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Zentrum für Verbreitung des Wirtschaftswissens“ (CEDICE)

DAS NEUE GESICHT DES IMPERIUMS IN VENEZUELA

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 21. Mai 2009, Tribuna Popular TP / Sonderausgabe YVKE.-   Die venezoanische Anwältin und US-amerikanische Forscherin sowie Autorin von zahlreichen Büchern und Untersuchungen über die Pläne des Imperiums zur Destabilisierung der fortschrittlichen Regierungen Lateinamerikas, Eva Golinger, enthüllt in einem neueren Artikel das CEDICE und seine Destabilisierungsabsichten.

Das CEDICE ist eine venezolanische Organisation. Es hat in den letzten acht Jahren von allen venezolanischen Organisationen die größte finanzielle und beraterische Hilfe aus den USA erhalten. Derzeit handelt es sich bei dieser Organisation um diejenige, welche in Venezuela die US-Interessen am besten vertritt. Sie hat die Mehrheit der Medienkampagnen der Opposition gegen die Politik der bolivarischen Regierung durchgeführt.

CEDICE ist auch zum Sprachrohr der internationalen Reaktion in Venezuela geworden. Diese Organisation hat dabei der kleinen, aber fanatischen und extremistischen Minderheit Räume eröffnet. Sie sucht nach Möglichkeiten, um ihre elitäre und neofaschistische Mission in der Region voranzutreiben.

CEDICE ist in Caracas ansässig. CEDICE präsentiert sich als „eine bürgerliche gemeinnützige Vereinigung, deren zentrales Ziel darin besteht, das wirtschaftliche und politische Denken zu verbreiten, welches dem freien Spiel der privaten Initiative Vorrang einräumt, und die Organisation und die Bedingungen analysiert, die die Existenz von freien Gesellschaften ermöglichen.“ In Wahrheit ist diese Organisation eine Einrichtung, die die Mehrheit ihrer Geldmittel und ihres Beraterstabes vom „Zentrum für das internationale Privatunternehmertum der USA“ (CIPE) erhält. Dieses wiederum ist der unternehmerische Arm des US State Department und seiner Finanzableger, des „National Endownment for Democracy“ (NED) und der „Internationalen Entwicklungsagentur der USA“ (USAID). Auch von etlichen europäischen Stiftungen erhält CEDICE finanzielle Unterstützung. Da wären die deutschen Unterstützer namens „Konrad-Adenauer-Stiftung“ und „Friedrich-Naumann-Stiftung“. Da wäre die spanische „Stiftung für die gesellschaftliche Analyse und Gesellschaftswissenschaften“ (FAES), die eine Filterfunktion für den Geldfluss aus der NED, der USAID und anderen imperialistischen Interessenverbänden darstellen. Der Geschäftsführer des CEDICE, Rocio Guijarra, unterzeichnete das sogenannte „Carmona-Dekret“ beim Staatsstreich von April 2002 als „Vertreter der Nichtregierungsorganisationen“ gegen Präsident Hugo Chávez. Damit beflügelte er den Staatsstreich und die Einsetzung einer Diktatur. Sein erster stellvertretender Vorsitzender, Oscar García Mendoza, ist außerdem der Präsident der Venezolanischen Kreditbank und dabei Hauptempfänger der Gelder von der NED und der USAID für die neokonservativen Nichtregierungsorganisationen und Parteien in Venezuela. Er unterzeichnete auch einen offenen Brief der „Zivilgesellschaft“. Darin akzeptierte er den Staatsstreich von April 2002 und zollte ihm Beifall. CEDICE arbeitet mit dem Netzwerk der neokonservativen Denkfabriken in Lateinamerika, insbesondere mit der Handelskammer von Santa Cruz in Bolivien und anderen, die den Separatismus in der Region befördern.  

KREUZZUG GEGEN VENEZUELA

Die Enthüllung der US-Machen-schaften gegen Hugo Chávez.

Eva Golinger

Die Autorin enthüllt die Machenschaften der USA um Präsident Chávez zu stürzen. 2003 begann sie Recherchen zur Einmischung der USA bei dem Putsch gegen Präsident Chávez im April 2002. Dabei deckte sie auf, dass die US-Regierung Anti-Chávez-Gruppen mit mehr als 20 Millionen Dollar unterstützt hat. Sie belegt ihre Thesen u. a. mit Dokumenten der CIA, des State Departments. Eva Golinger weist nach, dass die USA Tag für Tag bemüht sind, Chávez auf jede erdenkliche Weise anzugreifen und zu schwächen. Ein wahrer Kreuzzug gegen die "bolivarische" Revolution.

Eva Golinger, Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten: Internationale Menschenrechte und Einwanderungsrecht, lebt in den Vereinigten Staaten.

Broschiert

272 Seiten

€ 19,80

ISBN3-88975-132-6

www.zambon-verlag.de

Die neofaschistische Universität von CEDICE

Um seinen 25. Jahrestag zu begehen, hat CEDICE eine Gala für die lateinamerikanischen Rechtskräfte in der Woche vom 24. bis 29. Mai 2009 organisiert. Die Feierlichkeit wird im berühmten Sitz der Putschmilitärs bei der rechtswidrigen Besetzung der Plaza Altamira im Ostteil von Caracas im Oktober 2003, dem Hotel „Caracas Palace“ (früher „Four Seasons“) veranstaltet. Es werden die reaktionärsten Persönlichkeiten der extremen Rechten aus der Region erwartet. Bevor die Feier im luxuriösen „Caracas Palace“ losgeht, wird CEDICE zusammen mit der ultraliberalen neofaschistischen Organisation aus den USA namens Cato Institute die ersten Bauten der „Universität El Cato - CEDICE” auf der Hazienda „La Escondida“ in den Außenbezirken von Caracas einweihen. Laut dem vom Cato Institute herausgegebenen öffentlichen Material behandelt die exklusiv für 50 ausgewählte venezolanische Jugendliche geöffnete Veranstaltung Themen wie „Die neue Agenda Global“, „Die Weltfinanzkrise“, „Der Populismus in Lateinamerika“, „Die Jugend als Verteidiger der Freiheit“, „Armut und Gewalt“, „Die Eigentumsrechte“, „Die Absichten der Einrichtungen des 21. Jahrhunderts“, usw.

