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Veneuela:

Laut Umfrage begrüßen 72,1% die Politik des Präsidenten

Große Unterstützung im Volke für die Revolution und den Präsidenten Chávez

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 10. August. Tribuna Popular.- Das Umfrage-Institut Seija erbrachte in dieser Woche zwischen dem 19. und 29. Juli 2007 eine neue Umfrage in der Öffentlichkeit, derzufolge 72,1% der Venezolaner die Politik des Präsidenten der Republik Hugo Chávez Frías als Staatschef gutheißen. Aus dem Bericht geht hervor, dass 200.000 Personen in den 24 Bundesstaaten Venezuelas befragt wurden. Somit beträgt die statistische Fehlerquote 3%.

Laut den Daten bewerten 17% der Befragten die „Entwicklung“ von Hugo Chávez als Präsident Venezuelas mit „ausgezeichnet“. Demgegenüber stufen ihn 30,1% als „gut“ ein, und 25,8% halten ihn für „mehr oder weniger gut“.

Wir erinnern daran, dass in den sechs vergangenen Monaten des Jahres 2007 der Präsident Hugo Chávez die Fördertätigkeit des Ölgebietes Faja Petrolífera del Orinoco, die Nationale Telefongesellschaft Venezuelas AG (CANTV) und die Elektritzitätsgesellschaft von Caracas wieder nationalisiert hat. Ebenfalls brachte er den sog. Fünften Motor der Revolution, die Kommunalrätebewegung, voran. Dadurch wurde die Schaffung von Kommunalräten im ganzen Lande eingeleitet, um die Regierungsmacht an die Kommunen als Teil der partizipativen protagonischen Demokratie zu übergeben. In dieser Periode weihte er außerdem verschiedene Infrastrukturprojekte ein, die in Rekordzeit gebaut worden sind. Wie zum Beispiel das Viadukt Caracas - La Guaira, sieben Megastadien sowie den Umbau von weiteren zwei Megastadien, in denen die Panamerikanischen Spiele des Amerika Cup 2007 veranstaltet worden sind.

Das Thema Finanzen nahm auch Raum bei der Umfrage ein: Die Politik des Staatschefs ermöglichte es, die Schulden zu tilgen, welche die Regierungen der 4. Republik bei der Weltbank und beim Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen hatten. 1998 betrug diese Staatsschuld 3 Mrd Dollar. Mit ihrer Tilgung schaffte es Venezuela, sich von diesen Finanzierern und der Einbringung ihrer neoliberalen Politik unabhängig zu machen.

Thema Verfassungsreform: Die Seija-Umfrage zeigt, dass über die Hälfte der befragten Venezolaner (61,5%) die gegenwärtig von einer Präsidentenkommission erarbeitete Reform der Bolivarianischen Verfassung Venezuelas in diesem vom Land durchlebten Moment für sehr wichtig hält. Die Studie ergibt, dass 61,5% die Verfassungsreform für „sehr wichtig“ hält. Und 17% halten sie für „wenig wichtig“. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass die bisher vom Präsidenten der Republik Hugo Chávez verbreiteten Verfassungsreformentwürfe sowohl Veränderungen in der politischen Territorialstruktur des Landes, als auch im Machtapparat des Staates beinhalten. Einer der Artikel, an welchem der Präsident Chávez mit seinen Beratern und Juristen wegen der Komplexität des Themas und seinen integralen Verwickelungen am meisten gearbeitet hat, bezieht sich auf die territoriale Reorganisation der Republik.Eine der Kennziffern dieser Geometrie der Macht setzt die Schaffung neuer politischer Territorialstrukturen voraus, wie beispielsweise der föderalen Gebiete und der funktionalen Distrikte.

Ein weiteres Vorhaben der vom Staatschef vorgelegten Verfassungsreform ist die Stärkung der Volksmacht. Die 1999 angenommene Bolivarianische Verfassung Venezuelas verankert das klassische Schema der Gewaltendreiteilung von Exekutive, Legislative und Justiz mit darüber hinaus der Moral und dem Wahlverfahren als Modell, welches der Präsident Chávez als repräsentativ bezeichnet. Im Programm „Aló Presidente“ Nummer 287 vom vergangenen 22. Juli sagte Chávez, dass hinsichtlich der Verfassung sein festes Vorhaben die Öffnung der Macht an das Volk ist. „Eines der festesten Vorhaben innerhalb der Absicht einer Verfassungsreform ist es, innerhalb der Verfassung  - mit Breite, Deutlichkeit und Tiefe -  die Volksmacht einzubringen. Dies ist grundlegend, um die partizipative, direkte, die wahre Demokratie einzuführen“, äußerte Chávez.

Auch wird im Entwurf der von Chávez vorgelegten Verfassungsreform die Einbringung der ständigen Neuwahl betont. Zu diesem Thema hat der Präsident Chávez bekräftigt, dass sechs Jahre nicht ausreichend sind, um das Projekt des neuen Landes zu konkretisieren. „Vor kaum zwei Jahren begann ich, die sozialistische und antiimperialistische Fahne hochzuhalten. Ich wurde für diese neue Amtszeit gewählt. Aber ich bin überzeugt (...) dass diese sechs Jahre für mich, für das von mir zum Leben erweckte Projekt, welches ich einbringe mit meinen Knochen, der Leber, den Nieren, der Lunge, der Kehle, mit den Hoden, die Zeit nicht reicht. Sechs Jahre vergehen, als ob es die ersten sechs Jahre der ersten Amtszeit waren“, meinte Chávez in einer Übertragung einer Radio- und Fernsehkette am vergangenen 28. Juli.

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

http://www.tribuna-popular.org

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