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DIE PARTEI STÄRKEN UND DEN VOLKSKAMPF INTENSIVIEREN

ZUR FEIER DES 40. JAHRESTAGES

Teil 1

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung des Zentralkomitees, Kommunistische Partei der Philippinen, 26. Dezember 2008 – Mit großer Freude begehen wir heute den 40. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) als der Vorhut der philippinischen Arbeiterklasse unter der theoretischen Führung des Marxismus-Leninismus-Maoismus. Vor vierzig Jahren errichteten wir die Neugründung dessen, was einst die Kommunistische Partei der Philippinischen Inseln (CPPI) war.

Aus diesem glücklichen Anlass grüßen wir im Zentralkomitee der CPP alle Genossen in allen Parteiorganisationen, -einheiten und -Arbeitsbereichen, alle kommunistischen Kommandeure und Kämpfer der New People's Army (NPA), alle verbündeten Kräfte in der National-Demokratischen Front der Philippinen, alle Führer und Funktionäre der örtlichen Organe der volksdemokratischen Regierung, alle Aktiven in den Massenbewegungen der breiten Massen des philippinischen Volkes.

Wir gratulieren allen Parteikadern und Mitgliedern für die in jüngster Zeit zunehmenden Siege bei der ideologischen, politischen und Organisationsarbeit sowie allen revolutionären und volksverbundenen Kräften für die großartigen Siege beim Durchsetzen der neuen demokratischen Revolution durch verlängerten Volkskrieg und vereinte Frontarbeit gegen den ausländischen Monopolkapitalismus, den einheimischen Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus.

Die revolutionäre Sache des Volkes kann nicht ohne das Bekenntnis zu Grundsätzen, zur Mitgliedschaft und zu beharrlicher Arbeit der gesamten Partei im revolutionären Kampf voranschreiten. Wir haben unsere Siege stets durch harte Arbeit, heißen Kamp und Aufopferung errungen. Wir müssen höchste Achtung unseren revolutionären Märtyrern und Helden zollen. Darunter all jenen, die auf dem Schlachtfeld fielen. Und jenen, die ihr Leben in verschiedenen Formen der revolutionären Tätigkeit hinter dem Schlachtfeld verloren.

Von Jahr zu Jahr verkündet das US-hörige Arrroyo-Regime, dass es die bewaffnete revolutionäre Volksbewegung des unterdrückten und ausgebeuteten Volkes vollständig zerschlagen, strategisch schwächen und zerstören würde. Faktisch führte es dabei die barbarischsten Angriffe gegen Millionen Menschen an den Guerrillafronten und gegen unbewaffnete Zivilpersonen, darunter Anführer und Mitglieder legaler Massenorganisationen, Arbeiter, Bauern, Jugendliche und Frauen, Lehrer, Kirchenleute, Rechtsanwälte, Journalisten, Richter und alle möglichen  Personen, die Kritik üben und sich der verrotteten Politik und den verbrecherischen Handlungen entgegenstellen.

Zu diesem Zeitpunkt können wir das andauernde Scheitern des sogenannten Nationalen Sicherheitsplans und Operationsplans Bantay Laya 1 und 2 verkünden. Diese Konzepte haben nur dazu gedient, die Menschen weiter zu reizen und so die bewaffnete Revolution und andere Kampfformen intensiviert. Sie müssen nicht von allein nachlassen, sondern alle Kampfformen intensivieren.

Lasst uns den 40. Jahrestag der Parteigründung begehen, indem wir erzieherische, organisatorische, politische, kulturelle und andere Veranstaltungen machen, um die Revolution voranzubringen zu einer neuen und höheren Stufe. Lasst uns Anstrengungen unternehmen, um einen großen Schritt bei allen Formen des revolutionären Kampfes voranzukommen. Wir müssen nachhaltig die Erziehung und Ausbildung unserer Parteikader und Mitglieder in Marxismus-Leninismus-Maoismus und in der neuen demokratischen Revolution ausführen. Unsere Partei muss die breiten Volksmassen führen, sie ansprechen, mobilisieren und organisieren. Wir müssen die Waffen des bewaffneten Kampfes und der Einheitsfront fest und effektiv einsetzen. Wir müssen die Parteiorganisation durch beschleunigte Gewinnung von Parteikandidaten und Mitgliedern aus der revolutionären Massenbewegung weiter stärken und die Parteiorganisationen in den Siedlungen, Fabriken, Farmen, Schulen und anderen Einrichtungen aufbauen.

