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Griechenland:
Streik
am 5. Oktober 2011
KEINE
ENTLASSUNGEN!
HERRSCHENDE
SOLLEN FÜR KRISE ZAHLEN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
6. Oktober 2011, KKE-Website. (auf Kommunisten-online am 10. Oktober
2011) – Die Arbeiter im öffentlichen Dienst und aus den früheren
Staatsbetrieben führten gestern durch ihre massenhafte kämpferische
und dynamische Teilnahme am Streik und an den Streikdemonstrationen von
PAME eine erste große Schlacht gegen die brutale gegen das Volk
gerichtete Politik von Regierung und Troika.
Tausende
Arbeiter reagierten auf den Streikaufruf der Gewerkschaften der Arbeiter
in den Regierungsbehörden vor Ort, im Energie- und Gesundheitswesen
sowie im Sozialbereich, der Kampfkomitees im öffentlichen Dienst. Sie
demonstrierten in Athen und in mehr als 30 Städten in ganz Griechenland
und sandten die folgende Botschaft aus: „Die Herrschenden müssen für
die Krise zahlen - Wir akzeptieren keine Entlassungen - Wir sagen NEIN
zur 'Arbeitsreserve“ (einer Maßnahme, die auf Entlassungen hinausläuft,
indem der Beschäftigte ein Jahr bei auf 60% gekürztem Lohn
freigestellt wird). Dazu ist anzumerken, dass der neuerliche Angriff,
welchen die Regierung jetzt fahrplanmäßig durchführt, zur Entlassung
von 30.000 öffentlich Beschäftigten 2011 und zur Entlassung von
weiteren 200.000 öffentlich Beschäftigten 2013 durch diese
'Arbeitsreserve', die neuen Lohnkürzungen, die weiteren Kürzungen bei
den Sozialausgaben usw. führt.
Durch
diese 'Arbeitsreserve' werden die Menschen entlassen. Tausende
Festangestellte des öffentlichen Gesundheitswesens sollen so durch
einen modernen Sklavenmarkt ersetzt werden, durch von der PASOK und ND
unterstützte Nichtregierungsorganisationen ersetzt werden, durch
unbezahlte Arbeiter mittels der Arbeitsämter ersetzt werden. Sie werden
ein neues Programm zur Nachtschichtarbeit in den Krankenhäusern
auflegen, welches ganz gefährlich für das Volk ist, weil es die Zahl
der in Nachtschichten tätigen Arbeitskräfte herabsetzen wird.
Erforderlich ist eine Bewegung, die Hindernisse auftürmt und die Verzögerung
der Regierungsmaßnahmen erreicht sowie den Kampf für sofortige Maßnahmen
zur Entlastung der Volksschichten und der Arbeitslosen organisiert, die
sich an die vordere Front des Kampfes für die Befriedigung der Bedürfnisse
des Volkes und die Überwindung der gegen das Volk gerichteten Politik
stellt. Und gleichzeitig bei den alltäglichen Kämpfen wird diese
Bewegung eine Perspektive für das Morgen aufzeigen müssen, und zwar für
eine Volksregierung mit zentraler Planung, gesellschaftlichem Eigentum
an den konzentrierten Produktionsmitteln, für eine Entwicklung mit dem
ganz ausschließlichen Hauptziel der Befriedigung der Bedürfnisse des
Volkes und nicht der Bedürfnisse der Monopole.“ Dies unterstrich
Ilias Sioras, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Arbeiter in „Evangelismos“,
dem größten Krankenhaus Griechenlands, und Führungsmitglied von PAME
in seiner Ansprache.
Die
Anwesenheit von Schülern und Studenten war ganz massiv ausgeprägt. Sie
führen derzeit Besetzungen und „Streiks“ durch. Dabei kämpfen sie
für eine Schule mit Lehrern und Büchern. Seit über einem Monat vom
Anbeginn dieses Schuljahres an sind immer noch keine Schulbücher
ausgegeben worden. Die Schüler und Studenten riefen laut Sprechchöre
wie „Die Schuljugend ist auf den Straßen, Multinationale raus aus den
Schulen“, Schuljugend und Arbeiter sind eine Stimme und eine Faust“,
usw.
