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Nachruf
auf Genossen Gregorio „Ka Roger“ (1947-2011)
ROTES
GEDENKEN FÜR GENOSSEN „KA ROGER“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Mitteilung
der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) vom 9. Oktober 2011.
(auf Kommunisten-online am 13. Oktober 2011) – Die Kommunistische Partei der Philippinen veröffentlichte heute die
folgende Stellungnahme zum Ableben ihres Sprechers Genosse Gregorio „Ka
Roger“ Rosal. Die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) möchte
ihre gesamte Mitgliedschaft, alle revolutionären Kräfte und die Öffentlichkeit
allgemein darüber in Kenntnis setzen, dass der Sprecher unserer Partei,
Genosse Gregorio „Ka Roger“ Rosal, am 22. Juni des Jahres nach einer
Herzattacke im Alter von 64 Jahren in einem Guerrillagebiet verstarb.
Die
öffentliche Bekanntgabe wurde verschoben, um zu ermöglichen, dass die
zuständigen Gremien der KP der Philippinen (CPP) Genossen Ka Rogers
Tochter über den Tod ihres Vaters informieren konnten. Der umfangreiche
Einsatz der Streitkräfte verhinderte, dass die Information seine
Tochter zum Todeszeitpunkt von Genossen Ka Roger erreichen konnte.
Genossen Ka Rogers Geschwister sind auch von seinem Ableben informiert
worden.
Die
gesamte Mitgliedschaft unserer Partei, die kommunistischen Kämpfer der
Neuen Volksarmee (NPA) und die philippinischen Volksmassen trauern um
den Tod von Genossen Ka Roger. Das Zentralkomitee unserer Partei führte
ein ehrendes Gedenken an Genossen Ka Roger durch. Dabei wurde gesagt,
dass sein Leben im Dienst der Revolution dem Volk als Inspiration dienen
wird, um seine revolutionären Kämpfe fortzusetzen.
Am
15. Oktober werden alle Einheiten der NPA einen Trauerappell im Gedenken
an Genossen Ka Roger abhalten. Um genau 12 Uhr mittags werden sie zu
seinem Gedenken Salut schießen. Alle Parteizellen der KP der
Philippinen und die revolutionären Massenorganisationen werden sich
zusammenfinden, um Gedenktreffen für Genossen Ka Roger und seine Beiträge
zu den historischen revolutionären Kämpfen des philippinischen Volkes
zu veranstalten.
Die
Parteiführung und die gesamte Parteimitgliedschaft der KP der
Philippinen (CPP), alle kommunistischen Kämpfer und Kommandeure der
Neuen Volksarmee (NPA) und alle revolutionären Kräfte erweisen
Genossen Gregorio „Ka Roger“ Rosal ihr ehrendes Gedenken. Genosse Ka
Roger verstarb am 22. Juni 2011 im Alter von 64 Jahren infolge einer
Herzattacke an einer Guerrillafront in Luzón.
Genosse
Ka Roger ist seit mehr als einem Jahrzehnt Parteisprecher der KP der
Philippinen (CPP) gewesen. Zuvor war er Sprecher der Neuen Volksarmee (NPA)
in den Provinzen von Süd-Tagalog (Melito Glor - Kommando). Genosse Ka
Roger war das Gesicht und die Stimme der revolutionären Bewegung des
philippinischen Volkes. Er verkörperte den Kampf des einfachen Volkes,
- der bäuerlichen Massen, der Arbeiter, der Armen in den Städten, der
Angestellten und der kleinen Freiberufler, die das innige Streben nach
Befreiung aus dem herrschenden System haben, welches sie unterdrückt
und ausbeutet.
Als
Parteisprecher der Kommunistischen Partei der Philippinen war er der Überbringer
der guten Nachrichten über die Revolution. Seine Stimme feuerte den Mut
der kommunistischen Kämpfer und der kämpfenden Volksmassen gleichermaßen
an. Die Unterdrückten und Niedergetretenen sahen ihn in ihrem Durst
nach Gerechtigkeit als Leitfigur beim Vorbringen ihrer Anklagen.
