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KP Venezuelas prangert an:

MORD AN REVOLUTIONÄREM ARBEITER IN CARACAS

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 5. März 2009, Tribuna Popular TP / YVKE Mundial, Ultimas Noticias.-   Ein ehemaliger Mitarbeiter der staatlichen Nahrungsmittel-Geschäftskette MERCAL, Freddy Díaz Marcano, 43 Jahre alt, wurde tot aufgefunden. Sein Körper wies fünf Einschüsse auf und war halbverbrannt. Gefunden wurde die Leiche am frühen Morgen des 16. Februar 2009, also einen Tag nach dem siegreichen Verfassungsreferendum. Freddy Díaz Marcano war Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas (PSUV). Er war stadtbekannt in seiner Nachbarschaft im Stadtteil Chacao von Caracas, wo er an der Durchführung von Tätigkeiten des Nahrungsmittel-Verkaufsnetzes mitwirkte. Martha Marcano, die Mutter des ermordeten Arbeiters, erklärte „Ultimas Noticias“ gegenüber, dass ihr Sohn bedroht worden war, nachdem er eine Reihe von Anprangerungen wegen der Unregelmäßigkeiten im Verkaufsnetz von MERCAL vorgebracht hatte. Seine Verlautbarungen hatten zur Sicherstellung der Nahrungsgüter in der Hauptstadt-Poliklinik geführt.

Frau Marcano sagte aus, dass sie ihren Sohn im Dezember entlassen hatten, damit er ruhiggestellt sein sollte. Am 18. Februar 2009 sollte er eine Verhandlung in seinem Arbeitsgerichtsfall haben. Frau Marcano fordert nun von den Behörden die vollständige Aufklärung des Verbrechens an ihrem Sohn.

Zufälligerweise fand man ein Jahr zuvor am 17. Februar 2008 beim damaligen INDECU und  in anderen Staatseinrichtungen eine Tonne Lebensmittel des Konzerns CASA, der MERCAL beliefert. All dies in einem Lager der Küche der Hauptstadt-Poliklinik. Welche eine der teuersten Privatkliniken der Stadt Caracas ist. Seinerzeit wurden zwei Personen festgenommen.

Die Leiche von Marcano wurde auf einem offenen Feld des Baugebietes von Turumo im Municipio Sucre gefunden. Der Fund der Leiche erfolgte um 7:30 Uhr morgens durch Antonio Matamba, Mitarbeiter einer Werkstatt, der vom Bellen eines Hundes aufmerksam gemacht wurde. Die Leiche lag in einer Mulde des Berges. Das Opfer lag auf die Seite gedreht auf einem Müllsack. Ein schwarzer Flanell bedeckte den Hals. Er hatte einen Einschlag und eine halbe Sprunggelenkbandage im rechten Fuß. Nahe am Fundort wurde eine braune Jeanshose mit schwarzem Riemen und seinem Personalausweis aufgefunden.

Laut „Ultimas Noticias“ gehen die Experten davon aus, dass der Todeszeitpunkt vor 14 oder 15 Tagen gewesen sein muss. Die Ermittlungsbehörden untersuchen, ob sein Kopf von Tieren angefressen wurde. Laut den Ermittlern wurde er dort hinabgestoßen. Es wird geprüft, ob er von einem Viadukt aus dorthin geworfen wurde. Der Finder der Leiche wurde ebenso befragt wie andere Einwohner und Arbeitende in jener Gegend.

Der Leiter der Ermittlungsbehörde CICPC, Wilmer Flores Trossel, versicherte, dass der Fall derzeit untersucht wird und da niemand straflos ausgehen würde. Er betonte, dass an einer 100%igen Aufklärung gearbeitet wird, um ganz sicher festzustellen, dass es sich um Díaz Marcano handelt.

Freddy Eloy, Vater von drei Kindern, feierte die Ergebnisse des Referendums am 15. Februar 2009 in El Paraiso. Anschließend ging er nach Hause, durch die Strasse Francisco de Miranda in Chacao, gemeinsam mit zwei politischen Freunden, Oscar und Alejandro Burgos. Er wechselte seine Kleidung und bat sie, ihn zur Plaza Altamira mitzunehmen, um dort weiterzufeiern.

„Ultimas Noticias“ ist sich sicher, dass ein 15 Jahre alter Nachbar durch das Fenster gesehen hat, dass gegen 2 Uhr morgens vier Männer ihn in ein Auto zwangen und Schüsse auf ihn abfeuerten. Die Familie erhielt angeblich Anrufe, die 20.000 Bolivares Fuertes Lösegeld für seine Rettung gefordert haben sollen. Am Mittwochmorgen sandten man ihnen eine Nachricht, die besagte, dass sie ihn getötet hatten. Was nicht mit dem Datum übereinstimmt, auf welches die Experten seinen Todeszeitpunkt schätzen.

Quelle: Tribuna Popular

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