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K-Online
wünscht den Kommunisten Venezuelas
größte Kampferfolge und bringt einen zusammenfassenden Bericht vom
Parteitag
ZUM
14. PARTEITAG DER KP VENEZUELAS
von
Jens-Torsten Bohlke (gestützt auf Tribuna Popular)
weiter
K-Online
wünscht den Kommunisten Venezuelas größte Kampferfolge und bringt
einen zusammenfassenden Bericht vom Parteitag
ZUM
14. PARTEITAG DER KP VENEZUELAS
von
Jens-Torsten Bohlke (gestützt auf Tribuna Popular)
Kommunisten-online
vom 9. August 2011 – Venezuelas Präsident, der Genosse Hugo Chávez
Frías, wandte sich am 4. August aus Havanna mit einer telefonisch übertragenen
Grußbotschaft an die 526 Delegierten und 43 internationalen Gäste
(Vertreter von 30 kommunistischen und Arbeiterparteien aus 28 Ländern
von 5 Kontinenten) des Parteitags der Kommunistischen Partei Venezuelas,
welcher seit dem 4. August 2011 in Caracas stattfindet. Bereits vor dem
Parteitag hatte sich Genosse Chávez über Twitter zu diesem Ereignis geäußert
und mitgeteilt:
„Von
meinem Schützengraben aus grüße ich mit den Bolivarischen Fahnen den
14. Parteitag der KP Venezuelas! Ich umarme Euch alle, liebe Genossen!
Lasst uns an den Großen Patriotischen Pol gehen!“
4.
AUGUST:
GRUSSWORTE
VON HUGO CHAVEZ FRIAS AN DEN PARTEITAG
Hier
der Wortlaut der telefonischen Grußbotschaft des Genossen Hugo Chávez
Frías, wie ihn die Parteizeitung „Tribuna Popular“ der
venezolanischen Kommunisten an dieser Stelle nennt:
„Miraflores,
4. August 2011
Grußworte
an den 14. Parteitag der Kommunistischen Partei Venezuelas
Liebe
Genossen,
Ihr
erhaltet einen begeisterten sozialistischen, antiimperialistischen und
revolutionären Gruß an diesem großen Tag des Auftakts zu Eurem 14.
Parteitag. Mit überaus großer Sympathie erhebe ich meine Stimme, um
Euch meinen Respekt, meine Hochachtung und meine liebevolle Zuwendung für
die Durchführung des Kampfes zu bezeugen, welchen die Kommunistische
Partei Venezuelas im Verlauf ihres 80 Jahre langen Bestehens seit jenem
20. Juli 1931 geführt hat.
Unvergesslich
ist das Vermächtnis von Männern wie Pio Tamayo, Rodolfo Quintero,
Gustavo und Eduardo Machado, Salvador de la Plaza, Guillermo García
Ponce, und von Frauen wie der Genossin Livia Gouverneur, die ihr Leben
gaben, um den Weg freizukämpfen, auf welchem wir uns heute die Möglichkeit
verschaffen, den Sozialismus zu errichten. Ihnen Ehre und Ruhm!
Die
Kommunistische Partei Venezuelas ist Bestandteil der ruhmreichen militärischen
und zivilen Geschichte des Kampfes für die Befreiung des
venezolanischen Volkes. Sie folgt dieser geraden Linie, welche
Volksaufstände wie den „Carupanazo“ vom 4. Mai, den „Porteñazo”
vom 2. Juni 1962 mit der Bolivarischen Revolution vereint, die wir heute
erbauen. Unsere geschmiedete Einheit, die sich hunderte Male im Kampf
zur Verteidigung der geheiligten Interessen des Volkes bewährt hat, ist
auch eine Einheit der Ideale und der Grundsätze. Als Sozialisten und
Kommunisten teilen wir jene „Idee einer Gesellschaft frei vom
Grundsatz des Eigennutzes (...) einer Gesellschaft, die nicht von der
Tatsache regiert wird, dass ein Mensch sein Eigeninteresse verfolgt,
sondern von der Idee der Vereinigung der Menschen“, wie sie der
Philosoph Alain Badiou beschrieben hat. Unsere Einheit, unsere
Vereinigung, liebe Genossen, ist keine Sache von Umständen! Sie ist
eine historische Notwendigkeit.
Ich
verfolge sehr aufmerksam die Theman, die Euer 14. Parteitag diskutiert.