Die „Professoren“ der „Universidad El Cato - CEDICE” sind auch solche Leute wie Gabriela Calderón, Internetpublizistin von „elcato.org“, und der Kolumnist der reaktionären Zeitung „El Universo“ aus Ekuador, Daniel Córdova, der Dekan der Wirtschaftsschule der Peruanischen Universität für Angewandte Wissenschaften und Leiter des Projektes „Investieren von Prokapitalien”, eine von den USA finanzierte Nichtregierungsorganisation, dann Otto Guevara, ein kostarikanischer Politiker und Vorsitzender der Partei „Movimiento Libertario” und des „Liberalen Netzwerkes Lateinamerikas“ (RELIAL), dann Martin Krause, Professor der Hochschule für Wirtschaftswissenschaften und Unternehmensführung von Buenos Aires, dann Carlos Sabino vom „Zentrum für den Globalen Wohlstand” des „Unabhängigen Institutes” in den USA, dann Jose Toro Hardy, veneolanischer Wirtschaftswissenschaftler von CEDICE, dann Alvaro Vargas Llosa vom  „Zentrum für den Globalen Wohlstand” des „Unabhängigen Institutes” der USA und Kolumnist der „Washington Post“, dann Yon Goicochea, Anführer von „Gerechtigkeit Zuerst“ und Gründer der „Stiftung Zukunft Jetzt“, einer Organisation, die sich dem Trainieren von Jugendlichen in den Taktiken des sanften Putsches und der Subversion widmet.

Das Cato Institute ist die Einrichtung, die den „Milton Friedman Preis“ an den Anführer von „Gerechtigkeit Zuerst“, Yon Goicochea, im Jahre 2008 verlieh. Als Teil dieser Anerkennung seitens einer der ultrakonservativsten und neofaschistischen Einrichtungen der USA erhielt Goicochea 500.000 US-Dollars. Davon verwendete er einen Teil für die den Aufbau seiner „Stiftung Zukunft Jetzt“, welche sich als Einrichtung dem Trainieren von Jugendlichen in sanften Putschtaktiken und Subversion widmet und so die sozialistische Regierung von Präsident Chavez destabilisieren will.

Das Cato Institute wurde im Zusammenhang mit den Wirtschaftstheorien des ultraliberalen US-Amerikaners Milton Friedman gegründet, welcher Wirtschaftsberater des chilenischen Diktators Augusto Pinochet in den 1980er Jahren war. Dieses Institut dient auch dazu, die konservative Ideologie der 1980er Jahre zu befördern, wie sie von Ronald Reagan, Margaret Thatcher und der Gruppe der „Chicago Boys“ eingebracht worden war. Sie setzten diese politische Richtung in Lateinamerika durch und verursachten damit mehr Elend und Armut sowie weniger Fortschritt und weniger Wohlstand für die Masse der Menschen. Das Cato Institute ist eng mit dem militärisch-industriellen Komplex und den Sicherheits- und Verteidigungsbehörden Washingtons verknüpft.

DAS TREFFEN DER REAKTION IN CARACAS

Gleich nach einer intensiven Sitzung zur Vertiefung der neoliberalen Wertvorstellungen und der Destabilisierungstaktiken gegen die das von Washington vorgegebene Modell ablehnenden Regierungen geht es auf nach Caracas, um das Hauptereignis zu starten. Dies ist das „Internationale Treffen Freiheit und Demokratie: Der Lateinamerikanische Traum“, vom 27. bis 29. Mai 2009. Dieses Treffen versammelt erneut die Hauptsprachrohre der neofaschistischen Reaktion Lateinamerikas, um die politische und Medienkampagne gegen die venezolanische Regierung zu verstärken, die zum Gegenstand einer eskalierenden Aggressivität in den letzten Monaten geworden ist.

WER IST WER IN DIESEM NETZWERK DER „KLEINEN YANKEES“

Die Teilnehmerorganisationen bei diesem Ereignis bestehen auch aus einigen europäischen und US-Finanzierungseinrichtungen, die in Destabilisierungsaktionen in Venezuela verwickelte Gruppierungen seit einigen Jahren fördern. Auch erscheinen dort weniger bekannte Organisationen. die sich diesem Netzwerk der regionalen Subversion angeschlossen haben. Zusätzlich befinden sich dort Persönlichkeiten, die eine wichtige Rolle in den verschiedenen Angriffen auf die Demokratien und Umgestaltungsprozesse in Venezuela, Bolivien und Ekuador gespielt haben. Das Gemeinsame zwischen all diesen Organisationen besteht darin, dass sie dieselben Namen in ihren Führungsgremien und Beraterstäben führen. Ebenso haben sie dieselben Geldgeber und Schutzherren, was sie ein wahres Beispiel eines imperialen Gebildes** werden lässt. Und sie irren sich nicht beim Benutzen des Begriffs „Freiheit“ als Fundament der Arbeit dieser Einrichtungen, schon weil sie sich auf die „Marktfreiheit“ beziehen und nicht auf die der kollektiven Gesellschaft.

Außer og. CEDICE und Cato Institute nahmen folgende Organisationen teil:

„Internationale Freiheitsstiftung“, eine von dem peruanischen Neokonservativen Mario Vargas Llosa geleitete Organisation. Sie widmet sich der Koordinierung des Netzwerkes der Ultrarechten in Lateinamerika und ihrer internationalen Verbündeten. Auch befasst sie sich damit, Foren und Treffen innerhalb ihres neoliberalen Netzwerkes zu organisieren, womit dann versucht wird, die regionalen Regierungen in Misskredit zu bringen, die sich den imperialen Interessen nicht unterordnen. Wie dies derzeit der Fall in Bolivien, Kuba, Ekuador, Nikaragua und Venezuela ist, zum Beispiel. Eine ihrer letzten Veranstaltungen war betitelt mit „Kuba, von der Diktatur zur Demokratie.“ Dieser Titel ist der Name des Handbuches für einen sanften Putsch aus der Redaktionsstube von Gene Sharp vom Albert Einstein Institute. Sein Handbuch diente als Leitlinie bei den sogenannten „Revolutionen in Farben” in Osteuropa. Jetzt wird beabsichtigt, sie nach Venezuela, Bolivien und Ekuador zu exportieren. Im Vorstand dieser Stiftung finden sich schon vertraute Namen wie Rocio Guijarro vom CEDICE, der berüchtigte kubanische Konterrevolutionär und Verleumdungsagent Carlos Alberto Montaner, Ian Vasquez vom Cato Institute in den USA und weitere Personen aus Organisationen wie der „Stiftung Freiheit“ Argentiniens, „Atlas Economic Research Foundation“ aus den USA, FULIDE aus Bolivien, „Heritage Foundation“ aus den USA sowie weiteren Horten der Ultrarechten.

