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Zur
Verlogenheit des US-Botschafters in den
Philippinen
US-TRUPPEN
BETEILIGEN SICH AN KÄMPFEN UND INTERVENIEREN MILITÄRISCH
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Pressemitteilung
der KP der Philippinen vom 8. Juli 2010.
(auf Kommunisten-online am 22. Juli 2010) – Die
Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) widersprach heute ganz
entschieden US-Botschafter Harry Thomas, der „wider besseres Wissen
log“, als er gestern erklärte, dass die US-Truppen in den Philippinen
nicht in Kampfeinsätze verwickelt seien.
Die
KP der Philippinen erklärte: „Die US-Regierung führt derzeit aktiv
einen vielgestaltigen Interventionskrieg in den Philippinen durch.
US-Truppen sind derzeit in Militäreinsätzen im ganzen Lande dabei. Das
beginnt mit dem Bereitstellen von Beratung und Ausbildung über das
Aussenden von 'humanitären Hilfskräften' und deren logistischer,
geheimdienstlich-aufklärerischer und Kampfunterstützung für die
Vasallentruppen vor Ort und endet beim gegenwärtigen Mitmachen bei der
Durchführung von Kampfeinsätzen.“
Seit
2001 ist ein 600 Mann starkes Kontingent von US-Söldnern der
Gemeinsamen Einsatzkräftegruppe Philippinen des US Pazifik-Kommandos (JSOTFP)
in vielen Regionen des Landes unter der Führung ihres exklusiven
Hauptquartiers innerhalb verschiedener Standorte der Streitkräfte der
Philippinen tätig gewesen.
Die
KP der Philippinen führte aus: „Es ist mehr als nur ein offenes
Geheimnis. Es gibt Tatsachenberichte, dass in den Philippinen
stationierte US-Söldner aktiv in sogenannten Aufstandsbekämpfungseinsätzen
im Land dabei waren. Sie haben militärische Handlungen unabhängig oder
als Teil der Streitkräfte der Philippinen ausgeführt. Dabei haben sie
geheimdienstliche Aufklärung, Bewaffnung und andere logistische Unterstützung
geliefert sowie sich an Handlungen direkt im Kriegsgeschehen vor Ort in
vielen Fällen beteiligt. US-Militäroffiziere haben von taktischen
Kommandoposten an Kriegsplätzen derzeit Anweisung oder 'fachmännischen
Rat' an die Kommandeure der Streitkräfte der Philippinen während der
Kampfhandlungen gegeben.“
„Botschafter
Thomas setzt sich über die Tatsache hinweg, dass es in den vergangenen
Jahren etliche Berichte von zusammen mit Regierungsstreitkräften in
Kampfhandlungen verwickelte US-Truppen in den verschiedenen Provinzen im
ganzen Lande gegeben hat, die meisten davon in Mindanao“, fügte die
KP der Philippinen hinzu.
