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Erklärung des ZK der KP der Völker Spaniens vom 14. Juni 2011

WIR FORDERN DIE SOFORTIGE FREILASSUNG DER OHNE ANKLAGE INHAFTIERTEN GENOSSEN JOSÉ IVAN FERNÁNDEZ UND VANESA GARCÍA RODRÍGUEZ

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Auf Kommunisten-online vom 16. Juni 2011 – Am Nachmittag des 14. Juni 2011 erschienen etliche Polizeibeamte der Staatsschutzabteilung im Lokal der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE) in Candás in Asturien. Ohne auch nur irgendeine Erklärung abzugeben nahmen sie die Genossin Vanesa García Rodríguez und den Genossen José Iván Fernández, welcher Mitglied des Zentralkomitees unserer Partei ist, fest.

Ganz in der üblen Tradition der Staatsschutzabteilung der Polizei aus den Zeiten der faschistischen Franco-Diktatur handelte es sich um eine größere Zahl von Geheimpolizisten, welche die beiden Autos der zwei Mitglieder unserer Partei beschlagnahmten und unsere zwei Genossen ohne irgendeine Erklärung gefangen nahmen. Unsere festgenommenen Genossen konnten nicht einmal einen anderen Menschen in Kenntnis setzen, welcher sich zu jenem Zeitpunkt im Parteilokal aufhielt.

Dieses Vorgehen der Polizei ist ein weiterer Ausdruck der einschüchternden Herangehensweise der Polizeibehörden gegenüber der politischen Tätigkeit der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE) und unserer Mitglieder. Es entspricht dem politischen Bestreben, die politische Tätigkeit unserer Partei zu behindern, welche sich direkt den Interessen der Kapitaldiktatur, der Oligarchie und den sie schützenden Staatsapparaten entgegenstellt. Diese Handlung erfolgt darüber hinaus zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung der Sozialdemokratie die neue Arbeitsrechtsreform vorantreibt, welche die Rechte auf Aushandeln von Kollektivvereinbarungen beseitigen und die Arbeiterklasse unter die Stiefel der Bosse zwingen soll.

Kein Angriff, so gewalttätig er auch sein mag, wird die Fortsetzung der politischen Arbeit der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE) an der Seite der Arbeiterklasse im Kampf für den Sozialismus und den Kommunismus verhindern. Jeder Angriff in dieser Situation führt zu nichts weiter als dem Anwachsen der Kampfmoral unserer Partei und ihrer Entschlossenheit, diesen Handlungen mit der Unterstützung des Volkes und der Arbeiterklasse zu begegnen.

Die KP der Völker Spaniens (PCPE) fordert die sofortige bedingungslose Freilassung ihrer beiden Mitglieder. Die KP der Völker Spaniens (PCPE) verurteilt das Vorgehen der Polizeikräfte der Kapitaldiktatur. Dieses Vorgehen bringt wieder einmal das Klassenwesen des Staates und seiner Unterdrückungsapparate zum Ausdruck.

SOFORTIGE FREILASSUNG VON VANESA UND IVÁN!

NIEDER MIT DER UNTERDRÜCKUNG DES KOMMUNISMUS!

Quelle: E-Mail der KP der Völker Spaniens an befreundete Organisationen

Weitere Informationen:

http://www.pcpe.es/

Aufruf zur Solidaritätsdemonstration:

http://www.pcpe.es/component/k2/item/336-viernes-17j-torrelavega-concentracion-comunistas-detenidos-en-asturias%E2%80%8F.html

Verurteilung der brutalen Räumung des Katalonienplatzes in Barcelona und Videos von jenem blutigen Einsatz der spanischen Polizeibüttel gegen friedliche Demonstrationsteilnehmer am 17. Mai 2011 sowie Rücktrittsforderung der KP der Völker Spaniens (PCPE) an den dafür verantwortlichen Innenminister:

http://www.pcpe.es/  

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Erklärung des ZK der KP der Völker Spaniens vom 16. Juni 2011

Liebe Genossen,

wir übermitteln Euch die neue Erklärung unseres Zentralkomitees nach der Freilassung unserer drei Genossen, die weiterhin unter Anklagen stehen.

