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Vorbemerkung der Redaktion:

(24. März 2008)

VENEZUELA:

Klassenorganisationen führen Unterstützungskampagne für den Kampf der SIDOR*-Arbeiter durch:

Plan zur einheitlichen Mobilisierung in Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter

Nachstehender Artikel belegt eindrucksvoll die Klassenkampfsituation im derzeitigen Venezuela. Venezuela hat noch keinerlei sozialistische Gesellschaft aufgebaut. Die Ankündigung des Präsidenten und bolivarischen Revolutionsführers Hugo Chavez Frias vom vorigen Jahr, den Sozialismus in Venezuela aufzubauen, hatte in der gesellschaftlichen Entwicklung des Landes bisher keine über den Rahmen der bürgerlich-parlamentarischen Verfassung hinausgehenden Schritte zur Folge. Wichtigstes Ergebnis im Jahr 2007 war die Vollnationalisierung der Erdölförderstätten, was aber lediglich näher an den Beginn einer sozialistischen Revolution heranführt und im Rahmen der antiimperialistisch-demokratischen Revolution verbleibt.

Die Macht eines von Auslandskapitalmehrheit und venezolanischer Staatskapitalminderheit gemischten Großkonzerns wie des Stahlgiganten SIDOR ist in Venezuela auch unter der bolivarischen Regierung ungebrochen. Das Industrieproletariat dieses Grossbetriebes verlangt bessere Sozialleistungen und fordert kämpferisch mit Demonstrationen die Vollnationalisierung der venezolanischen Produktionsstätten, ohne dazu Regierungsbeschlüsse abzuwarten. Die venezolanischen Kommunisten haben sich eindrucksvoll hinter die Belegschaft gestellt, der seitens der Konzernleitung und der mit der Konzernleitung verflochtenen politisch Mächtigen in den Bundesstaaten Guayana und Amazonas die Polizeiknüppel entgegengesetzt wurden, um die Demonstrationen der Arbeiter niederzuschlagen.

Es zeigt sich, dass die von Hugo Chavez Frias ins Leben gerufene mindestens 6 Mio Mitglieder zählende Sozialistische Einheitspartei Venezuelas (PSUV) sich nicht auf die Seite der um ihre Rechte kämpfenden Arbeiter von SIDOR stellt, sondern keinerlei Position bezieht, ganz wie der Präsident Hugo Chavez Frias selbst. Die KP Venezuelas hingegen erhält durch ihre Solidarisierung mit den revolutionär kämpfenden Arbeitern von SIDOR jetzt nachträglich die Bestätigung dafür, dass ihr Beschluss richtig war, weiterhin als eigenständige Partei zu existieren und nicht in der PSUV aufzugehen. Inwiefern es der KP Venezuelas und ihren politischen Verbündeten gelingen wird, unter dem zunehmendem Protest und Kampf der revolutionären Teile der venezolanischen Arbeiterbewegung Hugo Chavez Frias und die PSUV zur Vertiefung der bolivarischen Revolution hin zu einer sozialistischen Revolution in Taten und nicht nur in Worten zu bewegen, bleibt abzuwarten und hängt vom Kräfteverhältnis im Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie in Venezuela derzeit ab.

VENEZUELA:

Klassenorganisationen führen Unterstützungskampagne für den Kampf der SIDOR*-Arbeiter durch:

Plan zur einheitlichen Mobilisierung in Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter

Quelle: tribuna-popular.org

Der Abgeordnete Figuera forderte die Verurteilung von Gewalthandlungen der Polizei des Bundesstaates und der Nationalgarde. Er kündigte an, damit vor den Innenpolitischen Parlamentsausschuss und den parlamentarischen Unterausschuss für Menschenrechte zu gehen.

Ciudad Guyana, 23. März 2008, Tribuna Popular TP / von Prensa CTR-UNETE.- Ein vollständiger Plan der Mobilisierung in Solidarität mit den Kämpfen der SIDOR-Arbeiter wurde vergangene Woche zwischen den Anführern der SIDOR-Arbeiter und politischen und Gewerkschaftsorganisationen des Landes beschlossen. Darunter befinden sich die Vereinte Klassenorganisation der Werktätigen „Cruz Villegas“ (CCUT) die Gewerkschaft SUTISS, die Gewerkschaft des Bundesstaates Guyana, die KP Venezuelas, CTR-UNETE, „Werktätige für das Vaterland“, „Bolivarische Erzieher“, Simon Castillo, Generalsekretär von SINAFUM und „Marea Socialista“.