Die „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ ist eine deutsche neokonservative Einrichtung, die mit der ultraliberalen „Freien Demokratischen Partei“ (FDP), einer der reaktionärsten Parteien in Deutschland, verknüpft ist. Sie widmet sich dem Fördern des neoliberalen Denkens in der Welt und tritt für eine auf den Werten der freien Marktwirtschaft und des Wettbewerbs basierende Gesellschaft ein, in welcher der Staat sich nur minimal beteiligt. Sie finanziert neoliberale Nichtregierungsorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika mit der Absicht, ihre Grundsätze und Ideale in diesen Regionen zu verbreiten. Sie hat bisher verschiedene Programme und Aktivitäten der rechtsgerichteten Studentenbewegung in Venezuela finanziert. Und sie finanziert aktiv die Projekte der Partei „Gerechtigkeit Zuerst“ und der „Stiftung Zukunft Jetzt“ des jungen Reaktionärs Yon Goicochea. 

Das „Liberale Netzwerk Lateinamerikas“ (RELIAL) ist ein Netzwerk aus Organisationen, Einrichtungen und Personen, die die neoliberalen Ideen in der Region fördern. Laut seiner Internetpräsenz www.relial.org „wird dieses Netzwerk zu dem Zweck geschaffen, den Liberalismus und die Zusammenarbeit und Koordination zwischen den Liberalen in Lateinamerika zu festigen und zu stärken. Es wird versucht, mehr öffentlichen Raum für die Liberalen zu gewinnen, Erfahrungen zu nutzen und zu teilen, die Qualität der liberalen politischen Führung zu verbessern sowie ein Gegengewicht zu den vorhandenen sozialistischen und demokratischen Netzwerken zu entwickeln.“ Geleitet wird das RELIAL von Otto Guevara, dem Vorsitzenden der „Freiheitlichen Bewegung“ von Kostarika. RELIAL wird aus denselben Einrichtungen gebildet: dem CEDICE, der „Friedrich-Naumann-Stiftung“, der „Stiftung Freiheit“, der „Stiftung Atlas“, FULIDE und weiteren, die sich in den Vorständen aller neoliberalen Organisationen wiederholt finden.

Die „ATLAS Research Foundation“ wurde 1981 von Antony Fisher gegründet. Sie ist eine Spielart, die Arbeit entsprechend dem Modell der „unabhängigen Denkfabrik“ weltweit einzurichten. Fisher half auch, das „Fraser Institute“, das „Manhattan Institute“ und das „Institute für Pazifische Untersuchung“ zu errichten. Das sind drei neoliberale Studienzentren. Derzeit führt ATLAS Workshops und Programme durch, um Preise an herausragende Personen der neoliberalen Weltanschauung zu verleihen und Beratung zu leisten, so dass weiterhin ein informelles Netzwerk aus über 250 konservativen Denkfabriken in 70 Ländern gestärkt wird. Diese 250 konservativen Denkfabriken in 70 Ländern widmen sich dem Reproduzieren und Durchsetzen des neoliberalen Gesellschaftsmodells. Der Auftrag von ATLAS besteht laut einem seiner früheren Vorsitzenden, John Blundell, darin, „die Welt mit Denkfabriken zu füllen, die den freien Markt fördern.“ ATLAS hat mehr als 20 Millionen US-Dollars in Form von Stipendien an verschiedene Denkfabriken weltweit in den letzten 20 Jahren ausgegeben. Seine größte Geldquelle sind private Spenden und Zuwendungen seitens großer Konzerne. Dicke Summen flossen von den Multis wie ExxonMobile und Philip Morris in den USA, um nur wenige Beispiele anzuführen.

Die „Stiftung für die Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftswissenschaftliche Studien“ (FAES) wurde am 11. November 2002 in Madrid gegründet und fusionierte in eine der fünf Stiftungen, die mit der „Volkspartei“ (Partido Popular) in Spanien verbunden sind: die Stiftungen „Fundacion Cánovas del Castillo“, „Popular Iberoamericana“, „Popular Iberoamericana de Análisis y Estudios Sociales“, „Popular Iberoamericana de Estudios Europeos“ und „Instituto de Formacion Politica“. FAES arbeitet mit einem Netzwerk aus Denkfabriken, Organisationen und politischen Parteien, mit denen es seine Ideen teilt und verbreitet und Veranstaltungen plant. FAES wurde gegründet und wird geleitet vom früheren spanischen Präsidenten Jose Maria Aznar, der in den Staatsstreich von April 2002 gegen Präsident Chávez verwickelt war. Und welcher sich seit jeher gemeinsam mit der venezolanischen Opposition und der internationalen Reaktion an einer Reihe von Destabilisierungsplänen gegen die Bolivarische Revolution beteiligt.

Auch sind bedeutende Unternehmen mit starken Wirtschaftsinteressen in Lateinamerika aus ideologischen Gründen Teil der FAES, z.B. BBVA, Santander und ENDESA. Unter den engsten Partnern von FAES ragen Parteien und Persönlichkeiten aus akademischen, journalistischen und diplomatischen Kreisen der reaktionären Kräfte Lateinamerikas heraus. Obwohl FAES sich als Stiftung „dem Dienst an Spanien und seinen Bürgern widmet”, ist die große Mehrheit seiner Mitarbeiter lateinamerikanischen Ursprungs.

