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Von den Guerrilla-Fronten in den Philippinen

OHNE EINEN SCHUSS WURDE PATROUILLE ENTWAFFNET

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Mitteilung der 1. Pulang Bagani Kompanie im Merardo Arce Kommando der NPA Süd-Mindanao vom 11. Dezember 2010. (auf Kommunisten-online am 15. Dezember 2010) – Ohne auch nur einen einzigen Schuß abgegeben zu haben überrannte die 1. Pulang Bagani Kompanie der NPA erfolgreich einen Patrouillen-Posten des Bahani-Zugs weiter Reichweite (BLRP) der 1003. Brigade der 10. Infanterie-Division der Streitkräfte der Philippinen in Sitio Damilag im Paquibato Distrikt von Davao am 9. Dezember 2010. Die kommunistischen Kämpfer erbeuteten 8 schwere Feuerwaffen (4 Garand-Sturmgewehre, zwei M1 Karabiner, eine Maschinenpistole M16 und 12er Gewehr. Ein Funkgerät der Marke Harris, Munitionsbestände, militärische Ausrüstung und Dokumente wurden ebenfalls bei dem Angriff der NPA beschlagnahmt.

8 paramilitärische CAFGU-Angehörige verließen zu Beginn des Angriffs ihre Posten und ergriffen die Flucht. Der befehlshabende Corporal Fresilo C. Dosel (Seriennummer 810931) ergab sich. Bei ihm befand sich ein weiterer CAFGU-Angehöriger, der noch minderjährig war und sich ebenfalls ergab. Die NPA ließ Corporal Dosel und das CAFGU-Kind sofort und ohne jede weitere Behelligung frei, nachdem sie freiweillig ihre Feuerwaffen ausgehändigt hatten.

Dieser jüngste taktische Angriff der NPA beweist erneut die Lügen und Konstrukte des Sicherheitsagenten Ruben Labawan und seines Ziehvaters, des Brigadegenerals Eduardo del Rosario, des Befehlshabers der 1003. Brigade der Streitkräfte der Philippinen, sowie ihre Oberst Domingo Tutaan. Sie hatten die NPA falsch kaltblütiger Morde an Lumaden beschuldigt. Desweiteren zeigt dieses Geschehen die Doppelzüngigkeit der 10. Infanterie-Division, wenn Militärsprecher behaupten,sie würden nicht weiterhin Minderjährige als Kämpfer für die paramilitärischen Verbände der Söldnertruppen rekrutieren.

Genosse „Ka Parago“

1. Pulang Bagani Company im Merardo Arce Kommando NPA Süd-Mindanao

Quelle: E-Mail der KP der Philippinen an die Redaktion

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AQUINO-REGIERUNG FOLGT FASCHISTISCHEM VERMÄCHTNIS DES US-ARROYO-REGIMES

von Jorge „Ka Oris“ Madlos

Sprecher der NDFP Mindanao

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Mitteilung der Nationaldemokratischen Front der Philippinen (NDFP) in Mindanao vom 10. Dezember 2010.-(auf Kommunisten-online am 15. Dezember 2010) –  Die Nationaldemokratische Front der Philippinen (NDFP) in Mindanao steht vereint mit der gesamten philippinischen Nation beim Begehen des Internationalen Tags der Menschenrechte und Gedenken an all die Aktiven und die Volksmassen, die zu Märtyrern und Helden unserer Zeit geworden sind und zu Opfern schwerster Menschenrechtsverletzungen der faschistischen Agenten und Bluthunde des vorherigen und jetzigen reaktionären Regimes geworden sind. Wir stehen an der Seite des philippinischen Volkes und der Weltöffentlichkeit und drücken unsere stärkste Verurteilung sowie die Forderung nach Gerechtigkeit für alle Opfer aus.

