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Kommunistische
Partei (KKE) führt die Volksbewegung
DIE
VOLKSBEWEGUNG MUSS SICH GEGEN DAS KAPITAL RICHTEN
Griechenlands
Kommunistische Partei (KKE) führt die Volksbewegung
DIE
VOLKSBEWEGUNG MUSS SICH GEGEN DAS KAPITAL RICHTEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
8. Juni 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 19. Juni 2011) –
Die Erklärung des Politbüros des Zentralkomitees der
Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) über die aktuellen
Entwicklungen in Griechenland vom 7. Juni 2011 hob folgendes hervor:
„Es ist eine ermutigende Tatsache, dass das Volk und die Jugend auf
den Straßen sind und ihre aufgestaute Wut zeigen. Eine wesentlich kämpferischere
Stimmung könnte erzeugt werden, wenn sich dieser Teil der Volksbewegung
zu einer entschlossenen Teilnahme an der organisierten klassenbewussten
Volksbewegung entwickelt, welche dafür kämpft, die barbarischen gegen
das Volk gerichteten politischen Maßnahmen zum Scheitern zu bringen und
umzukehren und nicht nur die Personen in der Regierung auszutauschen
oder nur kleine Anpassungen zu erreichen, die da beim Diktat der
Monopole vorgenommen werden sollen. Die Regierung, die Parteien und die
Mechanismen des Systems haben jedes Interesse daran, dass eine spontan
sich Luft machende Wut der Volksmassen richtungslos verpufft. Daran,
dass diese Wut des Volkes in faden Parolen oder in reaktionären
ideologischen Konstrukten abgefangen wird.
Sollen
die Kämpfe der Arbeiterklasse, des Volkes und der Jugend wirksam
verlaufen und die Kraft haben, Barrieren gegen die eskalierenden
grausamen Kürzungsmaßnahmen zu errichten, dann müssen sich diese Kämpfe
der Arbeiter-, Volks- und Jugendbewegung gegen jene richten, die an den
Problemen des Volkes schuldig sind: die Gruppen der Geschäftswelt, die
EU und die Parteien, die ihnen dienen. Dann muß es darum gehen, für
die Rechte der Arbeiter-, Volks- und Jugendbewegung zu kämpfen, für
die notwendigen radikalen Veränderungen in der Wirtschaft und bei der
Machtfrage einzutreten, damit die Entwicklung des Landes den Bedürfnissen
des Volkes und nicht den Profiten des Großkapitals zugute kommt.“
Am
7. Juni organisierte die Kommunistische Jugend Griechenlands (KNE)
Massendemonstrationen in Athen und Thessaloniki. Tausende Jugendliche
beteiligten sich an ihnen. Der Sekretär des Zentralkomitees der KNE,
Genosse Theodoris Chionis, hielt eine Rede auf der Demonstration in
Athen.
Genosse
Chionis hob hervor: „Das kapitalistische Eigentum an den
Produktionsmitteln und am Boden verhindert, dass der von der
Arbeiterklasse und den Schichten des werktätigen Volkes produzierte
Reichtum den Bedürfnissen des gesamten Volkes zugute kommt. Aus diesem
Grund muß jedes Geschäft, jeder Arbeitsplatz, jeder Bauernhof, jeder
Hafen, jede gastliche Wohnsiedlung des Volkes, jedes Bildungsinstitut
eine Festung des unermüdlichen Kampfes gegen das Kapital und seine
Parteien, gegen die grausamen Kürzungsmaßnahmen mit dem Ziel werden,
dass sie gesellschaftliches Eigentum werden.
Wir
rufen das Volk zum Aufstand auf. Wir rufen es zu einer weiteren Verstärkung
unserer Macht und unserer Anstrengungen bei der Verschärfung des
Klassenkampfes auf. Von morgen an werden wir die Arbeitsstellen
aufsuchen. Wir werden unser Bestes geben, damit am 15. Juni, am
kommenden Mittwoch, am Tag des Generalstreiks, alles geschlossen bleibt,
dass ganz Griechenland lahmgelegt ist, um damit die Tyrannei der Bosse
zu brechen und die Erpressung der Regierung zu zerschlagen. Die
Demonstrationen von PAME müssen wie eine hereinbrechende Sturzflut
sein.
