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Philippinen:

NPA Süd-Mindanao erstarkt weiter

TAKTISCHE OFFENSIVE IN COMPOSTELA VALLEY ERFOLGREICH

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Pressemitteilung des Merardo Arce Kommandos der NPA Süd-Mindanao, 31. Mai 2009 – Die Polizei (PNP) in der Provinz Compostela Valley erlitt erneut einen schweren Schlag nach zwei aufeinanderfolgenden taktischen Offensiv-Operationen der NPA in der letzten Woche. Was erneut beweist, dass die taktische Initiative von der New People's Army (NPA) gegenüber den Regierungsstreitkräften und Polizei-Einheiten gehalten wird.

Am 26. Mai 2009 griffen kommunistische Kämpfer des Rhyme Petalcorin Kommandos von der Guerrillafront 27 eine feindliche Einheit aus Angehörigen der 1102. Mobilen Gruppe der Polizei der Provinz und Sondereinheitstruppen sowie einigen Elementen der paramilitärischen CAFGU-Einheiten auf ihrem Streifzug im Barangay Mainit, Nabunturan, Provinz Compostela Valley, aus einem Hinterhalt an. Sieben gegnerische Bewaffnete wurden dabei getötet. Die 1001. Brigade der 10. Infanterie-Division der Armee der Philippinen befahl daraufhin am folgenden Tage ein Flächenbombardement, welches die Familien der Landarbeiter und Bauern in Angst und Schrecken versetzte.

Am Abend des 29. Mai 2009 entwaffnete ein Zug aus der 3. Pulang Bagani - Kompanie der NPA einen anderen Trupp aus dem 1102. Mobile Gruppe der Polizei der Provinz in Schwadronsstärke, welche als Sicherungseinheit der APEX Bergbaugesellschaft im Barangay Masara, Maco, Compostela Valley fungiert. Erbeutet wurden fünf schwere Handfeuerwaffen (4 x M16 und 1 x M14), nachdem die Söldner von der anstürmenden NPA-Einheit auf ihrem Kompaniegelände überrascht wurden. Da die Polizei-Einheit keinerlei Widerstand leistete, hatte sie auch keine Opfer zu verzeichnen.

Die Bergbaugesellschaft ist im Besitz der Crew Minerals Corporation mit Sitz in London. Sie wurde abgestraft für ihre andauernde Umweltzerstörung. Eine ihrer Verwüstungen war die Landabbaggerung im Barangay Masara im vorigen Jahr. Sie verursachte Tote unter der Zivilbevölkerung und die Vertreibung von Menschen aus zwei Dörfern. Auch bildet die 1102. Mobile Gruppe der Polizei der Provinz in Compostela Valley einen Teil der Investitionsschutztruppen (IDF), wie der bewaffnete Arm des Arroyo-Regimes mit Einsatzgebiet direkt auf dem Minengelände oder dem Land eines Großgrundbesitzers heißt. Sie verletzt die angestammten Rechte der armen Landarbeiter, Bauern und Lumaden* in ihrer Lebensführung und auf ihren angestammten Ländereien.

In beiden vom Merardo Arce Kommando der NPA eingeleiteten Feuergefechten hatte die NPA keinerlei Verluste.

Da die Armee-Einheiten und Sondereinsatzkräfte der 10. Infanterie-Division der Streitkräfte der Philippinen in faschistischer Unterdrückung unter der Ägide des Operationsplans Bantay Laya 2 jede Skrupel verloren haben, steht die NPA jederzeit bereit, um die taktischen Offensivschläge begleitet von einer sich verbreiternden und vertiefenden Massenbasis auszuweiten.

(gez) Rigoberto F. Sanchez

Merardo Arce Command

Southern Mindanao Regional Operations Command

New People’s Army

Quelle: E-Mail an die Redaktion von K-Online  

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Philippinen: NPA im Volkskrieg gegen US-Vasallenregime

DER BEWAFFNETE KAMPF WIRD WEITERLEBEN

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung der NPA Ilocos / Cordillera-Region, Chadli Molintas Kommando, Martin Montana (Sprecher), 21. Mai 2009. – Am 19. Mai 2009 verkündete die Polizei der Philippinen über die Massenmedien die Festnahme des Genossen Jovencio „Ka Dawa“ Balweg und die darauffolgende Inhaftierung seiner Ehefrau. Ka Dawa ist in der Stadt Baguio auf einem verlängerten Ausgang wegen Behandlung seiner verschiedenen gesundheitlichen Probleme gewesen, darunter Rückgratkanal-Stenosis und Hypertonie sowie ein leichter Schlaganfall.

Seine Häscher stellen seine Ergreifung als Paradefall dar, um möglichst viel mediale Aufmerksamkeit zu erregen. Sie träumen am helllichten Tage sogar davon, dass die Ergreifung  von Ka Dawa in ein Ende der revolutionären Bewegung in ihrer Provinz Abra münden würde. Das alles ist fernab jeder Wirklichkeit.

