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Einweihung
des Denkmals für den kubanischen Nationalhelden
José Marti vor der Außenstelle Bonn der Botschaft der Republik Kuba |
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José
Carlos Rodríguez Ruiz, Leiter der Außenstelkle
Bonn der Botschaft der Rep. Cuba;
Photo:
Detlef Deymann
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Das
neue José Martí-Denkmal;
Photo:
Detlef Deymann |
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PALABRAS
PARA LA INAUGURACION
DEL MEMORIAL MARTIANO, PRONUNCIADAS POR JOSE CARLOS RODRlGUEZ RUIZ, JEFE
DE LA OFICINA DIPLOMATICA
(Rede
anläßlich der Einweihung des José Martí-Denkmals, gehalten vom Leiter
der diplomatischen Vertretung Cubas in Bonn,
José
Carlos Rodríguez Ruiz)
Mitbürger,
Freunde aus der ganzen Welt, hier sind einige aus verschiedenen Ländern
anwesend, Freunde aus Deutschland, Freunde aus Lateinamerika:
Wir
treffen uns heute zu Ehren des 112. Jahrestages des im Kampf gefallenen
Nationalhelden Kubas, José
Martí.
Alle, die hier sind, wissen das. Aber wir, die Kubaner, fühlen
uns stolz, wenn wir das sagen, weil er ein bedeutsamer Mann ist, sowohl im
geographischen, politischen als auch historischen Sinne. So umfangreich
waren seine Ideen, die mit dem Gesicht auf die Sonne gerichtet, heute noch
reiten sollen, d. h. Ideen, die zukunftorientiert sind.
Gerade
in dieser Dimension ist er an jenem 19. Mai 1895 geritten, als er, an der
Spitze der Revolution und des von ihm organisierten notwendigen Krieges,
zweifellos gegen die ausländische
Herrschaft, die sein Land überwältigte,
zur Machete griff. Am Vorabend hatte er einem engeren Freund gegenüber
zugegeben, auch gegen die Eroberungsgier des Nordens, die bereits diese
andere große
Heimat bedrohte, die er Unser Amerika nannte, zu kämpfen
Das
ist eines der wichtigsten Bilder, das wir in der Erinnerung behalten. An
diesem Tag hat José
Martí,
mit seinem gesamten Werk, endgültig
den Weg zur Unvergänglichkeit
aufgeschlagen. Aus diesem Grund bedeutet Martí ewiges Leben. Deswegen
gedenken wir heute hier in Bonn, Deutschland, dieses Mannes, der nicht
mehr ein ausschließliches
Erbe der Kubaner ist, indem wir ihn mit dieser Gedenkstätte
ehren.
Das
Denkmal ist zwar bescheiden, aber damit wird versucht, mit seiner
Kampfwaffe einen Weg aufzuzeigen. Vielleicht ist das nicht die perfekte
Gedenkstätte,
aber dafür
wurde Wille und Streben eingesetzt. Sie ist nicht groß,
aber ausreichend, um den Samen, aus dem man sich später
ernähren
wird, anzupflanzen. Verpflichtung und Treue: Das ist ihre Bedeutung.
Ich
will allen, die an dieses Projekt geglaubt haben, und zu seiner
Realisierung beigetragen haben, danken: Den Kuba-Solidaritätsgruppen im
Rheinland, die geholfen haben, die Kosten des Projekts zu übernehmen.
Der Familie Acosta und den Kollegen der diplomatischen Außenstelle
in Bonn, die das Projekt in freiwilliger Arbeit angefangen haben. Ich will
auch Bernd und Francisco danken, die in den letzten Wochen sogar unter dem
Regen für
die Verwirklichung dieses Projekts gearbeitet haben. Ohne deren Mühe
und Aufmerksamkeit wären
wir heute nicht in der Lage, dieses Denkmal einweihen zu können.
Freunde
und Freundinnen, Genossen und Genossinnen, wenn Fidel 1953 in seiner
Verteidigungsrede in Name der Freiheit und Gleichheit, die unter dem Titel
„Die
Geschichte wird mich freisprechen" Berühmtheit
erlangte, gesagt hat, dass Martí
der Urheber des Überfalls
der Moncada-Kaserne gewesen sei, hat Fidel den unzerbrechlichen
Zusammenhang aller Freiheitskämpfe
in Kuba deutlich gemacht. Er hat die Basis und wesentlichen Grundpfeiler
der kubanischen Revolution dargestellt: Die Freiheitsideen sterben nie!
Martí
ist ein Begründer.
