| Kommunistischen
Partei der Philippinen-Sprecher Gregorio „Ka Roger“ Rosal
reagierte auf Berichte, wonach die philippinischen Streitkräfte
(AFP) Mannschaften in den armen städtischen und Arbeitervierteln im
Großraum Manila stationiert haben und Haus-zu-Haus-Einschüchterungsaktionen
vor allem in Tondo und den Barangays (Siedlungen) Parola, Isla
Puting Bato, Del Pan sowie einigen Siedlungen von Santa Mesa in
Manila und in einigen Wohngebieten in Caloocan City durchführen. Wo
bekannt ist, dass sie Hochburgen der Parteien Bayan Muna (4),
Anakpawis , Gabriela Women's Party (6) und anderen verbündeten
fortschrittlichen Organisationen sind. |
Pressemitteilung
Informationsbüro
der Kommunistischen Partei der Philippinen (Communist Party of the
Philippines - CPP)
KP
der Philippinen klagt Armee-Terrorkampagne gegen fortschrittliche Parteien
und Organisationen an
Übersetzung
3.
März 2007
Die
Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) (1)
klagte heute das Arroyo-Regime und seine Streitkräfte „wegen schändlicher
Ausführung einer faschistischen Terrorkampagne gegen fortschrittliche
Parteien und Organisationen sowie deren verbündete demokratische und
volksverbundene Organisationen im Großraum Manila sowie in der Provinz
an. Spezifisches Ziel dieser Kampagne ist es, die Mitglieder und
Massenverankerung dieser Organisationen zu terrorisieren, um sie daran zu
hindern, einen weiteren Sieg bei den Wahlen im Mai zu erringen und eine stärkere
Kraft in der 'Weg mit Arroyo- Bewegung' und in der legalen und
parlamentarischen Arena des politischen und gesellschaftlichen Kampfes im
Lande zu werden.“
CPP-Sprecher
Gregorio „Ka Roger“ Rosal (2) sagte, die zunehmende Aktivität militärischer
Truppen in Arbeitervierteln und armen städtischen Wohnsiedlungen im Großraum
Manila ist Teil der „Raus-und-weg-Kampagne“ (3) der philippinischen
Streitkräfte (Armed Forces of the Philippines - AFP) unter Leitung von
Arroyos Kabinett und Sicherheitsoffizieren, „um den Wahlsieg der
fortschrittlichen Kräfte zu verhindern und sie aus der legalen und
parlamentarischen Kampfarena hinauszuschmeißen.“
Rosal
reagierte auf Berichte, wonach die philippinischen Streitkräfte (AFP)
Mannschaften in den armen städtischen und Arbeitervierteln im Großraum
Manila stationiert haben und Haus-zu-Haus-Einschüchterungsaktionen vor
allem in Tondo und den Barangays (Siedlungen) Parola, Isla Puting Bato,
Del Pan sowie einigen Siedlungen von Santa Mesa in Manila und in einigen
Wohngebieten in Caloocan City durchführen. Wo bekannt ist, dass sie
Hochburgen der Parteien Bayan Muna (4), Anakpawis (5), Gabriela Women's
Party (6) und anderen verbündeten fortschrittlichen Organisationen sind.
Rosal
sagte, die Soldaten hätten ihr Quartier vor Ort als fast ständige
taktische Zentren in den Zielortschaften für die Dauer der Wahlperiode
bezogen, wobei sie Kirchen und Behördenhaus nutzen. Truppweise
„besuchen“ Soldaten Haus für Haus zum Aufspüren und Einschüchtern
von Funktionären und Mitgliedern lokaler Gliederungen fortschrittlicher
volksverbundener Organisationen und Parteien. Sie drohen dabei den
Menschen für den Fall von Kampagnen, Unterstützung oder Stimmabgabe für
diese Organisationen.
Die
Soldaten beseitigen auch Plakate und Propagandamaterialien dieser Parteien
und schrecken Menschen davor ab, Versammlungen dieser Parteien zu
besuchen. Sie veranstalten dort Vorträge „Kenne den Feind“ (7), eine
Präsentation der philippinischen Streitkräfte, die besagt, dass all
diese Parteien „kommunistische Frontorganisationen“ und
„Volksfeinde“ seien.
