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KP
der Philippinen erklärt:
ARROYOS
VERZWEIFLUNG MACHT IHRE UNTERWÜRFIGKEIT GEGENÜBER DEM US-IMPERIALISMUS
IMMER GRÖSSER
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Mitteilung
der KP der Philippinen vom 03. März 2009 – Der letzte Länder-Jahresbericht
des US State Department wiederholt praktisch bezogen auf die Philippinen
die Aussagen früherer Jahresberichte. Es werden dieselben politischen
und sozialökonomischen Defizite aufgelistet, die das Land ständig
plagen. So die Korruption durch Regierungsmitglieder, Verletzung der
Menschenrechte, illegaler Drogenhandel und dergleichen mehr.
Einige
interpretieren die Veröffentlichung des letzten Jahresberichts als
Indiz eines politischen Wechsels seitens der Obama-Administration gegenüber
dem verbrauchten Arroyo-Marionettenregime. Sie beziehen sich auf die
Anprangerungen von 2007 seitens des Weltbankberichts hinsichtlich der
Rolle von Gloria Arroyos Ehemann Mike, welcher Ausschreibungen
manipulierte und sich an Verträgen von weltbankfinanzierten Projekten
im Lande bereicherte. Sie berichteten dies ebenso hinsichtlich von
Arroyos zusammengeschusterter 123 Millionen US-Dollars „Obamas
Chase“, die nicht zum gewünschten Fototermin mit dem neuen US-Präsidenten
führten. Sie zitierten dann weiter, wie vergleichsweise auch Arroyos
Manöver zum Einbeziehen der Philippinen in die erste wichtige
Asienrundreise von US-Außenministerin Hillary Clinton in derselben Art
voranzutreiben versucht wurde.
Da
Gloria Arroyo nicht als mit leeren Händen heimkehrend erscheinen
wollte, brachte Arroyo den dubiosen Anspruch vor, während ihrer Reise
die einmalige 198-Millionen-Dollar-Entschädigungszahlung seitens der
US-Regierung für philippinische Veteranen des 2. Weltkrieges
durchgebracht zu haben. Dieser Anspruch ist besonders fadenscheinig,
weil das Zahlungspaket, welches nichts mit einer Bewilligung seitens
Arroyo zu tun hat, gerade mal einen Tropfen auf den heißen Stein für
rund 18.000 noch lebende philippinische Veteranen des 2. Weltkriegs
darstellt. Diese 63 Jahre nach dem US Recission Act von 1946, welcher
hunderttausende damals noch lebende philippinische Veteranen davon
ausschloss, Nutznießer der Ausgleichszahlungen für die
US-Kriegsveteranen zu werden. Regierungsmitglieder versuchen seither,
den Bericht des US State Department herunterzuspielen. Sie sagen, dass
„die Korruption mehr in der Phantasie als in der Realität vorhanden
ist.“ In Wahrheit jedoch macht sich Gloria Arroyo viel mehr Gedanken
über die Folgen dieser ständigen Enthüllungen und die Kontroversen zu
ihren Bestrebungen, über das Jahr 2010 hinaus an der Macht zu bleiben.
Seit den letzten acht Jahren weitete die US-Regierung ihre militärische,
politische und wirtschaftliche Unterstützung des Marionettenregimes
trotz der schwerwiegenden Anprangerungen wegen dessen Korruption,
Wahlbetrugs, Veruntreuungen und Menschenrechtsverletzungen und
zunehmendem Ruf nach dessen Rücktritt aus. Dies geschah im Austausch
gegen die totale Unterstützung von Arroyo für die imperialistische
„Globalisierung“ und Bushs Pax Americana und den „Krieg gegen den
Terror“. Selbst wenn die US-Administration mit dem Gedanken der Möglichkeit
eines Auswechselns der Marionetten spielt, wird sie auf Arroyo weiterhin
Druck ausüben, um noch viel gefügiger als Marionette in der ihr
verbleibenden Regierungszeit zu werden. Verzweifelt durch was auch immer
erfolgte Segnungen seitens ihrer imperialistischen Lehrmeister ist das
Arroyo-Regime willfährig wie nie, gehorsam die Politik der USA auszuführen
und Kotaus vor den Vorstellungen und Absichten der gegenwärtigen
US-Administration zu machen.
Arroyo
wird daher folgendes weiterhin tun:
1.