In der vergangenen Woche führte eine Gruppe von Abgeordneten eine Reihe von Aktionen in jenem Gebiet durch, um aus der Nähe Information über die Gewalttaten vom 14. März im Zusammenhang mit der Demonstration der SIDOR-Werktätigen in Verteidigung ihrer Betriebsvereinbarung zu erlangen. Unter ihnen befanden sich Oscar Figuera als Vorsitzender des Ausschusses für Integrale Gesellschaftliche Entwicklung, Douglas Gomez als Mitglied des Ausschusses für Energie und Bergbau, Marcelo Maspero als Mitglied des Ausschusses für Integrale Gesellschaftliche Entwicklung, begleitet durch die weiblichen Abgeordneten Pastora Medina und Liduvina Cabelbernehmen.lo aus der Fraktion des Bundesstaates Guyana und Edgar Jimenez, Koordinator von UNETE und Mitglied von CTR-UNETE, sowie weiteren Genossen wie Oswaldo Ramos, Regionalgeneralsekretär der KP Venezuelas.

Unter anderen Aktionen erfolgte ein erster Besuch beim Vorsitzenden von SUTISS, Jose Acarigua Rodriguez, um seinen Gesundheitszustand zu besichtigen und von seiner Seite her die Ereignisse vom 14. März geschildert zu bekommen sowie eine Reihe von Aktionen vorzuschlagen, um den Kampf der SIDOR-Arbeiter zu unterstützen.

Am Dienstag, dem 17. März 2008, fand eine Pressekonferenz in San Felix statt. Dort waren die Abgeordneten Oscar Figuera, Marcelo Maspero, LIduvina Cabello und Douglas Gomez in Begleitung von Edgar Jimenez, Jose David Garcia von CTR-UNETE und Oswaldo Ramos als Regionalgeneralsekretär der KP Venezuelas im Bundesstaat Bolivar anwesend. Der Abgeordnete Figuera schlug dort die Verurteilung der Gewalttätigkeiten der Bundesstaatspolizei und der Nationalgarde vor. Er kündigte an, diese Forderung vor den Innenpolitischen Parlamentsausschuss und den parlamentarischen Unterausschuss für Menschenrechte der Nationalversammlung zu bringen. Damit soll der Weg für entspr. Empfehlungen zur Bestimmung der Verantwortlichkeiten freigemacht werden. Auch schlug er vor, dass ausgehend vom Wesen der Arbeiter sich alle Arbeiter mit den SIDOR-Werktätigen solidarisieren sollten und eine Reihe von Aktionen zusammen mit SUTISS vorbereiten sollte, um die Solidarität der Arbeiterklasse landesweit zu erreichen. Er machte einen Aufruf an den Generalstaatsanwaltschaft der Republik hinsichtlich deren jüngsten Erklärungen zum Fall SIDOR, worin er ein Berufungsverfahren für einen Beschluss zur Freilassung der 53 Inhaftierten ankündigte und einen Aufruf an die Mitglieder des Rundtisches auf hohem Niveau richtete, nicht am Konflikt teilzunehmen und ihre Vermittlerrolle zu übernehmen. (Bild: standhaft im Kampf Für EIN Würdiges LEBEN)

Später erfolgte im Haus des SUTISS-Vorsitzenden eine Beratung der Mitarbeiter der Abgeordneten und der politischen sowie Gewerkschaftsfunktionäre, um den Kampfplan für die nächsten Tage zu vereinbaren.

Unter anderen Aktionen wurde folgendes vereinbart:

1. Kundgebung vor den Verwaltungsstellen von SIDOR seitens der Gewerkschaften im Hauptstadtgebiet mit Aufruf durch verschiedene klassenbewusste und revolutionäre Gewerkschaftsgruppierungen.

2. Kulturveranstaltung mit dem Namen „GESANG Für DEN SIEG DES VOLKES DER SIDOR-ARBEITER“ am 28. März 2008 um 17 Uhr bei SIDOR mit der Teilnahme von Volkskünstlern und -sängern des Landes.

3. Landesgewerkschaftertreffen zur Unterstützung des Kampfes der SIDOR-Arbeiter“ am 29. März 2008 bei SUTISS Manoa mit Aufruf von SUTISS, Gewerkschaften des Bundesstaates Guayana, KP Venezuela, Vereinte Klassenorganisation der Werktätigen „Cruz Villegas“ (CCUT), CTR-UNETE, „Werktätige für das Vaterland“, „Bolivarische Erzieher“, Simon Castillo, Generalsekretär von SINAFUM und „Marea socialista“.