Der Kampf geht weiter, aber die Anklage wegen Terrorismus ist zusammengebrochen. Wir informieren Euch weiterhin.

Mit kommunistischen Grüßen,

Astór García

Internationale Abteilung des ZK der KP der Völker Spaniens

DER PROTEST UND DIE SOLIDARITÄT ZERSCHLUGEN DEN POLIZEI-EINSATZ GEGEN DIE 5 ASTURISCHEN KOMMUNISTISCHEN KÄMPFER

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Auf Kommunisten-online am 18. Juni 2011 – An einem Tag wie heute, an dem die Nachrichten außerstande sind, die Situation des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruchs zu verbergen, welche der europäische und weltweite Kapitalismus derzeit durchleben, nahmen wir mit enormer Freude auf, dass die falsche Anklage wegen „Terrorismus“, welche unsere Genossen vor das Oberste Sondergericht brachte, sich als völlig haltlos herausstellte und das Verfahren vor diesem Sondergericht für die öffentliche Ordnung (dessen sofortige Auflösung wir weiterhin vertreten) eingestellt worden ist. Das Verfahren mit einer falschen Anklage wegen Fehlverhalten wird in einem Gericht der Stadt Llangreu folgen. Aber der Polizei-Einsatz, mit dem ein deutlicher Sprung zur Verhandlung vor dem Obersten Sondergericht erfolgte, zielte darauf ab, einen Qualitätssprung in der Kampagne zur Kriminalisierung des Kampfes der Kommunisten zu machen. Dies wurde in Stücke zerschlagen

Wir verurteilen mit unserem gesamten kämpferischen Nachdruck alle verantwortlichen Personen aus dem Innenministerium vom Minister Rubalcaba bis hin zum eingesetzten Ermittlungsleiter bei dieser Handlung und auch Antonio Trevín, den Regierungsbevollmächtigten in Asturien. Sie haben diesen neuerlichen Polizei-Einsatz mit dem alleinigen Zweck durchgeführt, die organisierte Reaktion der Arbeiterklasse und ihrer politischen Avantgarde angesichts der Systemkrise des Kapitalismus abzuwürgen. Das System weiß, dass es unfähig ist, die Grundbedürfnisse der Mehrheit in dieser Gesellschaft zu befriedigen. Es steht als einzige Erwartung für die Zukunft die verstärkte Ausbeutung und der Abbau der in vielen Jahren des Kampfes der Arbeiter errungenen Rechte jedes einzelnen und aller an. Das System konnte nur die Unterdrückung gegen die organisierten und klassenbewussten Teile der Arbeiterklasse, der Jugend und der Volksmassen steigern. Ihre wahre Angst richtet sich auf die eine Sache, von der sie wissen, dass dies ihre Macht brechen kann: den organisierten Kampf der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten. Und daher konzentrieren sie jetzt ihre Angriffe auf die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) und den Kommunistischen Jugendverband (CJC).
Dennoch wissen sie genau, dass all dies uns nicht an ihre idealistischen Aufrufe für mehr Demokratie innerhalb des Kapitalismus binden wird und wir uns auch nicht übertölpeln lassen. In unserer DNA, welche wir direkt von den Millionen Kommunisten unserer Geschichte erhalten haben, die das Beste ihrer Lebenszeiten gegeben hatten, um eine von Ausbeutung freie Gesellschaft zu erringen, ist kein Platz für die Lüge, die vorgibt, den Kapitalismus zu reformieren, um ihn menschlicher zu machen. Wir werden nicht in unserer Entscheidung weich werden, einen umfassenden Block der Arbeiter und der Volksmassen aufzubauen, welcher imstande ist, die großen Mehrheiten in dieser Gesellschaft zum Sozialismus und zum Kommunismus zu führen. Das ist die einzige Alternative zu diesem senilen und verbrecherischen System, das in seiner dekadenten Spirale der Perversion nicht nur die Abschaffung aller politischen, sozialen und beruflichen Rechte erfordert, sondern derzeit zeigt, dass es imstande ist, dem Leben auf unserem Planeten ein Ende zu machen.
Wir rufen dazu auf, eine Mauer der Solidarität und der gegenseitigen Hilfe aufzubauen, die verhindern wird, dass Situationen wie die von unseren fünf Genossen erlebten in der Stille der Gefängniszellen vergessen bleiben. Wir sind uns bewusst darüber, dass die Unterdrückung weitergehen wird. Deshalb können wir nur die Solidarität und die Reaktionsfähigkeit der Mitglieder unserer Partei und unseres Jugendverbandes mit jedem unter der Unterdrückung leidenden Partner im gemeinsamen Kampf verstärken. Am Ende wollen wir laut und deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir sehr stolz auf den eingegangenen hunderten Solidaritätsbotschaften sind. Wir wissen, dass die Solidarität und die Unterstützung der Volksmassen unsere beste Verteidigung gegen die bürgerliche Unterdrückung sind. Und weil es unmöglich ist, Ihnen allen persönlich zu danken, werden wir dies mit den Umarmungen tun, welche unsere asturischen Genossen den heute aus dem Gefängnis freigekommenen 5 Genossen zuteil werden lassen.