Der bewaffnete Kampf muss zusammen mit der Bodenreform, dem Enthüllen der Großgrundbesitzenden und landgierigen Konzerne und der Verbreiterung und Vertiefung der Massenbasis intensiviert werden. Die örtlichen Organe der politischen Macht und die Massenorganisationen müssen weiter gestärkt werden. Massenkampagnen müssen ausgeführt werden, um den Bewusstseinsgrad im Volke zu heben, die Produktion zu steigern, die Gesundheitsarbeit voranzubringen, die Ausbildung der Volksmilizen und Selbstverteidigungseinheiten zu verbessern und breitgefächert Kulturveranstaltungen durchzuführen. Die Guerrillafronten müssen in Richtung der Schaffung relativ stabiler Basisgebiete weiterentwickelt werden. Die verschiedenen Bündnisformen müssen innerhalb des Rahmens der antiimperialistischen und antifeudalen Einheitsfront errichtet werden.

Die Bedingungen für ein Voranschreiten der philippinischen Volksrevolution sind ausgezeichnet. Die imperialistische Hauptmacht Nummer 1 unterdrückt und beutet das philippinische Volk und die Völker der Welt aus und ist den Schlägen einer historisch nie dagewesenen wirtschaftlichen und Finanzkrise ausgesetzt, die schlimmer ist als die Große Weltwirtschaftskrise von 1929. Zugleich stehen den USA schwere Verluste bei ihren zwei laufenden Aggressionskriegen in Irak und Afghanistan ins Haus. Die Widersprüche zwischen den imperialistischen Hauptmächten und den unterdrückten Völkern und Nationen spitzen sich ebenso zu wie die zwischen den imperialistischen Mächten selbst und zwischen der Monopolbourgeoisie und der Arbeiterklasse in den imperialistischen Ländern.

Die chronische Krise des halbkolonialen und halbfeudalen Herrschaftssystems in den Philippinen verschlimmert sich rasch und macht die große Kompradorenbourgeoisie, die Großgrundbesitzer und ihre politischen Agenten mehr denn jemals unfähig, wie bisher weiter zu herrschen. Die breiten Volksmassen sehnen sich massiv nach der revolutionären Veränderung. Sie vertrauen der Kommunistischen Partei der Philippinen als Führungskraft der Revolution. Sie ist die Partei, die ständig das einheimische Herrschaftssystem, das imperialistische Ausplünderungssystem und den imperialistischen Krieg bekämpft hat. Sie hat die Bestrebungen des philippinischen Volkes nach nationaler Befreiung und Demokratie und für eine sozialistische und kommunistische Zukunft hochgehalten.

1. Nie zuvor dagewesene Wirtschafts- und Finanzkrise

Seit über zwei Jahren beobachten wir den unablässigen völligen Verfall des „freien Marktes“ des Monopolkapitalismus und den vollständigen Bankrott der Politik der „neoliberalen Globalisierung“. Aber die Führer der USA und der anderen imperialistischen Länder und die Marionettenstaaten belügen uns ständig und machen uns was weis von den angeblichen starken Fundamenten ihrer Ökonomien. Erst kürzlich sind sie von den Tatsachen überrollt worden, wonach die USA und das globale kapitalistische System in die schlimmste Wirtschafts- und Finanzkrise seit der Großen Weltwirtschaftskrise von 1929 trudeln.

Gleich nach dem Platzen der HighTech-Blase am Aktienmarkt im Jahr 2000, was die Pensionsfonds und -einlagen von mindestens 40% der US-Haushalte drastisch vernichtet hat, gingen die US-Behörden und -Finanzinstitute an die Immobilien-Blase, um sie den US-Haushalten mit niedrig verzinsten Darlehen aufzubürden und ihnen die Illusion zu geben, steigende Immobilienwerte würde dazu führen, immer mehr Geld zu borgen und so viele Einfuhren wie gewünscht zu konsumieren, ungeachtet von hinreichend Einkommen und Arbeitsplätzen. Die angestiegene Hightech-Rüstungsproduktion unter dem Bush-Regime konnte den langandauernden Industrieverfall, die Dienstleistungsorientierung und Finanzierungsnöte der US-Volkswirtschaft nicht wettmachen.