Etliche
Momente direkter Verwicklung von US-Truppen in Einsätze gegen die Abu
Sayyaf in Mindanao wurden von der KP der Philippinen zitiert: „Im
September vergangenen Jahres wurden zwei US-Söldner getötet, als sie
in Indanan, Sulu, in einen Hinterhalt gerieten. Zuvor im gleichen Monat
entlud eine Gruppe von US-Söldnern Ausrüstung im Hafen von Jolo in
Sulu und eröffnete wild um sich schießend das Feuer in einer
Panikreaktion auf eine vermeintliche Granatenexplosion. Die US-Söldner
beschädigten Dock-Einrichtungen und eine nahegelegene Moschee. Im Jahr
2002 erschoss Sergeant Reggie Lane, ein US-amerikanischer Bediensteter
in den Truppeneinheiten des 18. Infanterie-Bataillons, den Bauern
Buyong-buyong Isnijal in Basilan beim Erstürmen von dessen Haus zwecks
seiner Festnahme wegen Verdachts auf Zugehörigkeit zu den Elementen der
Abu Sayyaf.“
Die
KP der Philippinen zählte auch eine Reihe von Beweisen auf, wo Zeugen
aussagten, dass militärisches Personal der USA aktive Rollen in
Kampfhandlungen in Mindanao gegen die NPA gespielt hat:
„Um
Mitte Februar und erneut im frühen Juli in diesem Jahr wurden US-Söldner
zusammen mit Truppenangehörigen der Streitkräfte der Philippinen bei
Einsätzen gegen die NPA in Quezon, Bukidnon, gesehen. Diese
Interventionstruppen verwickelten gemeinsam mit den Streitkräften der
Philippinen eine NPA-Einheit in ein Feuergefecht. Sie begingen selbst
Grausamkeiten an den Bewohnern vor Ort.“
„Im
April und erneut im September voriges Jahr wurden US-Truppenangehörige
auch gemeinsam mit philippinischen Regierungssöldnern in Valencia und
Malaybalay gesichtet, wo sie Anwohner vor Ort nach möglichen
NPA-Stellungen befragten und selbst Zivilpersonen im Gebiet behelligten.
Im Mai 2008 errichtete eine 4 Mann starke Gruppe von US-Militäroffizieren
bei einer massiven gegen die NPA gerichteten Handlung in der Provinz
Compostela Valley ihren Kommandostand innerhalb des taktischen
Kommandopostens der 1003. Brigade. Im April des vorigen Jahres wurde ein
US-Söldner in einem Feuergefecht zwischen der NPA und Truppenangehörigen
des 9. Infanterie-Bataillons in Masbate verwundet.“
Die
KP der Philippinen fügte hinzu, dass die Interventionsstreitkräfte der
USA den Rahmen ihrer Gemeinsamen Balikatan-Manöver USA-Philippinen
ausgedehnt haben, um Gebiete mit starker NPA-Präsenz mit einzubeziehen
und gezielte Aufklärungs- und Kriegshandlungen vor Ort zu inszenieren,
wobei sie ihre eigene Aufklärungsstruktur benutzen und deren Ergebnisse
sowie ihre Unterstützung direkt den Vasallentruppen in den Kampfeinsätzen
gegen die NPA zukommen lassen. Die KP der Philippinen zitierte auch
zunehmende Berichte von US-Drohnen-Flügen über Guerilla-Fronten der
NPA, um Bewegungen der NPA-Guerrilla zu überwachen und den
Vasallentruppen vor Ort zu melden.
„Im
Rahmen ihrer Doktrin der Aufstandsbekämpfung starten einige
US-Agenturen auch 'zivil-militärische Handlungen' mit dem Ziel, dem
US-Imperialismus ein freundliches Image zu verpassen und das Volk vom
bewaffneten Widerstand abzubringen.“
„Alle
diese Formen und Stufen direkter und indirekter militärischer
Intervention werden derzeit von der US-Regierung gemäß ihres
Aufstandsbekämpfungshandbuchs unternommen, welches die von den USA
selbst beanspruchte Rolle der Einmischung in die inneren Angelegenheiten
eines souveränen Staates und in den Kampf gegen den bewaffneten
Widerstand vor Ort vorschreibt“, so die KP der Philippinen weiter.
Die
KP der Philippinen fügte hinzu: „Noch schlimmer für das
philippinische Volk macht es die Tatsache, dass die philippinische
Vasallenregierung solch unverhüllter ausländischer politischer und
militärischer Einmischung zustimmt. US-Beamte haben wiederholt geäußert,
dass ihre Anwesenheit und Handlungen in den Philippinen auf Bitte der
philippinischen Regierung erfolgen.“ Die KP der Philippinen vermerkt
dazu auch, dass der neue Präsident des Vasallenstaats, Benigno Aquino
III, offen und wiederholt seinen Kniefall vor dem gesamten Konzept des
US-Aufstandsbekämpfungshandbuchs erklärt hat.“
Quelle:
E-Mail der KP der Philippinen
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