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Weltweit
Solidarität mit tschechischen Kommunisten
Quelle:
Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek / RedGlob
Auf
Kommunisten–online am 7. Februar 2010
Hier
eine Kundgebung der PCP in Lissabon
Solidarität
mit tschechischen Kommunisten in MadridDemokratische Parteien und
Organisationen in aller Welt erheben in diesen Tagen ihre Stimme gegen
die Versuche einer Gruppe reaktionärer Senatoren in Prag, die
Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (KSCM) aus dem öffentlichen
Leben des Landes zu verdrängen. Ein Senatsausschuß des tschechischen
Parlaments hat das Oberste Gericht aufgefordert, die Tätigkeit der
tschechischen Kommunisten dahingehend zu überprüfen, ob sie mit der
Verfassung der Tschechischen Republik vereinbar sei. Angestrebt wird ein
Verbotsprozeß, in dessen Ergebnis die Partei in die Illegalität
getrieben werden soll.
Obwohl erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, daß das zuständige
Gericht der Hauptstadt Prag das Verbot der Tätigkeit des
Kommunistischen Jugendverbandes KSM aufgehoben und den tschechischen
Jungkommunisten damit die Möglichkeit gegeben hat, wieder legal tätig
zu sein, werden die Versuche der Illegalisierung der KSCM fortgesetzt.
Kommunistische
und Arbeiterparteien aus aller Welt haben bereits offiziell gegen diese
antikommunistischen Attacken protestiert. Die luxemburgischen
Kommunisten warnten vor allem davor, die berüchtigten Traditionen des
Antikommunismus in Europa wieder aufleben zu lassen. Gemeinsam mit
anderen marxistischen Parteien verteidigt die KPL das Recht der
Kommunisten Tschechiens, für eine historische Alternative zum
bankrotten kapitalistischen Gesellschaftssystem einzutreten. Es wird
auch darauf hingewiesen, daß die KSCM aus den jüngsten
Parlamentswahlen und den EU-Wahlen in der Tschechischen Republik als
drittstärkste Partei hervorgegangen ist. Auffällig ist in diesem
Zusammenhang, daß sogenannte linke Parteien, die ebenso wie die KSCM
Mitglied der »Europäischen Linkspartei« (EL) sind, sich bei der
Verteidigung der tschechischen Partei merkwürdig ruhig verhalten.
Vor
wenigen Tagen hatten die Kommunistische Partei der Völker Spaniens (PCPE)
und der kommunistische Jugendverband CJC zu einer Protestaktion vor der
tschechischen Botschaft in Madrid aufgerufen. Dem Aufruf zu einer
gemeinsamen Aktion waren mehrere hundert Mitglieder und Sympathisanten
gefolgt, außerdem zahlreiche Mitglieder anderer linker Organisationen.
Redner der PCPE stellten die Versuche der Repression der KSCM in
Zusammenhang mit den antikommunistisch motivierten Attacken, die in
verschiedenen Ländern angesichts der kapitalistischen Krise verstärkt
werden. »Die Angriffe gegen die tschechischen Kommunisten sind Angriffe
gegen die Kommunisten aller Länder.« Aus diesem Grunde wurde mit
Bedauern festgestellt, daß die KP Spaniens (PCE), die Mitglied der EL
ist und deren Vertreter gemeinsam mit Abgeordneten der KSCM in einer
Fraktion im EU-Parlament sitzen, die Einladung zu der gemeinsamen Aktion
in Madrid ausgeschlagen hatte.
Quelle:
Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek / RedGlob |