Der
Streik am 5. Oktober stellt eine erste Antwort auf den brutalen Angriff
der Regierung und der Troika gegen das Volk dar, welcher in den
vorangegangenen Tagen mit den Verlautbarungen der Regierung und der
Troika über die Abschaffung der Rahmenkollektivvereinbarungen auf
landesweiter Ebene und die neuen dramatischen Einschnitte bei den Löhnen
und den Renten im Bereich der privatkapitalistischen Wirtschaft
gipfelte. Die klassenkämpferischen Kräfte, welche bei PAME
konzentriert sind, reagierten unverzüglich mit einer Blockade des Büros
des Arbeitsministers, bei der sie klarstellten: „Die Arbeiterklasse
wird für die Verteidigung der landesweiten
Rahmenkollektivvereinbarungen und aller Vereinbarungen in einer großen
Auseinandersetzung kämpfen. Die Abschaffung der landesweiten
Rahmenkollektivvereinbarungen ist zu 100% eine Forderung der
Industriellen und des Kapitals.“
Wieder
einmal versuchten die Kräfte der Kapitalisten und die regierungsgeführten
Gewerkschaften es mit dem Unterlaufen oder dem Brechen des Streiks oder
mit seiner Irreleitung und Verminderung der kämpferischen Haltung des
Arbeitervolkes. Es ist charakteristisch, dass obwohl sie aufrufen zum
„Schutz und Stärken der Einrichtung der landesweiten
Rahmenkollektivvereinbarungen“ und aller Kollektivvereinbarungen im
allgemeinen, sie die 11% Lohnsenkung in der Tarifbereichsvereinbarung
begrüßen, welche die kompromisslerischen Gewerkschafter des früheren
Staatsbetriebs Telekom (OTE) unterzeichneten.
Die
klassenkämpferischen Kräfte setzen ihre Mobilisierung für die
Vorbereitung des großen Generalstreiks am 19. Oktober 2011 fort und
verstärken dabei ihre Anstrengungen.
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/news2011/2011-10-6-info-apergia
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Generalstreik
gegen EU
Von
Heike Schrader, Athen
JungeWelt
vom 20.10.2011
Auf
Kommunisten-online am 21. Oktober 2011 –
Hunderttausende Menschen gingen am Mittwoch in vielen Städten
Griechenlands, wie in Thessaloniki, gegen den Sozialkahlschlag der
Regierung auf die Straße
Ein
zweitägiger Generalstreik– der zwölfte seit Einleitung des Kürzungsprogramms
zur Konsolidierung der Staatsfinanzen im vergangenen Frühjahr – legt
seit dem gestrigen Mittwoch das Wirtschaftsleben in Griechenland lahm.
Er richtet sich gegen ein weiteres Maßnahmenpaket, das heute im Athener
Parlament verabschiedet werden soll. Darin sind die schrittweise
Entlassung von mindestens 100000 Staatsbediensteten in den nächsten
Jahren, zusätzliche drastische Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst,
weitere Rentenkürzungen und die Absenkung des Steuerfreibetrags auf
5000 Euro, also unterhalb der Armutsgrenze von 6500 Euro,
festgeschrieben. Darüber hinaus sieht das Paket die Aussetzung der
Tarifbindung für nicht den Arbeitgeberverbänden angehörende Firmen
vor, was zum Austritt zahlreicher Unternehmer aus den Verbänden und der
Aushebelung aller tariflichen Standards führen wird.
Während die von Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Dienstag in
einer weiteren dramatischen Rede bearbeitetenAbgeordneten der sozialdemokratischen
Regierungspartei PASOK wohl auch dem neuen Horrorkatalog ihre Stimme
geben werden, verweigern draußen vor den Toren des Parlamentsgebäudes
Zehntausende Betroffene ihre Zustimmung. Die beiden
Gewerkschaftsdachverbände GSEE (private Wirtschaft) und ADEDY (öffentlicher
Dienst) haben zu Protesten auf dem Platz vor dem Parlament mobilisiert,
die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME will mit ihren
Mitgliedern durch eine symbolische Umzingelung des Parlaments Druck auf
die Abgeordneten ausüben.
