|
Venezuelas
Präsident Chávez:
„Sie
nehmen Venezuela keinen Millimeter mehr weg“
„ALO
PRESIDENTE“ - 311. FERNSEHBOTSCHAFT AN DAS VOLK
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas
, 11. Mai 2008,
Tribuna Popular TP.- In seinem Fernsehprogramm „Alo
Presidente“ warnte Regierungschef Hugo Chávez Frias all jene, die
vorhaben, das venezolanische Territorium aufzuspalten. Die territoriale
Integrität Venezuelas werde verteidigt werden. „Alles oder nichts,
Venezuela werden sie keinen Millimeter mehr von dem wegnehmen, was wir
heute als Vaterland sind“, so Chávez.
Diese
Erklärungen gab er von Maracaibo im Bundesstaat Zúlia in seiner
Fernsehsendung „Alo Presidente“ Folge 311 ab. Dort verurteilte er
auch den von Washington aus gelenkten Verschwörungsplan, der seine stärkste
Bastion in Zúlia hat. „Sie haben vor, Venezuela aufzuspalten. Sie
wollen Venezuela Zúlia und Táchira wegnehmen“, warnte er.
Er
argumentierte, dass im Fall der Umsetzung der Pläne des Imperiums und
der Oligarchie zur Aufspaltung des venezolanischen Staatsgebietes dies
als Kriegshandlung bewertet werden würde. „Wenn sie das vorhaben zu
tun, werden sie eine Armee herbeiholen (...) Venezuela haben sie ein
Drittel seines Territoriums in den letzten 200 Jahren weggenommen, ohne
auch nur einen Schuss abzugeben. Ich will keinen Krieg. Ich bete zu Gott
für den Frieden. Aber, damit sie uns nicht einen weiteren Millimeter
unserer Ländereien wegnehmen, werden wir alle Patronen auf sie
abfeuern, die früher nie abgefeuert worden sind, um die Integrität
dieser Heimat zu verteidigen“, so Chávez nachdrücklich.
NEUE
MACHENSCHAFTEN GEGEN VENEZUELA
Der
Präsident der Republik, Hugo Chávez Frías, verurteilte neuerliche
Machenschaften, um das venezolanische Volk und die venezolanische
Regierung seitens der Kräfte anzugreifen, die am Diskreditieren des
bolivarischen Prozesses interessiert sind. „Jetzt bereiten sie eine
Show mit Interpol vor. Warum sie nicht Luis Posada Carriles ergreifen,
jenen überzeugten und sich selbst dazu bekennenden Terroristen. Und was
hat Interpol denn getan im Falle der 5 kubanischen Helden, die Gefangene
des Imperiums sind. Warum handelt Interpol nicht im Fall der Drogengeschäfte
innerhalb der USA und bei den Verbrechen, die sie dort begehen“, so
der Präsident. Er äusserte, dass hinter diesen Aktivitäten die
Regierung der USA steht, die die Regierung Kolumbiens benutzt.
„Will
man die guten Beziehungen mit der Regierung Kolumbiens wiederaufnehmen,
dann verkünden sie gleich, dass der Computer, der lt. Bestätigung der
Regierung Kolumbiens im Lager des Führers der FARC, Raúl Reyes,
gefunden wurde, nicht manipuliert worden sei“, so Chávez.
„Genauso
wie George Bush erfand, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen
hatte, und er einige ihm dies beweisende Computer hätte, suchten sie
sich jetzt ein paar andere Computer aus und behaupten, dass Venezuela
den Terrorismus unterstützen würde, und Chávez Millionen Dollars an
die FARC übergeben hätte, nur weil sie einen Vorwand zur Beseitigung
von Chávez suchen“, erklärte er. In diesem Sinne äusserte er
weiter, dass diese Interessengruppen Venezuela destabilisieren und
aufzuspalten versuchen, um Unruhe im Lande zu erzeugen.
WER
IM NOVEMBER FÜR DIE OPPOSITION STIMMT, DER STIMMT FÜR DEN KRIEG
„Wer
in den Wahlen von November dieses Jahres für die Opposition stimmt, der
stimmt für den Krieg. Während wir demgegenüber der Frieden sind“,
so an diesem Sonntag der venezolanische Regierungschef Hugo Chávez Frías.
„Wer
für die Kandidaten der Revolution stimmt, der stimmt nicht nur für Chávez,
sondern für die 25 sozialistischen Sozialprogramme, die heute ihren 5.
Jahrestag begehen“, so Chávez.