Wie
die Mehrheit der Filipinos wuchs Genosse Ka Roger unterdrückt und
verarmt auf dem Lande auf. Er wurde am 19. April 1947 im Ortsteil
Talaibon von Ibaan in Batangas geboren. „Goring“ war der nun
verstorbene Dritte von sechs Geschwistern mit den Namen Nicetas,
Bernardo, Felecidad, Emilia und Remedios. Der Vater von ihnen, Pablo
Rosal, und ihre Mutter, Crispina Crusat, waren Pächter. Sie dienten
einem kleinen Grundbesitzer, dessen Felder hauptsächlich mit Zuckerrohr
bepflanzt wurden. Sein Vater kochte und rührte den Zuckerrohrsaft zu
Muscovado-Zucker, während seine Mutter sich um das Feuer kümmerte.
Seine Familie gehörte zu der mittleren Schicht der
Pachtbauern und unterstützte die Aufrufe zur revolutionären Veränderung.
Schon
in jungen Jahren war Genosse Ka Roger Zeuge der Armut in einem
Ausbeuter- und Unterdrückersystem. Bereits als Kind arbeitete Genosse
Ka Roger hart, um seiner Familie zu helfen. Von der Grundschule bis zum
zweiten Jahr in der Oberschule war er acht Jahre lang als Hausdiener
beim Grundbesitzer tätig. Er wurde ein begeisterter Radiohörer und las
Comics zum Zeitvertreib. Die Armut zwang ihn etliche Jahre zur
Beendigung seines Schulbesuchs. Um seine Schulbildung fortzusetzen, knüpfte
er Moskitonetze und andere Produkte, wofür er sich das Material auf
Kredit von Kredithaien kaufte. Er reiste weit und breit in die
verschiedenen Provinzen. Wohin er kam, überall sah er dasselbe Gesicht
voller Armut und Unterdrückung.
1971,
im Alter von 24 Jahren, schaffte er es, bei einem der Golden Gate
Colleges in der Stadt Batangas zu beginnen. In jener Zeit gärte es
unter den Jugendlichen und Studenten in Manila und in den anderen Städten
des Landes.
Beim
Herumfahren zum Verkauf seiner Waren traf Genosse Ka Roger hin und
wieder auf Demonstrationen und lauschte den Sprechern. Er begann, sich
den Straßenprotesten anzuschließen. Er studierte intensiv die
Geschichte und die gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen.
Genosse Ka Roger wurde ein Mitglied der Kabataang Gabay ng Bayan, einer
Gruppe von politisch Aktiven in Batangas. Später schloß er sich den
Kabataang Makabayan* an.
Durch
sein Studium der Gesellschaft und seine Verbundenheit mit den
Volksmassen gelang ihm, sein Verständnis für die Wurzeln der vom Volke
erlittenen Armut und Unterdrückung zu vertiefen. Allmählich reifte
seine Entschlossenheit, Teil der historischen Bewegung zu werden, die
das Gesicht der Gesellschaft verändern und ein neues Kapitel im Leben
des Volkes aufschlagen würde.
Als
das Kriegsrecht 1972 verhängt wurde, beschloß Genosse Ka Roger, sein
Engagement für den revolutionären Kampf fortzusetzen. Er wurde Teil
einer Gruppe, die damit betraut war, die Arbeiter der Zuckerfabrik in
Balayan, Batangas, zu organisieren. Im Juli 1973 wurde er vom Feind
festgenommen und in einem Militärstandort in Kuomintang in der Stadt
Batangas eingekerkert. Später wurde er in den Militärstandort Vicente
Lim in Canlubang, Calamba, Laguna, überstellt. Fest entschlossen,
weiterhin für die Revolution zu arbeiten, brach er mit neun weiteren führenden
Parteikadern aus der Region im November 1973 aus der Gefangenschaft aus,
was als „die große Flucht“ bekannt wurde.