Nennenswert unter ihnen: Leopoldo Lopez, Bürgermeister von Chacao im Hauptstadtdistrikt von Caracas in Venezuela; Yon Goicochea, Anführer der reaktionären Studentenbewegung in Venezuela; Manuel Espino Barrientos, Vorsitzender der Partei PAN in Mexiko; Belisario Betancourt und Andres Pastrana, einstige Präsidenten von Kolumbien; Carlos Tudela, Sekretär für Internationale Angelegenheiten der Christlich-Demokratischen Partei in Chile; Sebastian Pinera, Vorsitzender der „Stiftung Zukunft” in Chile; Adalberto Rodriguez Giavarini, früherer Kanzler von Argentinien; Marcelo Prieto Botero, geschäftsführender Leiter des Institutes für Politische Wissenschaften in Kolumbien; Luis Cordero Barrera, stellvertretender Direktor der Universität Andrés Bello in Chile; Diana Sofia Giraldo,  Dekan für Kommunikation an der Universität Sergio Arboleda in Kolumbien; Luis Bustamente Belaunde, Rektor der Peruanischen Universität für Angewandte Wissenschaften; Ricardo Lopez Murphy, Vorsitzender der „Stiftung Erholung für das Wachstum” in Argentinien; Alberto Jorge Triaca, Leiter der „Stiftung Denken” in Argentinien; Gerardo Bongiovani Garassai, Leiter der „Stiftung Freiheit” in Argentinien.

Genannt seien auch Journalisten wie Julio Cirino und Carlos Pagni aus Argentinien. Oder Plinio Apuleyo aus Kolumbien; und politische Berater wie der Bolivianer Sarmiento Kohlenberger; des Weiteren die „intellektuellen Freunde” mit reaktionärem Weltbild wie Enrique Krause, Carlos Alberto Montaner, Jorge Edwards oder Alvaro Vargas Llosa. FAES erhält einen Großteil seiner Geldmittel von der Regierung Spaniens, so mehr als 3 Mio. Euro im Jahr 2007. 60% seiner Gelder stammen aus dem öffentlichen Bereich, 40% aus Privatspenden.

In den Jahren 2007 und 2008 finanzierte FAES eine Reihe von Konferenzen und Besuchen von Anführern venezolanischer Studentenbewegungen aus Oppositionskreisen wie Yon Goicochea, Geraldine Alvarez und anderen in Spanien und im EU-Parlament. FAES ist Teil eines weltweiten Netzwerkes von konservativen Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen wie dem Cato Institute, American Enterprise Institute, Heritage Foundation, International Republican Institute (IRI), National Democratic Institute for International Affairs (NDI), Hudson Institute, „Stiftung Freies Ekuador”, Institut „Freiheit und Demokratie” in Peru, „Podemos” in Bolivien, „Stiftung Jose Dolores Estrada” in Nikaragua, „Stiftung Demokratie in Freiheit” in Kolumbien, „Red Libertad” in Argentinien, „Stiftung Gerechtigkeit und Demokratie” in Venezuela, CEDICE in Venezuela, IDEDEC in Venezuela, Christlich-Demokratische Partei in Chile, usw. FAES arbeitet auch mit einem weiten Netzwerk aus Organisationen, um Kuba zu destabilisieren. Darunter sind die „Amerikanisch-Kubanische Nationalstiftung” (FNCA) und der „Cuban Liberty Council”.

Iberoamerikanische Europastiftung” (FIE): Sie ist ein privates Zentrum für Forschung, Förderung und internationale Zusammenarbeit über mit dem freien Markt, dem     privaten Unternehmertum, begrenzter Regierung bei individueller Freiheit              zusammenhängende Themen. Im Wesen nichts weiter als reaktionäres Weltbild. Ihr Ziel besteht darin, diese Zusammenarbeit von Spanien aus mit Lateinamerika zu fördern. Sie ist aktiv in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ekuador, Kostarika, Kuba, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Nikaragua, Panama, Paraguay, Peru, der Dominikanischen Republik, Uruguay und Venezuela tätig. Ihr Hauptprogramm in diesen Ländern namens „Freiheit und Entwicklung” widmet sich der Stärkung des Unternehmerbereiches und der Verringerung staatlicher Einflussnahmen auf die Privateinrichtungen. Ein Treffen der FIE im Jahre 2003 gab Aufschluss über die „Internationale Freiheitsstiftung” (FIL), die seitdem vom peruanischen Neokonservativen Mario Vargas Llosa geleitet wird.

Stiftung Freiheit”: Sie ist eine Privateinrichtung in Argentinien. Ihr Zweck ist die Erforschung und Verbreitung von mit Volkswirtschaft und Unternehmertum zusammenhängenden Themen. Sie fördert den Neoliberalismus auf dem Kontinent. 1988 wurde sie von einer Gruppe aus Unternehmern und Freiberuflern gegründet. Die Stiftung rechnet über 200 Privatfirmen zu ihren Unterstützern. Des weiteren ist sie Teil verschiedener weltweiter Netzwerke neoliberaler Organisationen wie dem Cato Institute, Heritage Foundation, CEDICE, FAES, RELIAL, FIE, ATLAS, PanAmerican Development Foundation der USAID, dem „Wall Street Journal” usw. Ihre Projekte umfassen Kurse, Konferenzen, Seminare, Studiengänge und Publikationen. Dazu eine große Medienpräsenz mittels eigenen Kolumnen und Programmen. Die „Stiftung Freiheit” half auch mit, das „Netzwerk der Argentinischen Stiftungen” (REFUNDAR) zu gründen, welches von verschiedenen neoliberalen Organisationen im Lande gebildet wird,

Institut für Politische Wissenschaften Hernán Echavarría Olózgada: Dieses Institut wurde 1978 in Kolumbien gegründet. Es ist ein Zentrum neoliberalen Denkens mit Einfluß im Land. Es wird aus Unternehmern, akademischen Politikern, Schriftstellern und Journalisten mit dem Ziel gebildet, die Ideale des freien Marktes hochzuhalten. Sein Hauptprojekt ist die Zeitschrift „Perspektive”. Eine Publikation zur Förderung der Prinzipien des freien Marktes und des Neoliberalismus, finanziert von CIPE/NED aus den USA. Es bekommt Unterstützung von CEDICE aus Venezuela und der Freiheitsstiftung in Argentinien. Seine Hauptgeldquelle sind Agenturen in Washington wie CIPE, NED und USAID, des Weiteren die europäischen Stiftungen wie Konrad-Adenauer-Stiftung in Deutschland und FAES in Spanien.

