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Michael
Moore protestiert aktiv mit im US-Bundesstaat Wisconsin
„MADISON
IST NUR DER ANFANG“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Havanna,
5. März 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online am 7. März 2011) –
Der Filmemacher Michael
Moore rief die Einwohner von Wisconsin dazu auf, gegen die von den
Republikanern unterstützte Initiative zu kämpfen, weil diese
gesetzlichen Vorhaben darauf abzielen, den öffentlich Beschäftigten so
gut wie alle ihre gewerkschaftlichen Rechte abzuerkennen.
Michael
Moore hielt eine Rede vor Tausenden Menschen auf einer Demonstration am
vergangenen Sonnabend vor dem Capitol von Wisconsin, wo die
Demonstrationsteilnehmer nach seit fast drei Wochen anhaltenden
Protesten angekommen waren.
„Madison
ist nur der Anfang“, rief Michael Moore den Menschen zu und bezog sich
dabei auf die Hauptstadt des US-Bundesstaates Wisconsin, Madison. Die
Menschenmenge bekundete starken Beifall für Michael Moore, als er die
Protestierenden aufforderte, ihren Kampf gegen die Initiative des
republikanischen Gouverneurs Scott Walker fortzusetzen und den
Widerstand der US-Arbeiter und -Angestellten mit dem Aufstand in Ägypten
verglich. Auch dankte Michael Moore den 14 Senatoren der Demokratischen
Partei, die aus dem Bundesstaat geflohen waren, um eine Abstimmung über
den Gesetzentwurf zu verhindern. Moore sagte, dass ihr Handeln in die
Geschichte eingehen wird.
„Wir
werden das hier gemeinsam schaffen. Gebt nicht auf, bitte, gebt nicht
auf“, rief Moore den Demonstrationsteilnehmern zu.
Die
Polizei informierte, dass ca. 70.000 Menschen am Massenprotest vom 19.
Februar 2011 teilnahmen. Eine weitaus größere Menschenmenge
demonstrierte an diesem 26. Februar 2011.
Moore
sagte, dass die Reichen es zu weit getrieben hätten, erst das Geld der
Arbeiterklasse einzustecken und dann den Arbeitern ihre Seele zu nehmen
und sie am Verhandlungstisch niederzuschlagen.
Die
begeisterte Menschenmenge schrie laut „Thank you“, bevor Moore seine
Rede begann. Und er antwortete ihnen: „Alle US-Amerikaner danken dir,
Wisconsin!“
Walker
hatte geäußert, dass die Initiative notwendig sei, um zu helfen, das
Defizit im Haushalt zu verringern, welches er auf 3,6 Milliarden Dollar
bis Mitte 2013 ansteigen sieht. Seine Gegner meinen, dass mit dieser
Initiative die Gewerkschaften geschwächt werden sollen.
Die
Verhandlungen zwischen den Demokraten und den Republikanern scheiterten
am vergangenen Donnerstag, obwohl sie miteinander noch die Gesprächskontakte
aufrechterhalten. Dies sagte Senator Tim Cullen, einer der Demokraten,
die aus dem US-Bundesstaat Wisconsin flüchteten. Cullen sagte, dass es
für alle Seiten schwierig ist, zu einer Übereinkunft zu kommen. Die
Demokraten wollen ihre Unterstützung bei ihrer Sympathisantenbasis
nicht einbüßen. Und Walker will nicht als schwach erscheinen, wenn er
zurückrudert.
(Mit
Information von AP)
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/
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Michael
Moore publizierte am 5. März 2011 auf seiner
Homepage:
„Amerika
ist NICHT kaputt“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
auf
Kommunisten-online vom 9. März 2011 – Im Gegensatz zu dem, was
jene Machthaber Euch glauben machen wollen, damit Ihr Eure Rente
aufzugeben, Eure Löhne zu kürzen und Euer Leben wie einst Eure Großeltern
einzurichten habt, - ist Amerika nicht kaputt! Nicht völlig kaputt! Das
Land ist überschwemmt mit Reichtum und Geld. Nur ist es eben nicht in
Euren Händen. Es ist weitergeleitet worden. Mit dem größten Raubzug
in der Geschichte ist es von den Arbeitern und Verbrauchermassen an die
Banken und die Portfolios der
Superreichen weitergeleitet worden.