Bereits
am Mittwoch hatte der Generalstreik das Wirtschaftsleben des Landes
paralysiert. Nach Gewerkschaftsangaben lag die Beteiligung in allen
Bereichen zwischen 80 und 100 Prozent. Behörden, Schulen und Banken
blieben geschlossen, in den Krankenhäusern wurden nur Notfälle
versorgt. Während die Schiffe durch einen Streik der Seeleute bereits
seit Montag in den Häfen liegen, blieben gestern auch die Züge in den
Bahnhöfen. Zu Behinderungen kam es ebenfalls im Flugverkehr, da sich
die Lotsen am Streik beteiligten. Dem Ausstand der Lohnabhängigen
hatten sich die Inhaber von Einzelhandelsgeschäften und
Handwerksbetrieben sowie Selbständige angeschlossen, nachdem bei
vorangegangenen Generalstreiks die Aufforderung des
Einzelhandelsverbands an seine Mitglieder, die Läden geschlossen zu
halten, nur spärlich befolgt worden war. Diesmal jedoch hatte man am
Mittwoch nicht nur im Zentrum, sondern auch in den übrigen Stadtteilen
der Hauptstadt überwiegend die Rolläden heruntergelassen. Nur die
Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs in Athen und die Journalisten
des Landes arbeiteten auf Hochtouren. Die einen, um die nach unabhängigen
Medienangaben mehreren hunderttausend Demonstranten ins Zentrum der
Hauptstadt zu bringen, die anderen, um über die überall im Land
stattfindenden Streiks zu berichten.
Giorgos
Perros von der Gewerkschaftsfront PAME rief in Athen die
Kundgebungsteilnehmer auf: »Es reicht, laßt uns dieses Verbrechen
stoppen, wir haben die Kraft dazu!« Wenn es gelänge, am Donnerstag genügend
Leute rund um das Parlament auf die Straße zu bringen, könne die
Regierung zur Rücknahme des Gesetzes gezwungen werden, so Perros. Damit
sei der Kampf jedoch nicht zu Ende: »Im Interesse aller Werktätigen
gibt es nur eins: Austritt aus der EU und Streichung aller Schulden.«
http://www.jungewelt.de/2011/10-20/061.php
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Zum
Gedenken an den Gewerkschafter und Genossen
Dimitris Kotzaridis (zu
seinem Gedenken)
Gedungene
Provokateure waren mit Duldung durch die Polizei gegen kämpferische
Gewerkschafter am Werk (Red. K-online)
Mörderischer
Angriff gegen griechische Gewerkschaftskundgebung und Tod des
Gewerkschafters Dimitris Kotzaridis
Von
mh (Schweiz) vom 21.10.2011
Quelle:
Kommunisten.ch
Auf
Kommunisten-online am 22. Oktober 2011 – Um gegen die
Verabschiedung eines weiteren Pakets von Austeritätsmassnahmen durch
das Parlament zu protestieren, haben die griechischen Arbeiter mit einem
zweitätigen Generalstreik am Mittwoch und Donnerstag das
Wirtschaftsleben in Griechenland lahmgelegt. Athen erlebte gleichzeitig
die grössten Massendemonstrationen seit Jahrzehnten.
Die
klassenkämpferische Gewerkschaft PAME
blockierte am Donnerstag den Zugang zum Parlament. Wie das Pressebüro
der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE)
in seiner Stellungnahme heute meldet, kam es dabei zu einem mörderischen
Angriff von einigen Hundertschaften von bewaffneten Vermummten auf die
organisierten Arbeiter, die zu vielen Zehntausenden auf dem
Syntagmaplatz in Zentrum Athens erschienen waren.