Zentrum für Internationales Privatunternehmertum” (CIPE): CIPE ist eine der vier Kerneinheiten, die von der NED und der USAID finanziert werden und als steuerfreier und zur US Handelskammer gehörender Partner fungiert. Diese Einrichtung wurde 1983 als Unternehmerarm des US State Departments zur Unterstützung der Politik der freien Marktwirtschaft und einer Gruppe von Vereinigungen von Geschäftsleuten errichtet. Sie widmet sich des Weiteren der Ausbildung von Verhandlungsführern und ihrer Mobilisierung in die politischen Prozesse hinein. Beispielsweise hat CIPE in Osteuropa  Programme zur Unterstützung verschiedener Unternehmerverbände und liefert ihnen Beratung und Hilfe für gesetzgeberisches Handeln. Ungarn, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Polen wurden zu Empfängern von derlei „Beratung”. In Polen wurde die Industrie-Gesellschaft Kraków mit dem Ziel gegründet, eine landesweite Tageszeitung herauszubringen. Diese Publikation entspricht dem Interesse, das Privatunternehmertum zu kultivieren und zu fördern. Und zwar, wie es im neoliberalen Wortgebrauch so schön heißt, als „gute wirtschaftliche und demokratische Entwicklung”. In Venezuela arbeiten sie und finanzieren sie die Unternehmerverbände der „Fedecámaras”, COINDUSTRIA und CEDICE. Der Zentralvorstand wird aus Mitgliedern der US-Händlergemeinschaft gebildet. Worunter sich Personen aus dem US State Department und den ultrakonservativen Zentren wie der Heritage Foundation und Hoover Institution befinden.

FIGUREN AUS DEM NETZWERK DER „KLEINEN YANKEES”:

Beim Hauptereignis von CEDICE und seinen ultraliberalen Mitspielern wird es stets Konferenzen und Workshops verschiedener Persönlichkeiten der lateinamerikanischen Reaktion geben. Darunter sind einige Venezolaner, die die Anschläge gegen die Demokratie im Lande in den letzten Jahren angeführt haben:

Mario Vargas Llosa: Vorsitzender der „Internationalen Freiheitsstiftung” (siehe oben) und bekanntes Sprachrohr der internationalen Reaktion, die sich der Verleumdung der Umgestaltungsprozesse in Venezuela, Ekuador und Bolivien in den jüngsten Zeiten verschrieben hat. Er ist ein reaktionärer Schriftsteller (links gestartet, ultrarechts geendet). Er war Präsidentschaftskandidat in Peru im Jahr 1990 für die konservative Partei Frente Democratico (FREDEMO), Parteigänger neoliberaler Reformen. Er hat erklärt, dass Präsident Chávez „eine Bedrohung für die Demokratie” ist. Und dass er „die Region destabilisiert”, was die Sprachrohre aus Washington häufig wiederholen.

Jorge Quiroga: Dieser ehemalige Präsident Boliviens (2001-2002) ist ein Ultrakonservativer. Er war stellvertretender Präsident unter der reaktionären Militärdiktatur von Hugo Banzer von 1997 a, bis Banzer im Jahr 2001 aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Der in den USA an der Universität Texas A&M ausgebildete Quiroga hat sich zum „Unternehmer-Yuppie” erklärt (englischsprachiger Ausdruck für Anhänger der freien Marktwirtschaft und des Neoliberalismus). Quiroga war der Kandidat der Opposition gegen Evo Morales bei den Wahlen 2005. Er repräsentierte die Rechtspartei PODEMOS. Er erreichte nur 28,6% der Stimmen im Kontrast zu den 53% für Evo Morales. Quiroga arbeitete für das Unternehmen IBM und als Berater der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Er ist einer der übelsten Kritiker von Präsident Chávez. Und in den letzten Jahren hetzt er gegen Präsident Morales. Er sagt, unter seiner Regierung „ist Bolivien eine Kolonie von Venezuela” wegen der engen Beziehung zwischen beiden Ländern.

Francisco Flores: Er ist ehemaliger Präsident von El Salvador (1999-2004) und Mitglied der konservativen Partei ARENA. Ebenfalls in den USA ausgebildet, an den Universitäten von Amherst und Harvard, hielt Flores als Präsident ein enges Bündnis mit den USA aufrecht und ordnete sein Land den imperialen Bestrebungen völlig unter. Er genehmigte die Entsendung von salvadoreanischen Truppen in den Irak, um die US Army zu unterstützen. Er setzte auch den Freihandelsvertrag mit den USA durch und war Architekt der Dollarisierung der Volkswirtschaft seines Landes. Dies verursachte eine enorme Inflation und hatte nicht den Konsens der bürgerlichen Gesellschaft in El Salvador hinter sich.

Jorge Castaneda: Er war Kanzler von Mexiko (2000-2003) in der Amtszeit von Vicente Fox. Ebenfalls in den USA ausgebildet, an der Universität von Princeton und mit einem Doktortitel der Universität von Paris I, ist Castaneda Autor von einem Dutzend Büchern und schreibt für die Zeitschriften „Reform” (Mexiko), „El Pais” (Spanien), „Los Angeles Times” (USA) und die Zeitschrift „Newsweek”. Er war unabhängiger Kandidat für die Präsidentschaft in Mexiko im Jahr 2004. Da er auf keinerlei Unterstützung seitens der politischen Parteien rechnen konnte, war seine Kandidatur nach mexikanischem Recht nicht möglich. Er wurde zu einem der bekanntesten Kritiker gegen den venezolanischen Präsident Chávez und die sozialistischen Regierungschefs in der Region. Im Jahr 2009 wurde ein Interview mit Castaneda publiziert. Darin prangerte er eine angebliche Verschwörung zwischen dem Präsidenten Chávez und verschiedenen kubanischen Regierungsmitgliedern an, um einen Staatsstreich gegen den Präsidenten Raúl Castro in Kuba durchzuführen. Später dementierte dies dann Castaneda selbst wieder, der selbst äußerte, dass es keinerlei Beweis für besagtes Komplott gegeben hat, sondern dies lediglich seine „persönliche Meinung” gewesen sei.