Und ich bin sicher, dass Ihr als Aktivisten der Hoffnung die historische
Verantwortung übernehmen werdet, Euer Programm und die politische Linie
der venezolanischen Kommunisten zu vertiefen, um weiterhin zur
Vertiefung des revolutionären Prozesses und zum Aufbau des Sozialismus
beizutragen.
Der
Sozialismus des 21. Jahrhunderts erlegt uns für seine Festigung die
unerlässliche Aufgabe der Einheit auf. Einer Einheit, nach der unser
Vater der Befreier rief, um das angestrebte Vorhaben der kontinentalen
Unabhängigkeit Gestalt annehmen zu lassen. Gestattet mir daher in
diesem bedeutenden Moment, der einen neuen Zyklus der politischen
Diskussion unter Euch eröffnet, meine Einladung und meinen Aufruf zu
erneuern, damit Ihr Euch immer stärker der Festigung des Großen
Patriotischen Pols anschließt, welcher die breite Grundlage für den
Sieg unserer Revolution bilden wird!
Ich
bin überzeugt, dass Ihr weiterhin die revolutionäre Vorhut sein
werdet, ein Beispiel für Treue, Standfestigkeit und Überzeugung auf
diesem harten Weg zur Eroberung der endgültigen Unabhängigkeit liefern
werdet. In mein Gedächtnis sind jene Worte des Genossen Argimiro Gabaldón
zurückgekehrt, welche ich im gemeinsam Kampf mit den venezolanischen
Kommunisten und Kommunistinnen lernte: „Der Weg ist hart, aber es ist
der Weg.“ Und der Weg, den wir heute einschlagen, wird uns hinführen.
Daran habe ich nicht den geringsten Zweifel.
¡Hasta
la Victoria Siempre! - Bis zum immer währenden Sieg!
¡Independencia
y Patria Socialista! - Für die Unabhängigkeit und die sozialistische
Heimat!
¡¡Viviremos
y Venceremos!! - Wir werden leben, und wir werden siegen!
Hugo
Chávez Frías“

Natürlich
führte Hugo Chávez Frías über den formellen Textwortlauf seiner Grußbotschaft
hinaus in der telefonischen Übertragung weitere Anmerkungen an. So
dankte er den Mitgliedern der KP Venezuelas „für die immer währende
Unterstützung“ und erklärte seine Unterstützung für die KP
Venezuelas.
Er
erklärte auch, dass sich in den USA eine Krise des Kapitalismus
ereignet, was auch einen Moment des Angriffs darstellt und seiner
Auffassung nach genutzt werden muß, um alternative Gesellschaftsmodelle
aufzubauen: „Der Weg hin zum Sozialismus ist voller Widersprüche und
Katastrophen. Aber das ist der Weg. Wir gehen in Richtung einer neuen
Herrschaft.“
Auch
führte er an, dass 2011 das 7. Jahr der Erklärung des sozialistischen
und antiimperialistischen Wesens der Bolivarischen Revolution ist, in
deren Ergebnis einer Kette von Ereignissen erfolgte, die auf dem Weg
abliefen, welcher „noch voller Widersprüche, Zweifel und Katastrophen
ist, aber der weiterhin gegangen wird.“
Des
Weiteren sagte Hugo Chávez, dass in wenigen Stunden die zweite Etappe
seiner Chemotherapie beginnen wird: „Dies ist eine Schlacht, die ich
mit der Hilfe von Euch allen, der Solidarität des venezolanischen
Volkes und der venezolanischen und kubanischen Ärzte gewinnen werde.
Ich werde leben, damit wir gemeinsam weiterhin das sozialistische
Heimatland aufbauen.“
Hier
ein Video auf youtube, welches einen guten Eindruck von der kämpferischen
Atmosphäre auf dem Parteitag der venezolanischen Kommunisten während
der telefonischen Ansprache von Hugo Chávez aus Havanna vermittelt:
http://www.youtube.com/watch?v=NsC_J3d-QOY&feature=player_embedded
Auf
Weisung von Präsident Chávez, welcher auch die höchste Führungspersönlichkeit
der Sozialistischen Einheitspartei Venezuelas (PSUV) ist, begleitete
eine hochrangige Delegation unter Vorsitz des Stellvertretenden Staatspräsidenten
Elías Jaua und weiter zusammengesetzt aus der Parlamentsabgeordneten
Cilia Flores (stellvertretende Vorsitzende der PSUV), dem Kanzler Nicolás
Maduro, dem Parlamentspräsidenten Fernando Soto Rojas, dem
stellvertretenden Parlamentspräsidenten Aristóbulo Istúriz, den Führungsfunktionären
Antonia Muñoz, Jesús Montilla und Freddy Bernal die Mitglieder des ZK
und des Politbüros der KP Venezuelas bei der Eröffnung des 14.
