Proletarischer Internationalismus

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Erklärung des Politbüros des ZK der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)

„NEUE“ NATO IST MODERNISIERTES KAMPFINSTRUMENT IMPERIALISTISCHER AGGRESSIVITÄT

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Athen, 16. November 2010, KKE-Website.(auf Kommunisten-online am 20. November 2010) – Die „neue“ NATO ist ein Feind der Volksbewegungen, der Rechte der Völker, ihren eigenen Entwicklungsweg zu wählen.

-1-  

Der NATO-Gipfel in Lissabon vom 19. und 20. November 2010 wird das „neue strategische Konzept“ des imperialistischen Bündnisses 61 Jahre nach seiner Gründung 1949 formulieren.

Mit der Gründung der NATO strebten die kapitalistischen Staaten danach, das Kräfteverhältnis zu verändern, welches in Europa durch die Errichtung von Volksdemokratien in Schwächung des Imperialismus enstanden war. Dies geschah im Ergebnis des antifaschistischen Sieges der Völker unter Führung der UdSSR, die die Hauptrolle in dieser gewaltigen Schlacht spielte.

Zur selben Zeit widerspiegelte die Zusammensetzung und die Struktur der NATO das Kräfteverhältnis zwischen den kapitalistischen Staaten mit den USA als Führungsmacht, während Großbritannien, Frankreich und Deutschland erhebliche Einbußen erlitten hatten.

Die NATO-Mitglieder verstärkten die Kapitalherrschaft in ihren Staaten trotz der ungleichen Beziehungen innerhalb der Organisation. Die NATO hat als stärkstes Mittel bei der Ausübung von Gewalt und dem Unterdrücken der Arbeiter- und Volksbewegung in den Mitgliedsstaaten gewirkt. Parallel hat sich die NATO selbst als die reaktionärste, mörderischste, unfreiheitlichste Unterdrückungsorganisation im 20. und 21. Jahrhundert hervorgetan.

Die Gründung des „Warschauer Vertrags“ war die Antwort auf dieses aggressive politisch-militärische imperialistische Bündnis, welches gegen die UdSSR und die anderen sozialistischen Staaten gerichtet war.

-2-   

Nach dem Sieg der Konterrevolution in der UdSSR und den anderen sozialistischen Staaten und der Auflösung des Warschauer Vertrags arbeitete die NATO ihre „neue Doktrin“ aus, um sich selbst unter Schwächung der sozialistischen Staaten und der antiimperialistischen Bewegungen an das neue internationale Kräfteverhältnis anzupassen.

Unter diesen Bedingungen mußte die NATO ihre Existenzberechtigung verändern, und zwar in zweifacher Hinsicht: als Unterdrückungsinstrument und als Instrument zur Erhaltung der Vormachtstellung ihrer Führungsgruppe in beiderlei Hinsicht, d.h. sowohl zwischen den neuen kapitalistischen Mächten und denjenigen kapitalistischen Mächten, die die Neuordnung ihrer Bündnisse und Verbesserung ihrer Position in den internationalen Märkten und Abmachungen anstreben. Die Anpassungen der Doktrin und der Struktur der NATO widerspiegelt das Aufbrechen oder die Verstärkung der neuen inner-imperialistischen Widersprüche z.B. zwischen den USA und China, die Höherbewertung von Indien und von Brasilien als Pol in Lateinamerika. Sie widerspiegeln die Veränderungen im Kräfteverhältnis zwischen den NATO-Mächten. Was ein Prozeß ist, der bereits abläuft.

Folglich wurden sogenannter „Terrorismus“ und „Extremismus“ zum Feind erklärt, um neue imperialistische Kriege und Interventionen und sogenannte „humanitäre Kriege“ zu rechtfertigen und dabei den Schutz von Minderheiten vor „humanitärer Katastrophe“ als Vorwand zu benutzen.

Zur selben Zeit war die NATO bestrebt, neue kapitalistische Staaten zu integrieren, sie aus ihrem Bündnis mit dem kapitalistischen Rußland zu lösen. Dies vor allem in Regionen mit reichen Energievorkommen und strategischer Bedeutung für Energieträgertransporte.