Er
machte eine Skizzierung bezüglich dem, was er einen „imperialen
Plan“ nannte. Dieser Plan besteht in der Besitzergreifung von
strategischen Teilen des venezolanischen Staatsgebietes durch die
Vereinigten Staaten mit Hilfe der venezolanischen Oligarchie. Er führte
im einzelnen dazu aus, dass der sogenannte imperiale Plan drei
Territorien vorsieht: den Westbogen, den Ostbogen und den Zentralbogen.
Jeder einzelne dieser Bögen mit spezifischen Achsen wie Zúlia, Nueva
Sparta und dem Hauptstadt-Distrikt.
„Gleich
nach den Wahlen von November dieses Jahres will die putschbereite
Opposition die Autonomie dieser Bereiche erklären, was dem Angriffsplan
des Imperiums entspricht“, erklärte Chávez. Infolge dessen machte er
einen Aufruf an die Wählerinnen und Wähler in jenen Regionen, damit
sie sich dessen bewusst sind, dass ihre Wahlteilnahme nicht nur für
irgendeine Bürgermeisterei oder eine Bundesstaatsregierung von Belang
ist, sondern für das gesamte venezolanische Staatsgebiet. „Wer für
die Opposition stimmt, wird für den Plan zur Zerstückelung Venezuelas
stimmen. Während, wer für die Revolution stimmt, dies für die
Integrität des Vaterlandes tut“, so der Regierungschef.
In
diesem Sinne wies er nachdrücklich darauf hin, dass das Nationale
wichtiger als das Lokale ist. Und innerhalb desselben Bedeutungsschemas
ist das Internationale, „denn in den Novemberwahlen werden wir uns mit
dem Imperium auseinandersetzen“, so schloss Chávez diesen Teil seiner
Ansprache ab.
CHAVEZ
WIRD AM MONTAG DIE NATIONALISIERUNG VON SIDOR UNTERZEICHNEN
Unter
anderem informierte der venezolanische Präsident Hugo Chávez Frías
darüber, dass er an diesem Montag das Gesetz über die Nationalisierung
der Siderúrgica del Orinoco (SIDOR) unterzeichnen wird. Der Staatschef
erörterte, dass er sich sehr dem Thema über die Stahlwirtschaft
zugewandt hat. Er machte darauf aufmerksam, dass die Stahlpreise in den
letzten Jahren gestiegen sind.
Er
rechnete vor, dass Venezuela für 500 Jahre Eisenerzreserven hat. Dies
sind mit die grössten Vorkommen auf diesem Kontinent, zusammen
beispielsweise mit Brasilien und Bolivien. Er erinnerte daran, dass
diese Eisenerzreserven praktisch privatisiert waren. „Sie haben das
Eisen aus den Minen rausgeholt. Und wir waren durch die transnationalen
Konzerne gezwungen, es mit Subventionen zu verkaufen“, so Chávez.
Und
weiter: „Den grossen Profit steckten sie sich ein. Und zwar so, dass
diese Konzerne nicht nur ihre Investitionskosten raushatten, sondern das
Zwanzigfache davon verdienten. Das Zwanzigfache von dem, was sie das
Unternehmen kostete.“
Ebenso
äusserte er: „Jetzt werden wir den gerechten Preis zahlen. Nicht das,
was sie haben wollen (4 Milliarden Dollar). Ausserdem hat SIDOR
Steuerschulden. Der transnationale Konzern wies Verluste aus. Die
Dividenden wurden ausgeschüttet und ins Ausland verbracht. Dies ist
Kapitalismus.“
„Die
Ausplünderung der Völker, das haben sie hier 100 Jahre mit dem Erdöl
gemacht. Sie nahmen das Rohöl mit und zahlten keine Steuern. Die Reichtümer
des Nordens erklären sich nur mit der Armut des Südens, dem Elend der
Völker des Südens“, unterstrich Chávez.
Er
äusserte, dass man sich jetzt fragen müsste, wie es wohl mit der Krise
laufen wird, die das US-Imperium bis hin zum Internationalen Währungsfonds
(IWF) aufweist. Er warnte vor einer weltweiten Krise im
Nahrungsmittelbereich. „Und die USA reden von sozialer Gerechtigkeit.
Das sind Anzeichen der finalen Dekadenz des Imperiums und seines
liberalen Modells. Darum sagen wir: Hier, Liberalismus nie wieder.
Sozialismus.“
SOZIALPROGRAMME
BEGEHEN 5. JAHRESTAG
„SIE
SIND NICHT MÖGLICH IN EINEM KAPITALISTISCHEN SYSTEM“
Der
Präsident der Republik, Hugo Chávez Frías, sagte, dass die landesweit
dank der bolivarischen Revolution durchgeführten Sozialprogramme nicht
möglich sind, nicht denkbar sind in einem kapitalistischen System wie
jenes, welches Venezuela während der zurückliegenden Jahre regierte.