Nach
der Flucht der Genossen aus der Gefangenschaft schlugen Genosse Ka Roger
und seine anderen Genossen den Weg der bewaffneten Revolution auf dem
Lande ein. Genosse Ka Roger wurde Teil der Guerrillafront, die an der
Grenze von Laguna und Quezón entlang der Berge der Sierra Madre
errichtet worden war. Dies war die sogenannte Larangan ng Kagitingan
oder Front des Heldentums.
Unter
der Führung von Genossen Ka Lorena Barros wurden die Genossen Ka Roger
und andere Genossen 1974 auf die Insel Mindoro gesandt, um dort in der
Gesellschaft Untersuchungen anzustellen und die Ausdehnung des
revolutionären bewaffneten auf diese große Insel vorzubereiten.
1975-76
wurde Genosse Ka Roger Teil der ersten Organisationsgruppe in der Zone
Quezón-Bicol, welche das Voranschreiten des Volkskriegs in der Provinz
Camarines Norte leitete. Gelegentlich leitete er das im Gebiet
bestehende Guerrillafront-Komitee.
In
den folgenden Jahren wurde Genosse Ka Roger Teil der Geschichte der
revolutionären Ausdehnung und Entwicklung in ganz Süd-Luzón,
insbesondere in der Region Süd-Tagalog. 1980-81 faßte die
Gebietsparteileitung für die Region Süd-Luzón den Beschluß, das
Gebietsparteikomitee Süd-Tagalog für die Provinzen Laguna, Batangas,
Cavite und Rizal einzurichten. Genosse Ka Roger wurde dort zum
stellvertretenden Sekretär für Bildung ernannt. Als die Süd-Quezón-Guerrillafront
später unter die Struktur des Gebietsparteikomitees Süd-Tagalog kam,
spielte Genosse Ka Roger eine Hauptrolle bei der Ausdehnungsarbeit in Süd-Quezón
und auf der Halbinsel Bondoc. Nach wenigen Jahren wurde er Parteisekretär
der Guerrillafront Laguna-Nordquezón-Ostrizal.
Unter
seiner Führung kam der bewaffnete Kampf und kamen die Massenkämpfe in
diesen Gebieten voran. Die Gebiete Quezón-Bicol, Süd-Quezón und die
Halbinsel Bondoc spielten Schlüsselrollen beim Ausdehnen und Festigen
der Revolution in den anderen Teilen der Region Bicol und Süd-Tagalog.
Der Massenkampf und die Massenaktionen, die in diesen Gebieten
eingeleitet wurden, spielten eine Hauptrolle beim Beleben der
landesweiten Protestaktionen zu Beginn der 1980er Jahre. 1985 wurde
Genosse Ka Roger als viertes Mitglied des Gebietsparteikomitees Süd-Tagalog
eingesetzt. Ein Jahr später war er gewähltes Mitglied des Regionalen
Exekutivkomitees und des Regionalsekretariats unserer Partei.
Zu
jener Zeit traf Genosse Ka Roger die Genossin Ka Soly (Rosemarie
Dumanais), die später seine Ehefrau werden sollte. Genossin Ka Soly war
damals eine junge kommunistische Kämpferin. Sie hatten zwei Kinder
zusammen, die sie innigst liebten, und welche sie ihren Verwandten und
Freunden anvertrauten. Auch wenn ihre Töchter weit entfernt von ihnen
aufwuchsen, kümmerten sich die Genossen Ka Roger und Ka Soly um ihr
Wohl und ihre Sicherheit.
1989
befahl der Oberbefehlshaber der Streitkräfte in Süd-Luzon, General
Alejandro Galido, faschistischen Agenten die gewaltsame Entführung von
Andrea, der ältesten Tochter der Genossen Ka Roger und Ka Soly, aus dem
Haus ihrer Großmutter in Ragay, Camarines Sur. Die Streitkräfte
wollten damit Genossen Ka Roger zur Kapitulation zwingen. Anstatt sich
deren Druck zu beugen, brachte Genosse Ka Roger dieses abscheuliche
Verbrechen mutig in die Medien. Das Militär wurde gezwungen, angesichts
des öffentlichen Aufschreis Andrea freizulassen.