Die
Vermummten, Anarcho-Autonome, Faschisten oder wie immer sie sich nennen
mögen, versuchten zu schaffen, was die Kräfte von Repression,
Erpressung und Drohung nicht fertiggebracht hatten: die Manifestanten zu
zerstreuen und einzuschüchtern.
Resultat
der Attacke ist der Tod des 53-jährigen Gewerkschaftssekretärs
Dimitris Kotzaridis. Dutzende von weiteren Demonstranten der PAME
wurden von den Vermummten, die Molotow-Cocktails, Tränengas und
Schockgranaten einsetzten, ernsthaft verletzt.
Die
KKE hebt hervor, dass diese Provokation am gut
organisierten Ordnungsdienst der Gewerkschaft gescheitert ist, der die
von der Polizei unbehinderten Angreifer gewaltsam verscheuchte.
Die
KKE drückt der Familie von Dimitris
Kotzaridis, der in einem gerechten Kampf gefallen ist, ihr Beileid aus
und solidarisiert sich mit den verletzten Demonstranten.
(21.10.2011/mh)
Quelle:
Communist
Party of Greece (21.10.2011)
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ERGÄNZUNG:
Kurz nach Fertigstellung unseres
zusammenfassenden Artikels ist die Stellungnahme der KKE
bei Redglobe im vollen Wortlaut auf deutsch erschienen. Er wird
nachstehend übernommen:
ERKLÄRUNG
DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI
GRIECHENLANDS ZU DEN
AUSEINANDERSETZUNGEN AM SYNTAGMA-PLATZ
IN ATHEN
Diesmal
haben die mit besonderen Befehlen ausgestatteten organisierten Gruppen
und anarchofaschistischen Gruppierungen einen Angriff mit
Molotowcocktails, Tränengas, Blendgranaten und Steinen entfesselt, um
die große Demonstration der Arbeiter und des Volkes auf dem
Syntagma-Platz besonders dort, wo sich die PAME
versammelt hatte, aufzulösen. Das Ergebnis dieses Angriffs war der Tod
des 53-jährigen PAME-Gewerkschafters Dimitris
Kotzaridis, Sekretär der Bauarbeitergewerkschaft im Stadtviertel
Vironas. Zudem wurden Dutzende Demonstranten der PAME
verletzt.
Der
Haß der Vermummten gegen die Arbeiter- und Volksbewegung und die PAME
spiegelt die Wut der Kräfte wider, die dem System und der Macht der
Bourgeoisie dienen. Die Regierung trägt dafür eine große
Verantwortung. Die Operation zur Einschüchterung, Verleumdung und
Unterdrückung der Arbeiter- und Volksbewegung wurzelt in staatlichen
Strukturen, Zentren und Diensten. Das hat die Geschichte gezeigt, und
das zeigt auch dieser jüngste barbarische Mordangriff. Die Vermummten,
die Anarcho-Autonomen, Faschisten oder wie auch immer sie sich nennen,
haben es übernommen, das umzusetzen, was die Kräfte der Repression,
ihre Erpressungen und Bedrohungen nicht erreichen konnten, um das Volk
einzuschüchtern und niederzudrücken. Objektiv betrachtet zeigt sich,
daß die selben Zentren die provokative mörderische Brandstiftung in
der MARFIN-Bank am Tag der der Abstimmung über
das Memorandum am 5. Mai 2010 durchgeführt haben.
Ihr
Ziel, die Demonstration der PAME zu
zerschlagen, ist gescheitert. In der selben Weise müssen die Pläne der
Regierung, der Mechanismen des Systems, der Parteien der Plutokratie
scheitern, die den Fluss des Gegenangriffs der Arbeiter und des Volkes,
der sich beim 48-Stunden-Streik auf die Straßen ergossen hat, einschüchtern
und unterdrücken wollen.