4. Gleichermassen wurde darüber informiert, dass während der Karwoche eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden sollte, um mit Volldampf in die folgende Woche zu starten. Der Vorsitzende von SUTISS informierte, dass weitere Aktionen auf regionaler Stufe durchgeführt werden sollen, über die später mehr zu sagen sein wird.

Die Beratungsteilnehmer konnten die große Zahl an explosivem Material untersuchen, die von den Werktätigen bei den Ereignissen des 14. März aufgesammelt worden waren.

Am Folgetag um 7 Uhr wurde eine Versammlung am Tor 3 von SIDOR durchgeführt, zu welcher der Vorsitzende von SUTISS, Jose Rodriguez Acarigua, Nerio Fuentes, Juan Valor, Johnny Luna, Jessica Alcala, weitere SUTISS-Funktionäre, die Abgeordneten Pastora Medina, Liduvina Cabello und Marcela Maspero begleitet von den Funktionären Edgar Jimenez und Jose David Garcia von CTR-UNETE und den Leitungen der KP Venezuelas auf regionaler Ebene erschienen.

Der Vorsitzende von SUTISS bat die weiblichen Abgeordneten, einen Gruß an die hunderte von Arbeitern am Tor 3 zu überbringen. Pastora Medina begann und bekräftigte ihre Unterstützung und ihre Solidarität, die sie nicht nur in den schwierigen Momenten der Gewalttätigkeiten zum Ausdruck gebracht hatte. Sie bekräftigte auch den Beschluss des Regionalgerichtes sowie stetige Unterstützung des Kampfes der Werktätigen. Sie drückte ihre Besorgnis wegen der Wiedererlangung der ca. 20 von den Sicherheitskräften zerstörten Fahrzeuge und wegen der Erklärungen der 53 Festgenommenen aus, um die Anzeigen der sachkundigen Organisationen zu kanalisieren.

Die Abgeordnete Liduvina Cabello betonte die Unterstützung und Solidarität mit den SIDOR-Arbeitern und entlarvte dabei die Rolle von anderen politischen Gruppierungen, die einst Unterstützer spielten und heute an der Spitze der Gewalttätigen stehen.

Ihrerseits bat die Abgeordnete Marcela Maspero und Nationalkoordinatorin von UNETE um Entschuldigung für die Abwesenheit des Vorsitzenden des Ausschusses für die Gesellschaftliche Entwicklung, des Abgeordneten Oscar Figuera, der nach Caracas zurückgereist war, um dem Fall von Lomas de Niquel Aufmerksamkeit zu widmen und die mit SUTISS vereinbarten Aktionen zu erklären. Sie bekräftigte ihre Solidarität als Arbeiterin mit dem Kampf der SIDOR-Arbeiter gegen einen ausbeuterischen und räuberischen transnationalen Konzern und legte ihren Standpunkt dar, wonach per Referendum die Arbeiter befragt werden sollten, ob sie mit der Nationalisierung von SIDOR einverstanden seien. Darauf reagierten die Arbeiter mit Begeisterung. Sie hoben ihre Arme und applaudierten.

Danach hielt Acarigua eine lange Rede. Sie analysierte die Tatsachen, rief zur Einheit und Mobilisierung auf und stellte die vorauszusehenden Aktionen vor.

Marcela Maspero, Edgar Jimenez und Jose David Garcia nahmen auch an einigen Auftrittsprogrammen teil, bei denen sie ihre Haltung als Werktätige dem Volk des Bundesstaates von Guayana erklärten und die Kommunalräte, Volksorganisationen und Werktätigen aufriefen, die von dem transnationalen Konzern und der Regionalregierung und Landesregierung veranlasste Medienblockade zu durchbrechen.

Zum Abschluss wurde eine Versammlung im Sitz der Gewerkschaft abgehalten, um Einzelheiten zu den festgelegten Aktionen abzuklären. Es wurde eine Delegation der Volksverteidigung mit dem Volksverteidiger des Staates Bolivar sowie ein Nationalausschuss zur besonderen Untersuchung der Ereignisse vom 14. März empfangen. Er informierte die Gewerkschaftsleitungen und die Abgeordneten, dass ab 24. März 2008 in den Regionalbüros der Einrichtung die betroffenen Arbeiter empfangen würden, um ihre Erklärungen über den Fall entgegenzunehmen.

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Quelle: tribuna-popular.org

Anmerkung:

*Ternium SIDOR ist der Hauptbetrieb für Metallverhüttung in Venezuela, in der Andenregion und in der Karibik. Sein Fabrikationsstättenkomplex erstreckt sich von der Stadt Puerto Ordaz, Venezuela, am rechten Ufer des Orinoco entlang. Dies verschafft ihm eine gute Ausgangslage mit direkter Anbindung zum Atlantik.

