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Luis Corvalán (rechts) und seine Nachfolgerin als Generalsekretär der KP-Chiles Gladys Marin (1941 - 2005)

Nachruf auf einnen großartigen Kommunisten und Marxisten-Leninisten

LUIS CORVALÁN VERSTORBEN

übersetzt und ergänzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Nachruf auf einen großartigen Kommunisten und Marxisten-Leninisten

LUIS CORVALÁN VERSTORBEN

übersetzt und ergänzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Santiago de Chile, 21. Juli 2010, Tribuna Popular TP. (auf Kommunisten-online am 23. Juli 2010) – Im Alter von 93 Jahren verstarb Genosse Luis Corvalán. Er war außergewöhnlich viele Jahre lang Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chiles. Schon als er unter dem reaktionären Regime von González Videla (1946-1952) intensiver politischer Verfolgung ausgesetzt war, gehörte er der damals im politischen Untergrund aktiven Führung seiner Partei an. Genosse Corvalán setzte sich stets mit aller Kraft für die Interessen der Arbeiterklasse und aller arbeitenden und ausgebeuteten Menschen ein. Er ist ein Beispiel des selbstlos sich aufopfernden kommunistischen Kämpfers, der sich durch größte Parteidisziplin und ständiges Wirken für die Einheit der chilenischen Arbeiter- und Volksbewegung auszeichnete.

Genosse Corvalán bereiste viele Länder. Nach dem faschistischen Militärputsch von Pinochet am 11. September 1973 gegen die Volksfrontregierung von Salvador Allende geriet Genosse Corvalán in die Hände der faschistischen Häscher. Sie verschleppten ihn und andere Führungsmitglieder der Volkseinheitsparteien erst in ein KZ auf der Insel Dawson im eiskalten und unwirtlichen äußersten Süden Chiles auf der Insel Dawson. Anschließend wurde er in den Folterhöllen von Ritoque und Tres Alamos eingekerkert.

1976 verfügte der faschistische Diktator Pinochet auf Druck der anhaltenden massiven internationalen Solidarität im Fall von 200 namhaften politischen Gefangenen die Freilassung. Der Lenin-Friedenspreisträger Luis Corvalán wurde gegen den in der UdSSR inhaftierten russischen Konterrevolutionär und „Dissidenten“ Wladimir Bukowsky auf Gesuch Pinochets ausgetauscht. Luis Corvalán erhielt dadurch politisches Asyl in Moskau, und im faschistischen Militärregime Chiles tummelten sich alten und neuen deutschen Faschisten wie jenen von der berüchtigten Colonia Dignidad als Freunde des Kommunistenschlächters Pinochet und gehätschelt von der weltweiten bürgerlichen Presse auch die Gulag-Horrormärchen-Verbreiter und notorischen Kommunistenhasser Bukowsky und Sacharow.

Von 1959  bis 1989 stand Genosse Corvalán an der Spitze der KP Chiles. Von 1969 bis 1977 war er gewählter Senator in Chile. Nach dem Exil in der UdSSR kehrte er 1988 nach Chile zurück und beteiligte sich dort am Übergangsprozeß zu bürgerlich-demokratischen Verhältnissen, wobei bis heute keine Bestrafung der Folterknechte und Mörder zehntausender chilenischer Demokraten erreicht werden konnte und Chile derzeit von einer pro-faschistischen Regierung regiert wird.

In einer Pressemitteilung teilt die KP Chiles mit, dass sie schmerzerfüllt voll Trauer ihre Fahnen im ehrenden Gedenken an „Don Lucho“ senkt und ihr tiefstes Beileid den Angehörigen ausspricht.

Genosse Corvalán war von Beruf Lehrer und Journalist. Er wurde am 14. September 1916 in Tomé geboren. Seit Ende der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts war er in der KP Chiles verwurzelt. Schon 1947 wurde er Mitglied der Partei der Arbeiterklasse. Anschließend verschleppten ihn die Büttel des reaktionären Regimes in die KZ Pitrufquén und Pisagua.

1961 wählten ihn die Chilenen in den Provinzen Ñuble, Concepción und Arauco in den Senat, 1969 erhielt er dieses Mandat von den Wählern in den Provinzen Aconcagua und Valparaíso.

Weltweit schließen sich viele Genossen und fortschrittliche Menschen der Trauer um Genosse Luis Corvalán an. Er wird auch der Redaktion von K-Online stets unvergessen bleiben.

Quelle: http://www.tribuna-popular.org

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