Die NATO erreichte diese Ziele durch:

1. Die Aufnahme von 12 Staaten (Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Albanien und Kroatien). Dieser Prozeß stieß auf Opposition seitens Rußlands, insbesondere als die NATO die Ukraine und Georgien wegen der Bemühungen Rußlands umarmte, seinen eigenen Pol im Rahmen der inner-imperialistischen Konkurrenzkämpfe zu schaffen.

2.  Die Gründung der sogenannten „Partnerschaft für Frieden“ (1994), welche 23 neue kapitalistische Staaten einschloß (die früheren sozialistischen Länder Armenien, Aserbaidschan, Weißrußland, Georgien, Kasachstan, Kirgistan, Moldawien, Rußland, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Rumänien, Serbien) sowie andere, die in der Auseinandersetzung zwischen NATO und Warschauer Vertrag Neutralität gewahrt hatten, namentlich Österreich, Finnland, Irland, die Schweiz, Schweden. Diese Länder sind in die Tätigkeit und Pläne der imperialistischen Organisation eingegliedert worden, ohne NATO-Mitglieder zu sein. Folglich wurde eine zeitweilige Bündnis-Balance zwischen den NATO-Mitgliedsstaaten und den kapitalistischen Nichtmitgliedsstaaten der NATO erreicht.

3.  Die Vereinbarungen mit der UN und der OSZE zur Legitimierung der NATO-Tätigkeit im Rahmen des „internationalen Rechts“, welches nicht das Kräfteverhältnis zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen System widerspiegelt, wie es in der Zeit der Existenz der UdSSR der Fall war. Gemäß der negativen Veränderung des Kräfteverhältnisses nach der Konterrevolution ist das „internationale Recht“ „umgemodelt worden“ in ein Recht, welches die reaktionäre Veränderung des Kräfteverhältnisses nach der Konterrevolution und die neue Verstärkung der inner-imperialistischen Konkurrenzkämpfe widerspiegelt.

4.  Neue imperialistische Kriege wie den Krieg gegen Jugoslawien, die Besetzung von Ländern wie Afghanistan und Irak, die Schaffung von Protektoraten wie Kosovo und Bosnien, die Errichtung neuer Militärstützpunkte in Bulgarien, Rumänien, Kirgistan sowie die weltweite Ausdehnung der NATO-Aktivität.

-3-  

Das in Lissabon zu beschließende „neue strategische Konzept NATO 2010“ ist bestrebt, die zuvor erwähnten Entwicklungen zu institutionalisieren. Auf dieser Grundlage strebt die NATO nach:

  - Legitimation der Intervention gegen das Volk im Fall von inneren Bedrohungen für die bürgerliche Herrschaft in einem NATO-Mitgliedsstaat;

- Verstärkung imperialistischer militärischer Handlungen außerhalb des Bündnisgebiets wie in Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia usw. und dies als eine von der UN legitimierte Handlung (entsprechend der unterzeichneten Vereinbarung über Zusammenarbeit zwischen UN und NATO) in Zusammenarbeit mit anderen von der EU gebildeten Sicherheitskräften sowie mit der sog. „Partnerschaft für Frieden“, die darauf gerichtet ist, alle Länder zu umarmen, die eine  Zusammenarbeit mit der NATO betreiben.

- Erweiterung der Kontrolle der Märkte in Zusammenarbeit mit den anderen Ländern außerhalb der NATO. Dabei wird dieses Ziel als Weg der Bekämpfung neuer Bedrohungen (Cyber-Angriffe, Piratentum, Weiterverbreitung von ballistischen oder Atomwaffen, Energieversorgungsrisiken, „Energiesicherheit“, Klimawechsel, Migration, Wasser) ausgewiesen.

