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von RCTV |
RCTV*
- imperialistischem Hetzsender verlängerte
Hugo Chávez nicht die Lizenz
Jens-Torsten
Bohlke, Brüssel/30. Mai 2007
Univ.-Dipl.
Lateinamerikawissenschaftler/Historiker |
Mein
Hotel namens „Residencia Hogarena“ liegt nur wenige Schritte vom
RCTV-Gebäude entfernt, als ich Ende April 2007 in Caracas eintreffe und
bis 19. Mai 2007 in Venezuela bleibe, um mir selbst mein Bild von der
politischen Entwicklung unter dem dortigen Presidente Hugo Chávez Frias
zu machen. Vom 4. Stockwerk des Hotels aus, wo auch ein Internetcafé
seine Räumlichkeit hat, gibt es einen super Blick rüber zu RCTV. Mindestens 400 Beschäftigte hat dieser seit 58 Jahren in Venezuela
agierende Privatmedienkonzern aus Radio- und Fernsehstationen, die
allesamt im Besitz nur einer einzigen reichen venezolanischen Familie
sind. An der Hauswand des Sendergebäudes hin zur Strasse lese
ich Parolen wie „RCTV - wir bleiben“ oder „Ich glaube an RCTV“.
Ich filme diese Eindrücke, denn mein digitaler Fotoapparat ist leider
gleich bei Reisebeginn kaputtgegangen und nicht einsetzbar.
Natürlich
verfolge ich abends voller Interesse das Regierungsfernsehen „Venezolana
de Televisión“, welches auf einem der vielen Kanäle ausgestrahlt wird.
TELESUR, das von Venezuela, Kuba und Bolivien derzeit gemeinsam betriebene
Fernsehen für ganz Lateinamerika, ist in Venezuela nur bruchstückhaft über
einen Privatkanal zu empfangen. Die Massenmedien (Printmedien, Hörfunk, Fernsehen) befinden sich zu
weit über 90% in den Händen von privatkapitalistischen Unternehmern, sie
agieren fast ausschliesslich pausenlos tagtäglich und stündlich gegen
den Presidente Hugo Chávez Frias. Es findet da tagtäglich die große
Propagandaschlacht statt. Während die bürgerliche Medienallmacht eine
Versorgungskrise bei Grundnahrungsmitteln herbeizurufen versucht und
gleichzeitig organisiert kriminelle Schieber- und Horterbanden ganze
LKW-Ladungen aus Fleischkühlhäusern und Nahrungsmittellagern in das
benachbarte Ausland verbringen, wo die Lebensmittelpreise nicht auf
Niedrigniveau eingefroren wurden wie in Venezuela, schlägt abends der
eine alleinige Regierungskanal mit seiner sehr sehenswerten Sendung „La
Hojilla“ („Die Rasierklinge“) zurück und zitiert die bürgerlichen
Lügenmärchen, um sie schonungslos und beweiskräftig zu entlarven, mit
meist auch einem oft ironischen Unterton vor Publikum im Fernsehstudio.
RCTV
ist dort Dauerbrenner. Worum geht es inhaltlich?
-
RCTV-Sprecher beklagen sich, dass mit dem Entzug der Lizenz RCTV
geschlossen und die Meinungsfreiheit in Venezuela aufhöre zu existieren.
Was einfach eine Tatsachenentstellung ist. Denn:
1.
Die Lizenz ist nun am Sonntag 27. Mai 2007 abgelaufen und nicht von der
Regierung verlängert worden. So eine Lizenz ist eine Konzession, d.h. ein gewährter Zugriff auf
Sendefrequenzen. Sie wurde nicht
entzogen, sondern sie wurde lediglich nicht verlängert. Was ein unveräußerliches
souveränes bürgerliches Recht der venezolanischen Regierung ist. Denn eine
Lizenz, eine Konzession, ist nie Eigentum eines
privatkapitalistischen Konzerns, sondern ein wie auch immer ausgehandeltes
Zugeständnis einer Regierung oder Regierungsbehörde an
Privatkapitalisten oder, neuerdings auch in Venezuela, die Öffentlichkeit
in Form der Kommunalmacht (Räte) vor Ort im Lande.
2.
