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KKE
veröffentlicht Pressemitteilung der
Arbeitsgruppenberatung
DER
SOZIALISMUS IST DIE ZUKUNFT!
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
29. April 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 7. Mai 2011) –
Am Freitag, dem 29. April 2011, kam die Arbeitsgruppe der
Internationalen Beratung der Kommunistischen und Arbeiterparteien in
Athen zusammen, um die 13. Internationale Beratung vorzubereiten. Die KP
Brasiliens, die KP Kubas, AKEL, die KP Böhmens und Mährens, die KKE,
die Libanesische KP, die Volkspartei Palästinas, die Portugiesische KP,
die KP der Russischen Föderation, die Südafrikanische KP und die
Syrische KP nahmen an der Beratung teil.
Auf
der Beratung wurde beschlossen, dass die 13. Internationale Beratung der
Kommunistischen und Arbeiterparteien in Athen vom 9. bis 11. Dezember
2011 stattfinden wird und unter folgende Thematik gestellt werden wird:
DER
SOZIALISMUS IST DIE ZUKUNFT!
Die
internationale Lage und die Erfahrung der Kommunisten 20 Jahre nach der
Konterrevolution in der UdSSR.
Die
Aufgaben der Entwicklung des Klassenkampfes unter den Bedingungen der
kapitalistischen Krise, der imperialistischen Kriege, der gegenwärtigen
Volkskämpfe und -aufstände für die Rechte der Arbeiter- und
Volksbewegung, der Stärkung des proletarischen Internationalismus und
der antiimperialistischen Front für die Überwindung des Kapitalismus
und den Aufbau des Sozialismus.
Die
Arbeitsgruppe diskutierte und nahm eine positive Einschätzung der
Entwicklung von gemeinsamen Aktionen gemäß den Richtlinien vor, welche
auf der 12. Internationalen Beratung der Kommunistischen und
Arbeiterparteien in Südafrika beschlossen worden waren. Es gab auch
einen sehr nützlichen Austausch von Stellungnahmen zu den
internationalen Entwicklungen.
Die
beteiligten Parteien richteten anläßlich des 1. Mai der Arbeiter warme
Klassengrüße an die arbeitende Klasse und die Arbeiter, an alle Völker
im Kampf für ihre Rechte und alle Menschen, die gegenwärtig gegen den
Ansturm des Kapitals und des Imperialismus kämpfen.
Athen,
29. April 2011
Quelle:
http://inter.kke.gr/
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Griechenland:
Streikdemonstrationen am 1. Mai 2011
NEUER
ANSTOSS FÜR VERSTÄRKUNG DER KLASSENKÄMPFE
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
1. Mai 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 10. Mai 2011) – Zehntausende
Arbeiter, Jugendliche, Frauen, Migranten, Selbständige, Rentner und
arme Bauern beteiligten sich massenhaft und kämpferisch an der
zentralen Maikundgebung auf Griechenlands größtem Platz, dem
Syntagma-Platz in Athen, sowie an den 75 Kampfdemonstrationen des 1. Mai
von PAME in ganz Griechenland. Erneut waren die Demonstrationszüge von
PAME um ein Vielfaches länger als jene von der Regierung und den von
Unternehmern gelenkten Gewerkschaften organisierten Aufmärsche. Die
Arbeiter haben den Anweisungen der Regierung und Unternehmerlakaien den
Rücken zugekehrt, wonach sie die gegen die Arbeiter gerichteten Maßnahmen,
die Verelendungspolitik, die Massenarbeitslosigkeit und das Einfrieren
der Löhne unterstützen sollen. Die Demonstrationsteilnehmer bei den
Mai-Veranstaltungen von PAME gaben eine deutliche Antwort, dass der
Angriff auf das Volk im Massenbewustsein der Arbeiterklasse nicht
legitimiert worden ist, und dass die Arbeiterklasse im Bewusstsein ihrer
Opfer und Klassenkämpfe gegen den von ND und LAOS unterstützten
volksfeindlichen politischen Kurs der sozialdemokratischen Regierung,
des EU- und IWF-Kapitals bis zur Überwindung der Herrschaft des
Kapitals kämpfen wird.
Christos
Katsiotis, Mitglied des Exekutivsekretariats von PAME, erwähnte in
seiner Rede u, a.:
„Seinerzeit
regte die Losung für 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Ruhepause und 8
Stunden Bildung zu leidenschaftlichen Kämpfen an. Heute regt uns die
Losung „Arbeiter, du kannst ohne Bosse auskommen, ohne dich dreht sich
kein Rädchen“ in den neuen Kämpfen an und bringt genau den gegenwärtigen
Inhalt des Klassenkampfes zum Ausdruck. Wir sind uns heute besser
bewusst, dass das Erringen eines menschenwürdigen Lebens mit stabilen
Arbeitsplätzen für alle, mit mehr Freizeit und weniger Arbeitszeit,
mit wesentlichen Rechten auf jedem Lebensgebiet unvermeidlich mit
unserer Befreiung aus dem Joch der Monopole verbunden ist (...)
Wenn
diese Verhältnisse nicht abgeschafft werden, in denen einige wenige die
Arbeit von vielen stehlen, wenn das Regime der Lohnsklaverei nicht
abgeschafft wird, kann es kein Leben und keine Zukunft geben.
Hier
geht es um uns und um jene. Wir sind die Erzeuger von all dem Reichtum.
Wir sind die Vielen. Die Zukunft gehört uns und unseren Kindern. Sie
liegt in unseren Händen.
