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KP der Philippinen / NPA:

Vier weitere Söldner der philippinischen Armee bei deren ausgedehnten Operationen in Abra getötet

von Ka Diego Wadagan, Sprecher des Agustin Begnalen Kommandos der NPA, 10. April 2008

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Vier Soldaten des 52. Aufklärertrupps der 5. Infanterie-Division und ein NPA-Guerrillero wurden bei einem Aufeinandertreffen am 5. April 2008 im Barangay Tubtuba in der nördlich von Manila auf Panay gelegenen Cordillera-Provinz Abra* getötet. Der Verlust seitens der NPA war Ka Atong, ein Mitglied des Stammes der Salegse in Kalinga. Das Aufeinandertreffen war jüngste Feuerwechsel in einer Reihe von Gefechten zwischen den philippinischen Streitkräften und der NPA, seit die üblen Operationen jetzt im zweiten Monat andauern. Zuvor am 21. März 2008 wurden 5 Söldner in einem Hinterhalt getötet. Und am 25. März 2008 wurden zwei weitere Söldner getötet und zwei andere Söldner verwundet.

Täglich vom 23. März bis 27. März 2008 warfen zwei OV-Bombenflugzeuge 250-Pfund-Bomben über dem bewaldeten Gebiet und über den Bergen entlang der Ortschaftsgrenzen von Tubo und Besao und an den Periperien der Ortschaften Sityo Pananuman und Tubtuba ab. Seit 29. März 2008 bombardierte die philippinische Luftwaffe das Gebiet von frühmorgens bis in die Nacht mit 105 mm Howitzer Bomben und wurden 81 mm Granaten aus Mörsern der philippinischen Armee von Pananuman aus abgefeuert. Eine OV-10 Bombe kostet rund 100.000 Pesos, eine Howitzer Bombe rund 8.500 Pesos, eine Mörsergranate rund 5.000 Pesos. Das Militär hält seinen Beschuss sogar nachts aufrecht und traumatisiert damit die Dorfbewohner in deren Lebensalltag. Die Menschen wurden gehindert, ihre Reisfelder zu bearbeiten, sich um ihre Landwirtschaft zu kümmern und ihr Vieh zu weiden.

In gnadenloser Ausführung des Aufstandsbekämpfungs-Operationsplans Bantay Laya des US-Arroyo-Regimes schert sich das Militär einen feuchten Kehricht um die Rechte des Volkes. Es versucht, der NPA die Unterstützung im Volke zu nehmen, „den Sumpf zu trocknen und den Fisch zu fangen“. Es wird weitere Millionen Pesos für Munition verschwenden, den Menschen die landwirtschaftliche Produktion verwehren und sie weiter hineinzwingen in Armut und Hunger. Dies alles in der vergeblichen Hoffnung, die NPA damit niederzukämpfen.

Aber dies wird angesichts der gegenwärtigen Reisversorgungskrise lediglich das Volk nur noch mehr verbittern. Die Menschen fordern jetzt nachdrücklich den Abzug der militärischen Truppen aus dem Gebiet, damit sie zu ihrem normalen Lebensalltag zurückkehren können. Das Agustin Begnalen Kommando schwört, die faschistischen Streitkräfte bei jedem Schritt ihrer Überfälle auf das Gebiet bluten zu lassen.

Quelle: http://www.philippinerevolution.net/

Anmerkung: Die über 211.000 Bewohner der Provinz Abra sind zumeist Abkömmlinge der Ilocano-Siedler und Mitglieder des Tingguian-Stammes, sie sprechen demzufolge zu ca. 75% Ilocano und zu ca. 25% Itneg, die philippinischen Hauptsprachen Tagalog und Englisch sind dort fast unbekannt. Zum schmutzigen Krieg der philippinischen Truppen gegen das eigene Volk gibt es zahlreiche Informationen auch aus dieser Region selbst. Im Hintergrund geht es vor allem auch um die Ausplünderung und den Ausverkauf von Bodenschätzen durch ausländische (US-) Bergbaukonzerne. Hier englischsprachige Quellen dazu:

http://www.cpaphils.org/

http://www.travelblog.org/Asia/Philippines/Cordillera/blog-261852.html

http://www.ahrchk.net/ua/mainfile.php/2006/1543/

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