Die Meinungsfreiheit bei RCTV
hat seit Jahren darin bestanden,
jeden regierungsfeindlich auftretenden bekannten Oppositionellen zu Worte
kommen zu lassen und aber niemals
einen Anhänger des Presidente Chávez Oft war es der US-Botschafter in
Venezuela, welcher regierungsfeindlich im Sendeprogramm auftrat,
freundlichst interviewt durch den Chefkommentator dieses verlängerten
propagandistischen Arms von CIA und State Department der USA. RCTV stand
beim Putsch gegen Chávez in 2002 auch voll auf Seiten des Putschisten
Carmona, ganz im zweitägigen Jubelchor der venezolanischen Oligarchie und
Unternehmerschaft. Aber selbst dies veranlasste die Chávez-Regierung
nicht, RCTV die Lizenz zu entziehen oder den Medienkonzern zu schließen.
Die Chávez-Regierung machte es nicht wie eine bürgerliche Vorgängerregierung
in den 90er Jahren, welche den Fernsehsender kurzerhand einige Tage
schloss, nachdem dort gesetzwidrig pornographische Programminhalte
gesendet worden waren. Die Chávez-Regierung entzog auch nicht die
unabgelaufene Lizenz irgendeines Senders, wie dies in Ländern wie den
USA, Kanada, Indien, Spanien usw. in einigen Fällen nachweislich erfolgt
war.
3.
Ohne RCTV im
Medienspektrum Venezuelas gibt es dort im Lande einen Anteil der privatkapitalistischen Fernseh- und Hörfunkmedien von gut
80%, so dass von einer Überwindung von deren Allmacht keinerlei Rede
sein kann. Globovision, ein weiteres großes Sprachrohr von Reaktion,
Konterrevolution, CIA und State Department, läuft tagtäglich rund um die
Uhr weiter auf etlichen Kanälen in Venezuela.
-
Der Imperialismus schrie international in heftigem Protest auf:
1.
Die OAS-Menschenrechtskommission
verurteilte Venezuela per Mehrheitsbeschluss wegen Verletzung der bürgerlichen
Meinungsfreiheit in Sachen RCTV. Der Presidente Hugo Chávez Frias empörte
sich sehr über diese Verurteilung, denn wo bitte war die
OAS-Menschenrechtskommission, als es galt, den Putschisten Carmona in 2002
zu verurteilen, wann verurteilte die
OAS-Menschenrechtskommission jemals die USA wegen der Folterungen in Guantánamo,
wo ist die Verurteilung der USA-Regierung seitens der
OAS-Menschenrechtskommission nach Freilassung des üblen Terroristen
Santiago Posada Carriles in den USA? Venezola hatte es nicht nötig,
dieser Marionette OAS des US-Imperialismus weiterhin angehören zu müssen
und beendete seine Mitgliedschaft umgehend als Reaktion auf jene
Verurteilung sowohl in der OAS als auch bei IWF und Weltbank. Zugleich
hatte Venezuela sehr maßgeblich mitgeholfen, mit der „Bank des Südens“
(Banco del Sur) und der ALBA eine organisatorische Alternative zu IWF,
Weltbank und OAS für die lateinamerikanischen Staaten zu schaffen, d.h.
faire solidarische Handels- und Wirtschaftsbeziehungen anstelle von
US-imperialistischem Diktat und Korruption unter Pleitegeiern wie in der
Weltbank und dem IWF.
2.
Christdemokratische
EU-Parlamentarier empörten sich in Venezuela bei einem Besuch
über das „Ende der Meinungsfreiheit“ und forderten die Lizenzverlängerung
für RCTV. Im Regierungsfernsehen wurde klargestellt, dass Venezuela sich
nicht in seine inneren Angelegenheiten reinreden lässt, auch seien die
christdemokratischen EU-Parlamentarier nicht das EU-Parlament, wo deren
Antrag auf Verurteilung Venezuelas in dieser Sache an der Haltung der
sozialistischen und Linksfraktionen (vorerst, füge ich im nachhinein
hinzu!) gescheitert sei. (Ich frage mal, wo diese Falschspielerbande von
EU-Parlamentariern denn protestierte, als Stefan Heyms Rede im Bundestag
nicht abgedruckt wurde vom Bundespresseamt, entgegen sonst dort üblichen
Meinungsfreiheitstraditionen?) Mittlerweile
spielte sich aber das EU-Parlament doch als Demokratie-Oberlehrer auf
und verurteilte Venezuela wegen Einschränkung der Meinungsfreiheit
durch die dortige politische Entscheidung gegen RCTV. (Eigentlich klar,
dass das EU-Parlament die Meinungsfreiheit als Diktat der Finanzoligarchie
verteidigt, dies gehört zu den klassischen Aufgaben der Erhalter der
imperialistischen Welt- und Ausbeuterordnung.) Dies dürfte aber lediglich
einige Illusionen in Venezuela bei dortigen Chávez-Anhängern beseitigen
helfen, dass die EU eine vom US-Imperialismus unabhängige eigene Position
einnehmen würde, wie es Carolus Wimmer am 19. Mai auf einer
Landeskonferenz der KP Venezuelas in Caracas ausführte.
