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Philippinen:
NPA-Kommando
straft kriminellen Polizei-Offizier
WIE
REVOLUTIONÄRE MIT SCHWERVERBRECHERN IN UNIFORM UMGEHEN
von
Ronnie Durin, Sprecher des Silvio Pajares Kommandos der NPA - Nord
Samar, 15. September 2008
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Das
Silvio-Pajares-Kommando der NPA bestrafte Polizei-Offizier 2 Samuel
Caparroso, der ein kriminelles Element der Mobilen Provinzpolizei-Gruppe
(PPMG) der philippinischen Polizei ist. Dies erfolgte am 10. September
2008 gegen 6 Uhr morgens in Sitio Padang, Barangay Tambangan, Nord
Samar, nahe dem Camp des 543. Ingenieur-Bataillons der philippinischen
Armee. Ebenfalls getötet wurde Polizei-Offizier 1 Mario Senobio, der
ein weiteres PPMG-Element ist und als Caparrosos Leibwächter fungierte.
Die NPA erbeutete zwei M-16 Maschinenpistolen mit Magazinen und Munition
von den beiden Polizisten.
Die
Aktion des NPA-Kommandos gründete strikt auf dem Beschluss des
Volksgerichts, wo verschiedene schwerwiegende Verbrechen des
Polizei-Offiziers 2 Caparroso untersucht und nachgewiesen worden waren.
Dies diente als Grundlage für sein Todesurteil.
Eines
der schwerwiegendsten von Caparroso begangenen Verbrechen war das
Massaker im Barangay Binaticlan, Lao-ang, Nord Samar, am vergangenen 26.
August 2008. Dort ermordete er Beata Balicat und Ryan's Freundin
Josephine Ponce, die im dritten Monat schwanger war. Ihr Fahrer Roldan
„Kulas“ Ponce wurde ebenfalls tödlich verletzt. Die Opfer kamen
gerade von einem Untersuchungsgericht in Lao-ang, um einer Anhörung
eines von Caparroso gegen Ryan Balicat erstatteten Anzeigefalls
nachzukommen. Als Caparroso dabei war, dieses angezeigte Verfahren wegen
fehlender Zeugen und Beweise zu verlieren, lauerte er den Opfern auf,
als sie nach Palapag auf einem Motorcycle heimfuhren. Die Opfer wurden
mit Kugeln durchsiebt. Vor allem Ryan, auf den 15 Mal aus 45 mm und 9 mm
Waffen gefeuert wurde. Das Volk von Palapag und Nord Samar war außer
sich vor Wut über dieses Massaker.
Aber
viele von ihnen, darunter die Familie Caparroso des Polizei-Offiziers 2,
wussten nichts von seinen anderen kriminellen Handlungen vor diesem
Massaker. Seit ungefähr drei Jahren bereits untersuchten und
dokumentierten NPA-Aktive Caparrosos illegale Handlungen. Darunter
Amtmissbrauch als Chef der Provinzpolizei-Einheit Bergbau (Provincial
Mining Regulatory Board PMRB task force) in Palapag, um Geld von den
kleinen Sand- und Kiesschürfern und den Bauholz-Schneidenden zu
erpressen. Die Opfer äußerten große Empörung wegen Caparrosos
Schutzgelderpressungen, seinen Drohungen, seinen Tyrannisierungen und
seinen Schlägen.
Polizei-Offizier
2 Caparroso war auch für die Ermordung seines Nachbars Ricky „Taruk“
Romaces im Jahr 2006 verantwortlich, der ein PPMG Agent war und für Überwachung
und Spionage benutzt wurde. Taruk wurde ermordet, weil er zuviel von
Caparrosos illegalen Handlungen wusste. Caparroso fingerte auch den Mord
eines geisteskranken Mannes im Jahr 2006. Er verdächtigte ihn
schlechter Absichten ihm gegenüber, nur weil das Opfer nahe seinem Haus
herumhing.
Im
Jahre 2005 hatte Polizei-Offizier 2 Caparroso einen Streit mit einem
anderen Polizisten in Palapag, bevor er eine Schiesserei unmittelbar an
der Polizeistation vor dem Rathaus anfing. Trotz alldem wurde nie eine
Anklage seitens der Regierungsbehörden oder der Polizeiführung gegen
Caparroso erhoben.
Dies
zeigt seine Nähe zu den Regierungsbehörden, die ihn deckten und alle
Augen vor seinen Untaten verschlossen. Dies bestätigte sich später
weiter, als die PPMG-Führung ihm vier Polizisten als Leibwächter zur
Verfügung stellte. Dies geschah wenige Tage nach dem Massaker in
Binaticlan.
Die
erfolgreiche Strafmaßnahme gegen den Polizei-Offizier Caparroso durch
das NPA-Kommando zeigt die Fähigkeit und Bestimmung der NPA, den übelsten
Kriminellen auf den Fersen zu sein und den Opfern Gerechtigkeit zu
bringen. Andererseits beweist dies auch den Nichtsnutz und die
Verantwortungslosigkeit der Regierung und der Polizei- und Militärführungen
beim Fertigwerden mit schlimmen Verbrechen. Dies insbesondere dann, wenn
die eigenen Angehörigen daran beteiligt sind. Da kann beim Volk und bei
den Opfern auf keinerlei Gerechtigkeit gehofft werden. Und darum wenden
sie sich an die NPA, um der starken Forderung und dem Bestreben nach
Schlussmachen mit schwerwiegendem Missbrauch und illegalen Handlungen
von uniformierten Verbrechern.
Das
Silvio-Pajares-Kommando der NPA empfiehlt und warnt jene mit ähnlichem
Wesen und ähnlichen Handlungen wie Polizei-Offizier 2 Caparroso, sich
zum Besseren zu verändern und schnellstmöglich die volksfeindlichen
Handlungen anzuprangern, um nicht gleichermaßen Caparrosos Schicksal zu
teilen.
Quelle:
E-Mail des Informationsbüros der KP der Philippinen an die Redaktion |