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Kommunistische
Partei Griechenlands (KKE)
GRIECHENLAND
WÄHLTE
Von
Genossin Alexa Papariga,
Generalsekretärin der KKE
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
http://www.youtube.com/watch?v=zSjwwf91rEg&feature=share
Athen,
9. November 2010, KKE-Mitteilung (auf Kommunisten –online am10.
November 2010) – „Ihr wisst sehr gut, dass die von der KKE
landesweit aufgestellten Listen gleichen Namens in den Regionen und
Ortschaften mit auch den Namen von anderen aktiven Mitkämpfern aus
unserem Umfeld einen bedeutenden Aufwärtstrend für uns allerorts
gebracht haben. Es ist schon ganz richtig, wenn die Kommentatoren sagen,
dass die KKE die einzige politische Kraft ist, die bei diesen Wahlen
eine erhebliche Steigerung in den Ortschaften und Regionen erfuhr. Ihr
wisst, dass von Anfang an wir unserem Kampf in den Kommunalwahlen einen
allgemeinen politischen Charakter gaben.
Wir
riefen das Volk dazu auf, gegen PASOK und ND wegen ihrer üblen
Machenschaften in den letzten 20 Jahren zu stimmen, unter welchen wir
das „Memorandum“ und all die von ihnen ergriffenen und von jetzt an
bevorstehenden barbarischen Maßnahmen meinen. Wir rufen das Volk dazu
auf zu demonstrieren, zu kämpfen, den Gegenangriff zu führen, um die
dringenden Probleme des Volkes anzupacken und die Vorbedingungen für
ein ganz umfassendes Überwinden dieser politischen Spielarten zu
schaffen - eine radikale Veränderung des Kräfteverhältnisses auf
politischer Ebene. Wir hörten, was der Premierminister bereits gesagt
hat. Und wir haben dazu die Meinung, dass er unfähig und Unwillens war,
die Wahlergebnisse überhaupt zu begreifen, welche nach unserer Meinung
ganz klar eine Verurteilung der Politik der PASOK zum Ausdruck bringen,
und zwar ohne ND zu stärken, auch wenn ND meint, dass sein Kampf gegen
das Memorandum sauber ist. Für uns bleibt das ein Täuschungsmanöver
und eine Fälschung.
Wir
danken all jenen Männern und Frauen, die zum ersten oder zweiten Mal für
die Listen stimmten, welche von der KKE unterstützt wurden. Wir haben
die Meinung, dass sie entschieden zu dieser positiven politischen
Botschaft beitrugen, die von diesem politischen Kampf ausgeht. Wir
wissen sehr gut, dass es nicht genug ist, sich bestätigt und
zufriedengestellt zu fühlen. Wir verstehen, dass wir unsere eigenen
Schwächen bekämpfen müssen, um zu tun, was am wichtigsten ist: zur
Einheit des Volkes beizutragen, zur Demonstration des Volkes
beizutragen, zur Organisierung des Kampfes der Volksmassen beizutragen,
Tag für Tag, so dass wir das Schlimmste verhindern können und zugleich
die Vorbedingungen aus diesem Wahlergebnis schaffen können, die Dynamik
des Volkes zu entfalten, damit wir bessere Tage in unserem Land sehen können.
Wir wenden uns an jene, die sich der Wahlteilnahme enthielten, weil sie
die Absicht haben, die Politik von ND und PASOK zu verurteilen. Wir drängen
sie, sich dies nochmals zu überlegen. Sie haben die Gelegenheit, von
hier aus die Botschaft des Protests auf aktive und positive Art
innerhalb der Volksbewegung und an der Wahlurne auszusenden, wenn die nächsten
Wahlen stattfinden. Und sie können dies in der zweiten Wahlrunde
zeigen. Wir rufen jene auf, die für andere Listen stimmten und dabei
glaubten, dass sie dadurch gegen die Regierung protestierten, sich das
nochmals sehr zu durchdenken. Wir glauben, dass sie in der
bevorstehenden Zeit die Gelegenheit haben werden zu verstehen, dass ihre
so vergebene Stimme keine Lösung bringt. Wir können heute über die Möglichkeiten
und Gelegenheiten des Demonstrierens und Entfaltens der Dynamik der
Volksbewegung sprechen. Und dies wird im Mittelpunkt unserer
Aufmerksamkeit stehen. Es wird eine zweite Runde bei den Kommunal- und
Regionalwahlen geben. In etlichen Fällen scheint es, dass wir die Möglichkeit
haben, in der zweiten Wahlrunde dabei zu sein. Wir rufen jene auf, die
sich der Wahlbeteiligung enthielten oder für andere Parteien stimmten,
die Dynamik zu steigern, die bis jetzt hervorgerufen worden ist.
In
Gebieten, wo die; Listen des „Volksprotest“ nicht in der zweiten
Runde sein werden, rufen wir das Volk dazu auf, gegen die beiden
Parteien zu stimmen. Sich nicht mit ihnen einzulassen, nicht zu
taktieren, welche von beiden Parteien PASOK oder ND Sieger werden wird.