Enrique Krauze: Das ist ein mexikanischer Schriftsteller. Dieser Intellektuelle wird angeschuldigt, Panikstimmung bei den Bürgern in Mexiko zu verbreiten. Er befasste sich mit Hetze gegen den mexikanischen Präsidentschaftskandidaten López Obrador bei den Wahlen im Jahr 2007. Er ist Autor des Buches „Die Macht und das Delyrium”, welches die Person von Hugo Chávez und seine Regierung in Venezuela verleumdet.

Oscar Ortíz: Dieser Vorsitzende der Senatskammer in Bolivien von der ultrarechten Partei PODEMOS aus der Stadt Santa Cruz fördert aktiv separatistische Projekte in Bolivien und ist Vorstandsmitglied verschiedener bedeutender Firmen geworden. Er ist auch Kolumnist in der bolivianischen Presse, betreibt eifrig Stimmungsmache gegen die Regierung von Evo Morales. Er ist eng verknüpft mit dem gewalttätigen Flügel der separatistischen Bewegungen in Santa Cruz, so mit der „Jugendunion von Santa Cruz”. Und er ist Nutznießer großer Geldmengen aus der USAID und der NED in Bolivien geworden.

Alex Sutton: Er ist Regionalleiter der Programme in Lateinamerika und der Karibik vom „International Republican Institute” (IRI), welches als eine Schlüsselorganisation aus dem NED heraus entstand. Das IRI hat die Parteien „Gerechtigkeit Zuerst” und „Eine Neue Zeit” und weitere in Venezuela finanziert. Das IRI war eine der ersten US-Organisationen, die eine Pressemitteilung herausbrachte und damit im April 2002 beim Staatsstreich zum Sturz des Präsidenten Hugo Chávez in Venezuela „den Anstrengungen der Zivilgesellschaft” applaudierte. Es ist stets ein Hauptgeldgeber für die Opposition in Venezuela in den letzten acht Jahren gewesen. Es hat Staatsstreiche in Haiti, in der Ukraine, in Serbien, Georgien und anderen Ländern finanziert, wo es seine Tätigkeit der Destabilisierung und Subversion betrieb.

Eduardo Bowles: Leiter der rechtsgerichteten bolivianischen Zeitung „El Nuevo Dia”.

Cynthia Hotton: Mitglied des Parlaments von Argentinien für die ultrarechte Parteiengruppierung „Capital Federal de la alianza Pro-Recrear”.

Antonio Ledezma: Derzeit Bürgermeister von Caracas, Anführer der Partei „Bündnis Mutiges Volk” und Gründer des „Nationalen Widerstandskommandos (CNR). Diese Organisation fördert die Destabilisierung und gewaltsame Ausschreitungen im Lande. Sie nahm am Staatsstreich gegen Präsident Chávez von April 2002 teil und ist eines der reaktionärsten Sprachrohre der Opposition.

Leopoldo López: Er ist politischer Anführer der venezolanischen Opposition. Er ist Gründungsmitglied der Partei „Gerechtigkeit Zuerst”, die zuvor eine Bürgervereinigung war, welche illegal aus Mitteln des Erdölkonzerns PDVSA finanziert wurde, wo seine Mutter, Antonieta Mendoza de López, den Bereich Öffentliche Angelegenheiten leitete. Dieser junge Politiker hat auch eine enge Beziehung zum IRI, welches „Gerechtigkeit Zuerst” bei der Parteiwerdung finanziert und beraten hat. In den Monaten vor dem Staatsstreich vom April 2002 führte Leopoldo López gemeinsam mit anderen Führungspersonen von „Gerechtigkeit Zuerst” häufige Reisen nach Washington zum Sitz des IRI und zwecks Treffen mit Regierungsfunktionären von George W. Bush durch.

Am 11. April 2002 führte López den Marsch der Opposition an, um ihn zum Präsidentenpalast Miraflores zu führen. Dutzende Personen fanden dabei den Tod. Präsident Chávez wurde entführt. Ende Februar 2004 war er einer der Oppositionsführer, die die sog. Guarimba anführten. Das waren gewaltsame Ausschreitungen, um Chaos und Panik in der Gesellschaft zu schaffen. Ziel war die Erzwingung des Rücktritts von Präsident Chávez. Diese gewaltsamen Ausschreitungen unter Leitung von López verursachten den Tod von einigen venezolanischen Bürgern.

Später scheiterte López in seiner Absicht einer Machtübernahme bei seiner eigenen Partei „Gerechtigkeit Zuerst”. Angesichts dieser Enttäuschung kehrte er der Partei den Rücken, welche er gegründet hatte, um sich mit der Rechtspartei „Eine Neue Zeit” des Oppositionsführers Manuel Rosales zu vereinen. Er wurde Bürgermeister des Stadtteils Chacao in Caracas von 2002 bis 2008. Und jetzt arbeitet er mit Antonio Ledezma zusammen, um die „Volksnetzwerke” zu stärken. Sie sind eine konterrevolutionäre Initiative, die von der USAID in Venezuela finanziert worden ist, um die örtlichen und regionalen Strukturen zu unterwandern und Spaltungen innerhalb des revolutionären Lagers zu erzeugen sowie Aktivisten für Destabilisierungsaktionen zu gewinnen.

Marina Corina Machado: Sie gründete gemeinsam mit ihrem Partner Alejandro Plaz die venezolanische Nichtregierungsorganisation „Mach mit” („Súmate”). Als Tochter aus zwei mächtigen Oligarchen-Clans erhielt sie Gelder von der NED, der USAID und dem  National Democratic Institute (NDI) via ihrer Nichtregierungsorganisation „Mach mit”. Diese Organisation entstand zu Beginn des Jahres 2003, nach dem Scheitern des Staatsstreiches von 2002. Machado leitete die Kampagne, um Präsident Chávez mit dem Referendum vom August 2004 das Mandat zu entziehen. Sie unterschrieb auch das Carmona-Dekret beim Staatsstreich vom April 2002 gegen Präsident Chávez. Sie war dabei im Zeremoniell des Miraflores-Palastes und applaudierte, als der Diktator Pedro Carmona verfügte, alle demokratischen Einrichtungen des Landes aufzulösen. Machado sagt, dass ihre „Nichtregierungsorganisation” weder politisch noch parteilich sei. Dennoch ist ihre strategische Linie und ihr Gerede in offener Opposition zur Bolivarischen Revolution und venezolanischen Regierung. Machado wurde vom Ministerium für Öffentlichkeitswesen Venezuelas angezeigt, weil sie Geldzuwendungen von einer ausländischen Regierung (dem NED) erhält, um Funktionen beim Nationalen Wahlrat zu besetzen und zur Destabilisierung der venezolanischen Regierung Verschwörungen anzuzetteln. Durch den Druck auf die venezolanische Regierung mittels der US-Botschaft in Venezuela, dem US State Department (DOS), dem Weißen Haus in Washington und anderen dortigen Verbündeten ist das Gerichtsverfahren gegen Machado nicht vorangekommen. Machado ist von US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus am 31. Mai 2005 empfangen worden, was die enge Beziehung zwischen der venezolanischen Opposition und den höchsten politischen Ebenen der Macht in den USA zeigt.