Wenn wir diesen Tag voller Empörung und Protest begehen, dann strebt die NDFP Mindanao gemeinsam mit allen revolutionären Kräften danach, den Volkskampf zu verstärken, um der sozialen Ungleichheit und der Unterdrückung ein Ende zu bereiten, welche zu schwerwiegenden Verletzungen der politischen und Menschenrechte führen. Der Volkskampf für die grundlegenden Menschenrechte schließt auch das Recht auf die Grundbedürfnisbefriedigung ein, d.h. gesunde Ernährung, Unterkunft, Kleidung, Freisein von Angst, das Recht auf Genießen einer Atmosphäre des Friedens. Selbst der UN-Berichterstatter zu den Menschenrechten, Philip Alston, sagte aus, dass der reaktionäre bürgerliche Staat durch seine Söldnertruppen der Streitkräfte der Philippinen, die Nationale Polizei der Philippinen, paramilitärische Verbände und sogenannte Privatarmeen der größte Menschenrechtsverletzer in den Philippinen ist.

In der jüngsten Vergangenheit wurden die übelsten Menschenrechtsverletzungen in den letzten 9 Jahren unter der Herrschaft des US-gestützten Arroyo-Regimes begangen. Während dieser Zeit ließ der Unterdrückungsplan Bantay Laya 1 (2001-2006) und 2 (2007-Juni 2010) die Menschenrechtsverletzungen ansteigen. Dies insbesondere in Mindanao gegen Millionen Menschen, Moro und Nicht-Moro gleichermaßen, in Städten und auf dem Lande. Die Menschenrechtsverletzungen umfaßten willkürliche Morde, Brandstiftung, Folter, Vergewaltigung, gewaltsame Entführungen und massenhafte Vertreibungen ganzer Siedlungen.

Die straffrei begangenen Morde überstiegen unter dem Arroyo-Regime die Zahl von 1.200 Aktiven, Anwälten, Journalisten und Kirchenfunktionären. In Mindanao wurden allein in der Region Süd-Mindanao 103 Menschen Opfer von Exekutionen, in Nord-Ost-Mindanao waren es 34, in Nord-Zentral-Mindanao 31 und in West-Mindanao 32 Menschen.

Das Moro-Volk, welches derzeit im Kampf um die Anerkennung seines Selbstbestimmungsrechts steht, ist ebenfalls Opfer der Morde geworden, so dass unter dem Arroyo-Terrorregime 147 Moro in den vorwiegend von Moro bewohnten Gebieten ermordet wurden. Dies summiert die Gesamtzahl der in Mindanao umgebrachten Menschen auf 336. Die schlimmsten und brutalsten Menschenrechtsverletzungen ereigneten sich im Land der Moro als die vom Arroyo-Regime gehätschelten und geförderten Kriegsherren des Ampatuan-Clans auf schreckliche Art 58 Menschen massakrierten, darunter Journalisten und Rechtsanwälte. Das Terrrorregime im Namen der Aufstandsbekämpfung unter Estrada und Arroyo hat eine unvorstellbaren wirtschaftliche und psychologische Vewüstung angerichtet und Millionen Menschen aus dem Volk in Mindanao sozial ausgegrenzt.

Trotz Herrn Aquinos Worten vom Beenden der Menschenrechtsverletzungen ergaben die ersten 5 Monate seiner Amtszeit (Juni-Oktober 2010) 20 Morde an Menschen, darunter Aktive und Journalisten. Speziell in Mindanao wurden 3 Menschen in Süd-Mindanao und 2 Menschen in der Nord-Zentral-Region von Mindanao ermordet. Und die Verlängerung des Operationsplans Bantay Laya bis Ende 2010 brachte die Vertreibung von vielen Bauern aus ländlichen Gebieten wegen der massiven militärischen Angriffshandlungen vor allem in den Provinzen Surigao del Sur, Compostela Valley und in einigen Moro-Gebieten.

Wir müssen uns bewußt sein, dass diese Menschenrechtsverletzungen zu einem untrennbaren Bestandteil der Aufstandbekämpfung genannten Unterdrückungskampagnen geworden sind, welche einen massiven Aufschrei vor Ort und in der Weltöffentlichkeit, Wut und sich anhäufenden Protest in den Städten und Siedlungen quer durch das ganze Land und die Welt ausgelöst haben. Auf alarmierende Art deuten alle Zeichen darauf hin, dass das US-gestützte Aquino-Regime dieselbe verbrecherische Haltung und Politik der vorherigen Regimes in Sachen Menschenrechte fortsetzt.