Die Immobilienblase begann im Jahr 2006 zu platzen. Immer mehr US-Haushalte konnten die Amortisierung ihrer Darlehen bei steigenden Zinslasten unter Inflationsdruck nicht mehr zahlen. Von Monat zu Monat breiteten sich epidemie-artig die Verfallserklärungen aus. Dies führte zu Bankrotten der größten Investitionsbanken und Finanzinstitute sowie der wichtigsten kommerziellen Bankhäuser (Bear Stearns, Lehman Brothers, Morgan Stanley, Merryl Lynch und Goldman Sachs), des größten Versicherungskonzerns (der American International Group). Die US-Bundesregierung sponserte Konzerne (Federal National Mortgage Association oder Fannie Mae und die Federal House Finance Agency oder Freddie Mac), und so weiter.

Der Darlehensverfall traf zwar erst einmal die Finanzinstitute der USA. Aber sie hatten nach Europa und in andere Kontinente ihre vergifteten Finanzprodukte verkauft, darunter eben auch die Sicherheiten der problematischen Darlehen, versehen mit so exotisch klingenden Namen wie „darlehensgestützte Sicherheiten“, „kolateralisierte Schuldverschreibungen“, „strukturierte Investitions-Vehikel“, „Kreditverzugstauschprodukt“ und so weiter. Diese Produkte haben ein Übermaß an Finanzzusammenbrüchen erzeugt, darunter den Kreditkollaps beim Zahlungsverkehr zwischen den Banken und in den Geldmärkten und den Zusammenbruch des Aktienmarktes. Dies nicht nur in den USA, sondern global, also weltweit. Die USA und andere imperialistische Staaten haben vorzugsweise dem Aushelfen der Banken und anderen Finanzinstitute mit Geld den Vorrang gegeben und nicht den von den Folgen des Monopoly-Finanzkapitalismus hart getroffenen Völkern.

Der Darlehensverfall hat die derzeitige Finanzkrise gewiss ausgelöst. Aber die Hauptursache der Krise liegt sehr viel tiefer. Sie liegt im immer vorhandenen Streben der Monopolbourgeoisie, Extraprofite aus der Arbeiterklasse rauszuholen, Superprofite immer weiter durch Lohndumping zu maximieren und so den Markt durch Einkommensverringerung bei der Arbeiterklasse und Nachfrageverringerung für die Produkte zu verengen. Daher ist die Krise auch eine Krise der Überproduktion und des Zyklus von Boom und Platzen. Dies ist weiter von den USA-Bestrebungen der Suche und Ausbeutung immer billigerer Arbeitskraft im Ausland sowie ihrer Weitergabe von Investitions- und Marktmitteln an ihre Hauptverbündeten verschlimmert und vertieft worden.

Die USA nahmen die Politik der „neoliberalen Globalisierung“ an, um das Phänomen der Stagflation in den 70er Jahren zu überwinden, welches nun beschuldigt wird der höheren Löhne und höheren Regierungsausgaben im Sozialwesen. Was aber nicht für die Wirtschaftskonzessionen galt, die sie ihren antikommunistischen Verbündeten gewährten, wegen des Wettrüstens mit der UdSSR im Kalten Krieg und hoher Regierungsausgaben für die Rüstungsproduktion, die Übersee-Stationierung von US-Streitkräften und die kostspieligen Aggressionskriege in Korea und Indochina. Entsprechend ihrer Leitlinie der „neoliberalen Globalisierung“ drückten die USA die einheimischen Lohnniveaus nach unten, verursachten so einen industriellen Rückgang, begünstigten den Militärisch-Industriellen Komplex und die Ölkonzerne und trieben die sogenannte „post-industrielle Dienstleistungswirtschaft“ sowie die Schattenfinanzierung der Wirtschaft voran.

Die fallenden Realeinkommen im US-Volk im Vergleich zum BIP hat zum Wiederauftauchen der zunehmenden und schwersten Überproduktionskrise in Gestalt der Rezessionen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt seit den 80er Jahren geführt. Aber die USA haben immer geschafft, mit Schulden die Finanzierung zu gewährleisten, um Rezessionen und die ständigen Handels- und Haushaltsdefizite zu überstehen. Alle drei Schwerpunktbereiche der US-Volkswirtschaft sind zu extremen und unhaltbaren Anleihen gezwungen: die Regierung, die privaten Konzerne und die Haushalte. Sie alle sind über die Grenzen zu weit hinausgegangen und haben die derzeitige Schwere der US- und weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise verursacht.