Heute
haben 400 US-Amerikaner denselben Reichtum wie die Hälfte der Masse
aller US-Amerikaner zusammengenommen.
Lasst
mich dies noch einmal sagen: 400 obszön reiche Menschen. Die meisten
von ihnen profitierten in irgendeiner Weise aus der
„Multi-Millionen-Dollar-Steuergelder-Rettungsaktion“ von 2008. Jetzt
haben diese 400 superreichen US-Amerikaner so viel Beutegeld, Beutegüter
und Eigentum wie das gesamte Vermögen von 155 Millionen US-Amerikanern
zusammengenommen. Wenn Ihr Euch nicht selbst dazu bringen könnt, dies
einen finanziellen Staatsstreich zu nennen, dann seid Ihr einfach
derzeit nicht ehrlich gegenüber dem, was Ihr in Eurem Herzen wisst und
Euch selbst ehrlich eingesteht.
Und
ich kann verstehen, warum. Uns einzugestehen, daß wir eine kleine
Gruppe von Menschen mit dem gehorteten Großteil des unsere Wirtschaft
am Laufen haltenden Reichtums haben türmen lassen, würde bedeuten, daß
wir die demütigende Nachricht akzeptieren müssten, daß wir in der Tat
unsere kostbare Demokratie an die im Geld schwimmende Elite ausgeliefert
haben. Wall Street, die Banken und die
Fortune-500-ReichstenKonzernherren steuern jetzt diese Republik. Und bis
zu diesem vergangenen Monat hat sich der Rest von uns völlig hilflos
gefühlt. Unfähig, einen Weg zu finden und dem irgendwie zu begegnen.
Ich
habe nichts weiter als einen Highschool-Abschluss. Aber damals, als ich
in der Schule war, musste jeder Schüler ein Semester in
Wirtschaftskunde machen, um seinen Abschluss zu bekommen. Und hier fand
sich, was ich gelernt habe: Geld wächst nicht auf Bäumen. Es wächst,
wenn wir Dinge produzieren. Es wächst, wenn wir gute Arbeitsplätze mit
guten Löhnen haben, die wir einsetzen, um die Dinge zu kaufen, die wir
brauchen, und somit mehr Arbeitsplätze schaffen. Es wächst, wenn wir
ein hervorragendes Bildungssystem bereitstellen, damit dann eine neue
Generation der Erfinder, Unternehmer, Künstler, Wissenschaftler und
Denker heranwächst, die mit der nächsten großartigen Idee für den
Planeten aufwarten. Und daß neue Ideen neue Arbeitsplätze schaffen, daß
dies dann Einnahmen für den Staat schafft.
Aber
wenn jene, die das meiste Geld haben, ihren fairen Anteil an Steuern
nicht zahlen, dann kann der Staat nicht funktionieren. Die Schulen können
nicht die besten und die hellsten Köpfe hervorbringen, die daran gehen
werden, jene Arbeitsplätze zu schaffen. Wenn die Reichen das Meiste von
ihrem Geld für sich behalten, - und wir haben gesehen, was sie damit
tun werden: Fahrlässig damit herumspielen auf den verrückten Wall
Street - Plätzen und unsere Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Der
Zusammenbruch, den sie hervorgerufen haben, kostet uns Millionen
Arbeitsplätze. Dies verursachte auch eine Minderung der Einnahmen. Und
die Bevölkerung musste letztlich darunter leiden, weil sie ihre Steuern
senkten, weil sie unsere Arbeitsplätze zerstörten und Reichtum aus dem
System entnahmen, ihn aus der Verteilung herausnahmen.
