Bussen an.
Und wer ein Mal dabei ist, der wird ein Jahr später wieder dabei sein.
Denn die Zahl der politisch Ermordeten unter dem derzeitigen
Arroyo-Regime in den Philippinen übersteigt mittlerweile selbst jene
aus der Zeit der blutigen Marcos-Diktatur. Es ist erwiesen, daß Militärs
und Paramilitärs die Auftragsmorde an fortschrittlichen Volksvertretern
ausführen.
Edita
Burgos, die Mutter von Jonas Burgos, sucht in den Philippinen seit 2007
nach ihrem gewaltsam entführten und unbekannt verschleppten Sohn.
Unterstützung suchte sie auch in Belgien.
Am
kommenden 10. Dezember werden Masken verteilt, um den mindestens 202
seit Arroyos Amtsantritt 2001 gewaltsam Verschleppten und bis jetzt
vermißten fortschrittlichen Volksvertretern ein Gesicht zu geben.
Teilnehmer können vor der Demonstration ihre Gesichter auf Plakaten
zeigen, die auf www.stopthekillings.be
runtergeladen
werden können "Wo ist mein Bruder?" oder "Ich bin die
Schwester von". Wer sein Gesicht so an die Organisatoren mailt,
wird auf der Website gezeigt werden. Die Forderung nach Auffinden auch
von Jonas Burgos wird so plakativ ins Zentrum des Fakkelzug-Protestes
gestellt.
Nach
der Aktion wird K-Online hier auch Fotos vom Verlauf präsentieren.
zurück
|