- Arbeiten an der Bildung von staatlichen Instrumenten wie Polizei und Millitär in denjenigen Ländern, die bereits angegriffen worden sind (Irak, Afghanistan, Kosovo), um sie so gemächlich in die imperialistischen NATO-Planungen zu integrieren;

- Ausweitung sogenannter „Präventivkriege“ und Erhöhung der Möglichkeiten für den „nuklearen Erstschlag“.

-4-  

Die Balance zwischen den imperialistischen Mächten unter der Ägide der UN und Führung der USA innerhalb der NATO, welches durch das „neue strategische Konzept“ angestrebt wird, kann die Verstärkung der inner-imperialistischen Widersprüche nicht verhindern.

Die potentielle Neuordnung der Bündnis- und Rivallitätspole wird in beachtlichem Maße bestimmt von der Verstärkung des Widerspruchs zwischen den USA und China und der graduellen Annäherung zwischen Deutschland und Rußland. Wir unterstreichen auch die militärische Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Frankreich, die Widersprüche in der Achse Frankreich-Deutschland, die Verstärkung der Beziehungen zwischen der EU und China, die jüngsten Bemühungen der USA und Indiens um Annäherung ebenso wie die Verstärkung der Widersprüche zwischen den USA und Japan. Die verschiedenen Vorschläge hinsichtlich der Struktur der NATO und ihrer Zusammenarbeit mit anderen imperialistischen Mächten widerspiegeln diese Widersprüche.

Zur selben Zeit werden sie bestrebt sein, die Widersprüche mit Rußland zu überbrücken, denn Rußland ist eine aufstrebende imperialistische Macht mit einem beachtlichen Waffenarsenal, Fachwissen, Energiepotential und einer Infrastruktur, was alles in großem Maße von der UdSSR ererbt worden ist. In diesem Rahmen strebt die NATO danach, Rußland in verschiedene Aspekte ihrer Aktivitäten wie den sog. „Raketenabwehrschild“ und die Besetzung von Afghanistan einzubeziehen. Dennoch wird der Verlauf der Entwicklungen zeigen, ob die demnächst vorgenommenen Veränderungen die Bourgeoisie Rußlands zufriedenstellen können, welche gewachsene Erwartungen wegen der durch die kapitalistische Weltwirtschaftskrise im internationalen Kräfteverhältnis verursachten Veränderungen hegt.

-5-   Diese Entwicklungen zeigen den gefährlichen und volksfeindlichen Charakter der politischen Spielarten der Regierungen von PASOK und ND, die ihre Rolle im Klassenkampf erfüllen und unser Land in die imperialistischen Planungen der NATO in etlichen Teilen der Welt sowie den sogenannten „Raketenschutzschild“ verwickeln, welchen die NATO in europäischen Ländern wie Griechenland einrichten will. Darüber hinaus sind sie verantwortlich vor dem Volk dafür, sich für die Rolle herzugeben, die die NATO in der Agäischen See spielt, um ihn zu einem „NATO-See“ zu machen. Diese Entwicklung wird unkalkulierbare Folgen für die Souveränität unseres Landes sowie für die Ausbeutung seiner Öl- und Gasvorkommen haben.

Die KKE erklärt an das Volk, dass die „neue“ NATO nicht verbessert werden kann. Sie kann auch keine Sicherheit weltweit fördern, wie die bürgerliche Propaganda es Glauben machen will. Die „neue“ NATO spielt immer noch die gefährliche und schmutzige Rolle als Schlächter des Volkes und eine „Kriegsmaschine“ gegen die Völker und die Volksbewegungen.

Die Forderung nach Loslösung von den imperialistischen Plänen, nach Rückkehr der griechischen Truppen, die an imperialistischen Einsätzen beteiligt sind, sowie nach Ausstieg unseres Landes und jeden Landes aus der NATO, für den Kampf zur Schwächung der NATO in einer Linie mit dem Bruch und Gegenangriff, wobei der Kampf gegen den Imperialismus und gegen die Monopole in jedem Land mit dem Kampf für Volksmacht verbunden wird, dies beides ist relevant und notwendig.

