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„Wir
sind aufgerufen, unsere Wahrheit zu sagen. Wie
wir es immer getan haben. Wir erkennen unsere Fehler. Wir sind äußerst
selbstkritisch.“
Bilanz
aus 9 Jahren revolutionärer Regierung Venezuelas
Präsident
Chávez sieht Epochenwechsel in seiner Amtszeit
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quellen:
ABN/VTV/Tribuna
Popular;
Caracas
, 3. Februar 2008, Tribuna Popular TP.
Als
einen vom Volk eingeleiteten Epochenwechsel bezeichnet der Präsident
der Bolivarischen Repbulik Venezuela Hugo Chávez Frias den
Regierungskurs. Der Staatschef äusserte in den venezolanischen Medien
zum 9. Jahrestag seiner Amtszeit, dass am Anfang seiner
Regierungsperiode „die Geschichte Venezuelas sich zu ändern begann.
Nicht wegen Chávez. Sondern wegen dem Volk. Unser Volk begann eine neue
Etappe, die trotz aller Absichten von einigen gesellschaftlichen
Bereichen nicht zurückgedreht werden wird“.
Gleichzeitig
hob er hervor, dass es möglich ist, das Ausmaß zu beziffern, in dem
das Land sich auf der Grundlage der von der Regierung erarbeiteten Pläne
hin zu einer gerechteren Gesellschaft bewegt hat.
Extreme
Armut in Venezuela wurde um 54% in den letzten 9 Jahren gesenkt
Die
extreme Armut in Venezuela wurde um 54% gesenkt in den letzten neun
Jahren. 1996 lebten 42,5% der Bevölkerung unter Subsistenzbedingungen.
Die Messungen diesbezüglich ergaben 2007 einen statistischen Wert von
9,4%. Dies äusserte der venezolanische Präsident Hugo Chávez Frias
beim Nennen von Details aus der Bilanz seiner neunjährigen Amtszeit,
die am 2. Februar 1999 begann.
„Die
extreme Armut muss auf 0% gebracht werden. Genau wie wir es beim
Analphabetentum geschafft haben“, bemerkte der Präsident zu dieser
Zahl. Zuvor hatte er die Unrichtigkeit einiger Presseberichte
festgestellt, die den Jahrestag benutzt hatten, um der Regierung
anzulasten, dass während ihrer Amtszeit die Armut erschütternder
geworden wäre.
Hinsichtlich
der allgemeinen Armut sagte er, dass sie von 50,4% in 1998 auf 33,07% in
2007 gemindert worden ist, was einen Rückgang von ca. 30% ausmacht.
„Dies ist Ergebnis einer grossen Anstrengung“, hob Hugo Chávez
Frias hervor. „Darum ist es falsch, und zwar von Grund auf falsch, was
einige ohne Beweis und ohne die uns vorliegenden Zahlen sagen, dass
Venezuela noch ärmer geworden sei“.
Ebenso
betonte er, dass der Index für Menschliche Entwicklung (HDI) als
internationaler von der UNO gemessener Wert zwischen „0“ als Minimum
und „1“ als Maximum in Venezuela von 0,691% in 1998 auf 0,878% in
2007, was eine Verbesserung von 33% darstellt. Um diesen HDI-Wert zu
ermitteln, benutzt die UNO solche sozialwirtschaftlichen Indexe wie die
Alphabetisierungsrate, die Schulbesuchsrate, die Lebenserwartungsrate ab
Geburt und weitere Kennziffern.
Die
Bilanz zeigt auch, dass die Kindersterblichkeit von 21,4% in 1998 auf
13,9% in 2007 gesunken ist. Dies erfolgte durch solche politischen
Massnahmen wie Massenimpfungen als Teil des von Chávez realisierten
Gesamtkonzepts.
Der
Zugang der Bevölkerung zu Trinkwasser bildet auch eine Errungenschaft
dieser Regierung. Jetzt haben 92% der Haushalte Trinkwasserzugang, 1998
waren es lediglich 80%.
In
derselben Zeitspanne stieg die Schulbesuchsrate brutto von 44,7% bei
Schulkindern in 1998/1999 auf 60,6 in 2006/2007.
Die
Revolution befreite die einheimische Erdölindustrie
Der
verfassungsmässige Präsident Venezuelas Hugo Chávez Frias bekräftigte
die Bedeutung der Tatsache, dass die einheimische Erdölindustrie von
jenen aus dem Weissen Haus diktierten kolonialistischen Bedingungen
befreit worden ist. „Venezuela war vor neun Jahren eine Kolonie. Natürlich
wurde dies hinter der Fassade einer Demokratie bewerkstelligt. Seit 1908
(...) war Venezuela nicht nur in Sachen Erdöl und in der Politik,
sondern auch kulturell eine Kolonie. Alles wurde aus Washington
gesteuert. Und all dies haben wir abzuschaffen begonnen an einem Tage
wie dem heutigen in 1999. Das ist eine harte Aufgabe, und uns bleibt
noch immer eine Menge zu tun. Aber wir müssen es schaffen. Koste es
uns, was es will!“ So Hugo Chávez Frias.
Chávez
nannte Beispiele aus der venezolanischen Erdölgeschichte und kam auf
die erste Konzession vom 24. August 1865 zu sprechen. Sie wurde vom
verfassungsmässigen Präsidenten des souveränen Bundesstaats Zulia
(begrenzt auf den Bundesstaat Zulia) an einen nordamerikanischen Staatsbürger
namens Camilo Ferran vergeben, um Erdöl und Erdgas auf dem gesamten
Territorium des Bundesstaates Zulia zu erschliessen, zu fördern und
auszuführen.