Genosse
Ka Roger war Zeuge der großen Fortschritte der revolutionären Bewegung
in Süd-Tagalog. Aber er war auch Zeuge einer der dunkelsten Episoden in
ihrer Geschichte. 1988 startete die Region die „Operation Missing
Link“. Dies war eine Kampagne innerhalb der Partei und der revolutionären
Bewegung vor Ort gegen die tief in die Bewegung eingedrungenen Agenten
des Gegners, welche jedoch zu Verletzungen der demokratischen Rechte führte.
Auch wenn Genosse Ka Roger keine direkte Rolle bei der Inhaftierung, dem
Foltern und Töten einer Anzahl von Opfern hatte, so war er dennoch
unter jenen, die kritisiert wurden und sich Disziplinarmaßnahmen
stellen mußten, weil er als einer der führenden Parteikader
verantwortlich war und es sein Fehler war, keinen Standpunkt gegen die
Hysterie eingenommen zu haben. Mit aller Konsequenz übte Genosse Ka
Roger Selbstkritik.
Als
er später in der Region Laguna eingesetzt wurde, wo die „Operation
Missing Link“ hauptsächlich durchgeführt wurde, erinnerte er die
kommunistischen Kämpfer stets daran, sich mitfühlend bei den Angehörigen
der Opfer zu entschuldigen. Die Wunden verheilten teilweise. Und der
revolutionäre Massenkampf an der Guerrillafront kam voran.
Was
Genosse Ka Roger auch in seinem persönlichen und politischen Leben
widerfuhr, er verzweifelte niemals. Er erfüllte stets seine Aufgaben,
so gut er es vermochte. Darüber hinaus leistete er herausragende Beiträge
auf dem Gebiet der Propaganda.
Als
ein führender Genosse unserer Partei wußte er sehr wohl von der
Bedeutung der propagandistischen Arbeit für die Entwicklung der Kämpfe
des Volkes. Genosse Ka Roger war ein Pionier bei der Nutzung des Radios
und der anderen Massenmedien für die aktive Propagandatätigkeit.
1986
wurde er erstmals als „Ka Roger“ bekannt, als er die Freilassung von
Kriegsgefangenen in Quezon überwachte. 1987 war er als Sprecher der
National-Demokratischen Front (NDF) in Süd-Tagalog in den
Friedensverhandlungen mit der Regierung der Philippinen tätig. In den
darauffolgenden Jahren trat er als Sprecher des Melito Glor - Kommandos
der NPA unermüdlich vor die Massenmedien, um dort die Auffassungen
unserer Partei und der NPA zu verschiedenen Themen zu erläutern. Er
leitete auch die Herausgabe von Kalatas, einer revolutionären Zeitung
in Süd-Tagalog, sowie Sendungen von Radyo Pakikibaka, dem revolutionären
Radiosender der Region.
1993
wurde Genosse Ka Roger als Parteisprecher der Kommunistischen Partei der
Philippinen (CPP) eingesetzt. Zu seinen erstrangigen Aufgaben gehörte
es, die Zweite Große Korrekturbewegung auf dem Gebiet der Propaganda
voranzubringen. Er ging entschlossen daran, die konterrevolutionären
Abtrünnigen, die der Korrekturbewegung widersprachen und die Partei
verleumdeten, in politische Kämpfe zu verwickeln.
Genosse
Ka Roger wurde 2001 in der Propagandakommission unserer Partei
eingesetzt und wirkte dort als stellvertretender Parteisekretär. Er war
als Parteisprecher unserer Partei tätig und half zugleich mit, die
regelmäßige Ausgabe der Parteizeitung Ang Bayan sowie die Arbeit im
Online-Netzwerk der philippinischen Revolutionszentrale und Sine
Proletaryo, das Video-Projekt unserer Partei, zu leiten. Mehr als ein
Jahrzehnt lang arbeitete Genosse Ka Roger als Parteisprecher und leitete
er das Informationsbüro der KP der Philippinen (CPP). Von VHF-Radios
bis zu modernen Mobiltelefonen nutzte er alle Methoden der Verbindung zu
den Massenmedien, um landesweit Meldungen von den Guerrillafronten zu übermitteln.