Die
Nation ist nicht kaputt, meine Freunde. Wisconsin ist nicht kaputt. Das
ist Teil der Großen Lüge! Das ist eine der drei größten Lügen des
Jahrzehnts: Amerika/Wisconsin ist kaputt, Iran hat
Massenvernichtungswaffen, die Packers können den Super Bowl nicht ohne
Brett Favre gewinnen!
Die
Wahrheit ist, daß es Mengen an Geld für alle gibt. MENGEN! Es ist nur
so, daß die in verantworlichen Positionen Sitzenden den Reichtum in
einen tiefen Brunnen abgezweigt haben, welcher sich in ihren gut
bewachten Prachtvillen befindet. Sie wissen, daß sie Verbrechen
begangen haben, um dies geschehen zu lassen. Und sie wissen, daß Ihr
eines Tages etwas von jenem Geld zu sehen bekommen wollt, welches
eigentlich Euer Geld ist.
Somit
haben sie für ein paar hundert Politiker im ganzen Land gezahlt und sie
gekauft, um ihnen das Geschäft zu besorgen. Aber auch für den Fall, daß
dies nicht läuft, haben sie längst ihre geschlossenen
Reichensiedlungen, und der Luxus-Privatjet ist immer vollgetankt, die
Maschinen laufen ständig in Erwartung jenes Tages, von dem sie hoffen,
daß er niemals kommt. Um jenen Tag im Vorfeld abzuwenden, an dem das
Volk sein Land zurückfordert, haben die Reichen zwei ganz schlaue Dinge
getan:
1.
Sie kontrollieren das Nachrichtenwesen. Durch Besitz der meisten Medien
haben sie viele Amerikaner meisterhaft mit wenigen Mitteln davon überzeugt,
ihre Version des Amerikanischen Traums zu kaufen und für ihre Politiker
zu stimmen.
Ihre
Version des Traums besagt, daß Ihr auch möglicherweise eines Tages
reich sein könnt. Das ist Amerika, wo alles geschehen kann, wenn Ihr
nur selbst es anpackt! Sie haben Euch einfach mit glaubwürdigen
Beispielen angefüttert, um Euch zu zeigen, wie ein armer Junge ein
reicher Mann werden kann, wie das Kind einer alleinstehenden Mutter in
Hawaii Präsident werden kann, wie ein Bursche mit einem
Highschool-Abschluss ein erfolgreicher Filmemacher werden kann. Diese
Stories werden sie Euch immer und immer wieder vorspielen, den ganzen
lieben langen Tag lang, so daß Ihr am Ende Eure Pläne durchkreuzen
wollt, weil Ihr, jawohl, Du auch, eines Tages reich sein könntet, Präsident
sein könntet, ein Oscar-Gewinner sein könntet. Die Botschaft ist
deutlich: Haltet Euren Kopf gesenkt, die Nase immer schön am
Schleifstein, bringt das Boot bloß nicht ins Wanken und seid sicher, für
die Partei zu stimmen, die den reichen Mann schützt, der Ihr ja eines
Tages sein könntet.
2.
Sie haben eine Giftpille geschaffen, von der sie wissen, daß Ihr sie
niemals einnehmen wollt. Das ist ihre Version der gegenseitig
zugesicherten Zerstörung. Und als sie drohten, diese Waffe der massiven
wirtschaftlichen Vernichtung im September 2008 zu ziehen, da schauten
wir nur drein. Weil die Wirtschaft und der Aktienmarkt ins Schleudern
kamen und die Banken von einem weltweiten Schneeballsystem erfaßt
worden waren, zog die Wall Street diese Drohung heraus: Entweder die
Hand auf Milliarden Dollars von den US-amerikanischen Steuerzahlern,
oder wir werden diese Wirtschaft zusammenstürzen lassen bis direkt
runter auf den Boden. Blecht das alles oder Goodbye Guthabenkonten!
Goodbye Renten! Goodbye Finanzministerium der Vereinigten Staaten!
Goodbye Arbeitsplätze und Haus und Zukunft!