-
Venezuelas Volk fordert einen „öffentlichen Fernsehkanal 2“:
1.
Im Regierungsfernsehen riefen Intellektuelle das Volk auf, sich hinter die Position der Chávez-Regierung
in Sachen RCTV zu stellen. Sie prangerten an, dass RCTV mit seinem RTL-mäßigen
Tutti-Frutti-Programm des Appellierens an niedrigste Instinkte und
Sexismus gesellschaftliche Antiwerte, auch in seinen Telenovelas**,
verbreiten würde, die im Volke
und in der fortschrittlichen demokratischen Volksbewegung niemand brauche
und niemand mehr aushalten möchte.
2.
Im Regierungsfernsehen wurde darüber aufgeklärt, dass RCTV zugunsten Extraprofits massiv
Sozialversicherungsbetrug an seinen Mitarbeitern begangen hatte.
Opfer, einstige RCTV-Mitarbeiter, sagten ebenfalls im Regierungsfernsehen
dazu aus.
3.
Es wurden Befragungen von Bürgern
auf Straßen und Plätzen gezeigt, die für
die Nichtverlängerung der Lizenz an RCTV Partei ergriffen und
zugleich die Notwendigkeit eines „öffentlichen Kanal 2“ begründet
sahen, weil das Regierungsfernsehen Bereiche wie regionale
Sportereignisse, Kinder- und Bildungsprogramm usw. nicht abdecken könnte.
4.
Nach Aufklärungsveranstaltungen der sich formierenden Sozialistischen
Einheitspartei Venezuelas an etlichen öffentlichen Stellen in Caracas und
den Städten Venezuelas zur Notwendigkeit, RCTV per Nichtverlängerung der
Lizenz durch einen „öffentlichen Kanal 2“ zu ersetzen, erfolgte
letztlich durch Aufruf der Studierenden der Universität Simon Bolívar in
Caracas die Demonstration von hunderttausenden Menschen am 27. Mai, dem
Ablauftag der RCTV-Lizenz, zum Hauptsitz von RCTV in Caracas, um die
Haltung der Regierung Chávez zu bekräftigen. (Ganz
meinungsfreiheitlich im Klasseninteresse der Finanzoligarchie zeigten die
meisten westeuropäischen und nordamerikanischen Fernsehkanäle zwar die
der Demonstration nachts folgenden Krawalle der faschistischen
Konterrevolution in Caracas, nicht aber die Demonstration der großen
Masse von Chávez-Anhängern ... und klar, auch über die eine Woche zuvor
erfolgte Demonstration von zehntausenden Todesschwadronären, wie meine
kommunistischen Freunde es unumwunden nannten, zugunsten von RCTV, darüber
berichteten die bundesdeutschen Kanäle einhellig ausführlich und redeten
auch demagogisch von „Schließung von RCTV“.)
5.
Ich fand an vielen Stellen im Lande Parolen auf Wänden von Häusern „RCTVas“ (RCTV du gehst), „?No
crees en RCTV? Yo tampoco“ („Glaubst du nicht an RCTV? Ich auch
nicht.“). In der konservativen Hochburg Mérida in den Anden fand ich in
Siedlungen mit Eigentumsresidenzen der oberen Mittelklasse auch
kommerziell angebrachte Losungen von RCTV an deren Hauswänden. Diese
Propagandaschlacht als eine Facette des zugespitzten Klassenkampfes wurde
auch auf der Straße hart geführt.