Genosse
Ka Rogers Stimme und seine einfachen Erklärungen für komplexe Themen
wurden täglich mit Spannung von den kommunistischen Kämpfern und vom
einfachen Volk im ganzen Land erwartet. Sein einfacher Stil beim Erläutern
des Standpunktes unserer Partei war äußerst massenwirksam und half dem
Volk, die Probleme tiefgreifender zu begreifen und sein politisches Bewußtsein
zu heben. Er entlarvte stets die Lügen, die von den reaktionären
Stimmen ausgespien wurden, insbesondere die des faschistischen Sprechers
der Streitkräfte der Philippinen, die endlos ein Ausweichmanöver nach
dem anderen ausheckten. Daher war er den Reaktionären äußerst verhaßt.
Genosse
Ka Roger lud Reporter, Rundfunkjournalisten und Publizisten aus dem
Medienbereich in die Guerrillagebiete ein, damit sie selbst die
Wirklichkeit der revolutionären Bewegung sehen konnten und begreifen
konnten, wie die revolutionäre Bewegung vom philippinischen Volk
entwickelt wird. In den revolutionären Gebieten lernte man Genossen Ka
Roger als einen einfachen Menschen kennen. Die Menschen hörten ihm so
aufmerksam zu, wie er ihnen zuhörte, wenn sie ihm ihre Probleme und
Lebensnöte schilderten. Genosse Ka Roger erwarb sich Achtung im Volke,
wenn nicht gar Bewunderung. Die Fähigkeit und Geduld, die Schärfe und
Intelligenz, die Vaterlandsliebe und der Patriotismus, wie Genosse Ka
Roger es demonstrierte, erhöhten weiter das Ansehen unserer Partei und
der revolutionären Bewegung.
Als
Parteisprecher der KP der Philippinen (CPP) war Genosse Ka Roger unermüdlich
damit befaßt, Nachrichten über die philippinische Revolution zu
bringen. Er sollte tagelang wandern, Flüsse durchqueren und Seen
durchschwimmen, lange Fahrten auf den Straßen machen, um dorthin zu
kommen, wo er gerade gebraucht wurde. Er sagte beinahe allen Bitten um
Interviews zu jeder Zeit an jedem Tag zu. Darum gewann er viele Freunde
im Medienbereich. Genosse Ka Roger sang einst „Lumang Simbahan“ in
einem Duett unter freiem Himmel mit der berühmten Sängerin und
Rundfunkjournalistin Tiya Dely Magpayo.
Als
Parteisprecher unserer Partei leitete Genosse Ka Roger verschiedene öffentliche
Veranstaltungen, darunter einen Festakt zum Gründungstag unserer Partei
in Laguna 1993, an welchem Tausende Menschen teilnahmen, die sich unter
der Fahne der KP der Philippinen (CPP) trafen. Er überwachte die
Freilassung etlicher Kriegsgefangener in Süd-Tagalog und Bicol. Trotz
umfangreicher Einsätze der Streitkräfte der Philippinen gelang es ihm,
Pressekonferenzen an den Guerrillafronten in Laguna, Albay, Quezon,
Mountain Province und in den anderen Gebieten durchzuführen.
Aus
ihrem extremen Haß heraus fuhr das Militär etliche erfundene
Anschuldigungen gegen ihn auf. Er wurde verteufelt und als Verbrecher
verunglimpft. Ein Kopfgeld von 5 Millionen Pesos wurde auf seine
Ergreifung ausgesetzt. Und Millionen Pesos wurden für militärische
Einsätze ausgegeben, um ihn zu töten oder zu ergreifen.
Die
Streitkräfte der Philippinen starteten eine ganze Anzahl von militärischen
Kampagnen zur Ergreifung von Genossen Ka Roger in Laguna (1998),
Nord-Quezon (2000-2001), Süd-Quezon (2002), Albay (2003), Masbate
(2004), Mountain Province (2005) und wiederum in Süd-Quezon
(2005-2006). Ihre geheimdienstlichen Einsätze waren gnadenlos.