Das
war schrecklich furchteinflößend, und die Angst trieb aus jedem die
Scheiße raus. „Hier bitte! Nehmt unser Geld! Wir tun nichts. Wir
werden sogar noch mehr für Euch drucken. Nehmt es doch einfach! Aber
lasst uns bitte am Leben, BITTE!“
Die
Führungskräfte in den Sitzungsräumen und Hedge Fonds konnten ihr Gelächter,
ihre Fröhlichkeit nicht mehr zurückhalten. Und binnen drei Monaten
schrieben sie sich gegenseitig gigantische Prämienschecks aus und
staunten, wie perfekt sie eine Nation voller Trottel mitgespielt hatten.
Millionen verloren ihre Arbeitsplätze so oder so, und Millionen
verloren ihre Häuser. Aber es gab keinen Aufstand (siehe 1).
Bis
jetzt! Am Wisconsin-Fluß! Niemals ist jemand vom Michigan-Fluß glücklicher
gewesen, mit Euch einen großen, großartigen See gemeinsam zu haben.
Ihr
habt den schlafenden Riesen geweckt, als welcher das arbeitende Volk der
Vereinigten Staaten von Amerika bekannt ist. Genau jetzt schwanken die
Erde und der Boden unter den Füßen derer in verantwortlichen
Funktionen. Eure Botschaft hat das Volk in allen 50 Bundesstaaten
angesprochen. Und diese Botschaft lautet: WIR HABEN ES SATT! Wir lehnen
jeden ab, der uns erzählt, das Amerika kaputt ist und kaputt geht.
Genau das Gegenteil stimmt! Wir sind reich an Talenten und Ideen und
harter Arbeit und, jawohl, an Liebe. Liebe und Mitleid für jene, die
aus eigener Schuld oder nicht als die Letzten unter uns sind. Aber noch
immer sehnen sich nach dem, wonach wir alle uns sehnen: Unser Land zurück!
Unsere Demokratie zurück! Unser guter Name zurück! Die Vereinigten
Staaten von Amerika. NICHT die Konzern-Staaten von Amerika. Die
Vereinigten Staaten von Amerika!
Also,
wie bekommen wir dies hin? Gut, wir machen das mit ein bisschen Ägypten
hier, ein bisschen Madison dort. Und lasst uns einen Augenblick
innehalten und uns daran erinnern: Es war ein armer Mann mit einem
Obststand in Tunesien, der sein Leben gab, damit die Welt ihre
Aufmerksamkeit darauf richten könnte, wie eine von Milliardären für
Milliardäre arbeitende Regierung ein Beleidigung gegen die Freiheit und
Moral und Menschlichkeit ist.
Dank
Euch, Wisconsin! Ihr habt das Volk erkennen lassen, daß dies unsere
letzte beste Chance war, die letzte Drohung aufzugreifen mit dem, was übriggeblieben
ist von dem, was wir als Amerikaner sind. Seit drei Wochen habt Ihr in
der Kälte gestanden, auf dem Boden geschlafen, seit Ihr rübergekommen
aus den Stadt nach Illinois - was auch immer es Euch abforderte, Ihr
habt es geschafft.
Und
eines ist ganz gewiss: Madison ist nur der Anfang! Die selbstgefälligen
Reichen haben es zu weit getrieben. Sie konnten sich schon nicht mehr
mit dem Geld zufrieden geben, welches sie aus der Staatskasse geplündert
haben. Sie konnten schon nicht mehr befriedigt werden durch einfaches
Dichtmachen von Millionen Arbeitsplätzen und deren Versand nach Übersee,
um irgendwo die Ärmsten auszubeuten. Nein, sie mussten noch mehr haben
- noch etwas mehr als alle Reichen in der Welt. Sie mussten unsere Seele
haben. Sie mussten uns unsere Würde nehmen. Sie mussten uns das Maul
schließen und uns abschalten, so daß wir nicht mal mehr an einem Tisch
mit ihnen sitzen konnten und mit ihnen verhandeln konnten über so
einfache Dinge wie Klassenraumgröße oder kugelsichere Westen für
jeden im Polizeidienst oder lasst einen Piloten doch ein paar extra
Stunden Schlaf bekommen, damit er oder sie ihre Arbeit machen können -
ihre Arbeit für 19.000 Dollar Jahresgehalt.