Fazit:
Mit
sozialistischer Revolution oder gar Diktatur des Proletariats hat die
Nichtverlängerung der Lizenz an RCTV durch die Chávez-Regierung in
Venezuela rein gar nichts zu tun. Die Regierung dort handelt strikt auf
dem Boden bürgerlicher Gesetze und setzt lediglich Akzente gegen die
Zulassung massiver medialer Einmischung des US-Imperialismus. Denn allein
dafür stand RCTV politisch, was mit Meinungsfreiheit nichts zu tun hat.
Der
ganze Fall offenbart, dass das politische Kräfteverhältnis sich immer
weiter zuungunsten von Imperialismus und einheimischer Oligarchie in
Venezuela verschoben hat. Hugo Chávez Frias handelt sehr klug und
besonnen, das schwächste Glied in der Kette der Imperialisten und
Oligarchen anzutasten, dabei die Volksmassen zu mobilisieren und weiter zu
politisieren. Dies befähigt immer mehr einst arme und unterdrückte
Menschen Venezuelas, das Volk dieses Landes, sich aktiv und mit
gefestigter revolutionärdemokratischer Grundposition in den verkündeten
„Aufbau der sozialistischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts“, wie Chávez
sein großes Projekt der Bolivarianischen Revolution nennt, als
geschichtliches Subjekt und Souverän einzubringen. So werden weitere günstige
objektive Bedingungen geschaffen, um näher an den Beginn der
proletarischen sozialistischen Revolution heranzurücken. Da weder der
US-Imperialismus noch die venezolanische Kapitalisten- und Großgrundbesitzerklasse
freiwillig zum Verzicht ihrer Jahrhunderte langen Herrschafts- und
Eigentumsprivilegien bereit sind, setzen sie immer stärker auf die braune
faschistische Karte, bereiten sie Attentate gegen Aktivisten der
revolutionären Bewegung und den Presidente Chávez vor, schmieren sie (u.a.
von mir gefilmte) Mordaufrufe gegen Chávez an Häuserwände, agieren sie
(allerdings bisher ohne nennenswerten Effekt!) zur Schaffung von
Wirtschafts- und Versorgungskrisen ... denn im „Chaos“ lässt sich
dann nach reaktionären Todesschwadronen der Nationalgarde oder
putschenden Militärs rufen, zwecks „Regimewechsel“, nach dem Konzept
von CIA und State Department.
Wünschen
wir also dem venezolanischen Volk viel Wachsamkeit und Verteidigungsfähigkeit
bei der Vertiefung des eingeleiteten revolutionären Prozesses in Richtung
sozialistische Gesellschaft sowie Ausdauer und Klassenbewusstsein! An
Letztgenanntem in der Arbeiterklasse verstärkt zu arbeiten, darauf
orientierte der Vorsitzende der KP Venezuelas Gerónimo Carrera am 19.5.
in seinem Referat die Mitglieder unserer Bruderpartei in Venezuela ganz
besonders.
Unsere
ganz besondere Solidarität und Anteilnahme gilt den venezolanischen
Kommunisten und ihrer sich als proletarische marxistisch-leninistische
Avantgarde sehr überzeugend bewährenden Kommunistischen Partei
Venezuelas, welche weiter an Mitgliedern und Wählerstimmen wächst und
treuester Unterstützer des Presidente Chávez nach wie vor ist.
Jens-Torsten
Bohlke, Brüssel,
Univ.-Dipl.
Lateinamerikawissenschaftler/Historiker
Quellen:
Meine Filmaufzeichnungen von Fernsehsendungen in „Venezolana de Televisión“
(April/Mai 2007) sowie Veranstaltungen in Caracas zu diesem Thema und den
Parolen an Häuserwänden an verschiedenen Orten des Landes, Gespräche
mit langjährigen Genossinnen und Genossen der Kommunistischen Partei
Venezuelas, gespeichert auf etlichen DVDs. ++
*
RCTV = Radio Caracas Television (in Caracas konzentriert sich die kaufkräftige
Oberschicht/obere Mittelschicht Venezuelas, der Kunden- und
Sympathisantenstamm von RCTV
**
Telenovelas sind billig produzierte bürgerliche Seifenopern wie etwa die
vielen Arztserien auf bundesdeutschen Kanälen.