HOCH LEBE DER KAMPF DER ARBEITERKLASSE!
FÜR SOZIALISMUS UND KOMMUNISMUS!

ZK der KP der Völker Spaniens (PCPE),16. Juni 2011

Quelle: E-Mail der KP der Völker Spaniens (PCPE)  

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Die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) erklärt

ZU DEN DEMONSTRATIONEN SEIT DEM 15. MAI 2011

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Madrid, 19. Mai 2011, Website der PCPE. (auf Kommunisten-online am 22. Juni 2011) – Die am 15. Mai begonnenen Demonstrationen entsprechen einer Strategie, die darauf aus ist, den Druck der gesellschaftlichen Bewegung zu senken und Antworten klassenbewussten Inhalts zu vermeiden.

Sie sind nur eine Mode-Erscheinung, daher muss mit Organisierung, Organisierung und nochmals Organisierung reagiert werden.

Die am 15. Mai begonnenen Demonstrationen unter der Losung „Wirkliche Demokratie Jetzt“ stützen sich auf den Grad des Protestes eines wichtigen Teils der gesellschaftlichen Basis gegen die Folgen der kapitalistischen Krise für ihre Lebensbedingungen, besonders auf die Arbeiterklasse und Teile der Volksbewegung, und ganz besonders auf die Jugend.

Die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) analysiert diese Situation aufmerksam und formuliert diese Einschätzung mit der Bereitschaft zu helfen, damit diese Bewegung heterogenen Ursprungs die Arbeiterklasse nicht ablenkt, und um zu vermeiden, dass sie mitwirkt, um das Voranschreiten zu einer Position der Auseinandersetzung mit den tiefen Wurzeln der kapitalistischen Krise zu blockieren. Die Entwicklung der Ereignisse lässt vermuten, dass mit einem Ablassen des Drucks aus dem gesellschaftlichen Massenprotest dann alle wieder gelenkt vom herrschenden Machtblock übernommen werden, welcher seinen gegen die Arbeiter gerichteten politischen Kurs fortsetzen wird, so aus der Systemkrise herauszukommen versuchen wird und dabei den bisher erreichten Konsens in der Gesellschaft aufrecht erhalten wird.

