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Zum
„Friede-Freude-Eierkuchen“-
Ende des Gipfels der Rio-Gruppe in der Dominikanischen Republik:
„Wenn wir nicht dafür kämpfen,
sind Vaterland und Sozialismus tot“
Nora
Silva schreibt aus Venezuela (hier wichtige Auszüge der langen Mail):
DER
EINZIGE VERLIERER WAREN WIEDER MAL DIE VÖLKER
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel/9. März 2008
Quelle:
aporrea
Der
einzige und wirkliche Verlierer sind wir, „das Volk“, welches ein
weiteres Mal auf die Fähigkeit seiner Regierenden vertraute, all die Lügen
und Verleumdungen der kolumbianischen Regierung enthüllen zu können.
Wir glaubten, dass die Regierenden von Ländern wie Bolivien, Nicaragua,
Venezuela, Brasilien sich fest an die Seite des Präsidenten Correa beim
Verteidigen der Souveränität, des Heimatlandes, stellen würden. So
wie sie es stets in ihren Alltagsreden verkünden. Aber so lief es nicht
ab.
Nicaragua,
nach schüchterner Geltendmachung seiner Rechte, umarmte sich am Ende
mit seinem Henker. Bolivien, derzeit bedroht mit Aufspaltung seines
Staatsgebietes, zeigte eine ängstliche und zweideutige und
standpunktlose Haltung. Wer soll es unterstützen, wenn Provinzen wie
Santa Cruz sich zur Abspaltung entschliessen? Ich stelle mir gut vor,
dass sie nicht nach jenem Correa rufen werden, um ihnen zu helfen.
Brasilien, wie wir schon die ganze letzte Zeit am Verhalten von Lula
gesehen haben, läuft unermüdlich und völlig kompromittiert nach
rechts, da ist nichts mehr zu machen.
Und
Venezuela, mein geliebtes Heimatland, – gleich nachdem unser Präsident
uns aber auch alles über Uribe gesagt hatte, dass unser Land bedroht
ist, dass die Grenzen zu schließen sind, dass wir die Lebensmittel von
der anderen Seite kaufen usw. usw. – am Ende führt er eine Umarmung
mit jenem Kain vor, rennt los und öffnet die Grenzen, liebt „das
kolumbianische Brudervolk“ (4 Millionen), die mehr Beachtung seitens
unseres Präsidenten haben als die eigenen Venezolaner, und lässt den
Präsidenten Correa in seinem gerechtfertigten Anspruch allein... .
Letztendlich
reine Show (...) das ist es, was wir gesehen haben, und was jene Gruppe
von Rio eben ist.
Der
Einzige, der dort zeigte, dass er verdienterweise Blut von unserem
Befreier in sich trägt, heisst Rafael Correa, Präsident von Ecuador,
ein über alle Prüfungen erhabener Mann. Der Rest, wie sagt man es doch
in meinem Lande, nur überflüssiger Kropf und Federn.
Ich
kann allen versichern, dass wir in ein paar Tagen den „Bruderpräsidenten
Uribe“ einladen, an allen Projekten hier teilzunehmen. Dann wird der
uns einen üblen Streich spielen, Chavez wird wütend werden und ihn
beleidigen, in Kolumbien beleidigen und verleumden sie ihn, und
anschliessend gibt es wieder Küsse und Umarmungen.
Präsidenten,
benehmt euch seriös und seid auf der Höhe eurer Völker! Beklagt Euch
sonst nicht über die wenige Beteiligung!
Wenn wir nicht dafür kämpfen,
sind Vaterland und Sozialismus tot
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
http://www.aporrea.org/ddhh/a52666.html
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