Die USA haben ihre Staatsschulden auf 53 Trillionen Dollar getrieben, d.h. 350% des BSP der USA von 14,6 Trillionen Dollar. Das ist ein weitaus größerer Aufschrei als bei der Großen Weltwirtschaftskrise, als solche Schulden nur 250% des BSP der USA betrugen. Die vollständigen Schulden allein der USA-Regierung betragen 10,6 Trillionen Dollar, die Schulden der Konzerne (Finanzbereich und Nichtfinanzbereich) betragen 23 Trillionen US-Dollar und die Schulden der privaten Haushalte in den USA betragen 14 Trillionen Dollar,

Die US-Schulden waren weniger als 1 Trillion Dollar am Ende der Carter-Administration im Jahr 1982. Sie ging hoch auf 3,6 Trillionen Dollar am Ende der Reagan-Administration. Dies machte aus dem Hauptgläubigerland USA das Hauptschuldnerland USA. Reagan hat sich auf Hochgeschwindigkeitstechnik und hochtechnologischer Rüstung eingelassen und endete so in großen Handelsdefiziten, um die Exporte seiner antikommunistischen Verbündeten auszugleichen. Er lockte Auslandsinvestitionen in US-Aktien und -Wertpapiere an. Clinton trieb die „neoliberale Globalisierung“ voran und steigerte weiter das Handelsdefizit, auch wenn er den Staatshaushalt ausglich. Am Ende der Clinton-Amtsperiode betrug die Schuldensumme der USA 5,7 Trillionen Dollar. Das Bush-Regime trieb dies weiter auf die Spitze in immer größerer Geschwindigkeit. Jetzt steht die Schuldensumme der USA bei 10,6 Trillionen Dollar. Ein Großteil dieser Schulden (geschätzte 2,5 Trillionen Dollar) ist in den Händen von China, Japan, Großbritannien, Deutschland, Saudi Arabien, dem Karibischen Bankzentrum, und so weiter.

Die Schulden der US-Konzerne in Höhe von 23 Trillionen Dollar sind unterbewertet. Die Konzerne aus dem Nichtfinanzbereich nehmen Anleihen von den Banken auf und geben Wertpapiere heraus. Die größten US-Konzerne wie General Motors und General Electric sind weitaus mehr in Finanzen eingebunden als in Produktion. Es ist leicht widerlegbar, dass die Konzerne im Finanzbereich weitaus stärker verschuldet sind als jene im Nichtfinanzbereich. Banken können Kredit neun oder zehn mal mehr als die Bankeinlagen erzeugen, und im Ergebnis des Finanzdienstleistungs-Modernisierunggesetzes von 1999 (Financial Services Modernization Act of 1999) wurde Investitionsbanken gestattet, Kredit 12 bis 30 mal oder noch höher über den Einlagen der Investoren zu erzeugen. Unter dem Commodity Futures Modernization Act - Gesetz von 1999 können verschiedene Arten von Finanzinstituten Derivate völlig zügellos erzeugen.

Die US-Haushaltsschulden bestehen in der Gestalt von Hypothekendarlehen, Autokaufdarlehen, Kreditkarten und Studentendarlehen. Dies ist hauptsächlich durch die Immobilienblase mitgeplatzt. Allgemein haben die US-Haushalte negative Sparbilanz. Das gesamte Haushaltseinkommen in Bezug auf die gesamte Haushaltsschuld hat sich auf 138 % mit einer 40-jährigen Rekordzunahme von 37 % erhöht. Millionen haben ihre Eigenheime verloren. Die Arbeitslosenrate ist höher als die amtliche von 6.7%, denn die amtliche Arbeitslosenrate schließt jene aus, die aufgehört haben, sich um Arbeitsplätze zu bewerben und auch jene, die angeblich zu unqualifiziert für die angebotenen Arbeitsplätze sein sollen. Mehr als eine halbe Million Menschen verlieren jetzt monatlich ihre Arbeitsplätze. Der drastische Rückgang der Beschäftigung und des Haushaltseinkommens zieht weiteren Verlust an effektiver Nachfrage für die Produkte sowohl der US-Wirtschaft als auch der ausländischen Produktionsfirmen nach sich.