Schnell wurde er vom ruhelosen und gerechten Bewusstsein zum nationalen
Vorkämpfer und revolutionären
Strategen, der sich von der Welt ernährt
und als ein kontinentaler Macher erweist. Ein Mann, der nicht zögert,
seine Wurzel und sein Leben im und für
das Heimatland zu gefährden.
Für
dessen Unabhängigkeit
unternimmt er alle Art Streben und sein humanistisches Wesen hat schon
damals, als unsere entstehende Nation kaum selbstbewusst war, ein Zeichen
gesetzt. Aus diesem Grund pflegt das kubanische Volk, das kämpfend
entstanden ist, der von Martí beigebrachten Kultur des menschlichen
Wohlergehens. Auf diesen Grundlagen basierte die weitere Entwicklung des
kubanischen Volkes, unserer Geschichte, unserer Identität,
unserer universellen Bestimmung. Seine Aussage „Heimat
ist Menschheit" darf nicht vergessen werden.
Diesem
Grundsatz folgend gehen Dutzende von kubanischen Fachleuten, Ärzten,
Lehrern, Technikern in die fernsten Orte von
Lateinamerika, Afrika, Mittelost, Asien
und Ozeanien, um, wie Che Guevara es tun würde,
ihre bescheidene Hilfe zum Wohl der Völker
anzubieten. Genauso haben es zuvor Tausende von Mitbürgern
gemacht, als sie um die Befreiung der Länder
der so genannten Dritten Welt gekämpft
haben.
Daher
sind in Kuba Schulen und Fakultäten
für
Aberdutzende von Studenten aus der ganzen Welt offen. Die Krankenhäuser
geben kostenlos die Gabe des Sehens und des Lebens wieder. Da steht Kuba:
Es teilt, was vorhanden ist. Kuba bringt ein außerordentliches
soziales und politisches Projekt, ohne jeglichen Egoismus, zum Wachsen:
Das Werk der kubanischen Revolution.
In
dieser Bestimmung, in dieser Hingabe wird Martí erlebt. Er ist Motivation
und Licht, Taube und Menschheit. Martí war und ist Kampf und Liebe. In
diesem außergewöhnlichen
Ausgleich, in seinem umfangreichen intellektuellen Werk, in seinem Vorbild
für
die Hingabe an gerechte Dinge, in der Umarmung der Völker,
wofür
er sich so intensiv einsetzte. In allem, was die Revolution von ihm übernommen
hat, wird das Denken von José
Martí
als eins der Paradigmen der Emanzipation Lateinamerikas wie nie zuvor bestätigt.
Diese
Gedenkstätte
soll eine ständige
Einladung für
Kubaner sein, die ihr Heimatland lieben. Sie wird von Pinien und Rosen
bewacht, einmal weiß,
einmal rot, wie die Reinheit und die Leidenschaft. Martí war auch so: Die
Reinheit der Ideale und die Leidenschaft bei der Hingabe. Es sind fünf
Pflanzen wie die fünf
Spitzen unserer Fahne.
Auch
zu fünft
sind die jungen Kubaner, die wir nicht unerwähnt
lassen dürfen,
und in US-politischen Strafanstalten einfach dafür
büßen
müssen,
ihr Land vor der Aggressivität
zu schützen,
die aus dem US-Territorium ausgeübt
wird. In diesem Land, zur Schande und Gefahr für
die Welt, wird u.a. Luis Posada Carriles, der größte
Terrorist des amerikanischen Kontinents, beschützt.
Ich empfinde, dass Fernando, Ramön,
Gerardo, Rene und Antonio uns am heutigen Tag begleiten. Ihnen gilt
unser Beistand und unsere Verpflichtung für ihre Freilassung!
Für
diese Sache wird sich das II. Treffen von in Europa lebenden Kubanern
einsetzen, das in Berlin am 20. und 21. Oktober dieses Jahres stattfinden
wird. Informationen über
diese Veranstaltung werden nach Abschluss dieses Festaktes auf der Website
der diplomatischen Vertretung von Kuba in Bonn online veröffentlicht.
Auf dem Informationstisch finden Sie Informationsblätter.
Es
lebe Martí! Es lebe Fidel! Für
Kuba vereinigen wir uns!
Vielen
Dank!
Bonn,
19. Mai 2007
siehe
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19.05.07
Außenstelle
der Botschaft der Rep. Cuba
Feierliche
Einweihung einer José Martí-Skulptur
Redebeitrag
»José Martí und die Cuba-Solidaritätsbewegung«
(es
gilt das gesprochene Wort)
Lieber
compañero José Carlos,
liebe Mitglieder
des Botschaftskollektivs,
werte Gäste,
ich
wurde gebeten, als Aktivist der Cuba-Solidaritätsbewegung anlässlich
seines heutigen 112. Todestages ein paar kurze Anmerkungen zum Thema »José Martí und die Cuba-Solidaritätsbewegung« zu machen und
komme dieser Bitte sehr gern nach.
