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KP
der Philippinen:
Warnung
vor Polizeistaat-Errichtung durch Arroyo-Regime
ARROYO
SCHAFFT FASCHISTISCHES SA-TERRORREGIME IN DEN PHILIPPINEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Pressemitteilung
des Informationsbüros der KP der Philippinen, 23. September 2008.-
Die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) warnt vor
den neuerlichen Veränderungen in der Regierungspolitik Richtung
Schaffung eines Polizeistaats im Lande und ruft heute alle patriotischen
und demokratischen Kräfte dazu auf, sich der kürzlich in Kraft
gesetzten Präsidenten-Anordnung 739 vom 19. August 2008 zu widersetzen
und dagegen anzukämpfen.
Die
KP der Philippinen (CPP) erklärt, dass der Präsidentenerlass 739 den
„Nationalrat Frieden und Ordnung“ (NPOC) wiedererrichtet und
reorganisiert. Sein spezifisches Ziel ist die Bekämpfung der
kommunistischen Aufständischen im Namen von „Frieden und Ordnung“.
Ihm werden umfassende Machtbefugnisse erteilt, um die Sicherheitslage im
Lande zu verstärken. Darunter „Strafen gegen örtliche Funktionäre,
die den kommunistischen Aufständischen Material und politische Unterstützung
geben“. Dies ist Teil der Arroyo-Schemen zur Intensivierung des
Faschismus. Das Arroyo-Regime gerät aus allen Fugen, um sich selbst an
der Macht zu halten. Og. Präsidentenerlass enthüllt sehr deutlich, wie
systematisch Arroyo ihrem Innenpolitischen Sekretär größere
faschistische Befugnisse erteilt. Dies auf demselben Wege, auf welchem
Deutschlands Hitler einst die faschistische Autorität seines
Innenministers Ernst Röhm „verschönert“ hatte.
Die
KP der Philippinen (CPP) schätzt ein, dass mit dem per Regierungserlass
739 dem NPOC erteilten Vollmachten der NPOC dem Nationalen
Sicherheitsrat (NSC) gleichgestellt worden ist. Der reorganisierte NPOC
hat dieselbe Zusammensetzung wie der NSC: Einschluss des
Verteidigungssekretärs, der Chefs der Teilstreitkräfte der
Philippinen, der Polizei, des NBI und der Abteilung für Inneres und örtliche
Regierungsstellen (DILG). Faktisch deckt es dieselbe Aufgabenbreite wie
der NSC ab.
Die
KP der Philippinen schätzt ein, dass das Amt des Chefs des neuen NPOC
und des Leiters für die Einberufung seiner Beratungen und des Führens
der „Abstimmung und Koordinierung“ aller inneren
Sicherheitsoperationen und -bemühungen von zivilen Behörden und
Agenturen, Militär und Polizei jetzt an den DILG-Sekretär Ronaldo Puno
übergeben worden ist, während die Präsidentin der Philippinen der
Chef und der Einberufer des NSC bleibt. „Dies gibt Puno die
Amtsbefugnis eines Staatschefs und macht ihn zum virtuellen Co-Präsidenten,
sobald innere Angelegenheiten in etwas verstrickt sind“, so die KP der
Philippinen (CPP).
Die
KP der Philippinen (CPP) schätzt weiterhin ein, dass Arroyo ihren
Innensekretär benutzt hat, um systematisch den ganzen Ballast eines
faschistischen Staates aufzustellen. Solche „zivilen“ bewaffneten
Gruppen wie die Ilagas in Mindanaon sollen intensiv auf- und ausgebaut
werden, mit Waffen und Mitteln ausgestattet werden und dann auf das Volk
losgelassen werden. Dabei sollen sie amtlich unter dem DILG als
„Hilfspolizei-Einheiten und zivile Freiwilligenorganisationen“
erfasst werden. Seit dem Kriegsrechtsregime, als Puno als Marcos
Innenminister diente, ist er mit Aufbau und Verwendung ziviler
bewaffneter Gruppen als vor Ort tätiges Macht gleich Ernst Röhms
SA-Braunhemden, des „bewaffneten zivilen“ Pendants der regulären
Nazistreitkräfte in Hitlers faschistischem Deutschland, betraut worden.
Die
KP der Philippinen (CPP) schätzt weiterhin ein, dass dieses Konzept
auch in den Regierungserlass 739 eingeflossen ist. Es wird die
Siedlungen (barangays) in seine Aufgaben verstricken und auch einen
Vereinheitlichten Kommandeur der Siedlungen (barangays) einrichten, der
sich den „bevölkerten Gebieten“ widmet und „sie vor den
Agitationen und Erhebungen der kommunistischen Aufständischen, ihren
Organisationen und Mobilmachungen und ihrer ideologischen, politischen
und organisatorischen Tätigkeit abschirmt.“
Quelle:
E-Mail des Informationsbüros der KP der Philippinen an die Redaktion |