Das
ist die Summe, die einige Anfängerpiloten bei
Pendler-Fluggesellschaften verdienen. Möglicherweise fliegen derzeit
die Anfängerpiloten Leute hierher nach Madison. Aber der Anfägnerpilot
versucht nicht mal, eine bessere Bezahlung zu bekommen. Alles, um was er
bittet, daß er nicht in seinem Auto am Flughafen O'Hare zwischen den
Schichten schlafen muß. Da sehen wir, auf welches verächtlich niedrige
Niveau wir gesunken sind. Die Reichen konnten sich nicht damit zufrieden
geben, diesem Mann nur 19.000 Dollar pro Jahr zu zahlen. Sie wollten ihm
auch noch seinen Schlaf wegnehmen. Sie wollten ihn erniedrigen und
entmenschlichen. Schließlich ist er nur ein weiterer Waschlappen.
Und
das, meine Freunde, ist Konzern-Amerikas verhängnisvoller Irrtum. Aber
indem sie derzeit versuchen, uns kaputtzumachen, haben sie einer
Bewegung zur Geburt verholfen - einer Bewegung, die eine Massenbewegung
derzeit wird, einem nichtgewalttätigen Aufstand quer durch das ganze
Land.
Wir
alle wussten, daß es da eines Tages eine Bruchstelle geben musste. Und
dieser Punkt ist jetzt erreicht. Viele Leute in den Medien begreifen das
nicht. Sie sagen, daß sie überrascht wurden von Ägypten, dies nicht
hatten kommen gesehen. Jetzt agieren sie überrascht und sprachlos darüber,
daß in den letzten drei Wochen in diesem brutalen Winterwetter so viele
Hunderttausende nach Madison rübergekommen sind. „Warum stehen sie
alle da draußen in der Kälte?“ Ich meine, dass es da jene Wahl im
November gab. Und das war angeblich, was es war!
„Da
geschieht gerade etwas hier. Und Ihr wisst nicht, was das ist. Stimmt's...?“
Amerika
wird nicht kaputt gehen! Die einzige Sache, die kaputt ist, ist der
moralische Kompass der Herrschenden. Und wir wollen jenen Kompass in
Ordnung bringen und von jetzt an selbst das Schiff steuern.
Vergesst
niemals: Solange die Verfassung von uns noch steht, ist es eine Person,
eine Stimme. Und das ist die Sache, die die Reichen am meisten
hinsichtlich Amerika hassen - weil selbst wenn sie scheinbar alles Geld
und alle Karten besitzen, nehmen sie widerwillig diese unerschütterliche
grundlegende Tatsache zur Kenntnis: Es gibt mehr von uns als von ihnen!
Madison,
zieht Euch nicht zurück! Wir sind mit Euch. Wir werden gemeinsam
siegen!
Quelle:
http://www.michaelmoore.com/words/mike-friends-blog/america-is-not-broke
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Bürgerlich-reaktionäre Klassenjustiz
in den USA
WISCONSINS
SENAT BESCHLIESST ENTRECHTUNG DER ARBEITER
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Havanna,
9. März 2011, Cubadebate. (auf Kommunisten-online vom 11. März 2011)
– Der Senat des US-Bundesstaates Wisconsin beschloss an diesem
Mittwoch mit 18 Stimmen bei einer Gegenstimme die Beseitigung des
Rechtes der Staatsbediensteten auf kollektive Verhandlungen. Dies ist
der bisherige Schlusspunkt eines Streits um gewerkschaftliche Rechte,
welcher den Bundesstaat seit Wochen lähmt.