Presseberichte
brachten den Fall des Mitglieds von Bayan Muna Alberto Corbes, der
berichtete, dass er von Soldaten am 26. Februar gestoppt wurde, als er
durch Payatas lief. Die Soldaten befragten ihn, weil er Aufnahmeformulare
für Bayan Muna bei sich trug. Sie fragten ihn: „Weißt du nicht, dass
Bayan Muna eine Frontorganisation der NPA (8) (New People's Army -
Guerrillabewegung der KP der Philippinen) ist? Höre auf, für die was zu
tun und Leute zu werben.“ Zu Corbes' Antwort „Wir sind keine NPAs“
herrschten ihn die Soldaten an, wenn er nicht aufhöre, für Bayan Muna
aktiv zu sein, würde er nicht lange genug leben, um die Osterwoche noch
zu sehen. Nicht genug damit, in den Morgenstunden des 29. Februars brachen
nichtidentifizierbare Männer plötzlich die Tür zu Corbes' Haus auf und
schleuderten Steine auf ihn. „Dies sind dieselben faschistischen Belästigungstaktiken
und Terrorangriffe, wie sie die philippinische Armee auf dem Lande ausführt,
- wie sie angewendet worden sind durch General Palparan (9) auf den Inseln
Mindoro und Samar, in Bulacan, Nueva Ecija, Tarlac und Pampanga.
Ganz
auf der Linie des internen Sicherheitsplans Bantay Laya II (10) der
philippinischen Streitkräfte (AFP) hat sich die philippinische Armee
selbst zur Aufgabe gestellt, gegenorganisierende Operationen auf der Ebene
der Wohnsiedlungen gegen fortschrittliche Parteien und volksverbundene
Organisationen in städtischen Armen- und Arbeitervierteln sowie den bäuerlichen
Dörfern auszuführen. Das Arroyo-Regime betont ständig den Bezug
fortschrittlicher Parteien und Organisationen als „kommunistische
Frontorganisationen“ und als Teil der „politischen Infrastruktur“
der revolutionären bewaffneten Bewegung.
Rosal
sagte, die unverhüllte Militarisierung der Arbeiter- und Armenviertel im
Großraum Manila „stellen diese verfassungsgemäßen Ortsgliederungen
von Bayan Muna und verbündeten fortschrittlichen Parteien und
volksverbundenen Organisationen unter nichterklärtes Kriegsrecht.“
Er
verurteilte die philippinische Armee für das Rechtfertigen ihrer
Truppenaktivitäten in diesen Siedlungen als Teil ihrer
„Anti-Aufstands-Strategie“ unter dem Etikett von „Frieden und
Ordnung und Kommunalservice“. Er sagte, „in Wahrheit werden diese
Siedlungen unter Kriegsrecht gestellt, um fortschrittliche Parteien und
volksverbundene Organisationen physisch und legal zu liquidieren, gegen
deren unbewaffnete Aktivisten sowie von der Armee für Unterstützer oder
Sympathisierende der revolutionären bewaffneten Bewegung gehaltene
Zivilpersonen gewaltsame Angriffe durchzuführen.“
„Ungeachtet
der vielschichtigen Proteste und Verurteilungen für die außergerichtlichen
Tötungen und massiven Menschenrechtsverletzungen des Arroyo-Regimes und
seiner Streitkräfte werden diese Untaten immer schlimmer im Großraum
Manila wie auch im übrigen Lande. Mit der einspurigen faschistischen
Denkausrichtung der philippinischen Armee ist das Volk sehr besorgt, dass
die Kampagne politischer Ermordungen weitergehen und eskalieren wird und
über die Hauptstadtregion hinaus auf das gesamte Land auch in den
Provinzen weiterhin anhalten wird“, fügte Rosal hinzu.
Reference:
Marco
Valbuena
Media
Officer
Cellphone
Numbers: 09179776392 :: 09282242061
E-mail:
cppmedia@gmail.com
Homepage
siehe
Anmerkung
des Übersetzers: Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal
Arroyo rühmte sich erst kürzlich, eine ehemalige Klassenkameradin von
USA-Präsident George W. Bush zu sein ... . Ihr Regime darf also getrost
als extrem US-hörig betrachtet werden.
(Übersetzt:
JTB, Brüssel)
(1)
Näheres zur CPP findet sich hier
(2)
bei Namen beachten, dass die CPP sich in der Illegalität befindet.
(3)
„out-and-out campaign“ (Ausmerzungsoffensive gegen Linke und
Oppositionelle)
(4)
Name heißt „Zuerst das Volk“, näheres
(5)
aus der Gewerkschaftsbewegung sich formierende Partei, näheres
(6)
Gabriela Frauen-Partei, näheres
(7)
Teil der „Counter Insurgency“ unter direkter CIA-Federführung
(8)
Näheres zur NPA findet sich hier
(9)
„General Palparan, Kommandeur der 7. Infanteriedivision gab laut Daily
Tribune vom 22. August 2006 zu, dass Soldaten hinter den Morden an linken
Aktivisten stecken könnten, aber sie hätten keine Befehle dazu erhalten.
Allerdings habe er die Leute ermutigt, den Aufstand zu bekämpfen und das
Gesetz in die eigene Hand zu nehmen. Deshalb sei er indirekt
verantwortlich zu machen.“ siehe
(10)
verbrecherischer Aufstandsbekämpfungsplan der Arroyo-Regierung, näheres
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