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Uruguay:
Linke
siegten in Parlamentswahlen
FRENTE
AMPLIO ERRANG MEHRHEIT IN BEIDEN KAMMERN
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Montevideo,
27. Oktober 2009, Tribuna Popular TP.- Mit dem Ende des 1.
Wahlgangs errang die uruguayische Linke in Gestalt der Frente Amplio
die Mehrheit an Sitzen im Senat und im Abgeordnetenhaus des
Landes. Die Uruguayer werden jedoch noch bis zum zweiten Wahlgang am 29.
November abwarten müssen, um zu wissen, wer ihr neuer Präsident werden
wird.
Mit
dem beendeten ersten Wahlgang bestätigte sich, dass das Linksbündnis
16 der 30 Senatorensitze und 30 der 50 Abgeordnetensitze haben wird. Der
Abgeordnetensitz Nummer 50 ist noch ungeklärt. Schätzungen geben ihn
bereits an die Frente Amplio.
Am
vergangenen Dienstagnachmittag begann das Wahlgericht mit der Auszählung
der wenig mehr als 32.000 Briefwahlstimmen, welche von jenen Wählern
stammen, die aus gerechtfertigten Gründen nicht am dafür vorgesehenen
Ort abstimmen konnten.
Die
abschließenden Ergebnisse werden am Samstag bekanntgegeben. Die
Analysten sind sich einig, dass die Briefwähler keinen großen Wechsel
mehr herbeiführen können.
Die
Wahl bedeutet ein Wiederaufleben für die Colorado Partei. Das ist eine
der beiden traditionellen Parteien Uruguays, die die Diktaturen unterstützt
hatten. Zusammen mit der Nationalpartei, die im Jahr 2004
hunderttausende Wähler verloren hatte.
Bei
dieser jetzigen Wahl verlor die Nationalpartei ihre Parlamentsfraktion völlig.
Die neue Amtszeit wird im Februar 2010 beginnen. Die Nationalpartei
verliert dann zwei Senatorensitze und sechs Abgeordnetensitze. Die
Colorado Partei wird fünf Senatorensitze und 17 Abgeordnetensitze
erhalten. Die Unabhängige Partei bekommt zwei Abgeordnetensitze und
hatte bisher nur einen Abgeordnetensitz.
Diese
Verhältnisse begünstigen die Frente Amplio, denn es gibt keine einzige
Partei mehr mit Blockadekraft, die ihre Vorhaben zu Fall bringen könnte.
Sie hat mehr Leute für Verhandlungen, so meinen einige Kommentatoren.
Für
Genossen Hamlet Araya, den Redakteur von „Litoral Norte“ der KP
Uruguays (PCU), hat der Präsidentschaftskandidat der Frente Amplio José
„Pepe“ Mujica 49,18% der gültigen abgegebenen Stimmen erreicht,
wenn man die 2,4% ungültigen und für nichtig erklärten Stimmen
abzieht. Die Frente Amplio würde mit ihrer Mehrheit an Senats- und
Abgeordnetensitzen auch das Amt des stellvertretenden Präsidenten der
Republik besetzen können.
„Zweifellos
beginnen die Hoffnungen in jedem Genossen am heutigen Tage zu erwachen.
Was aber gestern abends und am heutigen Montagmorgen quer durch das Land
zu beobachten war, sind Tränen gewesen. Denn wünschenswert war der
Sieg im ersten Wahlgang“, so Genosse Hamlet Araya.
Quelle:
http://www.pcv-venezuela.org |