Fortsetzung morgen

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Bilder vom Befreiungskampf des Volkes der Philippinen unter Führung seiner Kommunistischen Partei

Teil 1

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Die Truppenfahne einer NPA-Einheit in Panay Island

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NPA-Schulungsveranstaltung zu 40 Jahren Entwicklung der KP der Philippinen (CPP)

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Kommunistische NPA-Kämpferin auf Wachposition in Panay Island

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Panay4    Eine der 400 Einsendungen zum Posterwettbewerb zum 40. Jahrestag der CPP

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Bauer und kommunistischer NPA-Kämpfer in der Cordillera

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NPA-Feldlager in der Cordillera

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Kommunistischer NPA-Kämpfer in der Cordillera

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Kommunistischer Kämpfer bei einer Atempause in der Cordillera

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Musik ist ein weiteres Mittel, revolutionäre Stimmung zu erzeugen

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Einige kommunistische NPA-Kämpfer sind zusätzlich Sanitäter/Zahnarzthelfer

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DIE PARTEI STÄRKEN UND DEN VOLKSKAMPF INTENSIVIEREN

ZUR FEIER DES 40. JAHRESTAGES

Teil 2

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung des Zentralkomitees, Kommunistische Partei der Philippinen, 26. Dezember 2008 – Es dauerte Jahrzehnte für die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise, um zu wachsen, bevor es zum Platzen kam. Dies wird nicht in der kurzen Zeit von ein oder zwei Jahren gelöst werden. Die bisher gemachten Lösungen wie das Aushelfen bei zusammenbrechenden Finanzinstituten verschlimmert das Problem. Das Zuführen von öffentlichen Geldern durch die Regierung für diese Sorte der Sicherheitsleistung ist ein Fall weiteren Raubs an denjenigen, die ausgeraubt worden sind, um die Diebe gegen Kaution freizusetzen. Es ist auch ein Fall, bei dem gutes Geld dem schlechten Geld hinterher geworfen wird. Dies wiederbelebt die Produktion, Beschäftigung und effektive Nachfrage auf gar keinen Fall. Selbst das Kreditknirschen zwischen den Banken hat nichts gelindert, denn die Produktionsfirmen würden nicht Geld für Produktion leihen, wenn sie ihre Produkte nicht verkaufen können. Geldzuführung wird einfach von den stärksten Monopolgruppen genutzt, um sich zu festigen und ihre Monopolpositionen zu vergrößern. Das Schlimmste dabei ist, dass die Haushaltsschuldenblase des Landes dabei wächst und zum Platzen kommt. Der Markt für Schatzanleihen und Aktien soll nächstes Jahr zusammenbrechen.

Obamas Plan des Schaffens von 2,5 Millionen Arbeitsplätzen durch Infrastrukturprojekte und Ausweitung sozialer Dienstleistungen wird nicht mal den sehr niedrig geschätzten Verlust von 4 Millionen Arbeitsplätzen aus weiteren finanziellen Pleiten, Bankrotten, Fabrikschließungen und Massenentlassungen wettmachen. Die für Keynesianisshes Geldpumpen zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel sind begrenzt durch die weitere Nachfrage seitens der Finanzinstitute und nicht im Finanzbereich angesiedelten Großkonzerne wie die drei Autobauer General Motors, Ford und Chrysler. Sie sind auch begrenzt durch die fortlaufenden Aggressionskriege im Irak und in Afghanistan, durch die drastische Minderung bei Steuereinnahmen und durch die andauernde Notwendigkeit, Güter aus dem Ausland einzuführen.

Eine verlängerte Rezession oder Depression in den USA ähnlich jener in Japan ist am Horizont zu sehen. Nach dem Spitzenniveau bei Nahrungsmittel- und Ölpreisen, welches den großen Nahrungsmittel- und Ölkonzernen Superprofite bescherte, ist ein deflationärer Trend aufgekommen und hat die US-Bundesbank gezwungen, den Basis-Zinssatz bis auf nahezu Null abzusenken. Wie auch immer, die Nutznießer sind nicht die Millionen von Arbeitern in den USA, die ihre Arbeitsplätze, Eigenheime, Ersparnisse und Renteneinlagen verloren haben, sondern die stärkeren Finanzinstitute, die die schwächeren schlucken. Eine lang andauernde Weltwirtschaftskrise wird gerade verschlimmert und vertieft durch das internationale Kreditpressen und die abgesenkte Nachfrage auf dem US-Verbrauchsgütermarkt.

