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Von
der revolutionären Front auf den Philippinen:
NPA
wertete beschlagnahmte Papiere des Militärs aus
LABAWAN
IST GEHEIMAGENT DER STREITKRÄFTE DER PHILIPPINEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Mitteilung
des Merardo Arce Kommandos der NPA Süd-Mindanao vom 19. August 2010. (Kommunisten-online
am 27. August 2010) – Es
wird erwartet, dass der eingesetzte Kommandeur der 1003. Brigade der
Streitkräfte der Philippinen, Oberst Domingo Tutaan, schleunigst
dementieren soll, dass ein 'pangayaw' vom Gefolgsmann der Streitkräfte
der Philippinen, Rubén Labawan, in Paquibato, Davao, ausgeführt wird.
Oberst Tutaan versuchte vergebens, Brigade-General Eduardo del Rosario
abzuschirmen und die verbrecherische Komplizenschaft der 1003. Brigade
der Streitkräfte der Philippinen in den letzten Ausbruch bewaffneter
Gewalt gegen Zivilpersonen durch das geistige Kind der Regierungstruppen
namens Einsatzkommando Gantangan und 'Bagani'-Paramilitärs zu
vertuschen.
„Datu“
Ruben Labawan ist del Rosarios Handlanger. Labawans 'pangayaw' wurde auf
Geheiß von Brigade-General del Rosario und der 1003. Brigade der 10.
Infanterie-Division der Streitkräfte der Philippinen losgetreten. Von
der 1. Pulang Bagani Kompanie der NPA in einer militärischen Aktion
erbeutete militärische Dokumente belegen die kriminellen Absprachen
zwischen der 1003. Brigade der 10. Infanterie-Division unter
Brigade-General del Rosario und sich als Stammesführer maskierenden
eingefleischten Agenten des Militärs wie „Datu“ Ruben Labawan. Die
beschlagnahmten Dokumente enthüllen u.a. folgendes:
-1-
Empfangsquittungen verschiedener Datumsangaben aus der Zeit von Ende
vorigen Jahres und Anfang dieses Jahres wurden von der 1003. Brigade
erstellt und von Brigade-General del Rosario unterschrieben. Sie
belegen, dass dem Geheimagenten Ruben Labawan Garand- und
M-14-Sturmgewehre, Munition, Cammenga Militärkompass und Motorola GP-68
Funkgerät „zur Erfüllung dienstlicher Verpflichtungen“ von der
1003. Brigade ausgehändigt wurden;
-2-
eine Todesschwadron ist insgeheim von der 1003. Brigade der
Streitkräfte der Philippinen finanziert worden. Diese
Sondereinsatzgruppe wird aus 14 von Labawan handverlesenen
Lumaden-Gangstern gebildet. Ihnen wurden u.a. vollständige Kampfanzüge,
Feuerwaffen, Mobiltelefone und UHF-Funkgeräte übergeben;
-3-
Labawan und seine Bande aus Lumaden-Gangstern formierten eine 168
Mann starke bewaffnete Gruppe mit der Bezeichnung Bahani-Große-Reichweite-Züge
(BLRP). Diese paramilitärische Einheit der Streitkräfte der
Philippinen wird in 12 Züge unterteilt, welche aus 12 Sitios und
Barangays im Paquibato Distrikt von Davao stammen.
Die
sogenannte 'Alsa Lumad' wie auch die aus Lumaden gebildeten
Banditengruppen nennen sich selbst Bagani-Kampfgruppe und sind von den
Streitkräften der Philippinen aufgestellt worden. Sie wurden
insbesondere von der 1003. Brigade der Streitkräfte der Philippinen als
sogenanntes Einsatzkommando Gantangan geführt, was eine landesweite „Aufstandsbekämpfungs“-Struktur
darstellt und sich gegen die revolutionären Kräfte richtet. Ganz klar
wurden diese paramilitärischen Kräfte nicht geschaffen, um die Rechte
der Stämme der Ureinwohner zu verteidigen, sondern sie sollen den
konterrevolutionären Zielen der Streitkräfte der Philippinen als
billiges und bezahlbares Kanonenfutter dienen.
