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Kommunistische
Partei der Philippinen:
„Das
philippinische Volk ist besonders angewidert davon, wie die
philippinischen Militärs keinerlei Skrupel zeigen, Kinder zu
Opfern werden zu lassen, die terrorisiert werden, die unter
Zwang in militärischen Operationen benutzt werden, die als
Objekte in ihrer psychologischen Kriegsführung herhalten müssen
und in großer Zahl Folter, Vergewaltigung, Prügel und sogar
Mord unterworfen werden“ |
Pressemitteilung
des Informationsbüros der Kommunistischen Partei der Philippinen, 6.
Dezember 2007:
KP
der Philippinen begrüßt UNICEF-Bericht über Kinder und Frauen in
Kriegsgebieten als Anklage gegen die philippinischen Streitkräfte wegen
schwerwiegender Kinderrechtsverletzungen
Quelle:
Mail der KP der Philippinen an die Redaktion von K-Online vom 7.
Dezember 2007
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Die
KP der Philippinen (CPP) begrüßte heute den Bericht der Kinderstiftung
der Vereinten Nationen (UNICEF) als tatsachengetreue Beschreibung der
Lage der Kinder und Frauen, die den „Gegenaufstands“-Kampagnen* der
Streitkräfte der Philippinen zum Opfer fallen.
Parteisprecher
Gregorio „Ka Roger“ Rosal klagte die philippinischen Streitkräfte
wegen Ausführens eines „skrupellosen Rundum-Krieges gegen mutmaßliche
revolutionäre Hochburgen im verzweifelten Versuch der Zerstörung mutmaßlicher
Unterstützungsbasen der bewaffneten Volkswiderstandsbewegung“ an.
„Im
verbrecherischen und herzlosen Krieg gegen das Volk vor allem in ländlichen
Gegenden macht die philippinische Armee keine Unterschiede zwischen
bewaffneten Guerillakämpfern und unbewaffneten Zivilpersonen. Schlimmer
noch ist, dass die faschistischen Streitkräfte in ihrer Verzweiflung
beim Unterdrücken von ganzen Dorfgemeinschaften wegen deren
Verquickungen mit dem Kampf um die Bodenverteilung und deren mutmaßlicher
Unterstützung der bewaffneten revolutionären Volksbewegung nicht davor
zurückschrecken, ihr Feuerwaffenpotential und ihren Terror gegen
Kinder, Frauen und alte Menschen zu richten“, sagte Rosal.
„Das
philippinische Volk ist besonders angewidert davon, wie die
philippinischen Militärs keinerlei Skrupel zeigen, Kinder zu Opfern
werden zu lassen, die terrorisiert werden, die unter Zwang in militärischen
Operationen benutzt werden, die als Objekte in ihrer psychologischen
Kriegsführung herhalten müssen und in großer Zahl Folter,
Vergewaltigung, Prügel und sogar Mord unterworfen werden“, fügte
Rosal hinzu.
Er
betonte, dass laut Detailinformation im UNICEF-Bericht laut
Kinderrehabilitationszentrum (CRC) von 800 Menschenrechtsverletzungen an
Kindern in militärischen „Gegenaufstands“-Operationsgebieten von
2001 bis Mitte 2006 die Rede ist.
Der
CRC-Bericht schätzte ein, dass 215.333 Kinder Opfer dieser Operationen
wurden. Darunter wurden 58 ermordet, weitere 58 überlebten Anschläge
auf ihr Leben. Des Weiteren verschwanden 10 in Verschleppung an
unbekannte Orte, 40 Kinder wurden verstümmelt, 17 weitere Kinder waren
verschiedenen Folterarten ausgesetzt, 8 Kinder wurden vergewaltigt und
sexuell missbraucht, 51 Kinder wurden illegal gefangengenommen und
festgehalten, 63 Kinder wurden Opfer von Zwangshandlungen, 69 Kinder
wurden Opfer von gesetzwidriger Inhaftierung und Gefangenschaft, 40
wurden Opfer körperlicher Gewaltanwendung und von Schlägen und 196
Kinder wurden Opfer von Drohungen und Belästigungen. Der Bericht
besagte auch, dass 106 Kinder durch das Ermorden ihrer Eltern oder
anderer Verwandten seitens der Militärs
zu Waisen oder Verwandtschaftslosen
gemacht wurden.
Bis
zu 215.060 Kinder wurden Opfer durch zwangsweise Deportationen im
Ergebnis von militärischen Gegenaufstandsoperationen.
Der
KP-Sprecher appellierte dringend an die Kinderschutz- und
Frauenrechtsorganisationen, Anwälte für Bürger- und Menschenrechte,
Volksorganisationen, Kirchengruppen, Juristen, Massenmedien und andere
einbezogene Bereiche der Öffentlichkeit, aktiv zu werden und sich der
von der Staatsmacht ausgehenden Verletzung der Menschenrechte,
insbesondere der Kinderrechte, durch beteiligte Regierungstruppen in
deren Kampf gegen die revolutionären Kräfte entgegenzustellen.
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
Mail der KP der Philippinen an die Redaktion von K-Online
Anmerkung:
*
„Gegenaufstand“ = „Counterinsurgency“ - ein Begriff von CIA und
US Army, u.a. verwendet auch im Vietnamkrieg und Konflikten wie in
Bolivien 1967 und Kolumbien in den letzten Jahrzehnten |