Im letzten Quartal 2008 wurden Millionen Arbeiter in einer nie dagewesenen Höhe in den imperialistischen Ländern entlassen, und es waren noch mehr in den neuen Halbkolonien. Die Zahl der Menschen, die von weniger als 1-2 US-Dollar täglich leben, steigt rasch an derzeit. Eine Billion Menschen hungern täglich. Zwei Billionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Der gegenwärtige Aufruhr garantiert noch schnellere Massenverelendung in den kommenden Jahren. Millionen von Niedriglöhnern in den Exportwirtschaftszonen der monopolkapitalistischen Firmen in den neuen Halbkolonien sind besonders betroffen durch geminderte Auftragszahlen für Verbrauchsgüter und Halbfabrikate in den Industrieländern. Millionen Fischer, Landarbeiter und Arbeiter in den Bergbau-Industrien werden gezwungen, noch schlimmere Armut zu erdulden, wenn die Nachfrage nach Rohstoffen sinkt. Migranten-Arbeitskräfte, insbesondere ohne Papiere werden noch härter getroffen werden, zu Sündenböcken für steigende Arbeitslosigkeit in kapitalistischen Ländern gestempelt werden und zurück in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden.

Ungeachtet ihres Geschwätzes über Klimawechsel und Umwelt intensivieren die imperialistischen Länder weiter das Ausplündern der Naturreichtümer in den neuen Halbkolonien. Sie emitieren weiter Schadstoffe, die zu globaler Erwärmung führen und schon die Getreide-Erträge gesenkt haben, sie vergrößern weiter die Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit, Krankheiten und Todesfälle in den ausgebeuteten und unterdrückten Ländern.

Im Zeichen der „neoliberalen Globalisierung“ haben sich die USA als Wachstums- und Marktmotor der letzten Zufluchtsstätte für die Weltwirtschaft in den letzten drei Jahrzehnten gerühmt. Aber jetzt sind sie klar zum Zentrum der Weltwirtschafts- und Finanzkrise geworden. Und somit wird klar anerkannt, dass sie der Erzeuger der Zerstörung von Produktivkräften und sozialökonomischen und politischen Aufruhrs sind. Als Ergebnis der derzeitigen tiefgreifenden wird die Position der USA als Nummer 1 unter den imperialistischen Weltmächten stark beschädigt, besonders in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht, selbst wenn die USA militärisch die stärkste Macht bleiben. Die derzeitige Krise ruft eine allseitige Schwächung der USA hervor. Die USA verlieren ihre Kontrolle über ihre imperialistischen Verbündeten. Die imperialistischen Verbündeten der USA geraten in Bewegung, um ihre nationalen und ultra-nationalen Interessen zu schützen. Sie fordern eine multipolare Welt. Sie bewegen sich weg von einer unipolaren Welt nicht in Frage gestellter US-Vorherrschaft.

Die USA werden nicht nur durch die Finanz- und Wirtschaftskrise beschädigt, sondern auch durch ihre eigenen Aggressionskriege im Irak und in Afghanistan und die weltweite Stationierung ihrer Streitkräfte. Irak wird für die USA und ihre Marionetten ein Sumpf bleiben, so lange die USA Militärstützpunkte und Truppen dort aufrechterhalten und die irakische Wirtschaft und die irakischen Ölvorkommen im Würgegriff halten. Das irakische Volk wird seinen Widerstand nicht aufgeben. Wenn die USA unter Obama mehr Truppen nach Afghanistan bringen, werden sie dort dasselbe Schicksal erleiden wie die sowjetischen Streitkräfte in der Vergangenheit. Afghanistan kann ein noch viel mehr gefährlicher Sumpf für sowohl die USA als auch die NATO werden.

Die Konkurrenz nimmt derzeit zwischen den imperialistischen Mächten um das Öl und andere Naturreichtümer, Märkte, Investitionssphären und Einflusssphären zu. Anders als die USA schützen die imperialistischen Mächte ihre nationalen Interessen zunehmend, denn sie ergreifen steuerliche und Währungsmaßnahmen unabhängig von den USA, um der Weltwirtschafts- und Finanzkrise zu begegnen und zu vermeiden oder auszuweichen, dass sie in die US-Aggressionskriege hineingezogen werden. Es gibt sichere Anzeichen, dass gewisse imperialistische Mächte der Position der USA bei wirtschaftlichen, finanziellen, politischen und Sicherheitsangelegenheiten widersprechen.