Faschistische Agenten überwachten ständig seine Töchter, Geschwister
und seine anderen Angehörigen und Freunde. Die Sicherheitseinheit des
Informationsbüros der KP der Philippinen (CPP) wurde in eine Reihe von
Feuergefechten verwickelt. Aber wegen der Stärke der Unterstützung von
den Volksmassen gelang es Genossen Ka Roger, alle gegnerischen Einsätze
gegen ihn zu überwinden. Genosse Ka Roger erlag nie dem Verschleiß und
den Risiken, die ihn beim Erfüllen seiner Pflichten begleiteten. Er
sollte viele späte Abende bis tief in die Nacht hinein schreiben,
studieren und Sitzungen leiten. Er sollte in aller Frühe aufstehen und
sofort die Arbeit wiederaufnehmen. Diese unermüdliche Arbeit ging dann
doch zu Lasten seiner Gesundheit und führte bei ihm zu schweren
Krankheiten. 1995 starb er beinahe an Typhusfieber nach einer langen und
strapaziösen Reise in ein Guerrillagebiet. Er erlitt einen Rückfall,
als er sich entschloß, seine revolutionäre Arbeit sofort
wiederaufzunehmen, und zwar trotz der Empfehlung des Arztes, einen
Ruhemonat einzulegen.
1997
erlitt er seinen ersten Schlaganfall. Aber er erholte sich rasch und war
imstande, wieder in vollem Umfang seine revolutionäre Tätigkeit
fortzusetzen.
2000
erlitt er seinen zweiten Schlaganfall. Er mußte einige Monate
freigestellt werden. Aber wie nach seinem ersten Schlaganfall, so
strebte er auch diesmal danach, wieder zu seiner revolutionären Arbeit
auf dem Lande zurückzukehren.
Am
1. Mai 2006 erlitt er einen weiteren Schlaganfall. Dieser schwere
Schlaganfall verursachte mehr Schaden an seinem Körper. Trotz seiner körperlichen
Behinderungen war er entschlossen, weiterhin im Dienst der revolutionären
Bewegung tätig zu bleiben. Er beharrte darauf, seine Behinderungen zu
überwinden. Aber die Schwere des von seinem letzten Schlaganfall
verursachten Schadens führte zur schrittweisen Verschlechterung seiner
Gesamtkondition, bis es schließlich unmöglich für ihn wurde, seine
bisherige Arbeit wieder aufzunehmen.
Von
2006 bis 2011 wurde Genosse Ka Roger von einer Gruppe Genossen umsorgt,
die seine Sicherheit gewährleisteten und für seine medizinische
Betreuung sowie seine Lebensqualität sorgten. Auch wenn er nicht mehr
seine bisherigen Verantwortungen wahrnehmen konnte, blieb er in engem
Kontakt mit dem Informationsbüro unserer Partei und wurde immer wieder
einmal zur Arbeit des Informationsbüros konsultiert. Trotz seiner
Handicaps hielt sich Genosse Ka Roger gut informiert über die
Fortschritte in der Arbeit unserer Partei, besonders des Informationsbüros.
Er nahm weiterhin an kollektiven Aussprachen, an der Bildungsarbeit, an
Planung sowie Sitzungen der Kritik und Selbstkritik teil. Er brachte
sich glücklich in Diskussionen bei Genossen ein, die nicht müde
wurden, sich seine Schilderungen über seine aktivsten Tage, seine
Erfahrungen auf dem Lande, seine Töchter, seine Frau und seine Mutter
anzuhören. In lichten Momenten sollte er auf Bitten seiner Genossen
gerne auf seiner Harmonika für sie spielen.
