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KP Venezuela :

Hunderte Kommunisten blockierten stundenlang US-Botschaft in Caracas

PROTEST VENEZOLANISCHER KOMMUNISTEN GEGEN US-INTERVENTIONSPOLITIK

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 23. September 2008, Tribuna Popular.-  Hunderte Mitglieder der KP Venezuelas führten am Vormittag des 23. Septembers 2008 eine Kundgebung vor der US-Botschaft in der venezolanischen Hauptstadt Caracas durch. Dadurch unterstützten sie die Ausweisung des US-Botschafters auf Beschluss der venezolanischen Regierung und die Zurückweisung der Einmischungs- und Verschwörungspolitik seitens der US-Vertretungen in Bolivien und Venezuela gegen die antiimperialistischen Prozesse in den beiden lateinamerikanischen Ländern. So blieb der Zugang zur US-Botschaft stundenlang durch Demonstranten blockiert, die Sprechchöre gegen den Imperialismus und in Solidarität Venezuelas mit den Brudervölkern Boliviens, Kubas und Kolumbiens erschallen ließen. Die Kundgebung leitete Oscar Figuera als Generalsekretär der KP Venezuelas in Begleitung von Douglas Gomez, Elena Linarez, Carlos Aquino und Yul Jabour, die Politbüromitglieder der Partei sind. Nach stundenlanger Blockade des Zugangs zur diplomatischen Vertretung übergaben die kommunistischen Führungsgenossen einigen unter Schutz eigener US-Wachmannschaften und -Sicherheitsleuten erschienenen Botschaftsvertretern eine Protestnote. Anschließend gaben die führenden Genossen der KP Venezuelas Erklärungen gegenüber der Presse und den Medien ab, die sich bei der Kundgebung eingefunden hatten. Danach löste sich die friedliche und ohne Zwischenfälle durchgeführte Protestveranstaltung auf, wobei die Teilnehmer laut ausriefen „Yankees raus aus Lateinamerika!“.

Hier der Wortlaut der Protestnote der KP Venezuelas an die Botschaft der USA in Caracas:

„Organisation und Demonstration des Volkes für:

VERTEIDIGEN DER REVOLUTION UND ZERSCHLAGEN DER VERSCHWÖRUNG!

Wir, die KP Venezuelas PCV und der Kommunistische Jugendverband Venezuelas JCV, politische Organisationen, gesellschaftliche Bewegungen und Ortsvereine versammeln uns an der Botschaft der Regierung der Vereinigten Staaten in Caracas zum Protest und erklären folgendes:

1. Wir weisen die ablaufenden Putsch- und Verschwörungspläne sowie die Mordpläne gegen den Präsidenten Hugo Chavez Frias zurück, wie sie sich hinter verschiedenen Machenschaften verstecken und Sabotageakte im öffentlichen Verwaltungswesen mit Straßenaktionen und Störungen des öffentlichen Lebens kombiniert werden..

2. Wir weisen drei Absichten zur Balkanisierung Boliviens, das Massaker an Bauern und Indios im bolivianischen Bundesstaat Pando und die Verschwörungspläne eines Staatsstreiches gegen den wiederholt legitimierten Präsidenten Evo Morales sowie die Aktionen gegen die Regierung von Ekuador mit dem Ziel einer Verhinderung der neuen Verfassung von Ekuador zurück.

3. Wir prangern an, dass die o.g. Aktionen genau wie der Plan Colombia in Kolumbien Teil der imperialistischen aggressiven Politik gegen die demokratischen und Volksbewegungen sind, die auf dem Kontinent immer mehr durchdringen. Sie zielen darauf ab, die anerkannte internationale Politik der Solidarität Venezuelas mit den von der Armut und den Verwüstungen durch Naturkatastrophen arg in Mitleidenschaft gezogenen lateinamerikanischen Völkern zu bekämpfen und hinterlassen ein nie dagewesenes Ausmaß von Zerstörungen.

4. Wir unterstützen die Ausweisung der US-Botschafter Patrick Duddy aus Venezuela und Philip Goldberg aus Bolivien sowie der Human Rights Watch - Gestalt Jose Miguel Vivanco aus Venezuela, denn sie sind ausführende Handlanger des Imperialismus bei den o.g. angeprangerten Aktionen und Verantwortliche der Einmischung in die inneren Angelegenheiten unserer Länder sowie Wühler gegen die Souveränität und die Selbstbestimmung der Völker.

5. Wir erklären unsere Solidarität mit dem sozialistischen Kuba und allen Völkern, die unter den Verwüstungen der kürzlichen Hurrikane zu leiden hatten. Und wir fordern ein Mal mehr die sofortige Aufhebung der Blockade gegen das kubanische Volk, welches Mittel braucht, um Wohnstätten, öffentliche Dienste, Infrastruktur, Bodennutzbarkeit, Wirtschaftseinrichtungen und Betreuung der tausenden Opfer der Hurrikane wiederaufzubauen.

Wir rufen das gesamte venezolanische Volk auf, die Verteidigung des revolutionären Prozesses innerhalb des laufenden Wahlkampfes zu vertiefen, der heute im Lande beginnt. Und für wirkliche und wahrhaftige Revolutionäre für die Gouverneursfunktionen, Bürgermeistereien und gesetzgeberischen Räte zu stimmen.

Ab heute beginnt eine neue ideologische Schlacht...

„Gegen den Imperialismus, wo immer er auch sein mag!“

KOMMUNISTISCHE PARTEI VENEZUELAS - PCV

23. September 2008

Quelle: Tribuna Popular

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