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Stellungnahme des Alejandro Lanaja Kommandos der NPA Süd-Mindanao

VERLETZTER ZIVILIST ZOSIMA TAPIA WAR MENSCHLICHER SCHUTZSCHILD DER REGIERUNGSSÖLDNER

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung des Alejandro Lanaja Kommandos der NPA Süd-Mindanao vom 6. September 2010.(auf Kommunisten-online am 11. September 2010) – Das Alejandro Lanaja Kommando der Guerilla-Front 3 in Süd-Mindanao brachte diese Stellungnahme heraus, um eine weitere Halbwahrheit der Streitkräfte der Philippinen gegenüber den Medien aufzuklären. Dabei geht es um eine Zivilperson, welche bei einem Feuergefecht zwischen Söldnerkräften des 26. Infanterie-Bataillons / Verstärkungskompanie und dem Einsatzkommando der Guerilla-Front 3 der NPA am 25. August 2010 an der Grenze des Barangay Zion in Sta. Josefa und dem Barangay Sampaguita in Veruela in der Provinz Agusan del Sur verletzt wurde.

Die von der NPA durchgeführten Ermittlungen zeigen, dass der verletzte Zivilist Zosima Tapia ein Bewohner aus Sitio Tugpan im Barangay Sampaguita der Stadt Veruela ist. Er wurde zusammen mit einem anderen Zivilisten namens Bob Devosura beim Kampfeinsatz der Streitkräfte der Philippinen als deren menschlicher Schutzschild missbraucht. Das 26. Infanterie-Bataillon missbrauchte die beiden Zivilpersonen als bezahlbare Faustpfänder in ihrem Bestreben, NPA-Kämpfer aufzuspüren. Sie postierten die Zivilpersonen direkt in die erwarteten Feuerlinien am 25. August 2010 beim Kampfeinsatz gegen die NPA. Die anrückende Söldnereinheit wurde von den kommunistischen Kämpfern zurückgetrieben. Zwei Militärangehörige und ein CAFGU-Paramilitär wurden im Feuerwechsel verwundet.

Die Streitkräfte der Philippinen haben missbräuchlich Zivilpersonen wie Tapia und Devosura insbesondere bei Kampfeinsätzen benutzt. Daher sollten die Streitkräfte der Philippinen für das aufzukommen haben, was da der Zivilperson Tapia widerfahren ist.

Wie sich bei dem Zwischenfall zeigte, haben die Streitkräfte der Philippinen mal wieder ihre völlige Missachtung des Status von Zivilpersonen bewiesen. Sie haben die Menschenrechte und internationales humanitäres Recht gröblichst verletzt, vor allem was die Kriegsregeln angeht.

Teil 4 Artikel 3 des Umfassenden Abkommens über die Beachtung der Menschenrechte und des Internationalen Humanitären Rechts (CAR-HR-IHL) verbietet die Beteiligung von Zivilpersonen oder zivilen Amtsträgern bei militärischen Einsätzen jederzeit und überall. Und die Genfer Konvention verlangt, Zivilpersonen allzeit zu schützen.

Die NPA verurteilt die Doppelzüngigkeit der Streitkräfte der Philippinen bezüglich des Zwischenfalls vom 25. August 2010. Die NPA verurteilt auf das schärfste die Standard gewordene Praxis der Streitkräfte der Philippinen, Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde in ihren militärischen Handlungen zu missbrauchen.

Immer wieder geben die Streitkräfte irreführende Berichte heraus, um ihre Hände von jeglicher Schuld reinzuwaschen, wie sich auch bei dem Zwischenfall vom 25. August 2010 zeigt. Die Streitkräfte haben die NPA auch beschuldigt, Minderjährige zu rekrutieren. Dies zu einer Zeit, wo es Tatsache ist, dass die Streitkräfte der Philippinen Minderjährige rekrutieren und für den Kampfeinsatz bewaffnen, wie es sich im Juli beim Aufgreifen des CAFGU-Minderjährigen in Monkayo, Provinz Compostela Valley, zeigte. Die Streitkräfte der Philippinen reihen auch minderjährige Lumaden in ihre paramilitärische Einsatzgruppe Gantangan-Bahani Züge langer Reichweite / Alamara in Paquibato, Davao, ein.

Ka Aris Francisco

Sprecher des Alejandro Lanaja Kommandos der NPA Süd-Mindanao

Quelle: E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion

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