Bisher
befand sich die von Gouverneur Scott Walker von der Republikanischen
Partei vorgeschlagene Maßnahme, wonach ein hartes
Kostensenkungsprogramm zum Begegnen des Haushaltsdefizits von 137
Milliarden Dollars mit Beseitigen gewerkschaftlicher Rechte für die
Staatsbediensteten einhergehen soll, in der Diskussion des Gesetzgebers,
der Legislative.
Um
zu verhindern, dass der Vorschlag dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt
werden kann, hatten die 14 Senatoren der Demokratischen Partei, die im
Senat die Minderheit bilden, diesen Bundesstaat seit drei Wochen
verlassen. Damit gab es nicht die nötige Zahl von Kongressmitgliedern
im Oberhaus, um die Abstimmung durchführen zu können. Am Ende fand die
Mehrheit der Kongressmitglieder aus Angehörigen der Republikanischen
Partei am Mittwoch ein gesetzliches Schlupfloch, um die Abstimmung über
diese Maßnahmen durchzusetzen.
Es
wurden die Haushaltsbestimmungen abgetrennt, welche laut Gesetz die
Anwesenheit der Senatoren von der Demokratischen Partei erfordert hätten,
so dass ausschließlich über die gewerkschaftlichen Rechte der
Staatsbediensteten abzustimmen war, was dann rein rechtlich als möglich
angesehen wurde. Als außerhalb des Kongresses bei den Menschenmassen in
Wisconsin die Abstimmung bekannt wurde, gab es massenhaft laute Sprechchöre,
die „Pfui“ skandierten. Damit machten die protestierenden
Menschenmengen ihr Eintreten für die gewerkschaftlichen Rechte
deutlich, wie die Medien vor Ort berichteten.
Walker
war zufrieden, weil sie „den Staat vorangebracht“ hatten
In
einer Pressemitteilung zeigte Walker seine Befriedigung über die
Initiative und erklärte, dass „um den Staat voranzubringen, zolle ich
dem heutigen Handeln der Legislative Beifall, weil dies den toten Punkt
überwunden hat und den Weg in die richtige Richtung freimacht, was ermöglicht,
den Haushalt auszugleichen und die Regierung zu reformieren.“
Unterdessen
erklärte der Sprecher der Minderheit aus Senatoren der Demokratischen
Partei, Mark Miller, dass die 14 „flüchtigen“ Senatoren in den
Bundesstaat zurückkehren werden. Er führte aber nicht näher aus, wann
dies geschehen wird.
Das
Unterhaus hat vorgesehen, über die vom Senat beschlossene Maßnahme
morgen abzustimmen. Was der letzte Schritt ist, bevor sie dem Gouverneur
zur Verkündung vorgelegt wird.
Auch
Ohio
Die
Maßnahme von Walker hat auch andere US-Bundesstaaten erfaßt, wo die
Gouverneure aus der Republikanischen Partei Budgets mit großen
Defiziten verwalten. Darunter Ohio, dessen Senat einen Gesetzentwurf
angenommen hat, der die Rechte von ca. 300.000 Staatsbediensteten
einschränkt.
Der
Gesetzentwurf in Wisconsin führte zu Massendemonstrationen zur Unterstützung
für die Staatsbediensteten in den gesamten USA.
Laut
den öffentlich Bediensteten wollen die Republikaner unter dem Vorwand
der Haushaltsdefizite den US-amerikanischen Arbeitern ihre Arbeitsrechte
wegnehmen.
Gerade
in Wisconsin kampierten zehntausende Menschen tagelang gegenüber dem
Capitol in der Hauptstadt dieses Bundesstaates, Madison. Sie
protestierten gegen die Maßnahme.
Der
Vorschlag von Walker bedeutet eine 180-Grad-Wende in der Tradition von
Wisconsin. Wisconsin war einer der ersten US-Bundesstaaten, der seinen
Bediensteten die gewerkschaftlichen Rechte zuerkannte.
(Mit
Information von EFE)
Foto:
Die Massenproteste greifen auf Ohio über
Quelle:
http://www.cubadebate.cu/
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