Zur Erzeugung von Stahl werden Hochöfen verwendet. Die Stahlwerke gehören zu den weltweit größten dieses Typs.

Für die Vermarktung ihrer Erzeugnisse stützt sich SIDOR auf die Vertriebsstruktur von Ternium mit Büros in den Hauptzentren der Stahlverbrauchsländer.

Das Aktienkapital von Ternium SIDOR gehört zu 60% Ternium und 20% dem venezolanischen Staat, 20 weitere Prozent sind in Managementhand.

Quelle: siehe

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Auseinandersetzungen um Lohn, Nationalisierung und Arbeiterkontrolle

Quelle:  http://www.venezuelanalysis.com/

Die Leitung der  United Steel Workers Union (SUTISS) hat die Aktionen von 120 Beamten der Nationalgarde und 60 Polizisten verurteilt, die eine Protestaktion von Arbeitern des argentinisch kontrollierten Sidor Stahlfabrik attackiert und aufgelöst haben. Die Arbeiter blockierten am frühen Freitag die Hauptstrasse von Cuidad Guayana im Bundesstaat Bolivar, im Südosten Venezuelas.

Der Protest wurde aufgelöst mit Tränengas und Gummigeschossen. Er entwickelte sich mitten  in einem 80-Stundenstreik von  12 000 Arbeitern (als Teil  einer langwierigen Auseinandersetzung über einen Kollektivvertrag im Stahlwerk).

SUTISS General Sekretär, Nerio Fuentes, sagte, dass die  Nationalgarde plötzlich die Protestaktion ohne Vorwarnung angegriffen hat. Es wurde auch nicht versucht, durch Verhandlungen die Situation zu entschärfen.

Die  Nationalgarde griff an und zog 50 Fahrzeuge weg, die die Straße blockierten, sagten die Arbeiter

Mehr als 50 Leute, die Mehrheit von ihnen Sidor -Arbeiter, wurden von der Polizei festgenommen während der Auseinandersetzungen, und drei Arbeiter, SUTISS Präsident José Rodríguez, Yuni Hernández, und Luis Alcoser, wurden so schwer verletzt, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Fuentes sagte, dass Rodriguez, mit scharfer Munition von einem Polizeioffizier ins Bein geschossen, auch von Gummigeschossen getroffen wurde, und unter Polizeibewachung in einer Privatklinik liege.

Die Polizei setzte die Suche und Verhaftung von Mitgliedern des Exekutivkomitees von SUTISS und anderen  Sidor-Arbeitern über Freitagnachmittag und -nacht fort, wie die Gewerkschaft offiziell bestätigte.

Fuentes beschuldigte den  Gouverneur des Bundesstaates Bolivar, Francisco Rangel Gómez, die Attacken als „Revanche“ angeordnet zu haben, weil die Arbeiter  den Vorschlag einer Verhandlungskommission der Regierung zurückgewiesen hatten, der zu einem Ende des schon 14 Monate dauernden Disputs bei Sidor dienen sollte.

Gouverneur Rangel Gómez rief am Freitag die Sidor-Arbeiter auf, „ihre Proteste im Rahmen der Gesetze zu halten“ und sagte, die  „öffentlichen Kräfte haben Befehl, weitere Straßenblockaden zu verhindern“, wenn er auch später verneinte, dass der Befehl zur Auflösung des Protests aus seinem Büro gekommen sei.

Eine Erklärung der Marea Socialista Gewerkschaft vom 15.3. beschuldigt ebenfalls Rangel Gómez, ebenso wie das Sidor -Management und den Arbeitsminister José Ramón Rivero, sie seien in erster Linie verantwortlich für die Attacke, was aber nicht ausschließt, dass andere hohe Autoritäten der Zentralregierung konsultiert wurden.

„Die Aggression gegen die Bewegung der Sidor Arbeiter zeigt einmal mehr, zu welchen Handlungen die Bürokratie  fähig ist, und wie sie antwortet, weil die Sidor Arbeiter dem Arbeitsminister  eine politische Niederlage beigebracht haben durch ihre Zurückweisung einer Kollektivvereinbarung, mit der sie nicht einverstanden sind, die  ihnen aufgezwungen werden sollte“, so heißt es in dieser Erklärung

SUTISS hatte einen Vorschlag des Arbeitsministers abgelehnt, der  für ein beratendes Referendum der Sidor-Arbeiter über das letzte Zahlungsangebot der Firma hinauslief, weil er eine Einmischung in interne Angelegenheiten darstelle und die Gewerkschaftsautonomie verletze.