Yon Goicochea: Er erhielt seine Ausbildung von den Gründern der OTPOR in Serbien, dem Albert-Einstein-Institute (AEI) in den USA und dem „Internationalen Zentrum für Nichtgewaltsamen Konflikt” (ICNC). Er war die herausragendste Figur bei den politischen Studentenprotesten wegen der Nichterneuerung der Konzession an den privaten Fernsehkanal RCTV im Jahr 2007. Er studierte an der Katholischen Universität Andrés Bello (UCAB), einer der reaktionärsten Universitäten des Landes. Gemäß seinem ihm von den Medien aller Welt verliehenen Nymbus als Studentenführer reiste Goicochea einige Male nach Washington, um sich mit Vertretern des NED, IRI unter Leitung von John McCain und der USAID sowie des AEI und CANVAS zu treffen. Goicochea reiste auch etliche Male nach Spanien, unter Schirmherrschaft der FAES des ehemaligen Präsidenten José Maria Aznar. Und er reiste in andere Länder, wobei er Mittel aus den USA und von reaktionären Stiftungen wie der Konrad-Adenauer-Stiftung erhielt.

Goicochea reiste 2007 und 2008 nach Bolivien, um mit der „Jugendunion von Santa Cruz” zu arbeiten und sie anzuleiten. Diese reaktionäre Organisation aus dem Gebiet Santa Cruz ist für ihre rassistischen, gewaltsamen und separatistischen Handlungen bekannt. Im Mai 2008 war Goicochea in Ekuador. Dort trainierte und förderte er die Bildung einer rechtsgerichteten Studentenbewegung in jenem Land. Diese Bewegung nennt sich „Weiße Hände” und ist aktiv, um die sozialistische Politik der Regierung von Rafael Correa zu bekämpfen.

Im Jahr 2008 war Goicochea Gewinner des Preises „Milton Friedman” (benannt nach dem einstigen Wirtschaftsberater des Diktators Augusto Pinochet) vom Cato Institute wegen des „Vorankommens der wirtschaftlichen Freiheit”. Besagter Preis ist mit 500.000  Dollars dotiert. Heute ist Goicochea Anführer und Mitglied der ultrakonservativen Partei „Gerechtigkeit Zuerst”.

Marcel Granier: Marcel Granier Haydon ist Geschäftsführer der Unternehmen 1BC und Generaldirektor von Radio Caracas Televisión (RCTV), eines der meistgesehenen Fernsehkanäle in Venezuela. Am 27. Mai 2007 erlosch die Zulassung, die RCTV jahrzehntelang von der venezolanischen Regierung hatte, um sein Programm im öffentlichen Funkraum auszustrahlen. Wegen der ständigen Gesetzesverletzungen durch RCTV entschied die venezolanische Regierung, die Konzession nicht zu verlängern. Zuvor sendete RCTV auf Kanal 2 in Venezuela mit dem landesweit stärksten Fernsehsignal. Sein Programm bestand zu 80% aus Seifenopern. Die restlichen 20% waren Stimmungsmache, Filme und Nachrichtenprogramme. Derzeit sendet RCTV weiter über Kabel und Satellit in Venezuela und international.

Marcel Granier und RCTV waren in den Staatsstreich von April 2002 gegen Präsident Chávez verwickelt. Über die Bildschirme drückten sie ihre Unterstützung für die kurze Diktatur von Pedro Carmona aus. RCTV hatte auch eine Schlüsselrolle im Medienkrieg beim sog. Lockout vom Dezember 2002 bis zum Februar 2003. Granier ist stets offener Oppositioneller gegenüber der Regierung von Präsident Chávez. Er hat stets seine Medienmacht benutzt, um die Regierung anzugreifen und zum Schaden der Chávez-Regierung und ihrer Werke zu manipulieren. Nach dem Mai 2007 startete Granier eine weltweite Kampagne mit Unterstützung der US-Regierung und ihrer Agenturen wie der NED, der USAID, „Reporter ohne Grenzen” (RSF), um die venezolanische Regierung der Verletzung der Menschenrechte und insbesondere der freien Meinungsäußerung zu beschuldigen. Granier wurde von US-Präsident George W. Bush eingeladen, um an einer Beratung der Vereinten Nationen seitens der „Verteidiger der Freiheit” teilzunehmen. Auch wurde er ehrenhalber vom Freedom House und dem Fernsehrat der US-Bundesstaatsgouverneure eingeladen, um eine Konferenz über die Meinungsfreiheit im Jahr 2007 abzuhalten. Dies gemeinsam mit Karen Hughes, der Leiterin des Diplomatischen Öffentlichkeitswesens beim US State Department (DOS), Paulo Dobrjansky, einem Neokonservativen, Mitglied des PNAC und Unterstaatssekretär für Globale Angelegenheiten unter der Administration von George W. Bush, und der republikanischen Kongreßabgeordneten Ileana Ros-Lehtinen, einer fanatischen Hasserin Fidel Castros.

