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Philippinen:
Verleumdung
der NPA in der „Manila Times“
OFFENER
BRIEF DER NATIONAL-DEMOKRATISCHEN FRONT
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Den
20. Juni 2009
An
Rene
Bas
Herausgeber
„Manila
Times“
Sehr
geehrter Herausgeber,
hier
die Antwort auf den Leitartikel von Marit Stinus-Remonde vom 9. Juni
2009 mit dem Titel „NPA-Unrecht in Nord-Samar.“ Der Leitartikel
bezichtigt die New People's Army (NPA) der Morde an Zivilisten wegen
ihrem Angriff vom 30. Mai 2009 auf eine Militäreinheit in Catarman,
Nord-Samar. Es werden da ebenfalls unbewiesene Behauptungen aufgestellt,
wonach die NPA illegale Abholzer unterstützt und Minderjährige
rekrutiert hätte.
Stinus-Remondes
Leitartikel verteidigt und fördert sogar die gefährliche Praxis von Kämpfern
der Streitkräfte der Philippinen, ihre Familienangehörigen in ihren
Militärstandort zu verbringen. Gemäss den Kriegsregeln sind militärische
Einrichtungen legitime Ziele für Angriffshandlungen der NPA. Daher ist
es verantwortungslos und sehr dumm seitens der militärischen Elemente,
ihre Familienhaushalte und anderes ziviles Eigentum in die militärischen
Standorte zu verbringen. Trotz der Tatsache, dass sie bewaffnete Männer
sind, sind sie entweder zu arrogant oder zu fahrlässig, dass sie
einfach ihre geliebten nächsten Angehörigen der Gefahr aussetzen.
Solche Bedingungen werden sicherlich zu zivilen Opfern in der Hitze des
Feuergefechtes führen, so sehr die NPA dies auch gerne vermeiden würde.
Das
Militär ist sich solcher Risiken durchaus bewusst. Aber es weigert
sich, hinzuzulernen und verantwortlich zu handeln. Ihrerseits strebt die
NPA danach, den Verlust ziviler Menschenleben zu vermeiden und hält
sich zurück, wenn solche Tatsachen sich auftun. Es gab Gegebenheiten in
der Vergangenheit, wo Zivilpersonen mit Soldaten in militärischen
Standorten oder Militärfahrzeugen vermengt wurden, was dann zu
bedauerlichen Verlusten an auch zivilen Menschenleben bei NPA-Angriffen
führte. Daher warnt die NPA Zivilpersonen, sie sollen von Soldaten
fernbleiben, ansonsten könnte es für sie gefährlich werden. Jeder
Angriff wird seitens der NPA sofort eingestellt, wenn das Risiko für
Zivilpersonen zu hoch ist. Aber die Regierungstruppen ignorieren die
Kriegsregeln und streben danach, ihre eigene Haut zu retten, denn die
NPA hält sich an die Regeln. Die NPA beobachtet, dass es eine
Standardprozedur bei den Regierungstruppen geworden ist, ihren Standort
nahe Zivilpersonen zu beziehen oder direkt in deren Häuser einzuziehen,
Fahrten auf zivilen Fahrzeugen vorzunehmen und Zivilpersonen zu zwingen,
als Wegführer zu dienen oder sie zu begleiten.
Stinus-Remondes
Anklage gegen die NPA, dass die NPA ungesetzliche Abholzungen begünstigt,
ist ebenfalls eine kranke Information. Die revolutionäre Bewegung hat
viel kommerzielle Vermessungen und Bergwerksvorhaben in den Ost-Visayas
und dem Rest des Landes verhindert. Nur kleingeschäftliche und
geregelte Nutzung wird gestattet, aus Sympathie für die Landbevölkerung
und ihrem Bedarf an Feuerholz, Baumaterialien und anderen Rohstoffen, um
ihr karges Leben durchzustehen. Sollte darunter illegales Abholzen
verstanden werden, dann wäre dies weit weg von den kommerziellen
Rodungen, die breite Schneisen in unsere rasch verschwindenden
Forstreserven schlagen, um ein paar große Geschäftsleute und Politiker
zu bereichern.
Es
ist auch tatsachenwidrig, die NPA der Rekrutierung von Minderjährigen
zu beschuldigen. Seit 1988 haben die Kommunistische Partei der
Philippinen (CPP) und die NPA immer wieder gesagt, dass das 18.
Lebensjahr das Mindestalter für Rekrutierungen als NPA-Kämpfer ist.
Was steckt hinter all dem Getöse von NPA-„Kindersoldaten“? Ist da
jemals eine dieser Behauptungen bewiesen worden? Hat jemals irgendeine
amtlich zuständige Stelle die NPA verantwortlich für so etwas gemacht?
Die Regierung der Philippinen und ihre Unterstützer sind dabei
gescheitert, die NPA wegen der Rekrutierung von Kindern überzeugend zu
teeren und zu federn oder die NPA auf eine Stufe mit den brutalen
afrikanischen Rebellenarmeen zu stellen, die Kindersoldaten haben. In
der Tat ist da nichts weiter dran als leeres Stroh zum Dreschen für die
Propagandamühle der Regierung der Philippinen und ihrer Streitkräfte.
Die
National-Demokratische Front Ost-Visayas wird nichts äußern
hinsichtlich der Kinder in Samar, die laut Stinus-Remonde einem Militärpiloten
erzählt haben sollen, dass sie lieber zur NPA gehen würden als einen
Hubschrauber zu fliegen. Möglicherweise wissen herumkrabbelnde Kinder
mehr vom Leben und darüber, wie sie ihre Perspektive darin verbessern,
als ein Leitartikler der „Manila Times.“
Freundliche
Grüsse,
Fr.
Santiago Salas
Sprecher
der National-Demokratischen Front der Philippinen Ost-Visayas |