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Belgische
Gewerkschaftskampagne von ACV-CSC, ABVV-CGTB, ACLVB und Solidaritätsorganisationen:
ZUSAMMEN
IN AKTION, DENN ARBEITENDE SIND KEINE WERKZEUGE!
Kein
Recht auf Organisation, keine gut entlohnte Arbeit!
Weißt
Du, dass mehr als die Hälfte aller Arbeitenden weltweit sich nicht in
Gewerkschaften zusammenschließen können? Dass jährlich hunderte
Menschen ermordet werden ... weil sie Mitglied einer Gewerkschaft sind?
Das
Recht auf Organisation, das Recht auf kollektive Verhandlungen und das
Streikrecht als gewerkschaftliche Rechte sind nach wie vor grundlegende
Menschenrechte. Solange diese Rechte nicht respektiert werden, werden
Arbeitende gegeneinander ausgespielt und wie Werkzeug behandelt.
Schluss
damit!
Arbeitende
müssen die Freiheit haben, sich zu vereinen. Weshalb sich auch
Wereldsolidariteit, fos-socialistische solidariteit, ACV, ABVV und ACLVB
vereinen, um zusammen dafür zu sorgen, dass Arbeitende keine Werkzeuge
mehr sind!
„Ich
arbeitete in einer Bekleidungsfabrik mit einem Zeitarbeitsvertrag für
ein Jahr, also nicht so wie alle meine anderen Kollegen. Das bedeutet:
Kein 13. Monatslohn, keine soziale Sicherheit, keine Prämien! Mitglied
einer Gewerkschaft zu werden, war verboten. Trotzdem habe ich mich bei
K-SBSI angeschlossen, die mit unserer Firmenleitung zu verhandeln
versuchten. Einen Tag später wurden plötzlich alle, die bei der
Gewerkschaft angeschlossen waren, auf die Strasse gesetzt.“ (Yunus,
Arbeiter in einer Bekleidungsfabrik in Indonesien)
K-SBSI,
eine Gewerkschaft in Indonesien, ist mit dieser Sache vor Gericht
gegangen und hat obsiegt. Die Arbeiter sind wieder in Arbeit und 600 von
1000 Arbeitern haben nun einen festen Arbeitsvertrag.
„Die
Großgrundbesitzer in Südafrika behandeln die Landarbeiter als
Werkzeuge. Sie dürfen keine eigene Meinung haben und bekommen nur einen
Zeitvertrag. Kürzlich wurden in einer Plantage Lohnzuschläge bei allen
Landarbeitern vorgenommen, die aus der Gewerkschaft austraten. Die
meisten Landarbeiter gingen auf dieses Angebot ein und gaben ihre
Mitgliedschaft bei Sikhula Sonke auf.“
(Wendy
Pekeur, Allgemeiner Sekretär von Sikhula Sonke)
Sikhula
Sonke steht für die Rechte von Landarbeitern ein. So wurden in 2008
hundert unrechtmäßig entlassene Landarbeiter wieder in Dienst genommen
nach einer Maßnahme der Gewerkschaft.
„Es
ist nicht immer angenehm, Probleme anzupacken. Der Druck durch den
„noch immer“ Zeitvertrag, ein eigensinniger Chef, schrecken davor
ab, etwas anzufechten gegenüber der verbal viel stärkeren Leitung. Das
sind einfach einige der Alltagssituationen.“
(Luc
Verlinden, Ladenverkäufer aus Belgien)
Auch
in Belgien steigt die Anzahl unsicherer Jobs. Immer mehr Menschen müssen
sich darauf einlassen mit einem Zeitvertrag ohne Arbeitsplatzsicherheit,
mit einem Niedriglohn, ohne Kündigungsschutz, ohne Ausbildungsrechte
und ohne tragfähigen sozialen Schutz. Die Gewerkschaften in Belgien
wollen dies ändern.
Mach
mit!
Wir
fragen alle Unternehmen, das Recht auf Organisationsfreiheit aller
Arbeitenden sowie alle grundlegenden Arbeitsrechte zu respektieren und
in der Wahrnehmung zu respektieren. Im eigenen Unternehmen und bei den
Zulieferern, Subunternehmen und Tochterbetrieben. Wo auch immer auf der
Welt. Nicht nur durch Unterschreiben einer Charta, sondern durch spürbares
Engagement.
Stehst
Du auch hinter dieser Forderung?
Dann
unterschreibe die Aktionskarte auf www.waardigwerk.be
2015:
Die Zeit läuft. 191 Länder unterzeichneten eine Vereinbarung, um bis
2015 die Armut in der Welt zu halbieren. Führt zusammen mit der Flämischen
Nord-Süd-Bewegung Aktionen durch, um die Politik an ihr Versprechen zu
erinnern und die Latte höher zu legen. Armut muss endlich raus sein aus
der Welt! www.waardigwerk.be
Ich
bin kein Werkzeug
Stell
Dir mal vor ...
die
Polizei schießt in den Straßen von Brüssel 60 Menschen nieder. Weil
sie einen zum Leben notwendigen Lohn, bezahlbare Brennstoffe und eine
akzeptable Altersversicherung verlangen. Gewerkschaftsführer werden
festgenommen, bedroht, misshandelt...
Undenkbar
in Belgien. Nicht so in dem afrikanischen Staat Guinea...
Das
beste Mittel gegen Armut ist gut entlohnte Arbeit. Dies beginnt mit
einem ausreichenden Lohn.
Ganz
genau, wirst Du jetzt sagen! Doch verdient die Hälfte aller Arbeitenden
weltweit weniger als 1,50 Euro pro Tag. Arbeiten und arm auf der Strasse
liegen, dass passt nicht zusammen.
Darum
führen die Gewerkschaften ABVV, ACV und ACLVB gemeinsam mit 11.11.11,
fos-socialistische solidariteit und Wereldsolidariteit eine Kampagne
durch.
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