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März 2009

Belgische Gewerkschaftskampagne von ACV-CSC, ABVV-CGTB, ACLVB und Solidaritätsorganisationen:

ZUSAMMEN IN AKTION, DENN ARBEITENDE SIND KEINE WERKZEUGE!

Kein Recht auf Organisation, keine gut entlohnte Arbeit!

Weißt Du, dass mehr als die Hälfte aller Arbeitenden weltweit sich nicht in Gewerkschaften zusammenschließen können? Dass jährlich hunderte Menschen ermordet werden ... weil sie Mitglied einer Gewerkschaft sind?

Das Recht auf Organisation, das Recht auf kollektive Verhandlungen und das Streikrecht als gewerkschaftliche Rechte sind nach wie vor grundlegende Menschenrechte. Solange diese Rechte nicht respektiert werden, werden Arbeitende gegeneinander ausgespielt und wie Werkzeug behandelt.

Schluss damit!

Arbeitende müssen die Freiheit haben, sich zu vereinen. Weshalb sich auch Wereldsolidariteit, fos-socialistische solidariteit, ACV, ABVV und ACLVB vereinen, um zusammen dafür zu sorgen, dass Arbeitende keine Werkzeuge mehr sind!

„Ich arbeitete in einer Bekleidungsfabrik mit einem Zeitarbeitsvertrag für ein Jahr, also nicht so wie alle meine anderen Kollegen. Das bedeutet: Kein 13. Monatslohn, keine soziale Sicherheit, keine Prämien! Mitglied einer Gewerkschaft zu werden, war verboten. Trotzdem habe ich mich bei K-SBSI angeschlossen, die mit unserer Firmenleitung zu verhandeln versuchten. Einen Tag später wurden plötzlich alle, die bei der Gewerkschaft angeschlossen waren, auf die Strasse gesetzt.“ (Yunus, Arbeiter in einer Bekleidungsfabrik in Indonesien)

K-SBSI, eine Gewerkschaft in Indonesien, ist mit dieser Sache vor Gericht gegangen und hat obsiegt. Die Arbeiter sind wieder in Arbeit und 600 von 1000 Arbeitern haben nun einen festen Arbeitsvertrag.

„Die Großgrundbesitzer in Südafrika behandeln die Landarbeiter als Werkzeuge. Sie dürfen keine eigene Meinung haben und bekommen nur einen Zeitvertrag. Kürzlich wurden in einer Plantage Lohnzuschläge bei allen Landarbeitern vorgenommen, die aus der Gewerkschaft austraten. Die meisten Landarbeiter gingen auf dieses Angebot ein und gaben ihre Mitgliedschaft bei Sikhula Sonke auf.“

(Wendy Pekeur, Allgemeiner Sekretär von Sikhula Sonke)

Sikhula Sonke steht für die Rechte von Landarbeitern ein. So wurden in 2008 hundert unrechtmäßig entlassene Landarbeiter wieder in Dienst genommen nach einer Maßnahme der Gewerkschaft.

„Es ist nicht immer angenehm, Probleme anzupacken. Der Druck durch den „noch immer“ Zeitvertrag, ein eigensinniger Chef, schrecken davor ab, etwas anzufechten gegenüber der verbal viel stärkeren Leitung. Das sind einfach einige der Alltagssituationen.“

(Luc Verlinden, Ladenverkäufer aus Belgien)

Auch in Belgien steigt die Anzahl unsicherer Jobs. Immer mehr Menschen müssen sich darauf einlassen mit einem Zeitvertrag ohne Arbeitsplatzsicherheit, mit einem Niedriglohn, ohne Kündigungsschutz, ohne Ausbildungsrechte und ohne tragfähigen sozialen Schutz. Die Gewerkschaften in Belgien wollen dies ändern.

Mach mit!

Wir fragen alle Unternehmen, das Recht auf Organisationsfreiheit aller Arbeitenden sowie alle grundlegenden Arbeitsrechte zu respektieren und in der Wahrnehmung zu respektieren. Im eigenen Unternehmen und bei den Zulieferern, Subunternehmen und Tochterbetrieben. Wo auch immer auf der Welt. Nicht nur durch Unterschreiben einer Charta, sondern durch spürbares Engagement.

Stehst Du auch hinter dieser Forderung?

Dann unterschreibe die Aktionskarte auf www.waardigwerk.be

2015: Die Zeit läuft. 191 Länder unterzeichneten eine Vereinbarung, um bis 2015 die Armut in der Welt zu halbieren. Führt zusammen mit der Flämischen Nord-Süd-Bewegung Aktionen durch, um die Politik an ihr Versprechen zu erinnern und die Latte höher zu legen. Armut muss endlich raus sein aus der Welt! www.waardigwerk.be

Ich bin kein Werkzeug

Stell Dir mal vor ...

die Polizei schießt in den Straßen von Brüssel 60 Menschen nieder. Weil sie einen zum Leben notwendigen Lohn, bezahlbare Brennstoffe und eine akzeptable Altersversicherung verlangen. Gewerkschaftsführer werden festgenommen, bedroht, misshandelt...

Undenkbar in Belgien. Nicht so in dem afrikanischen Staat Guinea...

Das beste Mittel gegen Armut ist gut entlohnte Arbeit. Dies beginnt mit einem ausreichenden Lohn.

Ganz genau, wirst Du jetzt sagen! Doch verdient die Hälfte aller Arbeitenden weltweit weniger als 1,50 Euro pro Tag. Arbeiten und arm auf der Strasse liegen, dass passt nicht zusammen.

Darum führen die Gewerkschaften ABVV, ACV und ACLVB gemeinsam mit 11.11.11, fos-socialistische solidariteit und Wereldsolidariteit eine Kampagne durch.

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Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
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