Gewährleisten, dass die sog. gemeinsamen Militärmanöver weiterhin
ausgeführt werden, um den Deckmantel für die fortgesetzte Anwesenheit
und Ausweitung der Operationen von US-Truppen in den Philippinen
aufrechtzuerhalten. US-Truppen ist gestattet worden, gegen die NPA in
den Provinzen von Bicol, Panay und Südmindanao sowie gegen die
bewaffneten Moro-Organisationen in anderen Gebieten von Mindanao tätig
zu sein. Dort sind die US-Truppen direkt immer mehr an örtlichen Militärschlägen
beteiligt, einschließlich der Bereitstellung von Kampfaufklärung und
Ausrüstung, Luftüberwachung, taktischer Beratung bei Heeresoperationen
und sogar im laufenden Kampfgeschehen.
2.
Ausweitung des konterrevolutionären Krieges, um das Anwachsen der
revolutionären und antiimperialistischen Kräfte in den Philippinen
entsprechend der von den US-Militärberatern entwickelten Strategie zu
zerschlagen oder zu stoppen.
3.
Aufrechterhaltung des „Streitkräfte-Besuchs-Abkommens“ (VFA) gegen
den weite Teile der Bevölkerung umfassenden Ruf nach dessen
Abschaffung, trotz seiner Nicht-Gegenseitigkeit und seiner deutlich
einseitigen Ausrichtung. Welche sich in der Weigerung der USA zeigte,
den erwiesenermaßen Vergewaltiger Lance Corporal Daniel Smith der
philippinischen Gerichtsbarkeit und den philippinischen Behörden zu
unterstellen.
4.
Unterstützen der hegemonistischen US-Politik, insbesondere der neuen
Anstrengungen des Obama-Regimes, sein Streben nach „Weltherrschaft“
einschließlich der US-Truppenstationierung in Afghanistan und der
Fortsetzung des von Bush begonnenen „Krieges gegen den Terror“ neu
aufzulegen.
5.
Beharren auf der Öffnung der philippinischen Volkswirtschaft für die
imperialistische „Globalisierung“ und Durchsetzen der Politik der
Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung und
Anti-Nationalisierung. Unter Arroyo kann der US-Imperialismus von der
philippinischen Regierung erwarten, dass sie weiterhin dem IWF und der
Weltbank sowie der WHO-Politik Folge leisten wird. Dies trotz der
Tatsache, dass diese Institutionen diskreditiert sind und sich als die
ständige Wirtschaftskrise im Lande verschlimmernde Faktoren erwiesen
haben. Bis zum deren Ende können die USA von Arroyo und ihren
Gefolgsleuten erwarten, dass sie die philippinische Verfassung anpassen,
um jeglichen Schutz der nationalen Souveränität und der Reichtümer
des Landes aufzugeben.
6.
Weiterhin die Löhne und die Einkommen des Volkes zu drücken und die
Rechte der Massen zu unterdrücken, um die Philippinen für
Auslandsinvestoren attraktiv zu machen.
Gloria Arroyo klebt verzweifelt an der Macht, um ihre nimmersatte Gier
zu befriedigen und der Verfolgung wegen ihrer Verbrechen nach dem Jahre
2010 zu entgehen: Veruntreuung, Raub, Menschenrechtsverletzungen und
Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie versucht verzweifelt, ihren
imperialistischen Lehrmeister dafür zu gewinnen, sich weiterhin selbst
an der Spitze des Marionettenregimes halten zu können. Als eine
verzweifelte Marionette ist Gloria Arroyo so willfährig wie nie zuvor,
die Souveränität der Philippinen und die Rechte des Volkes und seine
Interessen auf dem Tablett an die US-Imperialisten auszuliefern, genau
wie sie es schon in den letzten acht Jahren getan hat. In Arroyos
kritischem letztem Amtsjahr als Marionettenpräsidentin erwarten wir,
dass das philippinische Volk mit Nachdruck seinen Patriotismus äußert
und den Kampf zur Verteidigung der philippinischen Souveränität und
gegen den Ausverkauf durch die Arroyos intensiviert. Wir rufen das
philippinische Volk dazu auf, seine Entschlossenheit zu erhöhen und dafür
zu kämpfen, seine nationale Befreiung und Demokratie vollständig zu
erringen und der US-Einmischung, der wirtschaftlichen und politischen
Unterwerfung, Ausplünderung und Unterdrückung ein Ende zu bereiten.