Der von den philippinischen Volksmassen geführte revolutionäre Kampf ist ein langandauerndes und hitziges Unterfangen voller Selbstaufopferungen, Verluste und Schwankungen. Die Kommunistische Partei der Philippinen und die New People's Army (NPA) haben sich organisatorisch darauf eingestellt. Sie haben ein System der Doppelbesetzung umgesetzt, bei welchem andere Genossen sofort einspringen und die Zuständigkeiten jener übernehmen, die bei einem Feuergefecht getötet und gefangengenommen worden sind und wegen Krankheit ausfallen. Ideologisch sind die zehntausenden aktiven NPA-Guerrilakämpfer und kommunistischen Parteikader darauf vorbereitet, Opfer und Verluste für die edle Sache der nationalen Befreiung und Demokratie zu bringen.

Führungskader der revolutionären Bewegung spielen eine wichtige Rolle. Aber es sind die Millionen unterdrückten und ausgebeuteten Filipinos, die ihr Leben einsetzen und den Kampf für die nationale Befreiung und für Demokratie ausführen. Das ist einfach historische Tatsache! Diejenigen, die durch den Stiefel der Tyrannei getreten werden, erheben sich so lange, bis die Ketten ihrer Knechtschaft gebrochen sind. Ka Dawa und viele andere revolutionäre Kader aus der Region Abra sind Ergebnisse des mutigen und anhaltenden Massenkampfes gegen das brutal unterdrückende Marcos-Regime vor 30 Jahren. Und genau wie jene von damals werden weitaus mehr Kader und Guerrillakämpfer von der Massenbewegung in der Region Abra und anderen Regionen gegen die Tyrannei des US-gestützten Arroyo-Regimes hervorgebracht.

Ironischerweise sind das Regime und seine Unterdrückungsapparate die ersten Rekrutierenden für die revolutionäre Bewegung. Es gibt kein Ende in der Zahl der Menschen aus dem Volke, die sehr willens zum bewaffneten Kampf stoßen. Dies wegen der brutalen Verletzung der wirtschaftlichen und politischen Rechte des Volkes durch das Arroyo-Regime. Die Zahl von NPA-Zugängen in Abra und der gesamten dortigen Region nimmt mit dem Zugriff der an Bergbau, Bau von Dämmen und sonstigen Konzessionen usw. interessierten habgierigen Großindustrie sowie der auf Kosten des Volkes groß angelegten aero-kommerziellen Farmen zu.

Das Sprichwort, wonach „einige Bäume fallen, andere Bäume wachsen nach, der Wald lebt weiter“, findet in diesem Fall Anwendung. Ka Dawa ist ein Mitglied der regionalen Organisation der KP der Philippinen (CPP) und NPA. Selbst im Gefängnis bleibt er Teil des stabilen und unsterblichen Waldes, der standhaft den Stürmen seitens des Feindes widersteht. Er kann mit seiner revolutionären Arbeit selbst in der Gefangenschaft weitermachen. Unwidersprochen ist seine Ergreifung ein taktischer Rückschlag für die revolutionäre Bewegung vor Ort. Aber nirgendwo naht das Szenarium des „Jüngsten Gerichts“, welches die Polizei mit ihren Propagandisten da an die Wände zeichnet. Die revolutionäre Bewegung hat sich als flexibel und anpassungsfähig angesichts solcherlei Unglücks und Verlustes erwiesen. Der bewaffnete Kampf wird weiterleben.

gez. Martin Montana

Quelle: E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion von K-Online

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Philippinen: Von der Guerrillafront nördlich von Manila auf Luzon

DAS VOLK IST DIE ENTSCHEIDENDE KRAFT DER GESCHICHTE

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung des Agustin Begnalen Kommandos der NPA zur angeblichen Festnahme von Jovencio Balweg und der Kapitulation seiner Ehefrau Carmen und seines Sohnes Jovencio jr., Sprecher Diego Wadagan, 22. Mai 2009.-   Die Polizei der Philippinen und die Politiker in Abra feiern derzeit wegen der angeblichen Festnahme von Jovencio Balweg sowie der Kapitulation seiner Ehefrau Carmen und ihres Sohnes Jovencio jr. Die Polizei der Cordillera-Region und die Führung der Polizei der Philippinen sind euphorisch über das, was sie da erreichten. Gouverneur Takit Bersamin und der ehemalige Gouverneur Andres Bernos waren selbst bei der Pressekonferenz in Camp Crame dabei. Sie haben schon mal vorzeitig das Ende des national-demokratischen revolutionären Kampfes insbesondere in Abra vorhergesagt.

Laut neueren Darstellungen wurde Jovencio Balweg am 18. Mai 2009 am Camp 7 in Baguio City festgenommen. Carmen Balweg wurde durch Jovencio überzeugt, sich eine Stunde nach seiner Festnahme zu ergeben. Und Jovencio jr. wurde ebenfalls von seinen Eltern überzeugt, sich ggf. am 20. Mai 2009 zu ergeben. Sie wurden sofort in das Camp Dangwa überführt und später in das Camp Crame verbracht. Angeblich erklärten sie ihre Unterstützung und Treue an die reaktionäre Regierung der Philippinen und „zeigten sich bereit, bei den Friedens- und Entwicklungsinitiativen in der Provinz Abra mitzuhelfen.“ Dies einschließlich „Lieferung taktischer und strategischer Information“ über die revolutionäre Bewegung und ihre Führungskräfte.