Labawan
ist ein vorgetäuschter Stammesführer der Lumaden. Er ist lediglich ein
Stammes-Dealer der Lumaden, welcher sich der armen Lumaden bemächtigt,
um sie für seine Deals mit der reaktionären Regierung und den
Agrarkonzernen zu missbrauchen. Er ist kein rechtmäßiger Vertreter der
Ata-Manobos. Sein aggressives Rekrutieren von Lumaden als
CAFGU-Paramilitärs hat nichts mit Frieden und Entwicklung zu tun,
sondern dient allein der Eskalierung der bewaffneten Gewalt und der
Militarisierung von Lumadensiedlungen. Labawan ist eingesetzter
Vorsitzender des von den Streitkräften geschaffenen Obersten
Stammesrates für Frieden und Entwicklung, einer Gruppe der
ATADI-ALMARA-Banditen, die Schutzgelder bei Geschäftsleuten
eingetrieben haben und Agrarkonzernen ermöglichten, Plantagen in den
sogenannten angestammten Gebieten der Lumaden zu etablieren.
Labawan
hat den Ruf einer schrecklichen Bedrohung in den Siedlungen der Lumaden.
Seine Macht geht nicht auf eine traditionelle Autorität zurück,
sondern wurde ihm vom Ata-Manobo-Stamm gewährt aus Angst vor seiner
engen Verknüpfung mit dem Militär und seiner aktiven Teilnahme an
Kampfhandlungen gegen die revolutionäre Massenbasis vor Ort. Labawan
ist ein Geheimagent der 1003. Brigade der Streitkräfte der Philippinen.
Er hat die drei Monate dauernde Grundausbildung beim 73.
Infanterie-Bataillon der Streitkräfte der Philippinen im Jahr 2001
durchlaufen, als Brigade-General del Rosario noch Kommandeur jenes
Bataillons war.
Labawans
Mandatsfunktion kam nicht aus der Lumaden-Gemeinschaft, die zu vertreten
er vorgibt. Stattdessen nimmt er Befehle von seinem unmittelbaren
Vorgesetzten, Datu Libuttong, entgegen. Datu Libuttong ist kein anderer
Mann als Brigade-General del Rosario. Labawan ist aktiv in die
strategische „Aufstandsbekämpfungs“-Planung der Streitkräfte der
Philippinen verwickelt. Seine kürzlich erfolgte Teilnahme an der
Abschließenden Koordinierungs-Konferenz (OPORD / operation order)
Einsatzbefehl 02-10 „PANATINGON“ beim Hauptquartier der 1003.
Brigade in Santo Tomas, Davao del Norte, im April 2010, belegt dies.
Als
ein bewaffneter feindlicher Kämpfer mit extremer Feindseligkeit gegenüber
der revolutionären Massenbasis ist Labawan ein rechtmäßiges Ziel für
taktische Angriffe der NPA. Was seinem Vorgeben entgegensteht, er sei
Ziel der NPA wegen seiner 'friedfertigen' Kampagne, die 'Übergriffe'
der revolutionären Bewegung aufzuzeigen und Entwicklung in die
Lumaden-Gemeinschaft zu bringen. Die einzigen Bestrebungen dieses
Verbrechers sind das Verhökern angestammter Ländereien der Lumaden für
die Ausweitung der Bananenplantagen der Agrarkonzerne. Er lässt Reis
und Fisch für 'Alsa Lumad' pulong-pulong eintreiben und rekrutiert
unter Zwang und fanatisch andere Lumaden als CAFGU-Paramilitärs für
die Kriegsmaschinerie der Streitkräfte der Philippinen.
Das
letzte 'pangayaw' (Blutrache-Stammesfehde) wurde von Labawans
bewaffneter Gangstertruppe gestartet, um Zivilpersonen einzuschüchtern.
Es richtete sich gegen sowohl Lumaden als auch andere Siedler, damit sie
ihr Ackerland aufgeben, so dass die ATADI-Gruppe es den Agrarkonzernen
anbieten konnte. Dabei agiert Labawan unter einem verfälschten Inhalt
der Rechte auf angestammte Ländereien, welches von der Nationalen
Kommission der Indigenen Völker (NCIP) gefördert wird. Labawan protzt
mit seinem Recht, sich der Ländereien zu bemächtigen, die von
Nicht-Lumaden beackert werden, weil dies angeblich eine Erweiterung
seiner angestammten Rechte wäre.