KP
der Philippinen
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„Humanitäre
Hilfe“ von US-Militärs dient der Verhüllung von
Aufstandsbekämpfungs“-Maßnahmen
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
E-Mail
des Informationsbüros der KP der Philippinen an die Redaktion von
K-Online vom 3. März 2009 - Der
Informationschef der philippinischen Seestreitkräfte, Oberst Edgar
Arevalo, bekräftigte lediglich die Lügen der US-Militärs und der
Streitkräfte der Philippinen, als er feststellte, dass die beginnenden
„gemeinsamen Manöver“ nicht benutzt würden, „den Volksaufstand
in der Bicol-Region zu bekämpfen.“
Die
lediglich zum Zweck der „Aufstandsbekämpfung“ vorbereiteten und
realisierten zivil-militärischen Operationen der Sondereinsatzgruppen
der Streitkräfte der Philippinen sind eine reine Kopie der zivil-militärischen
Operationen der US-Streitkräfte, die entsprechend den
interventionistischen politisch-militärischen Zielen in den Ländern
ausgeführt werden, wo die USA ihre Truppen stationieren. Sie sind nicht
von humanitären Gründen geleitet.
US-Militäroffiziere
und Dokumente geben mehr Aufschluss über die wirklichen Ziele ihrer
„humanitären Projekte“ in anderen Ländern, wo sie operieren.
US-Flottenadmiral Richard W. Hunt als Chef der Kombinierten Gemeinsamen
Sonderstreitkräfte Horn von Afrika (CJTF-HOA) im Jahr 2006 sagte:
„Die zivilen Dinge und humanitären Projekte gründen sich vorrangig
auf ihre Möglichkeiten, dem Terrorismus zu begegnen.“
Die
letzte Ausgabe (2006) des „Feldhandbuches der US Army zur Aufstandsbekämpfung“
führt kategorisch aus: „Es gibt keinerlei rein humanitäre Hilfe oder
zivil-militärische Operationen in der Aufstandsbekämpfung. Wann immer
irgendeine Hilfeleistung erbracht wird, wird irgendjemand darunter
leiden - nicht zuletzt die Aufständischen. Insofern sind die
zivil-militärischen Hilfeleistenden oft Zielpersonen. Sie zu schützen
ist eine Sache nicht nur des Einbezugs von ihnen in die Verteidigung,
sondern auch des Schaffens einer sicheren Umgebung durch Miteinbezug der
Nutznießer der Hilfeleistungen vor Ort und ihrer Führer.“ (Teil
A-47)
Und
weiter heißt es dort: „Militärische 'humanitäre Arbeit' hat eine
zunehmende Bedeutung in den letzten Jahren als Teil der US-militärinterventionistischen
Taktik erlangt. Hinter der Parole von 'Mildtätigkeit' und 'Hilfe' wird
'humanitäre Arbeit' ausgestaltet, um beruhigend zu wirken und dient
dazu, eher weniger beruhigende Operationen der eingreifenden Truppen zu
verdecken.“
Durch
wiederholtes Beteuern, die beginnenden gemeinsamen Manöver in Bicol
seien „rein humanitär“ in ihrer Natur, machen die Streitkräfte der
Philippinen und die US-Militäroffiziere ihren Wunsch deutlich, die
wirklichen Beweggründe der Manöver dort zu vertuschen.
Der
General a.D. Edilberto Adan als Chef der philippinisch-US-Streitkräfte-Besuchsvereinbarungskommission
hat schon früher zugelassen, dass im Verlauf der fortgesetzten
gemeinsamen Manöver in der Region Bicol das US-Militär das spezifische
Ziel hat, seine Kräfte mit Guerrillakampfbedingungen vertraut zu machen
und den Dschungelkampf vor Ort zu lernen. Wobei sie speziell für den
Guerrillakrieg günstige Bedingungen aussuchen.
Mehr
Informationen hinsichtlich der wirklichen Natur von US-Operationen in
Operationsgebieten der revolutionären Bewegung vor Ort werden
vertraulicher gehandhabt.
Vor
einigen Wochen startete das US-Militär in Anwesenheit von Offizieren
der 9. Infanterie-Division und der 901. BDE der philippinischen Armee
und der philippinischen Polizei (PNP) Dronen und Spionageflugkörper in
Masbate, wo taktische Angriffe der NPA gegen die Streitkräfte der
Philippinen umfassend in jüngster Zeit konzentriert abgelaufen sind.
Das Starten dieser Flugkörper war eine formale Demonstration der
US-Militärintervention in Kampfaufklärung vor Ort und Luftüberwachungsoperationen
der Streitkräfte der Philippinen. Die Dronen, die von Einwohnern in Pio
V Corpuz und Esperanza in Masbate als eingesetzte Flugkörper über dem
Gebiet um ca. 18:30 Uhr am 29. Januar 2009 bezeugt wurden, explodierten
später und gingen in Flammen auf.
Quelle:
E-Mail des Informationsbüros der KP der Philippinen an die Redaktion
von K-Online |