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Ganz
Caracas eingenommen von den Bolivarianern
Antiimperialistischer
Großaufmarsch in Caracas
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel (2. Juni 2007)
Vom
Park des Generalissimus Francisco de Miranda und der Metrostation La
Bandera her, den beiden Punkten des Demonstrationsbeginns im Südosten und
Süden von Caracas sowie verschiedenen dazwischen liegenden Gegenden wie
Petare, Chacao, Chacaito und dem Sitz von PDVSA in der Avenida Libertador
bemerkten die Kameras von VTV die Anwesenheit von tausenden Venezolanern,
die sich einfinden zur Teilnahme an der Massendemonstration durch die
hauptstädtischen Straßen gegen den Imperialismus, zur Verteidigung der
Souveränität und zur Unterstützung des Ablaufens der Konzession des
putschistischen Kanals RCTV.
Caracas,
2. Juni 2007 / Mit der Präsenz von tausenden Bürgerinnen und Bürgern
aller Altersstufen aus dem gesamten Land marschieren die Venezolaner an
diesem Tage durch die Straßen von Caracas gegen die imperiale
US-Einmischung in die souveräne Entscheidung des Staates, die Erlaubnis für
die Konzession für die Konzession zu beenden, welche 53 Jahre lang
kommerziell vom putschistischen Sender RCTV ausgebeutet worden ist.
Vom
Park des Generalissimus Francisco de Miranda im Osten von Caracas, wo sich
einer der anfänglichen Aufmarschpunkte für die Massendemonstration
befindet, fingen die Kameras von VTV die Äußerungen von Personen ein,
die dem Aufruf zum Marsch gegen die Manipulation folgen, welche um das
Thema RCTV zu machen beabsichtigt ist.
Zugereiste
aus verschiedenen Bundesstaaten aus dem Osten des Landes wie Anzoátegui
und Sucre, ebenso wie ganze Gruppen aus dem Westen des Landes wie
Portuguesa und Lara, und auch aus dem Amazonas-Staat und Bolívar im Süden,
- die Venezolaner bekräftigen ihre Entscheidung, die Souveränität des
Landes zu verteidigen, wobei sie nachdrücklich die Bolivarianische
Regierung des Präsidenten Chávez unterstützen.
Die
Kundgebungsteilnehmer als Bolivarianer und Vaterlandsverteidiger äußerten,
dass sie die Absichten der Heimatlosen nicht durchgehen lassen, die sich
an das Imperium verkaufen. Sie bekräftigen, dass die Maßnahme der
Nationalen Regierung eine Frequenz auf gesetzliche Weise rückerlangte,
die bis zur letzten Minute der Lizenzvergabe in den Händen des
Unternehmens 1BC gewesen ist. Daher weisen sie die Medienmachenschaften
zurück, mit denen die Welt glauben gemacht werden soll, dass es sich um
eine Schließung gehandelt hätte. Gleichzeitig zeigten sie sich alarmiert
darüber, wie ein anderer Fernsehsender verfährt, Globovisión, der den
Kanal 33 nutzt und weiterhin dieselben Methoden anwendet, die angewendet
wurden bei der Medienverschwörung im April.
Die
Werktätigen der Basisfirmen sind ebenfalls dabei in dieser Demonstration
und erinnerten daran, dass dieser während der letzten Jahre der 4.
Republik privatisiert werden sollten, aber dank Staatschef dem entgingen
und jetzt produktiv sind zum Nutzen des Staates und des Kollektivs der
Nation.
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
http://www.vtv.gob.ve/
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TELEVISORA
VENEZOLANA SOCIAL: TVes
(Fernsehen
der Venezolanischen Gesellschaft: TVes*)
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel/2. Juni 2007
Caracas,
28. Mai 2007 (VTV).- Das Fernsehen der Venezolanischen Gesellschaft (TVes*)
veröffentlichte die Programminhalte, die es während der ersten Woche
seines Inkrafttretens ausstrahlen wird. Sie sind gekennzeichnet von
grosser Vielfalt, die sich von Dokumentationen über verschiedene
Spielfilme bis hin zu Nachrichtensendungen erstreckt.