Die Forderung nach Auflösung der NATO, wie sie von einigen opportunistischen Kräften ohne Kombination mit dem Kampf für den Austritt unserer Länder aus der NATO vorgetragen wird, klingt mehr nach eines Priesters Gebet als nach einem zu erkämpfenden Ziel der Massenbewegungen der Völker.

Wir rufen die Arbeiterklasse und die anderen Schichten des Volkes auf, ihren Beitrag im antiimperialistischen Kampf zu erhöhen und die antiimperialistische Bewegung zu verstärken.

Athen, 12. November 2010

Das Politbüro des ZK der KKE

Quelle:

http://inter.kke.gr/News/2010news/2010-11-16-nato  

zurück

Tageszeitung „Rizospastis“, Zeitung des ZK der KKE 

Die Kommunistische Partei Chinas und ihre strategischen Gespräche mit der Sozialistischen Internationale

Kommentar der Tageszeitung „Rizospastis“, Zeitung des ZK der KKE 

auf Kommunisten-online am 29. November 2010 – Es ist bekannt, dass die KKE zu dem Schluss gekommen ist, dass heutzutage in China sich kapitalistische Verhältnisse entwickeln, mit der Besonderheit, dass sie unter der politischen Leitung einer Regierungspartei, die einen „kommunistischen“ Titel trägt, vollziehen.

Die Folgen dieser Entwicklung sind auch bekannt: China zählt zu den Spitzenländern mit der höchsten Entwicklungsgeschwindigkeit und der größten Anzahl von Milliardären, wichtige Arbeitererrungenschaften z.B. kostenlose Gesundheit- und Bildungswesen werden abgebaut und man soll dafür zahlen, Millionen von Menschen sind arbeitslos und werden schlecht bezahlt. Es ist kein Zufall, dass Liu Jieyi stellvertretender Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen des Zentralkomitees der KP Chinas in seinem Treffen mit Andreas Papandreou, dem griechischen Ministerpräsidenten und Präsidenten der PASOK und der Sozialistischen Internationale erklärt hat: „die Beziehungen zwischen der PASOK und der Kommunistischen Partei Chinas sind ausgezeichnet. Unsere Absicht ist eng zusammenzuarbeiten, um die Beziehungen zwischen den beiden Parteien zu fördern und durch diesen innerparteilichen Dialog die Strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Länder zu verstärken insbesondere im Hinblick auf der Herausforderungen die uns gegenüberstehen“.

Liu Jievi hat sogar nicht ausgelassen, Papandreou zu „den ausgezeichneten Wahlergebnissen“ zu gratulieren. Es konnte nicht anders sein, da die politischen Vertreter der Monopole (z.B. COSCO) ihre gemeinsamen Interessen ahnen, abgesehen von der «Verpackung» („sozialistische“ in Griechenland, „kommunistische“ in China) in der sie präsentiert werden.

Die volksfeindlichen Entscheidungen der Regierung der PASOK werden von den Chinesischen Funktionären begrüßt und unterstützt, solange sie den Weg für die chinesischen Monopole öffnen.

Wie wir von Liu Jievi erfahren haben, „umarmt“ die „Liebe“ der KP Chinas nicht nur die sozialistische PASOK, sondern auch die ganze Sozialistische Internationale: „wir halten die Fortsetzung und die Koordinierung des Meinungsaustausches sowie den strategischen Dialog zwischen der Sozialistischen Internationale und der KP Chinas für sehr wichtig. Unsere Absicht ist diesen Dialog weiter fortzusetzen weil, wie wir in den Gesprächen der letzen Tage festgestellt haben, es sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen der sozialistischen Internationale und der politischen Orientierung der KP Chinas gibt“.

Man sollte nicht vergessen, dass diese „Internationale“ die Kriege der USA und der NATO unterstützt. Gleichzeitig ist sie ein politischen Pfeiler des kapitalistischen Systems in Europa und in der ganzen Welt.

Nach alldem stell man sich die Frage: bereitet sich die KP Chinas darauf vor, ihr letztes Feigenblatt d.h. ihren Titel zu verlassen?

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!