Seine
Töchter konnten ihn bei einigen Gelegenheiten sehen und ein paar Wochen
bis hin zu Monaten bei ihm bleiben, um bei seiner Betreuung mitzuhelfen
und ihre Bande mit ihm zu vertiefen. Genosse Ka Roger war sehr glücklich,
seine Töchter heranwachsen und dem Volk dienen zu sehen. Er war auch
zufrieden mit der Tatsache, dass obwohl er und seine Frau in 2003 eine
Scheidung durchlebten, sie Freunde und gegenüber ihren Töchtern gute
Eltern blieben. Obwohl seine Töchter oft getrennt von ihm waren,
schrieben sie ihm oft, um mit ihm in Kontakt zu bleiben. Und sie fragten
ihn um seinen Rat bei etlichen Fragen des Lebens.
Selbst
in der Zeit seiner Invalidität wachte Genosse Ka Roger frühmorgens auf
und hörte sich die Nachrichtenmeldungen an. Manchmal konnte er von
unserer Partei herausgegebene Meldungen redaktionell überarbeiten. Er
war sehr mitgenommen, als er von den Morden an den Medienleuten
insbesondere beim Maguindanao-Massaker im November 2009 hörte. Am
Neujahrstag 2011 verfaßte er ganz persönlich seine Botschaft an das
philippinische Volk. Er rief unser Volk dazu auf, die revolutionären Kämpfe
angesichts des Ausbleibens von einem Wechsel unter Benigno Aquino III.
neuem reaktionären Regime zu verstärken.
Genosse
Ka Roger verschmähte die Angebote medizinischer Betreuung durch die
Streitkräfte der Philippinen. Er war sich dessen bewußt, dass es sich
da um Fallen handelte. Er sah die Scheinheiligkeit dahinter, schon weil
das Militär nie das Kopfgeld zurückzog und ständig Einsätze für
seine Ergreifung durchführte.
Am
19. April 2009 fanden sich die Genossen zum 62. Geburtstag von Ka Roger
ein. Unsere Partei nahm dies zur Gelegenheit, seiner Leistungen zu
gedenken und an seine Beiträge zur philippinischen Revolution zu
erinnern. Die Genossen sangen ‟Awit ng Kainginero“. Genosse Ka
Roger komponierte dieses Lied in den 1980er Jahren in Süd-Tagalog als
Hymne an die einfachen Bauern. Alle anwesenden Genossen beglückwünschten
Ka Roger zu seinem Leben voller Hingabe und Aufopferung im Dienst des
Volkes, der Partei und der Revolution.
Bis
zu seinem letzten Atemzug widmete Ka Roger jeden Moment seiner
Lebenszeit den Hungrigen und den Ausgeraubten und ihrem revolutionären
Kampf für soziale Gerechtigkeit und nationale Befreiung. Die gesamte
Mitgliedschaft der Kommunistischen Partei der Philippinen, die
kommunistischen Kämpfer der Neuen Volksarmee (NPA) und das
philippinische Volk sind eins mit seiner Familie und seinen Freunden in
der tiefen Trauer wegen seines Todes. Mit erhobenen geballten Fäusten
und unseren Gewehren in Salutposition gedenken wir unseres Genossen Ka
Roger als eines herausragenden Kommunisten, eines mutigen
kommunistischen Kämpfers, eines kämpferischen Verteidigers des Volkes,
eines hochgeachteten Genossen und eines guten Freundes.
Ka Roger leaves behind a
legacy of triumphs and memories that are permanently etched in the
revolutionary annals of the Filipino people. His name, which now joins
that of other heroes of the Philippine revolution will forever inspire
the Filipino people in their struggle for national and social liberation.
Ka
Roger hinterläßt ein Erbe der Siege und der Erinnerungen, was
dauerhaft in den revolutionären Annalen des philippinischen Volkes
eingebrannt bleiben wird. Sein Name, welche jetzt mit denen der anderen
Helden der philippinischen Revolution steht, wird für immer das
philippinische Volk in seinem Kampf für die nationale und soziale
Befreiung inspirieren.~
Quelle:E-Mail
der KP der Philippinen an die Redaktion
*Kabataang
Makabayan / Jugendbewegung gegen die Marcos-Diktatur
Weitere
Informationen:
http://www.philippinerevolution.net/#
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