Als Objekte imperialistischer Interessen und als aktive Anwärter für mehr Mitreden in internationalen Angelegenheiten, haben gewisse große und doch weniger entwickelte Länder wie China und Indien Einfluss auf die Veränderung des Kräfteverhältnisses unter den imperialistischen Mächten. China ist der größte ausländische Kreditgeber der USA geworden, selbst wenn es schwach ist und abhängig ist von den USA als Markt für seine Manufakturen für billige Verbrauchsgüter, selbst wenn es anfällig ist für den sich abzeichnenden Zusammenbruch des Rentenmarktes und den Fall des US-Dollars. Wie dem auch sei, China konkurriert mit den USA um Ölquellen und andere Rohstoffe und sucht unabhängig nach Absatzmärkten und Investitionssphären in verschiedenen Teilen der Welt. Russland benutzt seine Öl- und Gasvorkommen und seine weitergeführten militärischen Fähigkeiten, um sich selbst als imperialistische Hauptmacht zu halten.

Klagen über die Vorherrschaft der USA nehmen in den UN, beim IWF, der Weltbank, der IAO und in anderen internationalen Institutionen zu. An der westlichen Front ist Frankreich an Russlands Seite gesprungen und fordert eine neue europäische Sicherheitspartnerschaft, um die NATO zu ersetzen und dem Raketenschild der USA in Polen und in der Tschechoslowakei etwas entgegenzusetzen. Russland und China führen an der östlichen Front die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit als ein Sicherheitsbündnis an, welches die früheren Sowjetrepubliken in Mittelasien und die Hauptländer im Mittleren Osten und Südasien einschließt. Erst war die volle Integration von Russland und China in das kapitalistische Weltwirtschaftssystem von Nutzen für die USA, aber im längeren Verlauf mündet dies eher in die Intensivierung inner-imperialistischer Widersprüche als in eine freundschaftliche und friedliche Ausdehnung des Kapitalismus.

Selbst wenn die Position als Nummer 1 beschädigt ist, bleiben die USA ein Schlüsselspieler unter den imperialistischen Mächten in der vorhersehbaren Zukunft. Es muss betont werden, dass die imperialistischen Mächte gegen die unterdrückten Völker und Nationen der Welt verbündet bleiben werden und immer versuchen werden, die Lasten der Krise ihnen aufzubürden. Der Widerspruch zwischen den imperialistischen Mächten und den unterdrückten Völkern und Nationen ist immer noch der Hauptwiderspruch in der Welt. Dies nicht nur wegen der Tatsache, dass die Imperialisten und ihre Marionetten die schlimmsten Formen der Unterdrückung und Ausbeutung den Völkern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas aufzwingen, sondern auch wegen der anwachsenden realen und möglichen Kämpfe für nationale und soziale Befreiung..

Die derzeitige Krise des Imperialismus fügt Billionen Menschen in der 3. Welt schweres Leid zu, stachelt aber auch die Völker der Welt zum Widerstand an und gibt ihnen mehr Spielraum im Kampf für die Selbstbefreiung von Imperialismus und jeglicher Reaktion. Die breiten Volksmassen verabscheuen die immer schlimmere allgemeine Krise des kapitalistischen Weltsystems und ihre immer schlimmere Unterdrückung und Ausbeutung. Von Jahr zu Jahr können wir die Zunahme verschiedener legaler und illegaler Formen des Massenwiderstandes durch das Volk erwarten.

Der revolutionäre bewaffnete Kampf des Volkes wird zu einer neuen und höheren Stufe in solchen Ländern wie Irak und Afghanistan führen, wo die USA und andere imperialistische Mächte einmarschieren und besetzen. Die langandauernden bewaffneten Bewegungen für nationale Befreiung und Demokratie wie in den Philippinen, Kolumbien, Indien, Peru und der Türkei werden große Fortschritte machen und mehr Volkskrieg in den verschiedenen Kontinenten hervorbringen. Die Völker und Regierungen der KVDR, Kubas, Venezuelas, Boliviens, Ekuadors und anderer lateinamerikanischer Länder behaupten ihre nationale Unabhängigkeit in beachtlichem Maße gegen die feindselige Politik seitens der US-Imperialisten.