Als
wir im Juni 1993 in Frankfurt/M. nach einem Jahr Vorbereitungszeit mit gut
einem Dutzend Solidaritätsgruppen das NETZWERK CUBA gegründet hatten,
haben wir als eine der ersten Maßnahmen diesen Aufkleber produziert:
So
könnte man sagen, dass der cubanische Nationalheld einer der Paten bei
den ersten Gehversuchen unserer koordinierten Solidarität Anfang der 90er
Jahre war. Es war die Zeit der größten ökonomischen Probleme auf der
von uns allen geliebten Insel, hervorgerufen durch den Verrat der
Gorbatschow-Jelzin-Clique, der zur »doppelten Blockade« für Cuba geführt
hatte.
Es
war die Zeit, als wir in allen Teilen der Republik tonnenweise
Medikamente, aber auch Schuhe und andere Bekleidung, Bettwäsche, Brillen,
Decken, ja so ziemlich alles außer Wintermänteln, gesammelt haben und
der gemeinsame Höhepunkt dieser Aktivitäten die »1.
Bundesweite Solidaritätskarawane: Ein Schiff für Cuba!« im
September 1994 darstellte.
Doch
zurück zu diesem Aufkleber und dem José Martí-Zitat: »Wenn
Cuba sich rettet, rettet es Lateinamerika«: Auch wohlmeinende Freunde
fragten uns damals, ob wir nicht vielleicht etwas verrückt wären; denn
was solle denn bloß dieser Hinweis auf Lateinamerika zu einem Zeitpunkt,
wo doch alle Kräfte auf die materielle Solidarität mit dem bedrängten
Cuba zu bündeln seien.
Nun,
wir haben das eine (die materielle Hilfe) getan, ohne das andere
(die Organisierung politischer Solidarität) zu lassen; so z.B. am
16. Oktober 1993 mit der »1.
Bundesweiten Solidaritätsdemonstration für Cuba« in Bonn.
Und
die seitherige Entwicklung hat uns recht gegeben: Im Sinne von José Martí
schreitet die lateinamerikanische Integration voran. 3 Jahre ALBA und 1
Jahr Handelsvertrag der Völker sind hierfür die greifbaren Beispiele.
Cuba
als rohstoffarmes Land der 3. Welt tritt hierbei natürlich nicht als
finanzkräftiger Partner auf. Aber Cuba hat die unschätzbare Rolle als
Ideengeber und als unbeugsames Beispiel des antiimperialistischen Kampfes
für die gesamte Hemisphäre. Ohne Cuba, liebe Freundinnen und Freunde, gäbe
es die derzeitige progressive Entwicklung Lateinamerikas in dieser Form
nicht!
José
Martí schrieb zu diesem Thema bereits in seiner weltberühmten
Streitschrift »Nuestra América -
Unser Amerika«, veröffentlicht im Januar 1891 in der mexicanischen
Zeitung »El Partido Liberal«:
»(…)
ist es die zwingende Pflicht Unseres Amerika, sich so zu zeigen, wie es
ist: als ein Amerika, das, einig im Herzen und einig im Ziel, schnell eine
erdrückende Vergangenheit bewältigt hat, das nur befleckt ist mit den
Spuren des Blutes, welches im Kampf gegen die Ruinen aus unseren Händen
spritzt, und mit dem Blut, das unsere Herzen uns aus den Adern schröpften.
Die Missachtung des gewaltigen Nachbarn, der Unser Amerika nicht kennt,
ist seine größte Gefahr! Und weil der Tag der Heimsuchung nahe ist, tut
es not, daß der Nachbar es kennenlernt, es bald kennenlernt, damit er es
nicht mehr missachtet. Aus Unwissenheit könnte er vielleicht seine
Begierde auf Unser Amerika richten.«
Diese
Begierde ist aktueller denn je. Und über die Rolle Cubas bei der
aktuellen, progressiven Entwicklung wissen auch dessen und damit unsere
Feinde Bescheid: Die USA halten sich mit dem letzten Bush-Report ausdrücklich
die militärische Option offen, wie der sog. »Koordinator
für den demokratischen Übergang in Cuba«, Caleb McCarry, noch vor
drei Wochen bestätigte. In der »
Berliner Zeitung
« vom 27.04.07 heißt er hierzu:
»Wortkarg
wird McCarry, als er auf den geheimen Anhang seines Strategiepapiers
angesprochen wird. Havanna befürchtet, es könne darin um die Planung von
Terrorakten, Attentate auf Präsident Castro, eine Invasion gehen. Kann
der Cuba-Koordinator öffentlich erklären, dass es in dem Anhang ausdrücklich
nicht um militärische Aspekte geht? Nein, er kann es nicht. „Ängste
sind unbegründet“, sagt McCarry
und kein Wort mehr.«
Und
die derzeitige deutsche EU-Präsidentschaft, namentlich und vorneweg
Merkel und Steinmeier, versucht hinter den Kulissen derzeit alles, um eine
an diese schändliche Haltung angelehnte EU-Position durchzusetzen.