Mit
unserer Losung „Das Gesetz ist, was das Recht für die Arbeiter ist“
organisieren wir derzeit unsere Kräfte und unser Bündnis, um diese
Losung durchzusetzen.“
Die
Generalsekretärin des ZK der KKE, Genossin Aleka Papariga, war auf der
Streikdemonstration von PAME in Athen mit dabei.
Nach
der Demonstration marschierten die Demonstrationsteilnehmer bei den
Botschaften von Frankreich und Großbritannien vorbei zur US-Botschaft.
Sie riefen in Sprechchören Losungen und schleuderten symbolisch rote
Farbei auf das Gebäude der Botschafts- Frankreichs.
Die
Kommunisten in Griechenland verstärken ihre Aktivitäten. Sie spielen
derzeit die führende Rolle in den klassenkämpferischen Gewerkschaften
und bei PAME, um dem Massenkampf Schwung und Beständigkeit zu
verleihen. In der nächsten Zeit werden sich die klassenkämpferischen
Kräfte auf die Arbeitsplätze konzentrieren, um einen landesweiten
Generalstreik von PAME am 11. Mai vorzubereiten und damit den Kampf
sowie die Reaktion und den Gegenangriff gegen die derzeit in
Vorbereitung befindlichen neuen barbarischen gegen das Volk gerichteten
Maßnahmen zu verstärken.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-05-01
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Die
Regierung treffen
Von
Heike Schrader, Athen
Quelle:
jungeWelt vom
12.05.2011
Auf
Kommunisteen –online am 12. Mai 2011 – Mit ihrem bereits zweiten
Generalstreik in diesem Jahr haben die Beschäftigten in Griechenland
das Land am Mittwoch weitgehend lahmgelegt. Der Protest richtete sich
sowohl gegen neue als auch gegen die bereits umgesetzten Kürzungen bei
Löhnen, Renten und Arbeitsrechten. Nach Angaben der beiden aufrufenden
Gewerkschaftsdachverbände GSEE (private Wirtschaft) und ADEDY (öffentlicher
Dienst) lag die Teilnahme in Industrie und Staatsdienst zwischen 75 und
100 Prozent. Behörden, Schulen, Universitäten und staatliche Banken
blieben geschlossen, die Krankenhäuser nahmen nur Notfälle auf.
Rundfunk und Fernsehen brachten keine Nachrichtensendungen, und am
heutigen Donnerstag erscheint keine der etwa 20 Tageszeitungen des
Landes. Die Schiffe blieben im Hafen, die Züge in den Bahnhöfen und
auch der Luftraum war am Nachmittag für vier Stunden durch die
Teilnahme der Fluglotsen am Streik gesperrt. Die öffentlichen
Nahverkehrsmittel arbeiteten nur, um den Streikenden die Teilnahme an
den überall im Land stattfindenden Demonstrationen zu ermöglichen.
Allein
in Athen versammelten sich mehrere zehntausend Streikende zu drei
verschiedenen Kundgebungen. Die mit Abstand größte führte die
kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME durch. Hier erklärte
Vassilis Stamoulis zu den verschiedenen auf der Ebene der EU und des
Internationalen Währungsfonds (IWF) diskutierten Umschuldungsszenarien:
»Uns interessieren ihre Sorgen und Differenzen nicht, welches Rezept
der Sparmaßnahmen mit den geringsten politischen Kosten umgesetzt
werden kann.« Der Vorsitzende der griechischen Gewerkschaft in der
Webereibranche unterstrich: »Wir sind daran interessiert, daß es sie
so hart wie möglich trifft, denn sie verdüstern unser Leben und das
unserer Kinder.«
Auf
der Kundgebung der beiden Dachverbände forderte der GSEE-Vorsitzende
Giannis Panagopoulos »eine Politik, die die Ungerechtigkeiten behebt,
die Lohnabhängigen stärkt und einen Schwerpunkt auf die Bekämpfung
von Arbeitslosigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze legt«.
Auf
der dritten Versammlung, die von Teilen des griechischen Linksbündnisses
SYRIZA, der außerparlamentarischen Linken, unabhängigen Gewerkschaften
und dem autonomen Spektrum organisiert wurde, gab es keine Reden. »Diese
Regierung muß weg, entweder durch Neuwahlen, oder indem sie mit
Hubschraubern aus dem Parlament flieht«, erklärte Babis Lambiris im
Gespräch mit junge Welt, während autonome Aktivisten aus einem
leerstehenden Gebäude ein Transparent abseilten, das »Freiheit für
die Gefangenen aus dem gesellschaftlichen und Klassenkrieg« forderte. Für
den Aktivisten der griechischen »Front für Solidarität und Umsturz«
ist darüber hinaus der Austritt des Landes aus EU, Euro-Zone und NATO
Grundvoraussetzung für einen Ausweg seines Landes aus der Krise.
Nach
einem Milliardenloch im letzten Jahr sind die Staatseinnahmen
Griechenlands auch im Mai weit hinter den geplanten zurückgeblieben.
Ein Ende der Krise ist nicht abzusehen, denn die bisherigen Sparmaßnahmen
haben die Wirtschaft nur weiter gedrosselt. Um das Land vor einer Pleite
zu bewahren, seien weitere 50 bis 60 Milliarden Kredit in den nächsten
zwei Jahren nötig, war Anfang der Woche in der internationalen Presse
zu lesen. Um an dieses Geld zu gelangen, plant die Regierung in Athen
weitere, noch drastischere Einschnitte für die Erwerbstätigen des
Landes. Diese haben am Mittwoch eine erste Antwort gegeben. |
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