Der Staatschef machte diese Bemerkung angesichts gewisser Kommentare von
Gruppierungen der Opposition, die ständig die Sozialprogramme
kritisieren, ihnen nichts Positives zuerkennen. Die darauf beharren,
dass wegen der da gemachten Fehler die Opposition sie verbessern könnten,
im Falle einer erneuten Machtübernahme durch sie. Der Präsident
betonte, dass diese Behauptungen von Gruppierungen der Rechten und
Ultrarechten falsch sind. Und auch wenn er zugesteht, dass die
Sozialprogramme einige Fehler aufweisen, so sieht er es so, dass die
Opposition ganz konkret nicht befähigter ist, um „sie zu
verbessern“.
In
diesem Programmteil führte der Präsident als Beispiel die am
vergangenen Samstag erfolgte gerichtliche Einziehung von ca. 1,5 Tonnen
Nahrungsmitteln aus dem Filialnetz Mercado de Alimentos (MERCAL) im
Syrisch-Venezolanischen Club an der Nationalstrasse Petare-Guarenas
durch das Nationalinstitut für den Schutz und die Erziehung des
Verbrauchers und des Nutzers (INDECU) an. Der Staatschef verurteilte
diese Tatsache und versicherte die Einleitung entsprechender
Untersuchungen.
Chávez
Frías erläuterte, dass die Rechten dieses Land mehr als 40 Jahre lang
regierten. Als die Bevölkerung bei 12 Millionen Einwohnern lag oder
vielleicht sogar weniger, stand der Erdölpreis bei einem heutigen Äquivalent
von ca. 120 Dollar pro Barrel. „Der Preis von 40 Dollar vor 40 oder 50
Jahren entspricht annähernd einem Wert von heute ungefähr bis zu 150
Dollar pro Barrel. Gerade heute, wo der Dollar fast 30% seines Wertes in
den letzten drei Jahren eingebüsst hat.“
Genauso
erinnerte der Präsident daran, dass während 40 Jahren diese rechten
Gruppierungen die volle Unterstützung des Internationalen Währungsfonds
(IWF) hatten. Sie brachten das Land in eine der höchsten
Auslandsverschuldungen Lateinamerikas. Und mit all dem, mit einem
hegemonischen Regierungssystem und darüber hinaus der Rückendeckung
der Reichen Venezuelas und
der transnationalen Konzerne, „mit all dem: Kann mir jemand sagen, ob
es da in diesem Lande etwas Ähnliches gab wie die Sozialprogramme
BARRIO ADENTRO, MERCAL, ROBINSON, unter anderen? Niemals geschah das“,
erklärte er. „Wir sind gesegnet vom Volke und gesegnet von der
Geschichte. Dies bedeutet das Ende der Märchen“, betonte er.
CHAVEZ
ERÖFFNETE CDI IN MENE GRANDE MIT INVESTITION VON 3,7 MILLIONEN BS.F
Die
bolivarische Regierung feierte den 5. Gründungstag der Sozialprogramme
und eröffnete in diesem Zusammenhang das Zentrum für Integrale
Diagnostik (CDI) Nummer 419 in der Gemeinde Baralt, Mene Grande,
Ortsbereich La Florida im Bundesstaat Zúlia, mit einer Investition von
3,7 Millionen Bs.F. Seit Sonntag werden alle seine Dienstleistungen
angeboten. Der Staatchef hob hervor, dass mit diesem CDI jetzt bereits
419 operative CDI im Lande arbeiten. Er erwähnte auch, dass 504
integrale Rehabilitationsräume und 18 Hochtechnologiezentren tätig
sind.
Der
Präsident schaltete den Minister der Volksmacht für Volksgesundheit,
Jesús Mantilla, in seinem Programm zu. Zusammen mit einem Teil des
Personals des Zentrums und Vertretern der Gemeinde sowie
Medizin-Studierenden machte Jesús Mantilla gerade seinen Rundgang durch
die Einrichtungen des CDI, dessen Nutzniesser fast 40.000 Menschen aus
der Bevölkerung vor Ort sind. „Heute werden 19 Zentren und 144 Module
von BARRIO ADENTRO eröffnet. Damit liegt die Gesamtzahl bei 341 Zentren
von BARRIO ADENTRO und 2.535 Modulen und
Volkssprechstundeneinrichtungen“, führte der Minister an. Dieses CDI
in La Florida hat einen Lebensrettungsdienst, einen Krankheitsdienst mit
Injektionsleistungen, Heilgeräten und Nahtgeräten. Des weiteren
Inhalationsgeräten, einem Krankenzimmer mit sechs Betten, einem anderen
Raum für Intensivtherapie mit drei Betten und mit notwendigen Ausrüstungen
für die Betreuung schwerkranker Patienten.