Denn dies wäre ein wirklicher Schritt zurück. Die Lösung ist diese:
Kein Einlassen mit den beiden Parteien. Keine von denen geht dazu über,
sich zu ändern. Der Premierminister hat dies für sich jedenfalls
nachgewiesen: keinerlei Selbstkritik, völlig abgehoben vom
Wahlergebnis. Wir glauben, dass dasselbe auch auf ND zutrifft. Das Volk
muss nach vorne schauen. Lasst die zwei Parteien das Kräfteverhältnis
unter sich selbst allein ausmachen. Die Arbeiterklassen und die
Volksschichten müssen zeigen, dass sie gerade begonnen haben, sich
selbst zu befreien und für die Überwindung des Kräfteverhältnisses kämpfen,
ohne das der Weg zu gesellschaftlichem Wohlstand für das Volk nicht geöffnet
werden kann. Wir sind uns darüber im Klaren, wir machten es von Anfang
an klar. Wir hatten es in früheren Wahlen klargestellt - das Volk
sollte keine Vorliebe für eine von jenen Parteien in der zweiten Runde
zeigen. Dies heißt nicht Passivität oder Neutralität. Es heißt, dass
wir den eigentlichen Ausweg aufzeigen, den unser Land braucht“.

zurückJournalist:
Gegründet auf die von uns zu einzusehenden Wahleinschätzungen hat die
KKE das beste Ergebnis seit dem Ende der Diktatur 1974 landesweit
erreicht.
„Ich
habe es vermieden, die Prozentzahl zu nennen, denn wir warten derzeit
noch das Endergebnis ab. Auf jeden Fall wird die endgültige und
offizielle Verlautbarung durch das Zentralkomitee gemacht werden. Aber
alles deutet auf die Tatsache hin, dass die KKE nahe an die 12% kommen
kann. Und wir unterstreichen: Wir sind nicht in die Wahlen gegangen mit
den Worten, dass jemand mit auf Vorort-Belange eingeschränkten Dingen
als Kriterium wählen sollte. Wir riefen das Volk dazu auf, nach
politischen Kriterien zu wählen und uns neue Aussichten zu eröffnen.
Dies führte uns, wie ich schon früher sagte, dazu, dass wir uns bestätigt
und befriedigt fühlen. Und wir sind uns der großen Verantwortung
bewusst, die wir von jetzt an übernehmen.“
Quelle:
http://inter.kke.gr/News/2010news/2010-11-9-ekloges
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MASSENPROTEST
STATT „TEAPARTY´“:
Griechische
Volksbewegung unter Führung der KKE erstarkt weiter
KKE-MASSENPROTESTE
GEGEN REGIERUNG UND TROIKA
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke

MASSENPROTEST
STATT „TEAPARTY´“:
Griechische
Volksbewegung unter Führung der KKE erstarkt weiter
KKE-MASSENPROTESTE
GEGEN REGIERUNG UND TROIKA´
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke
Athen,
15. November 2010, KKE-Website (auf Kommunissten-online am 19. November
2010).- Am
15. November 2010, dem Tag nach der 2. Runde der Regional- und
Gemeindewahlen in Griechenland, konnte die KKE erhebliche Stimmenzuwächse
verzeichnen und organisierte sie Massendemonstrationen in Athen,
Thessaloniki, Patras und anderen Städten im ganzen Land.
Die
Massendemonstrationen wurden anlässlich des Besuchs der „Troika“-Vertreter
in Griechenland organisiert, die gemeinsam mit der sozialdemokratischen
PASOK-Regierung neue volksfeindliche Maßnahmen planen. Diese neuen Maßnahmen
werden noch über das hinausgehen, was bereits im Memorandum verkündet
worden ist, bereits zwischen ihnen abgesprochen wurde und in Kraft
gesetzt worden ist.
In
Athen fand die mächtige KKE-Kampfdemonstration auf dem zentralen Platz
in der Innenstadt gegenüber dem Parlament und vor dem Finanzministerium
statt. Die Generalsekretärin des ZK der KKE, Genossin Aleka Papariga,
hielt eine Ansprache und betonte darin:
„Sie bombardieren das
Volk. Sie benutzen die Überprüfung des Defizits als eine Waffe, um die
Ausplünderung des Volkes zu steigern. Die Troika kam nicht ungeladen nach
Griechenland. Sie ist die Wahl der PASOK gewesen. Das Memorandum und die
Troika sind nichts weiter als die Fortsetzung und die Folgen der
„EU-Einbahnstrasse“, der Politik im Dienste der Interessen des
Kapitals, der kapitalistischen Umstrukturierung. Wenn wir die Troika
loswerden wollen, müssen wir die Mehrheit der PASOK und ND auf
politischer Ebene brechen, um die Macht der Monopole abzuschütteln.“
Die
Generalsekretärin des ZK der KKE rief die Arbeiter und die Jugend dazu
auf, die klassenmäßige Gewerkschaftsbewegung (PAME) sowie die anderen
klassenmäßigen gegen die Monopole gerichteten Massenorganisationen der
Bauern (PASY), der Selbständigen (PASEVE), der Jugend (;MAS) und der
Frauen (OGE) nicht nur zu stärken, um die Maßnahmen der Regierenden zu
blockieren und einige Forderungen durchzusetzen, sondern auch, um den Weg
freizumachen für die Volksmacht und Volkswirtschaft.
16/11/2010
Quelle:
http://inter.kke.gr/
Video
von der großen Kampfdemonstration der KKE in Athen:
http://www.youtube.com/
Fotoschau
von den KKE-Kampfdemonstrationen:
http://picasaweb.google.com/ |