Es
ist die besondere Verantwortung der in der Bundesrepublik tätigen
Cuba-Solidaritätsgruppen, hiergegen ebenso offensiv zu protestieren wie
gegen die anticubanische Hetzkonferenz von Konrad-Adenauer-Stiftung und »ICDC«
Ende April in Berlin.
Liebe compañeras
und compañeros,
liebe Freundinnen
und Freunde,
José
Martí, der Weitgereiste, kam Anfang Januar 1880 in New York an und blieb
dort, ausgenommen eines halbjährigen Aufenthalts in Venezuela, bis zum Frühjahr
1892 .
In seinem o.g. Aufsatz »Unser
Amerika« hob er hervor, dass er lange genug »im
Bauch des Ungeheuers« (USA) gelebt habe, um dessen Wirkungsweisen
beurteilen zu können.
Heute
werden seit nunmehr über 8 Jahren unsere fünf Brüder Gerardo
Hernández Nordelo (# 58739-004),
Ramón Labañino Salazar (#
58734-004), Antonio Guerrero Rodríguez (#
58741-004), Fernando González Llort (#58733-004)
und René González Sehwerert (#
58738-004) in den Eingeweiden dieses Ungeheurs als Geiseln gehalten
und es ist notwendig, trotz aller Rückschläge den historischen
Optimismus zu bewahren und in unserem weltweiten Kampf für ihre Befreiung
nicht nachzulassen. Bekanntlich bewahren unsere Brüder, die als besondere
Schikane auf Knäste quer über die USA verteilt sind, in bewundernswerter
Art und Weise ihre Ehre und Würde.
José
Martí schrieb in einem Anfang 1894 veröffentlichten Artikel Worte, die
direkt auf diese fünf Patrioten gemünzt scheinen:
»Weder
Völker noch Menschen haben Achtung vor dem, der sich nicht Achtung
verschafft. Wenn man inmitten eines Volkes lebt, das uns seit jeher mit
Habsucht und Mißachtung begegnet ist, das uns in seinen Zeitungen und Büchern
verhöhnt und demütigt, das uns selbst in seinen gewissenhaftesten
Geschichtsdarstellungen und mit den Worten selbst der anständigsten
Menschen für streitsüchtige und weibische Wesen hält, die ein bloßes
Brüllen zu Boden gehen läßt; wenn man einem solchen Lande benachbart
ist und auch künftig mit ihm zusammen leben muß ..., ist es eine stete
Pflicht und eine dringende Notwendigkeit, sich stolz emporzurichten,
sobald es tunlich ist oder sich die Gelegenheit bietet ... Sie, die uns
wehrlos glauben, sollen uns jederzeit entschlossen und mannhaft sehen.
Menschen wie Völker prüfen auf dieser Welt gern mit dem Finger, ob
fremdes Fleisch schlaff ist oder ob es dem Druck widersteht, und so muß
man festes Fleisch zeigen, damit die dreisten Finger abprallen. Man muß
in ihrer eigenen Sprache mit ihnen reden, denn unsere Sprache verstehen
sie nicht.«
Lasst
uns, liebe
Freundinnen und Freunde, den mutigen Kampf des cubanischen Volkes
unter Führung der PCC und Fidel als Ansporn nehmen zur Fortführung
unserer solidarischen, internationalistischen Unterstützung des
revolutionären Cuba und lernen wir dabei auch von den bahnbrechenden
Ideen des heute hier zu ehrenden Dichters, Denkers, militärischen
Strategen und Revolutionären José Martí, den wir bspw. auf der
Startseite der Essener FG-Homepage
mit seinem Lebensbekenntnis zitieren:
»Ich
habe gelebt:
Der
Pflicht habe ich meine Waffen verschrieben
und
nicht einmal verschwand
die
Sonne hinter den Bergen,
ohne
meinen Kampf
und
meinen Sieg zu sehen.«
Heinz-W.
Hammer
siehe:
cubafreundschaft.de
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