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Militärischer Einsatz des 29. Infanteriebataillons gemäß Operationsplan Bayanihan

NPA ZÜNDETE SPRENGLADUNGEN: 17 SÖLDNER GETÖTET

von Maria Malaya, Sprecherin der NDF Nordost-Mindanao

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Mitteilung der National-Demokratischen Front Nordost-Mindanao vom 12. April 2011. (auf Kommunisten-online am 20. April 2011) –  Das 29. Infanteriebataillon der 401. Brigade leitete gemeinsam mit neuen Kadetten der philippinischen Polizei-Akademie militärische Handlungen und Aufklärungsmissionen in der Provinz Surigao del Sur ein. Drei Söldnertrupps des 29. Infanteriebataillons wurden von kleinen NPA-Einheiten der Guerilla-Front 19 mit Störfeuer in den Bergen von Marihatag belegt und gerieten in Gefechte untereinander.

Am 30. März 2011 gegen 18:30 Uhr wurde die erste Armeegruppe abgeschnitten und mit Störfeuer im bergigen Gebiet des Ortsteils San Isidro von Marihatag in der Provinz Surigao del Sur belegt. Laut Berichten wurden 4 Regierungstruppensöldner dabei getötet.

Am 31. März gegen 7:30 Uhr brachte eine NPA-Einheit eine manuell zündbare Sprengladung zur Explosion gegen die zweite Armeegruppe. Die dritte Armeegruppe war auf höherem Gebiet in Stellung gegangen und konnte nirgends wohin mehr ausweichen, als die manuell zündbare Sprengladung gegen sie explodierte. Die kommunistischen Guerilla-Kämpfer hörten Söldner der Regierungstruppen in Funktelefone rufen, dass sie Kontakt zur zweiten Armeegruppe herstellen müssten, um sie zu informieren und in Bewegung zu setzen, um jenen zu helfen, die von der manuell zündbaren Sprengladung getroffen worden sind. Die Genossen vernahmen keinerlei Antwort von der zweiten Armeegruppe, welche ebenfalls von einer manuell zündbaren  Sprengladung getroffen worden war.

Nicht lange danach hörten die kommunistischen Guerilla-Kämpfer von der NPA-Front 19 heftiges Gefechtsfeuer zwischen den beiden Armeegruppen. Das Gefecht endete gegen Mittag und startete um 7:45 Uhr. Gegen 11 Uhr beschossen zwei Armeehubschrauber die bergige Gegend, scheiterten aber bei ihren Landeversuchen. Am gleichen Morgen wurden 6 Artilleriemörser eingesetzt und ein weiterer feuerte gegen 14 Uhr los.

Rettungswagen wurden bei ihrem Eintreffen gesehen. Sie verließen den Gefechtsort Richtung Fernstraße am Nachmittag. Die Genossen konnten die Information sichern, dass es zu 17 Verlusten an Menschenleben beim Gegner gekommen war. Weitere Söldner wurden bei jenem halbtägigen Gefecht mit Ausweichmanövern zwischen den beiden Gruppen des 29. Infanteriebataillons getötet. Freunde der Revolutionäre in der Stadt und selbst Söldner bestätigten, dass weitere getötet worden waren. Es gab auch Gespräche in der Söldnerarmee, dass sie eine Menge Munition bei dem halbtägigen Feuergefecht verschossen hatten.

Die große Frage von Söldnern beim Einleiten von militärischen Handlungen in den Bergen an die jungen Offiziere und an ihre militärischen Vorgesetzten in den Kompanien, Bataillonen und Brigaden lautet: Warum können Gefechte zwischen in NPA-Gebieten tätigen Söldnereinheiten ausgelöst werden? Es ist eine schlichte Tatsache, dass mehr Armeesöldner wegen der Gefechte zwischen den Armee-Einheiten ums Leben kamen.

Seit ich ein Vollzeit-Revolutionär in den Bergen wurde, geschieht dies ständig. Genossen berichten oft von in Gefechten zwischen Armee-Einheiten verwickelten Söldnern, bei welchen dann Söldner getötet und verwundet wurden. Dies geschieht vor allem dann, wenn Infanteristen bei militärischen Handlungen von der NPA angegriffen werden. Gefechte zwischen Armee-Einheiten, die im Äther bekannt geworden sind, gab es zwischen der Polizei und der Armee in Trento , während der Kriegsgefangene als Angehöriger der Polizei noch in der Hand der Wacheinheit der NPA kürzlich im Februar dieses Jahres war.

Seit dem Beginn des Operationsplans Bayanihan in Caraga 2011 mit fortgesetzten militärischen Einsätzen gab es drei Feuergefechte zwischen Armee-Einheiten. Das erste in Claver, Surigao del Norte, wo mal gerade ein einziger Schuss von einem NPA-Heckenschützen abgegeben wurde, hinterher jedoch zwei Leichen in Leichensäcken von Fahrzeugen und die Verwundeten von Carabao-Wagen abtransportiert wurden. Das Feuergefecht zwischen den Armee-Einheiten dauerte über eine Stunde an. Dies ereignete sich am 31. Januar 2011. Das zweite solcher Gefechte fand in den bergigen Gebieten von Marihatag in Surigao del Sur statt. Das dritte Gefecht zwischen Armee- und Polizei-Einheiten gab es in Trento, Agusan del Sur.

Aquinos andauerndes militärisches Vorgehen gemäß dem Operationsplan Bayanihan wird darin scheitern, die NPA zu besiegen, weil sie nicht alle Gebiete mit Guerrillabasis erfassen können. Es gibt stets Gebiete, die den Guerilla-Kämpfern in Zugstärken offenstehen, um sich dort zu bewegen. Die „Friedens- und Entwicklungseinsätze“ in Fortsetzung der Sondereinheiten-Handlungen können die Bauernschaft nicht täuschen, weil früher oder später der faschistische Charakter der reaktionären Armee gegen das Volk unmaskiert zutage tritt.

Deshalb wird der trügerische Operationsplan Bayanihan genau wie sein Vorgänger-Operationsplan Bantay Laya 1 und 2 keinen Erfolg haben, die NPA kapitulieren zu lassen, nicht mal mit seinen Manövern in den Perioden der Friedensverhandlungen. Der leitende Grundsatz der revolutionären Bewegung in den Friedensverhandlungen ist das Bündnis gegen Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus zur Befreiung des philippinischen Volkes und Aufbau der Grundlagen wirklicher Volksdemokratie und nicht unterwürfig gegenüber der Bildung der reaktionären Regierung der Philippinen zu sein.

Sauberer Frieden kann nur durch die Befreiung der Philippinen von der Vorherrschaft der imperialistischen Vereinigten Staaten und der herrschenden Klasse vor Ort erreicht werden.

Quelle: E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion

Weitere Informationen: siehe

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