Wir
rufen alle zu den Waffen. Damit die Organisierung des Volkes sich
vervielfacht, sich überall das Kräfteverhältnis verändert, und zwar
durch die Beteiligung der kämpferischen Volksmassen. Wir müssen den
Kampf überall führen und so die Arbeitslosen, die jungen Arbeiter, die
Jugendlichen in den Bildungsinstituten und Universitäten, die
Jugendlichen aus den normalen Familien zu verteidigen und dies mit
unserem Ziel, einer radikalen Überwindung des kapitalistischen Systems,
zu verknüpfen.
Heute
sind zusätzliche Voraussetzungen für die Befreiung des Volkes und der
Jugend aus den Katastrophen und Bestrebungen der Bourgeoisie und den
Sackgassen des Systems vorhanden. Es gibt aber auch die Fallstricke. Aus
diesem Grund müssen sich alle mit der KKE verbünden. Wir werden nicht
für die Krise, die Schulden und die Profite des Kapitals zahlen. Wir kämpfen,
damit die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten der Herr im Land in ihrem
Leben werden.“
Es
folgte ein Demonstrationsmarsch zum Arbeitsministerium, während die
Demonstrationsteilnehmer der KNE in Thessaloniki eine symbolische
Besetzung der Büros der Industrievereinigung Nordgriechenlands im
Zentrum von Thessaloniki vornahmen und anschließend zum
Generalsekretariat von Mazedonien-Thraki marschierten.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-06-08-info
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Griechenland:
Stärkung
der KKE und des Bündnisses KKE-Volk ist grundlegend
EINE
STARKE KKE IN DEN KÄMPFEN UND BEI WAHLEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
17. Juni 2011, KKE-Website.(auf
Kommunisten-online am 20. Juni 2011) – Die
Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) leistete mit der Veranstaltung
von politischen Massendemonstrationen in Athen und weiteren 55 Städten
Griechenlands einen direkten eigenen politischen Beitrag gegen die gegen
das Volk gerichteten politischen Entwicklungen, welche die Herrschenden
und die bürgerlichen politischen Kräfte in Griechenland durch eine
Regierungsumbildung und die weiteren verschiedenen Szenarien für das
Verwalten des Kapitalismus vorgesehen haben. Die Generalsekretärin des
ZK der KKE, Genossin Aleka Papariga, sprach auf der Demonstration in
Athen und hob dort hervor:
„Wir
fordern Wahlen, damit das Volk die erste tiefe Verletzung in dem bürgerlichen
System verursachen kann. Je schwächer die Regierung ist, die da
gebildet werden wird, umso leichter wird es für das Volk werden, das
Schlimmste abzuwenden.
Wir
ignorieren die Absicht des Premierministers zurückzutreten, die
Bereitschaft des Vorsitzenden von ND, Samaras, zu einer
Koalitionsregierung, sowie auch den Ausweg, welcher eine Umbildungsfarce
ist. Wir ignorieren die Umbildungs-Operette. Es hat überhaupt keine
Bedeutung, welcher Minister da geht oder welcher seinen Platz einnimmt.
Der Konsens ist lediglich zeitweilig gescheitert. Sie werden einen neuen
Versuch starten.
Ignorieren
wir ihre Drohungen, dass wenn das griechische Volk nicht mitspielt, die
Menschen sich ohne Löhne und Renten wiederfinden werden. Sie versuchen
da doch nur, ihre Dilemmas in Dilemmas für das Volk zu kehren. Sie
versuchen da doch nur, ihre Panik und Furcht angesichts der Offenbarung
des Wesens des kapitalistischen Systems in eine Panik und Furcht des
Volkes zu kehren. Wenn die da oben zutreten, dann muß das Volk mit noch
viel größerer Kampfbereitschaft zurückschlagen.
Die
Krise in der Euro-Zone ist eine tiefe Krise, vor allem in Irland und in
Portugal. Sie sagen Probleme für die italienische Wirtschaft voraus,
und auch, dass sich die Krise in Spanien weiter verschärfen wird.