Beim Kennzeichnen dieser Bewegung bestimmen drei Elemente unsere Einschätzung:

1. Es handelt sich um eine Bewegung, die die Richtung des Klassenkampfes angreift;

2. Es handelt sich somit um eine Bewegung zwischen den Klassen hindurch;

3. Es handelt sich um eine Bewegung von kleinbürgerlichem ideologischen Wesen.

DER RÜCKSCHRITT DER ORGANISATION DER ARBEITERKLASSE

Die Schwäche des von einem Teil der Arbeiterklasse gebildeten Kampfinstruments in Gestalt der Kommunistischen Partei mit breiter Massenverankerung und kämpferischem Gehalt sowie das Fehlen der Entwicklung einer klassenkämpferischen Gewerkschaftsorganisation mit breiter Unterstützung bei der Arbeiterklasse sind Teil der Brutkultur für diese Bewegung.

Die Verschärfung des Klassenkampfes in Spanien ist eine objektive Tatsache, welche systematisch vom herrschenden Machtblock kaschiert wird. Die aus der Krise entstandene Situation zieht derzeit gut qualifizierte Berufsgruppen mit vielen intellektuellen Fähigkeiten aus der Arbeiterklasse in Mitleidenschaft, vor allem Jugendliche, die mit ansehen, wie die ihnen im Kapitalismus versprochenen Lebensbedingungen nicht zufriedenstellen, sondern im Gegenteil enttäuschend sind. Angesichts dieser Lage und angesichts der Schwäche des subjektiven Faktors der Revolution suchen diese Gruppierungen ein Ventil für ihre Unzufriedenheit über reformistische und kleinbürgerliche Orientierungen, die für das herrschende Gesellschaftssystem klar zu manipulieren sind, um dadurch die Erhöhung des Bewusstseins und eine mögliche Explosion der Gesellschaft in Richtung einer Veränderung der Gesellschaft zu verhindern.

Unter einem reformistischen Programm, welches sich auf so idealistische Inhalte wie die Aussage stützt, dass die Wirtschaftskrise teils Frucht schlechten Funktionierens der „demokratischen“ Instrumente eines Landes wie Spanien (gleichsetzbar den übrigen EU-Ländern) oder des schlechten Funktionierens der „Finanzkontrolle“ sei, werden eine Reihe von Vorschlägen aus ihren Vorschlägen heraus aufgeboten, die von der Bitte um Zuwendungen an Firmen mit wenig zeitweilig Beschäftigten über die Forderung nach vollständiger Anwendung des Gesetzes des Niederlassungsgesetzes sowie die Tobin-Steuer, die Reform des Wahlgesetzes bzw. die Einarbeitung von „Wirkmechanismen zur Gewährleistung der inneren Demokratie in den Parteien“ in das Wahlgesetz gehen. Alle diese Vorschläge verwenden derzeit Begriffe wie „politische Klasse“, die aus einer unseren Grundaussagen weit entfernten Konzeption stammen. Diese idealistische und verzerrende Richtung stellt gar nicht erst das kapitalistische System in Frage, sondern versucht es einfach nur zu reformieren, damit es besser funktionieren soll.

EINE POSITION GEGEN DIE KÄMPFERISCHE ORGANISIERTHEIT DER ARBEITERKLASSE

Den reformistischen Ansätzen, welche die Vereinte Linke (IU) oder die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) in ihrer Logik der Parteinahme für einen Kapitalismus mit menschlichem Gesicht (manchmal nennen sie ihn „Sozialismus“) durch die Vertiefung der „Demokratie“ auf ihre Fahnen schreiben, wird eine Reihe von offen die Organisationsform der Arbeiterbewegung, die Partei und die Gewerkschaft angreifenden Positionierungen hinzugefügt. Unter Ausnutzung des schlechten Ansehens der bürgerlichen Parteien (obwohl zum Beispiel im Gebiet Valencia alle Umfragen einen überwältigenden Sieg von Camps trotz der Korruption vorhersagen) und der größeren Gewerkschaften scheren sie alles über einen Kamm, vertreten sie eine gegen alle Parteien und alle Gewerkschaften gerichtete Haltung, die die Positionen der Ultralinken bezüglich der Nichterforderlichkeit von Organisiertheit, von Strukturen, und man nennt dies dort „horizontales“ Organisieren über „die sozialen Netzwerke“, beinhaltet.