Um
6 Uhr früh von montags bis freitags soll das Frühprogramm mit der
Nationalhymne der Bolivarianischen Republik Venezuela gestartet werden. Um
6:05 Uhr bringt TVes die Nachrichten, gefolgt von Tae-Tek von 7:30 Uhr bis
8:00 Uhr. Von 8:30 bis 9:00 Uhr wird „Aus dem Leben“ ausgestrahlt,
sieben Tage in der Woche, während montags ab 9:00 Uhr früh „Vorhang
auf“ gesendet wird, dienstags dann „Klassisches Tanzen“, mittwochs
„Träume malen“, donnerstags „Aussaat der Lieder“, und freitags
„Stimmen und Akkorde“. Der Ablauf zwischen 9:30 Uhr und 10:30 Uhr früh
sieht für den neuen auf Entspannung orientierten Fernsehkanal vor, dass
das Publikum Dokumentationen des National Geography - Kanals dann fünf
Tage in der Woche geniessen kann. Ist dieses letztgenannte Programm
beendet, wird montags „Mucuchíes“, dienstags „Porträts“,
mttwochs „Tabay“, donnerstags „Harfe, Caracas und Pansen“, und
freitags „Estefania Rivas: Weberin“ gesendet. Ab 11 Uhr früh wird
„Bestimmung X“ ausgestrahlt, und anschliessend zwischen 11:30 Uhr und
12:00 Uhr mittags können die Fernsehzuschauer „Die andere Seite des
Sports“ geniessen.
Im
Nachmittagsablauf beginnt TVes* mit Nachrichten von montags bis freitags
von 12:05 Uhr bis 12:30 Uhr, um von 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr „Alchimie
des Chefs“ auszusenden. Zwischen 13:00 Uhr und 15:30 Uhr soll es vielfältige
Nachmittagsprogramminhalte geben: montags „Schicksale, Geschmäcker und
Sänger“, dienstags „Los Roques“, mittwochs „So ist mein Land“,
donnerstags „Traditionsfeste Venezuelas“, freitags „Die Allee der Träume“.
Zu einem späteren Datum und bis 14 Uhr sollen montags „Die Wege der
Wissenschaften“, dienstags „Grenzenloses Paradies“, mittwochs „Auf
dem Regenbogen“, donnerstags „Gesichter“ und freitags „Paraguaná
zwischen Hass und Zärtlichkeit“ ausgestrahlt werden. Zwischen 15:00 Uhr
und 17:30 Uhr nachmittags von montags bis freitags richtet sich das
Programm an die Kinder mit Klassikern wie Pinocchio, dem Dschungelkind,
den Abenteuern von Moby Dick, Colmillo Blanco, Leo der Urwaldlöwe und Der
Ruf der Wildnis. Von 17:30 Uhr bis 18:00 Uhr wird das Tor der Champions
ausgestrahlt, von montags bis freitags, und nach diesen Höhepunkten können
die Zuschauer sich an Programmen wie „Zartes, Harfe und vierseitige
Gitarre“, den Geschichtenkasten, Afrovenezolanische Percussion und
Traditionsfeste Venezuelas erfreuen. Im Sendeblock zwischen 18:30 Uhr und
19:30 Uhr wird als nächstes „„Ein Schritt nach vorn“, und von 19:30
Uhr bis 20:00 Uhr Son der Karibik, Mit Venezolanischer Wärme, Fliegen in
Gleitern, 4 Räder und ein Tausendsassa ausgestrahlt.
Von
20:00 Uhr bis 21:00 Uhr wird Son Risas (Lächelnder Son) montags und
dienstags bis freitags Reporter ausgesendet. Von 21:00 Uhr bis 22:00 Uhr können
die Zuschauer Vater Courage, eine Superproduktion der Epoche sehen. Von
23:00 Uhr bis 24:00 Uhr werden Nachrichten ausgestrahlt mit
anschliessender Nationalhymne, es folgen Spielfilme.
Für
das Wochenende vom 2. bis 3. Juni hält das Programm Ruperts Stuhl,
Nullpunkt, Auf dem Regenbogen, Träume von Sekretärin und Ewigem Bolívar
neben grossen Dokumentationen bereit.
Venezolana
de Televisión / Minci
Quelle:
http://www.vtv.gob.ve/NoticiasProgramas.php?IdNoticiaPrograma=2002
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
*
„tú ves“ heisst „du siehst“, auch diese Assoziation steckt im gewählten
Namen des Fernsehsenders |