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Fidel
Castro zum Ableben des chilenischen kommunistischen Schriftstellers
Volodia Teitelboim:
Sein
Kampf gibt seinem Leben einen Sinn über den Tod hinaus
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
Radio Havanna und andere, in: tribuna-popular.org
Vor
einigen Tagen nannte ich seinen Namen als Beispiel eines Kommunisten,
dessen Kampf seinem Leben den Sinn gibt. Volodia Teitelboim übernahm 8
Jahre lang höchste Verantwortungsbereiche der Partei. Er teilte mit
Allende dessen Vertrauen in Chile und die schöne Vision, dass früher
oder später sich von neuem die grossen Alleen öffnen werden, "auf
denen der freie Mensch läuft, um eine bessere Gesellschaft
aufzubauen".
Die
Biographie von Neruda und zahlreiche andere interessante und wertvolle Bücher
waren sein intellektueller und politischer Beitrag für die neuen
Generationen.
Ich
sprach mit ihm sehr lange, als wir uns zuletzt zu Beginn des Jahres 2005
gesehen haben. Er kam auf Einladung als Ehrengast und Preisträger des
Verlages Casa de las Americas und stellte auf der Internationalen
Buchmesse in Havanna ein neues Buch vor.
Vor
zwei Tagen am Donnerstagabend in den Nachrichten um 19.30 Uhr erreichten
uns die Meldungen von seinem Ableben. Am gleichen Abend und beinahe zur
selben Stunde wurden die neuen Preisträger bekanntgegeben. Volodia war
so bescheiden und dezent, dass er diese Nachricht abzuwarten schien,
bevor er von uns gegangen ist.
Ich
werde nicht sagen, dass er gestorben ist. Er lebt weiter in den Ideen.
Er nährte die Reihen derer, die für jene Träume weiterkämpfen.

Fidel
Castro Ruz, 2. Februar 2008 |