Demzufolge werden alle Völker zahlen. Und so ist das keine Sache einer
Verhandlungsart über die Schulden, wie ND und SYRIZA da herumkrakeelen.
Wir
müssen hervorheben, dass die Geschäftsgruppen, die Monopole, die EU
und die NATO in der Schuld des Volkes stehen, wie auch die bürgerlichen
Parteien ND und PASOK natürlich (...) das Volk muß gar nichts zahlen.
DAS
VOLK MUSS MIT SEINEN EIGENEN HÄNDEN ZURÜCKNEHMEN, WAS IHM GESCHULDET
WIRD UND IHM GEHÖRT
Sie
schulden dem Volk eine Menge wegen des Mehrwertes, welchen sie im
Produktionsprozess stehlen (...)
Sie
schulden den Arbeitern im Handel, in den Dienstleistungen, im öffentlichen
und privaten Bereich. Sie schulden Löhne und Renten der überwältigenden
Mehrheit der Lohnarbeiter. Sie schulden massenhaft Reichtum, welchen sie
da in ihren Tresoren in der Schweiz und woanders angehäuft haben. Sie
schulden durch den Raub an den Sozialversicherungsgeldern. (...)
Sie
schulden alles, was gewöhnliche griechische Familien für Bildung,
Gesundheitswesen und Vorsorge, Pflege und Versicherungen bezahlt haben
(...) Sie schulden gigantische Summe wegen der enormen Ausgaben für
militärische Güter dank der NATO und der Kriege vor Ort (...)
Es
sind produktive Entwicklungsmöglichkeiten durch die Bodenschätze
vorhanden, die wir haben. Sie können auf verschiedenen Wegen in nahezu
jedem Bereich der Industrie, in jedem Bereich der landwirtschaftlichen
Produktion, beim Schiffbau und im Fischereiwesen eingebracht werden
(...)
Diese
enorme Schuldenlast wird beim Volk nur dann zurückgeholt werden, wenn
das Volk die Macht in seine eigenen Hände nimmt. Und wenn es den Besitz
der Produktionsmittel durch Vergesellschaftung und Kooperativen des
Volkes übernimmt, durch Austritt aus der EU, durch die Arbeiter- und
Volkskontrolle von unten nach oben, durch ein Volksparlament mit
Vertretern, die in den Arbeitsstellen und bei den Rentenorganisationen
sowie von den Schülern und Universitätsstudenten gewählt werden, mit
einer landesweiten Planwirtschaft, welche jede Form von Arbeitslosigkeit
abschafft. Der Träger dieser Entwicklungen wird nicht das Volk als
leere Worthülse sein, sondern das organisierte Volk in Gestalt der
vereinten Front und des Bündnisses der Arbeiter, Selbstständigen,
Bauern, Studenten und Frauen aus der Arbeiterklasse und den arbeitenden
Schichten des Volkes.
Hier
steht die Kraft mit einem konkreten Vorschlag, mit Erfahrung und mit
ausdauernder Kampfbereitschaft ohne gefährliche und opportunistische
Machenschaften. Diese Kraft findet sich in der KKE, in der
gesellschaftlichen Volksfront der radikalen gesellschaftlichen
Organisationen, die im Bündnis von PAME, PASEVE, PASY, OGE und MAS den
organisierten Massenprotest darstellen.
GEGEN
DAS VOLK GERICHTETE SZENARIEN WERDEN DERZEIT IM HINTERGRUND VORBEREITET:
SIE WERDEN GERADE AUF DEN STRASSEN UND PLÄTZEN AUSGETESTET. Diejenigen,
die schlechter gestellt worden sind, sind nicht die einzigen Leute, die
auf den Plätzen anzutreffen sind. Vertreter von Lobbies mächtiger
wirtschaftlicher und politischer Interessen erscheinen als empörte Bürger
auf den Plätzen, ebenso wie Vertreter der
Nichtregierungsorganisationen, welche eine ganz besondere Rolle spielen
und möglicherweise Kollaborateure mit der PASOK-Führung präsentieren,
indem sie da vorgeben, für Modernisierung und neue Lösungen zu
agitieren (...)