„Diese
Bedingungen waren sehr änlich jenen, welche Juan Vicente Gomez während
seiner (1908 begonnenen) Diktatur gewährte, allerdings für das gesamte
Staatsgebiet Venezuelas“, hob er hervor.
Zum
Thema sagte er auch, dass im gleichen Jahr, in welchem Gomez einen von
Washington unterstützten Staatsstreich anführte, es eine offene
Intervention gegen Kuba gab, und dasselbe einige Jahre zuvor in Panama
geschehen war: „Es begann der Überfall des nordamerikanischen
Imperiums auf Lateinamerika“, so Chávez.
„So
begann die neue Kolonialzeit in unserem Land. Von 1908 bis 1970 war
Venezuela der Erdölexporteur Nummer 1 in der Welt. Sie nahmen soviel
Erdöl mit, wie sie wollten. Und was blieb uns?“, fragte er.
Der
venezolanische Revolutionsführer behandelte diese Thematik unter
besonderer Berücksichtigung des 9. Jahrestages der Bolivarischen
Regierung an diesem 2. Februar.
Die
Inflation ist die niedrigste der letzten 4 Präsidentschaftsperioden
Der
Jahres-Durchschnitts-Inflationsindex
der letzten 4 Präsidentschaftsperioden zeigt auf, dass die
gegenwärtige von Hugo Chávez Frias geführte Regierung mit 18,4% die
niedrigste Inflationsrate aufweist. Die höchste Inflationsrate wurde
unter der Regierung von Rafael Cabrera, dem Vorgänger von Chávez, mit
59,4% erreicht.
Beim
Hinterfragen von Anschuldigungen aus dem Oppositionslager betonte der Präsident
diese Tatsache. Denn die Opposition meint, eines der grossen Übel der
gegenwärtigen Präsidentschaftsperiode bezöge sich auf die Inflation.
Gleichfalls
verwies er darauf, dass die Präsidentschaftsperiode von Carlos Andres Pérez
(1989-1993) von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 45,3%
gekennzeichnet war.
Die
vom venezolanischen Revolutionsführer zur Unterstützung gezeigte
Grafik zeigte auf, dass der durchschnittliche jährliche Inflationsindex
von annähernd 18,4% in den letzten neun Jahren dem am nächsten kommt,
welcher mit ca. 22,7% unter der Regierung von Jaime Lusinchi (1984-1988)
bestand.
Der
venezolanische Präsident hob diese Zahlen in einer Sonderübertragung
anlässlich des 9. Jahrestages seiner Regierungszeit aus dem
Miraflores-Regierungspalast hervor.
Im
allgemeinen rief Chávez seine Ministerriege und das ganze
venezolanische Volk auf, weiterhin den wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Wohlstand im Lande zu befördern, wie er hinter den
Zahlen von der Absenkung der Rate an extremer Armut von 54% (1996 betrug
sie noch 42,5%) auf 9,4% in 2007 steckt.
Die
bolivarische Revolution baut eine gerechtere Gesellschaft auf
Letzten
Samstag wandte sich der Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela
Hugo Chávez Frias über die nationale Medienübertragung wegen der
Vollendung von 9 Jahren seiner Amtszeit an das Land und bekräftigte,
dass diese Periode „über eine Epoche des Wechsels hinaus ein
Epochenwechsel geworden ist.“
Die
Übertragung begann mit Bildern seines Amtsantritts am 2. Februar 1999,
als er schwor, mit „dieser sterbenden“ Verfassung die demokratischen
Umgestaltungen einzuleiten, die notwendig, sind, damit die neue Republik
eine den neuen Zeiten entsprechende Verfassung hat.....“
Er
stellte heraus, dass an jenem Tage sich die Geschichte Venezuelas zu ändern
begann. Dies nicht wegen ihm, sondern durch das Volk. Es trat ein in
eine neue Etappe. Und trotz aller Absichten von bestimmten Gruppierungen
innerhalb und ausserhalb des Landes wird es kein Zurück geben.
„Venezuela
hat sich geändert und hat sich für immer geändert“, versicherte er.
Der Präsident sagte, dass in diesen neun Jahren „wir uns hin zu einer
gerechteren Gesellschaft bewegt haben. Dies lässt sich bemessen. Und
wir können vorhersehen und planen, wie der Marsch beschleunigt wird“.
Er
wies die negativen Ansichten internationaler Medien wie der Agentur
France Press zurück. France Press meinte zum 9. Jahrestag der
venezolanischen Regierung, dass sie gegenwärtig von inneren Problemen
bedrängt sei. „Ich glaube, dass Europa mehr bedrängt wird als wir.
Die USA sind mehr bedrängt als wir.“
Er
wies auf die Kommentare einiger venezolanischer Persönlichkeiten hin,
die in den Medien erscheinen und äussern, dass dies ein verarmtes Land
sei, in schlechteren Bedingungen als vor neun Jahren.
„Das
stellt die Welt auf den Kopf. Um dies zu behaupten, muss man entweder
sehr unwissend oder sehr verrückt sein. Und von all dem ist das Land
voll, vor allem viele Medien, die weiter das Volk und die Welt mit
hauptsächlich erfundenen Daten über unsere erlebte Wirklichkeit
bombardieren. So nicht frei erfunden, ist da Vieles übertrieben, schräg.“
„Wir
sind aufgerufen, unsere Wahrheit zu sagen. Wie wir es immer getan haben.
Wir erkennen unsere Fehler. Wir sind äusserst selbstkritisch.“ |