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Erklärung
zu den Privatarmeen
und Paramilitärs
auf den Philippinen
PRIVATARMEEN
VOR ORT WERDEN VON ARROYO-KOMPLIZEN GEFÜHRT UND NICHT ANGETASTET VOM
REGIME
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Mitteilung
der National-Demokratischen Front Ost-Visayas (NDF-EV) vom 5. März
2010.- Die
National-Demokratische Front Ost Visayas nannte heute die Kampagne der
Arroyo-Regierung gegen Privatarmeen eine Farce, weil die Politiker, die
diese Privatarmeen befehligen, mit den Regierungsstellen vor Ort
engstens verknüpft sind: „Das Arroyo-Regime will nur eine Show
abziehen, um die Öffentlichkeit zu beeinflussen“, so Fr. Santiago
Salas, Sprecher der NDF-EV. „Aber in Wirklichkeit befehligen die
Komplizen Arroyos die größten Privatarmeen vor Ort und sind daher
unantastbar. Darüber hinaus sind Militär und Polizei sich dessen voll
bewusst und selbst tief verstrickt in diese Privatarmeen. Diese
Privatarmeen unterstützen politische und wirtschaftliche Interessen
sowie Verbrechersyndikate. Sie sind auch in Arroyos Regierungsplan, den
Operationsplan Bantay Laya zur Führung des konterrevolutionären
Krieges, verstrickt.“
Fray
Salas führte aus, dass die beiden größten Politiker in West-Samar
Arroyo-Komplizen sind, obwohl sie gegeneinander in bitterer Rivalität
stehen. Die Provinz West-Samar hat in ihrer Geschichte den bisher
blutigsten Wahlkampf wegen der Privatarmeen durchzustehen: „Der größte
Kriegsherr in West-Samar ist auch der offizielle Kandidat zur Wahl
seitens der Arroyo-Administration. Dieser Politiker ist bekannt dafür,
dass er sehr eng mit dem Militär verstrickt ist. Er wird oft von einem
Zug Soldaten als Sicherheitseskorte begleitet. Außer dem Militär ist
auch die Regionale Mobile Gruppe der Polizei in der Tasche dieses
Politikers als dessen enger Komplize. Andererseits hat auch ein anderer
großer Politiker eine Privatarmee aus Söldnern, die vom 20.
Infanterie-Bataillon der Streitkräfte der Philippinen betreut werden.
Über diese Privatarmeen der beiden größten Politiker hinaus haben sie
noch andere Komplizen mit eigenen bewaffneten Gruppen, die sich aus
Verbrechern, CAFGU und CVO-Paramilitärs, Soldaten und Polizisten
zusammensetzen.“
Fray
Salas weiter: „In Nord-Samar kontrolliert ein Komplize der Regierung
als grosser Politiker die Regionale Mobile Gruppe der Polizei, während
seine politischen Rivalen ihre eigenen Privatarmeen haben, mit eigener
Unterstützung bei Militär und Polizei. In Ost-Samar unterhalten der führende
Arroyo-Komplize und andere Kriegsherren Privatarmeen, die zumeist vom
Militär und Verbrechersyndikaten unterstützt werden. In Leyte ist die
herrschende politische Dynastie in der Provinz eng mit Arroyo verknüpft
und wird sehr von der Regionalen Mobilen Gruppe der Polizei und dem 19.
Infanterie-Bataillon der Streitkräfte der Philippinen unterstützt.
Dasselbe trifft zu bei den Politikern an der Macht in Kananga und in
Ormoc City. Um nicht dahinter zurückzustehen, wächst auch wieder stärker
eine andere politische Dynastie in Leyte, die ebenfalls Arroyo-Komplize
ist. Und es ist nicht unmöglich, dass die Gewalt dort so ausbrechen
wird wie in West-Samar.“
Der
Sprecher der NDF-EV fügt hinzu: „Privatarmeen werden geduldet, weil
sie Ausdruck der Klasseninteressen der herrschenden Klasse sind. Das
derzeit herrschende Regime wird ganz bestimmt nichts gegen Privatarmeen
unternehmen, insbesondere im Fall seiner größten Komplizen. Daher wird
die Gewalt aus politischer Rivalität gerade die Wahlen 2010 begleiten,
schlimmer als jede Wahl zuvor. Mehr noch, das Volk wird weiter unter der
reaktionären Gewalt derer leiden, die die größten politischen,
wirtschaftlichen und verbrecherischen Interessen schützen und
fortsetzen. Solche Interessen werden heute vom Arroyo-Regime repräsentiert.
Und die Privatarmeen von dessen Komplizen sind auch verstrickt in den
Operationsplan Bantay Laya und die Unterdrückung jeglicher politischer
Opposition.“
Fray
Salas sagte am Ende, dass die revolutionäre Bewegung Privatarmeen nicht
duldet und sie auszulöschen versucht: „Politiker, die versuchen, in
revolutionären Gebieten Wahlkampf zu betreiben, haben dafür eine
Erlaubnis von den revolutionären Behörden zu erbitten. Ihnen wird
verboten, übermäßiges Sicherheitspersonal mitzuführen oder das Volk
zu belästigen. Die NPA hat Befehle, jene zu stoppen und zu entwaffnen,
die solche Regelungen verletzen. Privatarmeen, die bei militärischen
und polizeilichen Einsätzen gegen die revolutionäre Bewegung dabei
sind oder benutzt werden bei Landnahmen und anderen volksfeindlichen
Aktivitäten, werden ebenfalls Angriffen der NPA ausgesetzt sein. In der
endgültigen Analyse können Privatarmeen nur aufgelöst werden beim
Fall des herrschenden Unterdrückungs- und Ausbeutungssystems, welches
sie hervorgebracht hat.“
Santiago
„Sanny“ Salas
Sprecher
der NDF Ost-Visayas
Quelle:
http://www.philippinerevolution.net/
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