Südasien bleibt der Nährboden für das rasche Wachsen der bewaffneten Revolution für nationale Befreiung, Demokratie und Sozialismus. Der Volkskrieg in Nepal hat der Kommunistischen Partei von Nepal (Maoisten) ermöglicht, die Monarchie zu überwinden, die Republik zu errichten und die Führung in der Koalitionsregierung einzunehmen. Das Volk und die revolutionären Kräfte können unter Führung der Kommunistischen Partei Indiens (Maoisten) die großartige Rolle spielen, die proletarische Weltrevolution zu einer neuen und höheren Stufe zu bringen auf demselben Weg, wie es Russland im Ausgang des 1. Weltkrieges und China im Ausgang des 2. Weltkrieges schafften. Das Proletariat und die Völker von Russland und China sind in vielerlei Hinsicht sehr unzufrieden. Die revolutionären kommunistischen Parteien wachsen beständig an und halten die rote Fahne und die Sache von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao hoch.

Die Implosion der UdSSR und des sowjetischen Blocks revisionistischer Regime, die Rückkehr zu schlimmsten Formen der Unterdrückung und Ausbeutung in Russland und China und die gegenwärtigen Verwüstungen der USA sowie die Weltwirtschafts- und Finanzkrise zeigen, wie verrottet das kapitalistische Weltsystem ist und wie groß die Herausforderungen und Möglichkeiten für die Völker der Welt sind, die revolutionäre Sache durchzusetzen. Soziale Unruhe verbreitet sich derzeit in China, den früheren Sowjetrepubliken und den einstigen Ländern des sowjetischen Blocks. Die Völker lehnen den Kapitalismus zunehmend ab und fordern den Sozialismus.

Innerhalb der imperialistischen Staaten steigert sich der Klassenkampf zwischen der Monopolbourgeoisie und der Arbeiterklasse und kommt zu seinem Höhepunkt. Die Arbeiter, die Jugend, Frauen, die Migranten kochen vor Wut wegen der steigenden Massenarbeitslosigkeit und dem fallenden Einkommen und der skandalösen Habgier und Überheblichkeit der Monopolbourgeoisie. Sie verurteilen zunehmend den Kapitalismus und rufen nach Sozialismus. Die Parteien der Linken sind in einigen Ländern Europas stärker geworden. Um das Proletariat und das Volk vom Klassenkampf und der antiimperialistischen Solidarität abzuhalten, unternehmen die Monopolbourgeoisie und ihre schleimigen Politiker alles, um Chauvinismus, Rassismus und Kriegshysterie zu erzeugen.

Aber es ist schon eine Zeit lang wiederholt gezeigt worden, dass das Proletariat und das Volk in den imperialistischen Ländern einschließlich der USA fähig sind, sich gegen die ausbeuterische und unterdrückerische Politik des Monopolkapitalismus zu erheben. Die gegenwärtige Tiefe der gegenwärtigen Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat auf jeden Fall damit begonnen, die breiten Massen der Völker gegen das kapitalistische System zu mobilisieren. Wenn die Krise über Jahre fortgesetzt existiert, und wahrscheinlich wird sie mehr als ein Jahrzehnt andauern, dann gibt es eine breite Möglichkeit für die revolutionären Kräfte, um zu wachsen, die Massen zu organisieren und zu mobilisieren, sich selbst ideologisch und politisch und organisatorisch zu entwickeln und zu festigen.

Der totale Bankrott der „neoliberalen Globalisierung“ beeindruckt das Proletariat und die Völker der Welt und zeigt ihnen, dass der Monopolkapitalismus das Übel ist, denn er zerstört die Produktionskräfte und erzeugt unerträgliches Leiden, so dass da eine dringende Notwendigkeit für revolutionäre Kämpfe für die nationale Befreiung, Demokratie und Sozialismus besteht. Die Bedingungen der Krise führen zu revolutionärer Aktivität, bringen aber nicht automatisch oder unvermeidlich die Revolution. Die bewussten und organisierten revolutionären Kräfte, an der Spitze die revolutionäre Partei des Proletariats, müssen hart kämpfen und arbeiten, um die breiten Volksmassen zu erreichen und sie auf den Weg der Revolution zu bringen.

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