Die
Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) drückt
ihre Trauer und ihr Mitgefühl für die Familie von Dimitris Kotzardis
aus, der im Kampf für die gerechte Sache der Arbeiterklasse und des
Volkes gefallen ist. Sie erklärt ihre Solidarität mit den verletzten
Demonstranten und mit allen, die die Arbeiter- und Volksdemonstration
gegen die Gruppen von Provokateuren verteidigt haben. Sie ruft das Volk
auf, noch entschlossener aufzustehen. Gemeinsam mit der KKE
zu kämpfen, sich den Gewerkschaften, der PAME
und den anderen radikalen Organisationen anzuschließen, die gegen die
volksfeindliche Politik und gegen die Macht der Monopole kämpfen. Dies
ist die Kraft der Opposition gegen die Parteien der Plutokratie, gegen
die Europäische Union und den IWF. Dies ist
die Kraft des Volkes um die barbarischen Maßnahmen, die Gewalt und die
Einschüchterung jeder Art durch die Repressionsorgane zurückzuschlagen.
Das Volk kann die volksfeindliche Politik und Macht stürzen.
Athen,
20. Oktober 2011
Pressestelle des ZK der KKE
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Indymedia
hetzt gegen die organisierte Arbeiterklasse Griechenlands
Von
mh (Schweiz) 23.10.2011
Quelle:
Kommunisten.ch
Auf
Kommunisten-online am 26. Oktober 2011 – Am 20. Oktober erschien
auf Indymedia Schweiz – unter dem bezeichnenden Titel: «Stalinisten
– Die letzten Büttel der herrschenden Klasse?» – ein kurzer, gegen
den Kampf der organisierten Arbeiterklasse Griechenlands gerichteter
Artikel, der aus einem Satz besteht:
«Nachdem
es zwischen Demonstranten und PAME/KKE-Stalinisten
zu kleinen Rangeleien kam, als die Demonstranten versuchten auf das
Parlament loszugehen und die KKE-Ordner die
Leute zurückhielten, z.T. verpügelten und schließlich den Bullen übergaben,
sind nun schwere Auseinandersetzungen zwischen Antiautoritären und
Stalinisten ausgebrochen.»[1]
Anarchofaschisten
am Werk
Mit
diesen Worten kommentiert Indymedia die folgenden Vorgänge: Einige
Hundertschaften von bewaffneten und vermummten Anarchofaschisten hatten
am gleichen Tag (20. 10.) einen mörderischen Überfall auf eine
Demonstration der Klassengewerkschaft PAME verübt.
Ein Genosse der Bauarbeiter wurde dabei getötet, etwa 80 Gewerkschafter
zum Teil ernsthaft verletzt.[2]
Agents
Provocateurs in Griechenland
Es
ist schon lange bekannt und mit Dokumenten belegt, dass die griechische
Polizei ausgezeichnet mit dem schwarzen Block zusammenarbeitet. Die
Routineaufgabe dieser Agents Provocateurs besteht darin, (1.) der
Polizei Vorwände für die Auflösung von Massendemonstrationen zu
liefern und (2.) unter falscher revolutionärer Flagge kriminelle Akte
zu begehen, die den Bürgern den Schrecken vor der Revolution einjagen
(damit die Verängstigten zur Reaktion hinüberschwenken).
Am
20. Oktober hatten die “Antiautoritären” jedoch einen speziellen
Tagesbefehl erhalten: Ausführung eines direkten bewaffneten Angriffs
auf die vor dem Parlament unter dem Banner der PAME
demonstrierenden Arbeitermassen. Dabei warfen die Angreifer Steine und
Molotow-Cocktails, setzten aber auch Tränengas, Schockgranaten und
andere polizeiübliche Waffen gegen die Arbeiter ein.
Niemand
sollte sich darüber verwundern, dass die Cops den Dienst tun, zu dem
sie befohlen werden, sei es in Uniform oder im schwarzen Tenu. Die
Tatsache, dass Indymedia sich für Dreckspiele hergibt, die an
Hitler/Goebbels Inszenierung eines Überfalls auf den Sender Gleiwitz
(Operation Tannenberg) erinnern, mag man unsererseits mit einem
Achselzucken konstatieren. Aber bei ehrlichen Leuten im Lager der
Anarchisten dürfte sie sauer aufstossen.
(23.10.2011/mh)
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