Jovencio und Carmen Balwegs Dienst am philippinischen Volk und der revolutionären Bewegung können nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das entbehrungsreich harte Guerrillaleben, welches sie seit über drei Jahrzehnten gelebt hatten, machte letztlich ihrer Gesundheit zu schaffen. Die Bildung ihrer Familie inmitten eines tobenden revolutionären Krieges brachte enorme Entbehrungen für jedes Mitglied ihrer Familie. Ihre drei Söhne wuchsen bei Verwandten und Pflege-Eltern auf. Ihre begangenen Fehler und Schwächen können ihren revolutionären Beitrag nicht überdecken, selbst wenn sie sich der reaktionären Regierung ergeben haben sollten und sich gegen das Volk und die revolutionäre Bewegung stellen, denen sie in der Vergangenheit beispielhaft gedient haben.

Jovencio jr. ist lange inaktiv in der revolutionären Bewegung gewesen. Denn er wurde im Jahr 2006 krank und unterlag möglicherweise Druck seitens seiner eigenen Familie, die er seit 2004 gründete. Sein Auftauchen ist lange erwartet worden. Sich mit seinen Eltern ergebend, schien das vollkommene Timing zu sein. Zumindest für ihn und die Polizei der Philippinen.

Propagandisten des Gouverneursamtes machen aus der Balweg-Familie jetzt einen Festschmaus. Der Trick eines Ausspielens der Balweg-Brüder ist wiederbelebt worden, gerade als das philippinische Volk längst Conrado Balweg und seine Banditen-Gruppe verurteilt hatten. CPLA als ein -gedrehter - krimineller Rebell mit seiner privaten bewaffneten Gruppe sind zum Mülleimer der Geschichte verbannt gewesen. Beschuldigungen gegen die KP der Philippinen (CPP), die NPA und die Demokratische Front des Cordillera-Volkes (CPDF) sind wieder aufgewärmt worden. Ihr guter Name wird so durch den schmutzigen und blutigen Krieg der Abra-Kriegsherren gezogen. Es ist die Hauptrolle von Offizieren und Männern der Polizei der Philippinen und des 41. Infanterie-Bataillons, die blutigen Exzesse des Abra-Kriegsherrentums zu verstärken. Dies wird bewusst heruntergespielt, auch wenn sie weiterhin als gesetzlich zugelassene Idioten im Dienste beider sich streitenden Banden handeln.

So genannte „Friedens- und Entwicklungs-“ Initiativen sind wiederbelebt worden. Aber sie werden sicher Banditen in der Regierung zum Opfer fallen, die gesetzlich geschützt das Volk bestehlen und sich selbst den größten Teil der spärlichen „sozialen Integrationsprogramm“- Hilfe für zurückgekehrte Rebellen einstecken.

Aber genau wie die Festlichkeiten in den öffentlichen Fiestas, die gewöhnlich in jedem Barangay in den Philippinen abgehalten werden, sind die Jubelfeiern der Polizei der Philippinen und einiger Politiker in Abra über die „Rückkehr zum Gesetz“ der Balwegs reine Lichtbildpräsentationen, die nicht die Bedingungen verändern können, die die national-demokratische Revolution seit den letzten vier Jahrzehnten beflügelt haben. Die Tatsache besteht im halbfeudalen und halbkolonialen System in seiner tiefen Krise. Und selbst das gesamte kapitalistische Weltsystem steckt derzeit in einer Rezession, wie sie nie dagewesen ist. Die Bedingungen in den Philippinen sind allemal reif für das Durchführen der Revolution.

Führungskader sind wichtig in jeder Bewegung oder Organisation. Aber Revolutionen werden vom Volk gemacht. Die national-demokratische revolutionäre Bewegung hat in der Vergangenheit taktische Rückschläge erfahren. Wir haben dem Tod, der Gefangenschaft, dem Verschleppen, der Folter, der Einkerkerung von Kadern und kommunistischen Kämpfern und Aktiven gleichermaßen ins Auge geschaut. Und wir haben auch dem Aufgeben und Kapitulieren von anderen in der Vergangenheit ins Auge geschaut. Aber die national-demokratische revolutionäre Bewegung hat nicht nur durchgehalten, sondern sie hat weiter an Kraft gewonnen. Sie hat sich noch stärker landesweit im Volk verwurzelt. Die Anpassungsfähigkeit der revolutionären Bewegung entspricht der Tatsache, dass die materiellen Bedingungen reif für eine Revolution sind. Und das Volk, nicht allein die Führungspersonen, wird die Revolution bis zum endgültigen Sieg durchführen.

gez. Diego Wadagan

Quelle: E-Mail philippinischer Kommunisten an die Redaktion von K-Online

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