Die kommunistischen Parteimitglieder haben genug Erfahrung in jahrzehntelangem Kampf gesammelt, um bestens zu wissen, dass die Ideen nicht ohne Organisation leben, erst recht nicht die buntscheckigen Ideen einer Bewegung, die sagt, dass sie vorhat, dem Establishment die Stirn zu bieten. Dies immer übersteigerter, um mögliche unkontrollierte Handlungen auszulösen, die in Momenten wie derzeit ausbrechen können.

Und wir wissen auch, dass die auf „Unorganisiertheit“ gegründeten Reden dazu gedacht sind, den möglichen Einfluss Kommunistischer Parteien zu verunglimpfen und lächerlich zu machen, dabei spontanes Handeln sowie Aktionismus und Horizontalismus als Elemente zu bejubeln, die sich in der gesellschaftlichen Praxis stets als falsch herausgestellt haben und lediglich sehr nützlich für bestimmte ultralinke Gruppierungen sind. Konkret hat jeder kommunistische Kämpfer mit gewisser Erfahrung in „Einheitsbestrebungen“ unter dieser Art von Erfahrungen gelitten und weiß, wohin sie letztlich führen: zur Unmöglichkeit kommunistischer ideologischer Ansätze, zur Manipulation von Treffen und Versammlungen, usw. In diesem Fall ist die Verwendung der „sozialen Netzwerke“ ein Element des Betrugs und sehr geeignet für gewisse interessierte Kreise, um die Organisationsformen der Arbeiterklasse zu verleumden.

DIE ORGANISIERUNG DER ARBEITERKLASSE FORTSETZEN

Die wir zur Revolution stehen, können wir weder direkt noch indirekt Positionen Rückhalt verschaffen, die direkt das Wesen der leninistischen Partei neuen Typus angreifen. Auch wenn es andere ideologische Auffassungen gibt, die sich sogar auf das Erbe von Lenin berufen, soll man da das Auge zudrücken? Wir tun dies nicht. Unsere Aufgabe ist die Bekämpfung dieser Positionen und die Geltendmachung unserer Erfahrung und unserer klassenmäßigen Einschätzung.

Andererseits übernimmt die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) nicht die Vorstellungen der postmodernen Richtung bezüglich eines Endes der Arbeiterklasse und ihres Aufgehens in verschiedenen Schichten: Präkariat, Subunternehmer, Arbeitslose. Diese Positionen sind darauf aus, die Arbeiterklasse zu spalten und die Arbeit der reaktionärsten Elemente zu erleichtern. Sie erleichtern auch den Spaltungsansatz in „privilegierte Arbeiter“ und „nichtprivilegierte Arbeiter“. Der Ausbeutungsgrad der Arbeiterklasse definiert sich nicht einzig durch die Entlohnung oder die Art der vertraglichen Beschäftigung, sondern durch die Sklavenposition in der Kette der Erlangung von Mehrwert durch die Bourgeoisie.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass diese Art von Bewegungen, welche die objektive Situation der gesellschaftlichen Enttäuschung bei breiten Teilen der Arbeiterklasse und des Volkes ausnutzt, genau dann als Ventil dient, wenn die Folgen der kapitalistischen Krise für die allerbreitesten Teile der Arbeiterklasse sichtbar werden und sich auch auf Teile des Kleinbürgertums erstrecken, die sich zum sozialen Absturz in das Proletariat gezwungen sehen. Die Aufgabe der Kommunisten in diesem Fall kann nicht darin bestehen, diffuse Mittel anzuwenden oder sich blind einer Bewegung anzuschließen, sondern die Aufgabe der Kommunisten besteht in der ideologischen Offensive, in der praktischen Arbeit zur Stärkung der Kommunistischen Partei als Vorhut der organisierten und ihrer revolutionären Rolle bewussten Arbeiterklasse. Wird nicht dieser Linie gemäß gearbeitet, wie sie auch Frucht der Debatte unseres 9. Parteitags ist, dann geht die Richtung der Entwicklung des Klassenkampfes in unserem Land unter den konkreten Bedingungen derzeit verloren. Der Klassenkampf muss zu Positionen entwickelt werden, die den gegenwärtigen Begrenztheiten der Arbeiterklasse überlegen sind, um eine Antwort zu geben.