Der
Präsident erläuterte, dass Venezuela bei Beginn der bolivarischen
Revolution 20 Ärzte pro 100.000 Einwohner aufzuweisen hatte. Jetzt,
dank BARRIO ADENTRO und den kubanischen und venezolanischen Medizinern,
gibt es 60 Ärzte pro 100.000 Einwohner. Der Staatschef erklärte
gleichfalls, dass es in Mene Grande 17 Volkssprechstundeneinrichtungen
im Verbundnetz mit diesem am letzten Sonntag eröffneten CDI gibt.
PRÄSIDENT
CHAVEZ MEINT, DASS US-STREITKRÄFTE AN ANGRIFF AUF FARC TEILNAHMEN
Der
Präsident der Republik, Hugo Chávez Frías, schätzt ein, dass der
Angriff der Streitkräfte Kolumbiens gegen ein Lager der Revolutionären
Streitkräfte Kolumbiens (FARC) in Ekuador, wo der Comandante Raúl
Reyes getötet wurde, von US-Streitkräften geführt wurde.
„Kolumbien
hat nicht die Technik in seiner Luftwaffe, um mit dieser chirurgischen
Genauigkeit im Morgengrauen im dichten Dschungel zielsicher zu
bombardieren“, betonte er.
Er
fügte hinzu, dass die Regierung von Ekuador die Hypothese vertritt,
dass die USA den Militärstützpunkt Manta für besagten Angriff
nutzten. „Es wurde aufgezeigt, dass sie etliche Menschen ermordeten,
ihnen Genickschüsse verpassten“, betonte Chávez.
Er
äusserte, dass es keine Wege der Verständigung mit den Amtsinhabern
der Oligarchie Kolumbiens gibt. „Das ist eine paramilitärische,
drogenpolitische, mit Drogenschmuggel und Paramilitarismus seit langer
Zeit verstrickte Ultrarechte“, so Chávez anklagend. Er warnte davor,
dass die kolumbianische Regierung imstande ist, einen Krieg mit
Venezuela zu provozieren, um eine Intervention der USA zu rechtfertigen:
„Präsident (Alvaro) Uribe, denken Sie gut nach, wie weit Sie gehen können.
Und übernehmen Sie Ihre Rolle vor der Geschichte. Ich rufe Sie nochmals
zur Besinnung auf, im Namen der Völker und Regierungen Südamerikas.“
PRÄSIDENT
CHAVEZ BETONT BÜNDNIS ZWISCHEN REGIERUNGEN BRASILIENS UND VENEZUELAS
Der
Präsident der Republik, Hugo Chávez Frías, betonte das Bündnis und
die ausgezeichneten Beziehungen, die er mit dem Präsidenten von
Brasilien, Luiz Inacio Lula Da Silva, unterhält. „Obwohl sie uns in
Streit zu bringen versuchten, lassen wir uns auf keinerlei Provokationen
ein“, äusserte er während der Direktübertragung des Programms „Alo
Presidente“ Nr. 311.
Er
begrüsste die Erklärungen von Lula gegenüber einer deutschen
Tageszeitung. „Die Siege von Chávez, Evo (Morales) und (Fernando)
Lugo sind Zeichen des demokratischen Fortschritts in der Region. Da war
die Stunde, in der Präsidenten gewählt worden sind, die aus dem Volke
abstammen“, las der Regierungschef aus besagter Quelle vor.
Andererseits
kritisierte der Führer der bolivarischen Revolution die Haltung der
deutschen Kanzlerin. Sie hatte gesagt, dass „die Regierungen
Lateinamerikas sich fernhalten müssen von Regierungen wie der von Hugo
Chávez“. Er stellte ausserdem die Haltung von „einigen Regierungen
Europas“ in Frage, „die von Integration reden und Erklärungen wie
diese abgeben“. Damit bezog er sich auf die Worte der Kanzlerin
Deutschlands, Angela Merkel. „Wir werden nichts niemandem gegenüber
verschweigen“, erklärte der Präsident der Republik.
Auf
gleiche Art dankte er für die Erklärungen von Lula, der bekräftigte,
dass „Chávez zweifellos der beste Präsident ist, welchen Venezuela
seit 100 Jahren hat, obwohl er nicht mal den ihm zukommenden Einfluss
weder ausübt noch lenkt. Lula bezog sich dabei auf die Medienkampagne,
die ihm anzudichten versucht, irgendein Ereignis vorzuhaben für einen
Wechsel in der Region im Zusammenhang mit Chávez.
Quelle:
http://www.tribuna-popular.org
zurück
|