Letzten Dienstag hat das  Sidor Management, wie es sagte, sein „letztes Angebot“ von 44Bs.F (US$20.5) pro Tag gemacht, worauf die Gewerkschaft entgegnete, dass sie keine  Tageslohnsteigerung  von weniger als 53 Bs.F (US$24) akzeptiere.

Am Samstag behauptete die Firma, dass 40% der Fabrik  ungeachtet des Streiks in Betrieb sei, und sagte, dass viele Arbeiter an die Arbeit zurückgekehrt seien, Freitagnacht nach den Protesten.

Fuentes weist die Behauptungen der Firma als „Lügen“ zurück. „Es gibt keine Arbeiter, die so zufrieden sind, dass  sie die Fabrikation wieder aufnehmen inmitten des Kampfes für Lohnforderungen“, sagte er.

venciudad.jpgSidor, das einer der größten Stahlhersteller  Latin America's ist  mit einer Flüssigstahlproduktion von etwa 4.8 Millionen Tonnen jährlich, wurde schon  fünf Mal seit Januar stillgelegt. Das Management schätzt, das die Firma  $7 Millionen Dollar an jedem Streiktag verloren hat.

Gelegen im Bundesstaat Bolivar im Süden Venezuelas, wurde Sidor 1997 privatisiert. Heute kontrolliert die argentinische Trechint 60%, 20% gehören Arbeitern und Ruheständlern,  20%  gehören dem venezolanischen Staat. Die Arbeiter sagen, dass sich die Bedingungen  kontinuierlich verschlechtert haben, seit die Fabrik privatisiert wurde.

„Unter diesen Umständen war  die spontane Reaktion der Genossen natürlich  und hätte jederzeit  passieren können“, erklärt Rodríguez  in Bezug auf die Auseinandersetzungen mit der Nationalgarde.

Letztes Jahr, im Rahmen des Aufrufs von  Venezuelas Präsident Hugo Chavez'. alles zu  „re-nationalisieren was privatisiert wurde“, haben Teile der Sidor Arbeiterschaft  eine Kampagne initiiert zur Nationalisierung der Firma und dafür, sie unter Arbeiterkontrolle zu stellen.

Chavez hatte auch angedroht, die Firma zu nationalisieren, wenn sie nicht die Produktion für den heimischen Markt in den Vordergrund stellt und mehr für Rohmaterialien zahlt, die sie zu reduziertem Preis von der staatseigenen Bergbaugesellschaft erhält. Egal wie, die Firma erreichte später eine Vereinbarung mit der Regierung, um die Nationalisierung zu verhindern..

Gewerkschafter, Repräsentanten des Stadtrates,  Freunde und Familien der mehr als 50 Festgenommenen versammelten sich vor dem  Kriminalgericht in Puerto Ordaz am Samstag, mit der Forderung nach sofortiger Freilassung der Gefangenen.

Reyes Ortiz, Generalsekretär der  Gewerkschaft  von Carbonorca und Mitglied des  Kollektivs der  Workers in Revolution (CRT), sprach auf der Demonstration, rief den venezolanischen  Präsident Chavez auf, eine Untersuchung gegen den Gouverneur von Bolivar und den Arbeitsminister einzuleiten, den er als „Klassenverräter“ und Verteidiger der transnationalen Sidor bezeichnete.

Die Gefangenen wurden schließlich um 23 Uhr Samstagnacht, begleitet von ihren Rechtsanwälten    freigelassen und berichteten, dass der Richter die Freilassung aller Inhaftierten angeordnet habe. Der Richter habe auch die Vorfälle an den  Menschenrechts Staatsanwalt im Bundesstaat Bolivar übergeben, um eine Untersuchung gegen die Nationalgarde und die Polizeibeamten einzuleiten, die in diese Aktionen verwickelt waren.

In einer gemeinsamen Erklärung von Marea Socialista, Topo Obero und der  Union Alliance der Sidor Arbeiter sagte, dass es notwendig ist „für eine Regierung, die sich selbst als eine für die Arbeiter erklärt, die  ‘Volksmacht ' anstrebt und den Übergang zum Sozialismus, sich den Forderungen der Arbeiter anzuschließen, dem elementaren Subjekt eines revolutionären Prozesses, und den notwendigen und wichtigen Schritt in die korrekte Richtung zu machen, vorwärts zur Vertiefung der Revolution durch die Anordnung der Nationalisierung von Sidor unter der Kontrolle der Arbeiter  und der Gemeinderäte der Bevölkerung von Guayana und dem Land.“

Quelle:  http://www.venezuelanalysis.com/ 

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