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NPA Süd-Mindanao setzt taktische Angriffe fort:

GUERRILLA-SCHLAG GEGEN VERHASSTES 60. INFANTERIE-BATAILLON

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Mitteilung des Danilo Villacorta Kommandos aus dem Operationskommando der 35. Front der NPA Süd-Mindanao vom 17. Juni 2009.-   Am 15. Juni 2009 führte das Danilo Villacorta Kommando der Guerrillafront 35 einen Angriff gegen das 60. Infanterie-Bataillon der Streitkräfte der Philippinen durch. Dies als starke und deutliche Botschaft an die Arroyo-Regierung, dass die unter Straflosigkeit von Einsatzkommandos der 10. Infanterie-Division begangenen faschistischen Verbrechen nicht unbestraft bleiben werden. Im Ergebnis des Angriffs wurden Leutnant Charlie Salcedo und sein privater Wächter Albert Toriano getötet.

Nach amtlicher Standard-Verlautbarung der 10.Infanterie-Division der Streitkräfte der Philippinen befanden sich deren Einsatzkommandos auf sogenannter "Siedlungsentwicklungsmission", als sie von gut positionierten kommunistischen Kämpfern geschlagen wurden. Dies ist eine große Lüge! Oder, sofern es sich da um Wahres handeln sollte, dann heißt Siedlungsentwicklung für die Militärs soviel wie Belästigen der Ethnie der Lumaden und ihrer Stammesführer, Inszenieren von angeblichen Kapitulationen der NPA, erzwungene Rekrutierungen für die paramilitärische CAFGU, Ausführen von Kampfeinsätzen mit großen Schäden für die Farmwirtschaften der Bevölkerung und Missbrauch von öffentlichen zivilen Einrichtungen in den Dörfern für militärische Garnisonszwecke.

Die 60 Infanterie-Bataillone der-Streitkräfte der Philippinen haben mindestens 8 Lumaden- und Bauernsiedlungen in Kapalong und Talaingod in der Provinz Davao del Norte in Kriegszonen verwandelt. Trotz der Proteste der Lumaden-Oberhäupter und Anwohner schafft das 60 Infanterie-Bataillon der Streitkräfte der Philippinen eine Athmosphäre der Angst unter der Zivilbevölkerung im Bestreben, Armeestützpunkte in den Dorfzentren einzurichten. Die davon betroffenen Gebiete sind die Dörfer Florida, Bunawan, Simung, Gibungan, Tiburcia, Katipunan und Suwaon in Kapalong und die Dörfer Dagohoy und Palma Gil in Talaingod, Davao del Norte.

Weitere faschistische Verbrechen der Streitkräfte der Philippinen stehen an, denn das 60. Infanterie-Bataillon intensiviert seine Einsätze in Kapalong und Talaingod, nachdem sie einen Offizier auf dem Schlachtfeld verloren haben. Wir verurteilen die Brutalitäten der faschistischen Verbrecher und erhöhen das Niveau des bewaffneten revolutionären Kampfes zusammen mit dem Volkswiderstand gegen die brutale Unterdrückung und Ausbeutung durch das Arroyo-Regime und seine bewaffnete Maschinerie.

Quelle: E-Mail an die Redaktion

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National-Demokratische Front Süd-Mindanao / Philippinen:

OFFENER BRIEF AN DIE FAMILIE DES VERMISSTEN GENOSSEN FELIX CAPALLA

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Ka Efren, Sprecher der NDF Süd-Mindanao, 15. Juni 2009.-   In größter und dringendster Sorge wenden wir uns im Namen unseres vermissten Genossen Felix Capalla (Ka Tawi) an die Öffentlichkeit. Wir nehmen an, dass er am 13. Juni 2009 zwischen 17 und 19 Uhr abends verschleppt worden ist, während er sich in einem Bus in Richtung Davao befand. Er war auf Ausgang wegen Krankheit und fuhr nach General Santos zu einer ärztlichen Untersuchung.

Verlässliche Berichte haben uns erreicht, dass unser Genosse Ka Tawi (Felix Capalla) gewaltsam von Angehörigen des Militärischen Geheimdienstes festgenommen wurde und abgeschirmt irgendwo in Manlungon in der Provinz Sarangani festgehalten wird. Wir können nur hoffen, dass er das jetzt durchhält. Wir kennen die Tatsache, dass vermisste Personen in den Philippinen und insbesondere in General Santos sehr stark gefährdet sind, für immer vermisst zu bleiben, sofern sie nicht unverzüglich aufgefunden werden. Seine erzwungene Entführung seit nun mehr über 72 Stunden hat uns alle hier in allergrößte Besorgnis gestürzt, sowohl die Genossen als auch die Volksmassen, die ihn sehr lieben.

Als engste Weggefährten von Ka Tawi bitten wir darum, dass die Öffentlichkeit bitte alles nur erdenklich Mögliche unternimmt, das Schicksal dieses warmherzigen Revolutionärs aufzuklären, der stets für die Sache des philippinischen Volkes gearbeitet hat und den größeren Teil seines Lebens im Dienste der Bauern und Landarbeiter verbracht hat. Als Mensch hat er ein Recht auf Öffentlichkeit, auf humane Behandlung, auf ein Gerichtsverfahren mit einem Rechtsbeistand seiner Wahl. Da Ka Tawi stets die Kriegsvereinbarungen ins besondere zur humanitären Behandlung von Festgenommenen nach internationalem Recht eingehalten hat, erwarten wir, dass seine Häscher sich nun ebenso verhalten werden. Alle zivilisierten Staaten halten sich in ihren Regeln an diese Gesetze. Wir weisen darauf hin, dass Ka Tawi festgenommen wurde, als er unbewaffnet auf Ausgang wegen Arzttermin war. Sein verteidigungsunfähiger Status unterstreicht die Notwendigkeit, ihm Zivilrecht zuzusprechen.

Von nun ist der Zeitfaktor wesentlich. Das rasche Handeln der Öffentlichkeit, sein Schicksal mit den Behörden aufzuklären und herauszubekommen, ob er in den vielen Militärstandorten, Gefangenenzellen, Polizeigefängnissen ist, kann lebensrettend für ihn sein.

Für die NDF Süd-Mindanao

Ka Efren -Sprecher-

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