Die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE) prangert die Position der reformistischen Organisationen an, die fernab jedes wissenschaftlichen Kriteriums sich in opportunistischer Art diesem Prozess angeschlossen haben. Gleichzeitig wird diese Bewegung von Teilen der Unternehmer aus dem reaktionären Bereich unterstützt. Diese ideologische Suppe ist völlig untauglich und dazu verurteilt, wieder zu verschwinden, sobald das momentane Fieber vorüber ist.

Ein weiteres unser Misstrauen verstärkendes Element in diesem Prozess ist das breite Medienecho für diese Bewegung. Wir kennen die gewöhnliche Haltung der amtlichen Massenmedien bei Demonstrationen und Kundgebungen gegen das System, und da ist deren jetzige Haltung überraschend. Es handelt sich da um eine Bewegung, die rasch zu Kräften kommt, seit sie Parteien und Gewerkschaften ablehnt und damit der Arbeiterbewegung das Rückgrat bricht. Diese Bewegung zieht gegenwärtig Leute an, die bisher niemals bei Angriffen auf die Arbeiterklasse protestiert haben. Wenn sie dann genug haben und erschöpft sind, werden sie geschlagen und losgelöst von jedem organisiertem Kampf nach Hause zurückkehren.

WIR ARBEITEN WEITER FÜR EINE STARKE KLASSENKÄMPFERISCHE VORHUT AN DER SPITZE DER GESELLSCHAFTLICHEN UNZUFRIEDENHEIT

Es lässt sich nicht vermeiden, dass die Mitglieder der Kommunistischen Partei sich ideologisch mit dieser Art von Prozessen auseinandersetzen. Die Kommunistische Partei darf nicht aktiver Teil der Verbreitung einer Botschaft sein, welche gegen ihr eigenes Wesen gerichtet ist. Sie darf auch nicht Opfer eines vorübergehenden Fiebers sein, welches zum Scheitern verurteilt ist und ohne jeden Zweifel eine reformistische Richtung einschlägt. Unsere Parteimitglieder geben einer derartigen politischen Richtung keine Nahrung.

Unsere Parteimitglieder mischen sich von den Rändern her bei dieser Bewegung ein. Sie müssen die Fähigkeit haben, zu Ansprechpartnern für jene zu werden, die aus gutem Willen im naiven Glauben bei jenen Initiativen mitmachen, auf dass sie dort in jener Bewegung zu Kampfpositionen für ihre Klasseninteressen geführt werden. Was in keinem Fall zu billigen ist. Ein Prozess der Erhöhung des Klassenbewusstseins wird stets über Übergangsinitiativen erfolgen, die von der richtigen Linie aus zu Fraktionen der Arbeiterklasse führen, die eine Antwort auf ihre Sorgen suchen. Wenn die Partei es versteht, diese Klassenfraktionen zu orten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, dann wird die Partei sich einmischen, um jene an unsere revolutionären Standpunkte heranzuführen.

Wir werden stets das selbstständige Handeln unserer Partei verteidigen und dabei auf die Stärkung der revolutionären Strömungen der Arbeiterbewegung aus sein. Mit ihren Tricks wird die Bourgeoisie nicht verhindern, dass die spanische Arbeiterklasse zu revolutionären Standpunkten vorankommt, zu einer Suche nach einem revolutionären und sozialistischen Ausweg aus der gegenwärtigen Strukturkrise des kapitalistischen Systems finden wird.

Madrid 19. Mai 2011   

Exekutivkomitee der Kommunistischen Partei der Völker Spaniens (PCPE)

Quelle:

http://www.pcpe.es/

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