Parteitages der venezolanischen Kommunisten.
5.
AUGUST: GRUSSBOTSCHAFT VON JULIAN CONRADO (KOLUMBIEN)
Der
bekannte Liedermacher, Revolutionär und Kommunist Julian Conrado übermittelte
dem Parteitag der KP Venezuelas aus dem Gefängnis des bolivarischen
venezolanischen Geheimdienstes DIN in Caracas eine Grußbotschaft, die
begeistert aufgenommen wurde. Darin bedankte er sich für die großartige
Unterstützung durch die venezolanischen Genossen seit seiner
Inhaftierung in Caracas.
„August
2011
Liebe
Genossen der Kommunistischen Partei Venezuelas!
Aus
meinem Kettengerassel paradoxerweise in den Kerkern von Caracas, der
Hebamme von Befreiern und gelegen in der Bolivarischen Revolution, möchte
ich Euch meine heißesten Grüße und stärkste Sympathie als Großkolumbianer*
anlässlich des 14. Parteitags der Kommunistischen Partei Venezuelas überbringen,
und zwar mittels der Vereinigung „Que no calle el cantor“ („Dass
der Sänger nicht schweigt“), die die Höflichkeit, Tugend und
Konsequenz gehabt haben, weltweite Solidaritätsaktionen für die
Verteidigung meiner grundlegenden Menschenrechte, meiner Freiheit und
meines politischen Asyls gegenüber den Bestrebungen des
verbrecherischen Regimes Kolumbiens und der USA hinsichtlich meiner
Auslieferung zu „ ... Folter und Tod ..“ zu aktivieren und zu
organisieren. Diese Worte des Dankes ergehen an Euch Mitglieder der
Kommunistischen Partei Venezuelas und Menschen aus aller Welt, die Ihr
als Delegierte und Gäste dort vertreten seid und solidarisch und
mobilisierend für diese Sache eintretet.
Lasst
uns nicht im ewigen Kampf scheitern. Wie sagte Che: „Gegen den
Imperialismus kämpfen, wo auch immer er ist.“ Und lasst uns nicht
vergessen, dass der kolumbianische Faschismus heute der reinste,
allerreinste und veredelteste Ausdruck der vaterlandslosen Oligarchien
und des imperialen Verbrechertums der USA ist.
Lasst
uns die Bolivarische Tür zum „Plan Kolumbien“ verschließen und
nicht die Wiederauferstehung des „Plan Condor“ zulassen.
Ich
umarme Euch alle.
Voller
Liebe werden wir siegen!
Julián
Conrado“
(*Mit
„Großkolumbianern“ knüpft Genosse Julian Conrado an jenes „Großkolumbien“
an, welches als einstiges Vizekönigreich der spanischen Krone die
Kolonialmacht Spaniens über die heutigen Territorien von Kolumbien und
Venezuela bezeichnete.)
Ebenfalls
am 5. August wurde dem Parteitag ein aktuelles Agitprop-Video zur
Geschichte erfolgreicher leninscher Bündnispolitik der Kommunistischen
Partei Venezuelas vorgestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=4LLFleXn4P4&feature=player_embedded
Am
5. August diskutierten die Parteitagsdelegierten in Arbeitsgruppen die
drei zentralen Beschlussvorlagen. Sie berieten über das Aktionsprogramm
der KP Venezuelas, die politischen Leitlinien der Partei und die Reform
des Parteistatuts.
Am
6. August wurden die Ergebnisse dieser Diskussionen der großen
Plenartagung des Parteitags zur weiteren Diskussion und Beschlussfassung
vorgelegt. Während all dies in Sälen der Bolivarischen Universität
Venezuelas in Caracas stattfand, werden auf der Abschlussveranstaltung
in der Parteizentrale im Theater Cantaclaro in Caracas die
Schlussfolgerungen aus den Aussprachen sowie die Beschlüsse und die
neuen Mitglieder des Zentralkomitees vorgestellt.
Genosse
Carolus Wimmer, Sekretär für Internationale Beziehungen im ZK der KP
Venezuelas, wies gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa
Latina darauf hin, dass der Parteitag den End- und Höhepunkt einer
breiten Mitgliederdiskussion bildet, welche seit Beginn 2009 innerhalb
der Kommunistischen Partei Venezuelas geführt wurde.
(wird
fortgesetzt)
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