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Philippinen:
Von den Guerilla-Fronten der NPA
WIDERSTAND
UND ZERSTÖRUNG DEN AUSLÄNDISCHEN BERGBAUKONZERNEN!
von
Genossin Andrea Guerrero,
Armando
Sumayang Jr. Kommando der NPA-Negros
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Mitteilung
des Armando Sumayang Jr. Kommandos im Südwesten der Insel Negros /
Guerilla-Front 2, Negros Island vom 15. Mai 2011. (auf
Kommunisten-online am 18. Mai 2011) – Große Bergbaukonzerne haben
keine Heimstätte auf der Insel Negros. Land für den Ackerbau, nicht
Bergwerke! Das ist es, was das Volk in den „kaigangan“ braucht:
Kaffeepflanzen, Kokospalmen, Zuckerrohr, Mais und Reis auf den Anbauflächen.
Dies
sind die kämpferischen Forderungen des Volkes im Südwesten der Insel
Negros, welche zu Opfern großer Bergbaukonzerne wie der Maricalum
Mining Corporations und Philex Mining Corp wurden sowie unter der
Unterdrückung in Ausführung des militärischen Operationsplans
Thunderbolt der früheren Präsidentin Cory Aquino zu leiden hatten.
Durch
die Losung „Philippinen zum Verkauf“ unter dem Deckmantel des
Programms für Partnerschaft zwischen der Öffentlichen Hand und dem
Privatkapital des betrügerisch und das Volk spaltend vorgehenden US
gestützten Aquino-Regimes 2 wird mit dem Liberalisierungsprogramm der
umweltvernichtenden Bergbau weiter vorangetrieben. Die betroffenen
Gebiete mit ihrer darin lebenden Bevölkerung sind jetzt freigegeben für
verstärkte Ausbeutung durch ausländische Bergbaukonzerne.
Laut
dem Bergbau und Geowissenschaftlichen Büro vom 25. November 2010
erhielten fünf große ausländische Bergbaukonzerne Konzessionen:
Philex Gold Phils., Maricalum Mining Corp.,Selenga Mining Corp. (vormals
Colet Mining Corp.), Vulcan Industrial and Mining Corp., San Dominico
Minerals und Industrial Corp., und zwar auf einer Fläche von 10,648
Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Weitere 12.025 Hektar wurden für
die Ausbeutung durch Bergbau freigegeben für die Carles & Cauayan
Mining Corp. via ihrer Tochtergesellschaft Philex Mining Corp. sowie San
Dominico Mineral und Industrial Corp. und Philex Gold Phils. &
Bulawan Mining Corp. Sie alle sind tätig in den Gebieten von Hinobaan,
Sipalay, Cauayan, Candoni und Kabankalan City.
Außer
den genannten Konzernen gibt es dort neun Bergwerke im noch schwebenden
Verfahren, welche eine Fläche von 19.468 Hektar in Hinobaan, Sipalay,
Cauayan, Ilog und Bayawan beanspruchen. Weitere 12 Bergbaukonzerne
stehen noch auf der Warteliste für Schürfkonzessionen auf 30.024
Hektar. Es gibt drei Verträger über Finanzielle und Technische Hilfe,
welche sich auf ein Gebiet von 75.544 Hektar erstrecken: Eagle Cement,
Royal Cement Corp. und Hinoban Holdings Inc.
Damit
ist es noch nicht genug der Zerstörung von Wäldern und Umwelt. Es gibt
weitere 29.097 Hektar Offshore Mining - Bergbau zur Magnetit-Förderung
in den Schürfgebieten und Flüssen von Sipalay City, Hinobaan und
Cauayan.
Insgesamt
sind dort 189.953 Hektar oder grob 73% der 257.150 Hektar der Bodenfläche
von Südwest-Negros für den Bergbau großer ausländischer Konzerne
freigegeben. Was geschieht da derzeit mit den 450.000 Menschen aus der
Bevölkerung im Süd-Teil von Negros, insbesondere den Bauern und
Fischern?
