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Venezuela:
Oppositioneller
Gouverneur wegen Veruntreuung angeklagt
MANUEL
ROSALES UNTER DRUCK
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Caracas
, 16. Juni 2008,
Tribuna Popular TP/RNV.- Der Journalist Jose Vicente Rangel
beschuldigte den Gouverneur des venezolanischen Bundesstaates Zulia,
Manuel Rosales, der Veruntreuung von staatlichen Geldern, die für
Stipendien bestimmt waren. Entsprechende Mittel sind derzeit für die
Finanzierung des Wahlkampfes eingesetzt worden.
Die
Anzeige wurde von einem Bürger jenes venezolanischen Bundesstaates
formuliert, der dem Journalisten Rangel eine Mitteilung mit etlichen
Beweisunterlagen im Anhang schickte.
Nachstehend
veröffentlichen wir den Textwortlaut, wie er von Jose Vicente Rangel im
Programm „Jose Vicente Heute“ verlesen wurde:
„Grüsse
an die Landsleute,
hier
lege ich die Beweisstücke eines Betrugs vor, die ich von Personen
erhalten habe, welche in der Bundesstaatsregierung von Zulia arbeiten.
Denn sie wissen, was da vor sich geht. Und sie können es nicht stoppen.
Dies
ist eines von etlichen Schriftstücken, wo sich die Zuvielberechnung
zeigt, die die Regierung des Bundesstaates Zulia auf den Namen von Jesus
Enrique Lozada mit dem Vermerk „Stipendien JEL“ an eine Gruppe von
klassistischen und Privatuniversitäten ohne irgendwelche Art von
Kontrolle zahlt, um Geld aus Staatsmitteln zu veruntreuen und die
Wahlkampagne, die Ausgaben und sonstigen Bedarf des Gouverneurs Manuel
Rosales zu finanzieren.
In
diesen Dokumenten gibt es Rechnungen und Schecks, die beweisen, dass die
Bundesstaatsregierung mehr als 4.000 Bolivares fuertes pro Semester für
jedes Stipendium an Studierende von Privatuniversitäten aus ihren
Finanzmitteln zahlt.
Wenn
wir diese 4.000 Bolivares fuertes mit den 40.000 Studierenden
multiplizieren, die lt. den Unterlagen Nutzniesser sind, übersteigt die
Gesamtsumme 160.000 Bolivares fuertes pro Semester.
Ein
Teil der Enthüllung besteht darin, dass keine dieser Universitäten
eine derartige Anzahl von Privatstudierenden aufweist. Und die
Verachtung ist bekannt, mit der die Stipendiaten des JEL behandelt
werden.
Dringend
sollte eine Untersuchung gemacht werden. Und ich wende mich an Sie,
damit Sie über Ihr Programm eine Anzeige machen, die bei den zuständigen
Behörden ankommt.“
übersetzt
von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel
Quelle:
Tribuna Popular / Website
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