NEIN
ZU EINEM BÜNDNIS MIT EINEM HOHLEN TITEL LINKER UND FORTSCHRITTLICHER KRÄFTE,
MODERNISIERER UND ERNEUERER.
JA
ZU EINEM BÜNDNIS DER GEGEN DIE MONOPOLE GERICHTETEN
ANTIIMPERIALISTISCHEN, ANTIKAPITALISTISCHEN KRÄFTE, EINEM IN EINEM
KAMPF GEGEN DIE MACHT DER MONOPOLE UND FÜR DIE MACHT DES VOLKES
VEREINTEN BÜNDNIS.
Nicht
ein einziger Schritt nach vorn kann ohne das Bündnis mit der KKE, ohne
eine starke und mächtige KKE gemacht werden.“
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-06-17-info
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Die
Antwort der Arbeiterklasse
Griechenlands auf die neuerlichen Erpressungen durch die Regierung und
die EU
48
STUNDEN STREIK
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
22. Juni 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 23. Juni 2011)
– Nach
dreitägiger Parlamentsdebatte erzielte die umgebildete Regierung am 22.
Juni 2011 ein Vertrauensvotum mit den Stimmen der
PASOK-Parlamentsmitglieder. 155 von 298 abstimmenden
Parlamentsmitgliedern stimmten bei der Vertrauensfrage für die
Regierung, 143 Stimmen dagegen.
Die
Generalsekretärin des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE),
Genossin Aleka Papariga, prangerte das erpresserische Katastrophenbild
an, welches den griechischen arbeitenden Volksmassen von der EU und der
Regierung vorgehalten wird. Genossin Papariga dazu wörtlich: „Das
Ultimatum der EU, der Euro-Zone, ist nicht an die griechische Regierung
gerichtet, welche es schon vor langer Zeit akzeptierte, sondern dieses
Ultimatum richtet sich an das griechische Volk. Es besagt: Senkt Eure Köpfe!
Wenn Ihr nicht zustimmt, dann werdet Ihr die fünfte Teilzahlung nicht
bekommen!“
Genossin
Papariga weiter: „Wir sind der Auffassung, dass das griechische Volk
sein eigenes Ultimatum stellen muß. Das ist das Beste, was das
griechische Volk tun kann. Es kann überhaupt keine radikale Verhandlung
im Rahmen der EU geben. Es gibt auch Parteien der Opposition, die solche
Vorschläge an die Regierung unterbreiten. Das ist jedoch entweder eine
sogenannte einfache Lösung oder eine Position, die das Wesen der EU
ignoriert. Ich würde sogar eher sagen, dass dies ein gezieltes
Ignorieren des wahren Charakters dieses Räuberbündnisses ist, denn so
bezeichnen wir die EU. Und selbst das ist noch ein milder Ausdruck
angesichts der derzeitigen Lage. Darum muß das griechische Volk sein
eigenes Ultimatum stellen. Wir können auflisten, was die EU, die
Regierungen von ND und PASOK, die griechische Bourgeoisie mit allen
ihren Teilen wie den Industriellen, den Schiffseignern, den Bankiers,
den Großhändlern usw. dem griechischen Volk schulden.“
Vom
Podium des Parlaments aus rief die Generalsekretärin des ZK der KKE die
Arbeiter dazu auf, die Erpressungskatastrophen zu ignorieren und aktiv
am Kampf teilzunehmen: „Gerade jetzt, wo das Volk seine Augen öffnet,
wo die Angst das Bewusstsein wachrüttelt, weil es auch die Angst vor
der Entlassung ist, da bringt die KKE verstärkt die Position ein, dass
das Volk den Besitz der Produktionsmittel sowie der Bodenschätze in
seine eigenen Hände nehmen muß.“
Die
klassenkämpferischen Kräfte von PAME rufen zu einem 48-stündigen
Streik ab dem Moment auf, in welchem die Regierung dem Parlament das
neue Paket gegen das Volk gerichteter Maßnahmen vorlegt.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-06-22-info
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