Weil
die habgierigen Staatsbeamten mit Alvarez, Montilla, Bilbao, Tabujara,
Zayco kg Manzano usw. an der Spitze Freudensprünge über den Einfall
dieser parasitären Bergbaukonzerne machten, weinten die hungrigen
Bauern und Fischer bittere Tränen über die Wegnahme ihres Landes und
Vernichtung ihrer Lebensweise. Während die profitgierigen ausländischen
und inländischen Bergbaukonzerne reichlich Gold, Kupfer, Silber
scheffeln und ihre Tresore mit Bergbau-Erlösen füllen, muß sich das
Volk mit Brosamen aus dem „kaigangan“-Programm zufriedengeben, sehen
sich die Volksmassen den Kugeln der brutalen Sicherheitstrupps
ausgesetzt, wenn sie mal ein Stück Alteisen oder Erz mitnehmen, um es
zu verkaufen und dafür Reis und Salz zu kaufen. Oft geht es ihnen noch
schlimmer, wenn sie zu Opfern jener Betrüger werden, die sich als Aufkäufer
von Alteisen und Erz ausgeben.
Die
Verlautbarungen von Maranon-Alvarez sind mit Lügen gespickt, wonach das
Volk diese Bergbaugesellschaft gerne möchte. Die Verlautbarung von
Oscar Montilla aus der Stadt Sipalay ist auch unwahr, wonach diese
Bergwerke dem Volk helfen würden. Das sind schwere Beleidigungen für
die Moral und Klugheit der Bauern und Fischer, die mit ansehen, welche
Schäden die Bergwerke verursachen.
Möglicherweise
vergaßen diese Regierungsbeamten das Fischsterben im Ortsteil Nauhang
sowie den Distrikten 2 und 5 der Stadt Sipalay vom Jahr 1996 infolge der
Vergiftung durch das Einleiten von Substanzen der Philex Mining Corp.,
wo es dann anschließend zur Epidemie von Hautallergien gekommen ist.
1.545 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche in den Ortsteilen San José
und Gil Montanilla in der Stadt Sipalay sind jetzt nutzlos wegen des
Einbruchs des Damms von MMC 1982, 1983 und 1996. Hinzu kommen die
Verschmutzung der Flüsse von Sipalay und Hinobaan mit Blei, Zink,
Kadmium und Zyanid (lt. Regierungsstellen) und das Absterben des Flusses
Tau-angan, der zur Gifthalde für MMC wurde. Ferner die Vernichtung des
Mantuboy-Bachs, die Übersäuerung um das 3,2 fache einen Nebenfluss des
Sipalay-Flusses, welcher von den Bauern als Bewässerungsquelle genutzt
worden war. Des Weiteren die Entlaubung des Waldes mit dem Ergebnis,
dass nur 3% der Waldlfläche verschont blieb. 100 Menschen wurden von
den Sicherheitstrupps von MMC getötet. Für verschüttete Arbeiter
blieben die Zahlungen von MMC und Philex aus.
Stellen
wir uns die über 158 Familien auf 1.400 Hektar und die 234 Familien auf
1.976 Hektar in der Stadt Sipalay und Cauayans landwirtschaftlicher Fläche
vor, die die Grundlagen ihrer Lebensexistenz verlieren werden, weil sie
von den Bergbau-Aktivitäten der Philex betroffen sein werden. Und es
werden noch mehr Menschen darunter zu leiden haben.
Wie
oft konnte die NPA mit den Managern dieser ausländischen Bergwerke
sprechen, konnten wir sie daran erinnern, dass sie für die Schäden und
die Zerstörungen zum Nachteil des Volkes zu zahlen haben!
Als
Kämpfer für das Volk ist die NPA verpflichtet, den Forderungen der
Volksmassen nachzukommen und diese gierigen ausländischen
Bergbaukonzerne zu entmachten und zu vertreiben. Durch unsere
fortgesetzte Organisierung und Verankerung in den Volksmassen werden wir
diese Umwelt- und Lebenszerstörer bestrafen und vertreiben.
An
die Regierungsbehörden im 6. Distrikt: Wenn Ihr wirklich für das Volk
seid, dann fordern wir Euch auf, dass Ihr aufsteht und diese Bergwerke
bekämpft und ächten!
Schließt
Euch der NPA an und unterstützt die NPA!
Quelle:
E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion
Weitere
Informationen:
http://theprwcblogs.blogspot.com/ |