Miguel Enrique Otero: Er ist Herausgeber und Leiter und Enkel des Gründers der Tageszeitung „El Nacional” in Venezuela. Diese Zeitung gehört zu den kritischsten und manipulierendsten gegenüber der Regierung von Präsident Chávez. Otero ist auch Gründer der „Bewegung 2D”. Dies ist eine Gruppe, die sich nach dem Verfassungsreferendum am 2. Dezember 2007 bildete. Ihr Zweck ist die Stärkung einer neuen Oppositionsbewegung im Lande. Otero und seine Gruppe befassen sich mit dem Nutzen von Presse und Fernsehen bei der Hetzkampagne gegen die venezolanische Regierung und Schüren von falschen Meinungen wegen angeblicher „Menschenrechtsverletzungen” im Lande. Die „Bewegung 2D” hat viele illegale und gewaltsame Aktionen im Lande seit ihrer Gründung gefördert. Sie zielt damit darauf ab, Unterdrückungsreaktionen seitens der Sicherheitsapparate der Staatsmacht hervorzurufen, um ihre Anschuldigungen wegen vermeintlicher Menschenrechtsverletzungen zu rechtfertigen.  

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Goebbels stand im Geiste  Pate

Die Lügen der bürgerlichen Presse über Venezuela

Ein Leserbrief

An den roten Webmaster,

zum Thema jenes internationalen Treffens lateinamerikanischer Reaktionäre dieser Tage in Caracas / Venezuela und der erfolgten einstündigen „Festhaltung“ von Mario Vargas Llosa´ bei dessen Einreise in Venezuela, welche in spanischsprachigen reaktionären Medien hysterisch gegen Hugo Chávez hetzend als „Festnahme“ verfälscht rausposaunt wurde:

„Vargas Llosa detenido en Venezuela.

(...)“

Quelle: „Diario Libre“ (Freie Tageszeitung. Zuviel frei erfunden, meinen wir.)

Gefunden auf

http://buenosdiasrd.wordpress.com/2009/05/27/vargas-llosa-detenido-en-venezuela/

d.h. im Bloq von

„Federico Félix es un administrador de empresas dominicano egresado de la Universidad Iberoamericana y residente en la Florida, Estados Unidos. Amante de Jesucristo, (...)“

übersetzt:

„Vargas Llosa verhaftet in Venezuela“ (was schon mal dreist gelogen ist!)

Und weiter, zum Verbreiter dieser Lüge und Bloqqer:

„Federico Félix ist ein dominikanischer Unternehmensadministrator aus der Iberoamerikanischen Universität und ansässig in Florida, USA. Verehrer von Jesus Christus, (...)“

(vom christlichen Gebot, nicht falsch Zeugnis zu reden, hat dieser charakterlose Scharlatan als angeblicher „Verehrer von Jesus Christus“ offenbar nie was vernommen)

Hier mal aus der reaktionären deutschen Presse dazu:

-1-  Im „Focus“ lesen wir:

„Literatur

Schriftsteller Vargas Llosa kritisiert Venezuelas Präsident Chavez

(...)

Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa will sich Kritik am venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez nicht verbieten lassen. Er werde auf einem Demokratieforum seine Meinung sagen, kündigte er am Mittwoch an. Vargas Llosa war bei seiner Ankunft in Caracas mehr als eine Stunde aufgehalten worden. Die Behörden hätten ihm dabei erklärt, als Ausländer habe er nicht das Recht, sich politisch zu äußern, sagte er. (...)

Er war von der konservativen Organisation Cedice eingeladen worden. Vargas Llosa hat sich schon in der Vergangenheit kritisch über Chavez geäußert, dem er vorhält, Freiheiten einzuschränken und an eine Art autoritäre Demokratie zu glauben. Zu der Konferenz wurden auch der frühere bolivianische Präsident Jorge Quiroga, der frühere mexikanische Außenminister Jorge Castaneda und der kolumbianische Schriftsteller Plinio Apuleyo Mendoza erwartet.

gxk/AP“

http://www.focus.de/kultur/kultur-news/literatur-schriftsteller-vargas-llosa-kritisiert-venezuelas-praesident-chavez_aid_403182.html

KREUZZUG GEGEN VENEZUELA

Die Enthüllung der US-Machenschaften gegen Hugo Chávez.

Eva Golinger

Die Autorin enthüllt die Machenschaften der USA um Präsident Chávez zu stürzen. 2003 begann sie Recherchen zur Einmischung der USA bei dem Putsch gegen Präsident Chávez im April 2002. Dabei deckte sie auf, dass die US-Regierung Anti-Chávez-Gruppen mit mehr als 20 Millionen Dollar unterstützt hat. Sie belegt ihre Thesen u. a. mit Dokumenten der CIA, des State Departments. Eva Golinger weist nach, dass die USA Tag für Tag bemüht sind, Chávez auf jede erdenkliche Weise anzugreifen und zu schwächen. Ein wahrer Kreuzzug gegen die "bolivarische" Revolution.

Eva Golinger, Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten: Internationale Menschenrechte und Einwanderungsrecht, lebt in den Vereinigten Staaten.

Broschiert

272 Seiten

€ 19,80

ISBN3-88975-132-6

www.zambon-verlag.de  

-2-  Und im „Deutschlandradio Kulturnachrichten“ heißt es:

„(...) Der preisgekrönte peruanische Schriftsteller wurde nach seiner Einreise auf dem Flughafen von Caracas festgehalten. Wie in der venezolanischen Hauptstadt verlautete, nahmen ihm Beamte den Reisepass ab und befragten ihn länger als eine Stunde. Llosa hatte Chávez' Regierung vor seiner Ankunft als „populistisch“ kritisiert und ihr vorgeworfen, das Geld aus der Ölwirtschaft zur Bestechung zu verwenden.“

http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2009052818/13/

Und so weiter.

Dass es sich bei dem als Schriftsteller bzw. „Kritiker“ daherkommenden Mario Vargas Llosa um einen mit fetten Washingtoner und Madrider Schmiergeldern gekauften korrupten Auftragstäter des Imperialismus handelt, werden die angeblich „neutral“ und „objektiv“ berichtenden Agenturen nicht verlautbaren lassen. Es wäre ja auch nur die volle Wahrheit, für deren Verbreitung sie die herrschende Klasse nicht bezahlt.

Und als Kommunisten erwarten wir von den bürgerlichen Massenmedien ständige Propagandaschlachten gegen uns, gegen die Koreanische Volksdemokratische Republik, gegen Kuba, gegen Venezuelas Chávez-Regierung, Kriegshetze gegen alle Völker der Welt, aber keinesfalls wahrheitsgemäße Information. Denn dies würde ja dem Klassenauftrag der bürgerlichen Journaille zuwiderlaufen.

 Rote Grüße,

J-T,B.  aus Brüssel

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