Jetzt, wo die revolutionäre Bewegung unter der Führung der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) unaufhaltsam trotz der burtallen Unterdrückungskampagnen aller bisherigen Regimes nach vorn marschiert, können wir erwarten, dass die Menschenrechtsverletzungen sogar noch schlimmer werden, so dass die neu anstehende Unterdrückungskampagne des US-gestützten Aquino-Regimes nach den Buchstaben des Aufstandsbekämpfungshandbuchs seiner US-imperialistischen Lehrherrn abläuft. Die Streitkräfte der Philippinen sind nachweisbar die größten Menschenrechtsverletzer im Land und haben sich ironischerweise bisher selbst stets als die größten Menschenrechtsanwälte im Gewand der Siedlungsorganisatoren für Frieden und Entwicklung (COPD) in den Spuren der Sondereinsatzgruppen aufgespielt.

Die Menschenrechtsverletzungen haben sich gegen das Volk gerichtet, zum Schutz der egoistischen Interessen der herrschenden Klasse und ihrer imperialistischen Lehrherren. Dies war in der gewaltsamen Unterdrückung des Kampfes der Bauern für eine wirkliche Bodenreform und beim Kampf für die Arbeiterrechte auf gerechte Entlohnung und gewerkschaftlichen Zusammenschluß sowie beim Kampf der Studenten für ihr Recht auf Bildung, beim Kampf der Moro und Lumaden für ihre Rechte auf Selbstbestimmung sowie beim Kampf der gesamten Nation gegen die US-imperialistische Einmischung zu sehen. Der schlimmste Ausdruck dessen waren die Massaker von Mendiola und Hacienda Luisita, wo der Wunsch der Bauern nach Land brutal im Massaker endete, was mit dem Namen des Cojuanco-Aquino-Clans, mit der „Ikone der Demokratie“ Cory Aquino und dem jetzigen Präsidenten Noynoy verbunden ist. Kürzlich wurden wir Zeuge der gewaltsamen Auflösung von Protesten der subsistierenden Kleinfahrzeugfahrer sowie der Studenten in Manila. In Mindanao geht die Unterdrückung der Grundrechte der Arbeiter bei Filipinas Oil Palm in Agusan del Sur, DOLEFIN in Süd-Cotabato und in anderen Firmen vor Ort weiter.

Der kürzliche Durchbruch bezüglich der formellen Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Regierung der Republik der Philippinen und der National-Demokratischen Front der Philippinen gibt dem Volk Hoffnung, nach vorn zu schauen und zu erwarten, dass die Regierung einst unterzeichnete gegenseitige Vereinbarungen respektiert und positive Signale aussendet wie zum Beispiel die Freilassung aller politischer Gefangenen und die sofortige strafrechtliche Verfolgung aller Menschenrechtsverletzer durch ihr Justizsystem bei den Fällen, die im gemeinsamen Kontrollausschuß von Regierung und NDFP dokumentiert sind.

Die NDFP Mindanao spornt das Volk an, sich zusammenzuschließen beim Anprangern und Bekämpfen des derzeit vom Regime ausgehenden Faschismus, der die grundlegendsten Menschenrechte des Volkes mit Füßen tritt. Das Volk muß für die Opfer der Menschenrechtsverletzungen die Gerechtigkeit einfordern und erkämpfen. Das Volk muß das Aquino-Regime unter Druck setzen, damit es die Menschenrechtsregeln aus dem Abkommen CARHR-IHL umsetzt.

Wirkliche Gerechtigkeit kann nur erreicht werden, wenn die drei Grundprobleme namens Imperialismus, Feudalismus und bürokratischer Kapitalismus zerschlagen werden und die volksdemokratische Revolution siegreich ist!

Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von Mendiola und Hacienda Luisita!

Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von Maguindanao!

Gerechtigkeit für alle Opfer von Morden!

Gerechtigkeit für alle Opfer sozialer Ungerechtigkeit!

Vorwärts im Volkskampf für nationale Befreiung und Demokratie!

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