In
der von der 1003. Brigade der Streitkräfte der Philippinen sogenannten
Kampagne „Information und Bildung“, welche der Anstiftung der
Lumaden zum Kampf gegen die NPA in den Siedlungen von Paquibato dient,
hat del Rosario seine Speichellecker persönlich angewiesen, 'pangayaw'
auszuführen, wann immer ein Mitglied der ALAMARA, ein der ATADI
angeschlossener Bandit, ein CAFGU-Paramilitär oder ein Angehöriger der
Streitkräfte der Philippinen bei NPA-Aktionen vor Ort getötet wird.
Labawan hat gleichzeitig erklärt, dass immer wenn ein 'Alsa'
Lumaden-Bagani oder CAFGU oder Regierungssöldner getötet wird, es die
zivilen Dörfer sein werden, die für die Schäden in Form von
Nutztieren und Blutgeld zu zahlen haben. Wenn die Menschen sich nicht
daran halten würden, dann werden sie mit 'panayaw' bedroht werden. Das
ist deren Version von 'gantangan heißt Gerechtigkeit'.
Der
Bruder von Ruben Labawan heißt Kimpio Labawan. Gefreiter Kimpio Labawan
von der 103. Verstärkungskompanie der 10. Infanterie-Division diente
als Leibwächter bei Ruben Labawan. Er kam ums Leben, nachdem er einen
mobilen Kontrollpunkt der NPA am 6. August 2010 beschossen hatte. Ruben
Labawan forderte daraufhin Blutgeld und Nutzvieh als Schadensleistung
von Zivilpersonen. Als er dabei scheiterte, erklärte er 'pangayaw'
gegen Zivilpersonen in Paquibato. Das ist das System von 'gantangan heißt
gerechtigkeit' des 'Datu Limbuttong' und Ruben Labawan.
Die
von 'Datu Limbuttong' und seiner 1003. Brigade der Streitkräfte der
Philippinen an Labawans Lumaden-Sondereinsatzkommando Bagani-Gruppe und
seine CAFGU-Rekruten ausgehändigten Gewehre sind zur Ermordung von
Zivilpersonen benutzt worden. Vom angeblichen 'Datu Limbutton' an den
ebenfalls angeblichen 'Datu Labawan' ausgehändigte Gewehre waren
dieselben Gewehre, mit denen die Zivilperson Julius Tamondes in Colosas,
Paquibato, niedergeschossen worden ist. Die vielen brutalen Verbrechen
und Bluttaten mit etlichen Opfern unter der Zivilbevölkerung und an
keinen Kämpfen beteiligten Menschen wurden von der Almara, dem Vorgänger
von ATADI, und werden jetzt von der Bagani-Bande des Sonderkommandos
Gantangan ausgeführt. Letztlich sind sie 'Datu Limbuttong'
zuzuschreiben. Der General hat das konterrevolutionäre Konzept des 'Alsa'
Lumaden wieder aufgegriffen, welches sein Trittbrett in der militärischen
Laufbahn gewesen ist. Er hat Lumaden gegen Lumaden aufgehetzt. Er hat
Lumaden gegen Nicht-Lumaden-Siedler aufgehetzt. Blut klebt an seinen Händen.
Die
NPA schwört, dass sie für die Lumaden und das Recht des Volkes auf
wirkliche Solidarität kämpft. Die Taktik des Teilens und Herrschens,
die von ausländischen Eroberern seit unvergesslichen Zeiten angewendet
worden ist, wird weiterhin völlig entlarvt und vom Volk abgelehnt
werden. Das brutale Wiederaufgreifen einer absurden Strategie durch
Brigade-General del Rosario wird elendiglich scheitern, weil die NPA und
die Organe der revolutionären politischen Volksmacht weiter erstarken
werden und größeren Einfluss in den ländlichen Gebieten erlangen
werden.
Rigoberto
F. Sánchez
Sprecher
des Merardo Arce Kommandos der NPA Süd-Mindanao
Quelle:
E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion |