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Weltgewerkschaftsbund
erklärt:
DIE
WELTWIRTSCHAFTSKRISE ZAHLEN DIE ARBEITER
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Genf,
25. Februar
2009, Tribuna Popular TP. – Die Internationale Arbeitsorganisation
(IAO) machte deutlich, dass im Weltmaßstab ca. 51 Millionen Arbeitsplätze
bis Ende dieses Jahres 2009 verschwunden sein können. Dies bedeutet,
dass 230 Millionen Arbeiter in aller Welt Lohn und Brot noch in diesem
Kalenderjahr verlieren könnten. Die Arbeitslosigkeit trägt die
Handschrift der ungelösten gesellschaftlichen Probleme und führt vor
allem zur Verschlechterung der Lebensqualität. Dies heißt, dass die
Einkommen und beispielsweise Wohnverhältnisse vieler Familien in Gefahr
sind und große Massen der Arbeiter verelenden werden.
Gegenüber
der Vertiefung dieses unkontrollierbaren Problems schlägt die IAO
Rettungspläne für die Familien der unteren Einkommensgruppen vor, von
denen viele mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen. Das
Fehlen von Arbeitsplätzen und die Bedürfnisse der Haushalte zwingen
viele Kinder zum Verlassen der Schulbildung, um zu arbeiten und ihren
Familien zu helfen. Was dann andererseits ihre Chancen für ihr künftiges
Leben verschlechtert.
Das
heute zu verzeichnende Phänomen stürzt Millionen Arbeiter in tiefe
Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Es betrifft nicht nur die armen Länder
oder die sogenannte „dritte Welt“. Laut Weltbank stürzen immer mehr
Menschen in den sogenannten entwickelten Ländern in die Verelendung ab.
Das heißt, dass die Beschäftigungskrise weltumspannend ist und mehr
jene in Mitleidenschaft zieht, die sich immer „auf der Sonnenseite“
wähnten.
Diesbezüglich
meinte der Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, dass die führenden
Volkswirtschaften sich in einer tiefgreifenden Depression befinden. Er
unterstrich, dass das Schlimmste erst noch bevorstehen würde.
Eine
Tatsache, die man sich vergewärtigen muss angesichts der Vertiefung der
Krise, ist der Umstand, dass immer mehr Länder ihre Türen für
Migranten verschließen. Wie es immer geschieht, suchen diese Migranten
den Ausweg aus der Misere ihrer Nationen durch den Versuch, in anderen Ländern
Arbeit zu finden.
Der
Weltgewerkschaftsbund (WGB) ruft dazu auf, am 1. April 2009 weltweit
dagegen zu protestieren, dass die Weltwirtschaftskrise jene bezahlen
sollen, die sie nicht hervorgerufen haben: die Arbeiter.
Quellen:
Tribuna Popular, Granma, Rebelión. |