|
Presse-Erklärung
der National-Demokratische Front der
Philippinen (NDFP) vom 16. Juli 2007
NDFP
BEDAUERT DIE BENUTZUNG DES EU-RATES ZUR VERFOLGUNG VON PROF. SISON UND ZUR
SABOTIERUNG DER FRIEDENSVERHANDLUNGEN
von
Luis G. Jalandoni (Vorsitzender und Verhandlungsführer der NDFP)
Die
National-Demokratische Front der Philippinen (NDFP) bedauert die Tatsache,
dass der EU-Rat Prof. José Maria Sison seit mehr als vier Jahren verfolgt
hat, indem er die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP), die Neue
Volksarmee (NPA) und den politischen Chefberater der NDFP Prof. José
Maria Sison auf die „schwarze Liste der Terroristen“ setzte.
Die
Rechtssprechung der 1. Instanz des Europäischen Gerichtshofes (EGH1) vom
11. Juli 2007 erklärte für nichtig, dass Prof. Sison auf der
„schwarzen Liste“ steht und ihm Strafmaßnahmen auferlegt werden und
hat klar festgestellt, dass der EU-Rat das Recht von Prof. Sison auf
Verteidigung verletzte, seine Pflicht zur Benennung von Gründen für das
Setzen auf die „schwarze Liste“ vermissen ließ und ebenso das Recht
von ihm auf wirksamen Rechtsschutz verletzte.
Der
EGH1 erklärte, dass das Recht auf Verteidigung ein Grundprinzip des
Gemeinschaftrechts in der EU ist. Der EU-Rat verletzte die Rechte und
Freiheiten von Prof. Sison durch das Setzen von Prof. Sison auf die
„schwarze Liste“ am 28. Juni 2007 auf der Grundlage derselben Lügen,
die schon zuvor der EGH1 enthüllte, ohne ihm eine faires Anhörung einzuräumen.
Der
Rat bezog sich nicht auf ein spezifisches Terrorismusgesetz, sondern
machte eine Falschbeschuldigung, wonach Prof. Sison schuldig sei wegen
Terrorismus als Vorsitzender der CPP und Chef der NPA. Der Rat sollte der
Feststellung des Obersten Gerichtshofes der Philippinen Achtung zollen,
der die Anklage für null und nichtig erklärte, dass Prof. Sison
CPP-Vorsitzender und NPA-Chef sei und verantwortlich für Aufruhr ist.
Der
höchste niederländische Verwaltungsgerichtshof Raad van State stellte
1992 und 1995 mit Bestätigung 1997 fest, dass Prof. Sison ein politischer
Flüchtling nach Artikel 1 A der Flüchtlingskonvention und
Rechtseenheidkamer REK ist. Der EU-Rat sollte aufhören, diese niederländischen
Gerichtsentscheidungen hinsichtlich seines Asylfalls zu missachten und
festzustellen, dass er ein „Terrorist“ sei.
Durch
das Setzen von CPP, NPA und Prof. Sison auf die „schwarze Liste der
Terroristen“ hat der EU-Rat wider besseres Wissen die ultrareaktionären
Kräfte auf den Philippinen dabei unterstützt, die Friedensverhandlungen
zwischen der NDFP und der Regierung der Philippinen zu sabotieren und
massiv sowie systematisch Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Diese
Menschenrechtsverletzungen umfassen die außergerichtliche Tötung von
mehr als 860 im gesetzmäßigen Rahmen aktiven Menschen, das
Verschwindenlassen von über 200 Vermissten und die erzwungene Vertreibung
von mehr als einer Million Menschen unter Oplan Bantay Laya I und II.
Wir
fordern, dass der EU-Rat damit aufhört, die CPP, NPA und Prof. Sison auf
die schwarze Liste zu setzen. Er muss der CPP und NPA als Kräfte einer
wirklichen nationalen Befreiungsbewegung Achtung zollen. Einer nationalen
Befreiungsbewegung, die die Menschenrechte und internationales humanitäres
Recht durchsetzt. Er muss die Verfolgung von Prof. Sison stoppen und der
Gerechtigkeit folgen. Dann können die Bedingungen verbessert werden, um
die formellen Friedensverhandlungen zwischen der Regierung der Philippinen
und der NDFP wiederaufzunehmen.
Ruth
de Leon
Exekutivleiter
NDFP Internationales Informationsbüro
Quelle:
ebda. |