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SPD
verfällt in Altersstarrsinn
Von
Anna Heinzberger/29. März 2007
Langsam
dämmert den SPD-Strategen, dass sie keine Wählerbasis mehr haben. Die
Raubzüge der Schröder-Seilschaften gegen die internationale
Arbeiterklasse entfalten ihre Wirkung jetzt gegen die Räuber selbst. Das
Wort Raubzüge meint sowohl die Raubzüge nach innen als auch nach außen.
Die Buchstaben SPD stehen ebenso für die Verwicklung der BRD in die
verbrecherischen Raubkriege seit 1999 gegen Jugoslawien, also das
Proletariat anderer Länder, wie für den Sozialkahlschlag und
Hartzgesetze gegen das deutsche Proletariat.
Die
SPD beweist immer wieder, wessen Interessen sie durchsetzt. Seit 1914 betrügt
und verrät sie im trauten Verein mit den sozialdemokratischen
Gewerkschaftsführungen die Arbeiterklasse. Solange sich die vom
Kapitalismus produzierten Widersprüche noch nicht bis an die
Schmerzgrenze des Proletariats entwickeln, gelingt es diesen Opportunisten
ihre wahre Rolle zu verschleiern und die Funktion der fünften Kolonne der
Kapitalisten innerhalb der Arbeiterklasse erfolgreich umzusetzen.
In
der imperialistischen Phase
des Kapitalismus ist es damit jedoch vorbei.
Das
deutsche Monopolkapital hat wieder eine ökonomische Stärke erreicht, die
zur Weltspitze gehört. Allerdings leidet es unter den Folgen verlorener
Kriege. Es hat keine direkte Kontrolle und direkten Zugriff auf
Rohstoffvorräte und Märkte, die seiner ökonomischen Bedeutung in der
Welt entsprechen. Daraus erklärt sich seine besondere Aggressivität bei
der Neuaufteilung der Welt. Nichts anderes sind die laufenden und
geplanten Raubkriege der imperialistischen Länder, an deren Spitze noch
die USA stehen.
Der
Imperialismus zerreißt die Schleier, hinter denen sich die Opportunisten
verbergen, ihre Maskerade fällt.
Ihre
praktische Politik und die Verräterdienste, die sie leisten, führen
dazu, dass die Arbeiterklasse zunehmend die wahre Rolle der Opportunisten
erkennt. Die Wählerbasis, auf die sie sich stützen zerfällt. Damit
werden sie aber auch wertlos für die Kapitalisten. Pfründe und
Privilegien der alten Soziseilschaften sind in Gefahr. Dies ganz
besonders, wenn ihr Strukturen weg brechen, auf die sie sich immer stützen
konnten.
Mit
der WASG sind der SPD im Westen Deutschlands wichtige Strukturen im
Bereich der mittleren und unteren Führungsschichten der Gewerkschaften
abhanden gekommen. Sie kann sich vielfach nur noch auf deren oberste Führungsschichten
stützen. Direkten Kontakt zu den Menschen im Betrieb, also den
traditionellen Wählern der SPD haben aber nur die mittleren und vor allem
unteren Führungsebenen der Gewerkschaftsbürokratie. Die
Anfangsergebnisse dieses Prozesses sind bereits in den vergangenen
Wahlergebnissen erkennbar geworden.
Im
Osten Deutschlands ist die Ernüchterung der Arbeiterklasse noch weiter
gediehen. Hier bekommt die SPD überhaupt keinen Boden mehr unter die Füße.
Der
Zusammenschluss von WASG und PDS komplettiert die Entwicklung und wird zu
einer Existenzfrage für die alten Soziseilschaften.
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SPD-Hinterbänkler
Nils Annen |
Und siehe da, die Seilschaft
erinnert sich an das Fundament ihrer Privilegien. MdB Niels Annen
reklamiert bei den Gewerkschaften den Anspruch, „dass die SPD ein
wichtiger Teil der Arbeiterbewegung ist.“
Richtig an diesem Anspruch ist, dass sie dieser wichtige Teil nur
bis 1912 (Tod August Bebels) war. Spätestens 1914 wurde klar, dass
sie degeneriert war. Diese Tatsache wird nicht deswegen aufgehoben,
weil es ihr danach immer wieder gelang, den Schein die
Arbeiterklasse zu vertreten zu erneuern und hinreichend Gläubige zu
finden, die dem Schein huldigten. |
Dem
Wesen nach ist die Sozialdemokratie seit 1914 eine Paktiererpartei. Sie
ist die fünfte Kolonne der Kapitalisten in den Reihen der Arbeiterklasse,
die über lange Perioden den stärksten und verderblichsten Einfluss ausübt.
Es
mutet wie Altersstarrsinn an, wenn die Kriegstreiber und Berufsverräter
reklamieren ein wichtiger Teil der Klasse zu sein, die sie verraten und
auf den Abschlachtfeldern von Kriegen opfern.
Der
Aufschrei und die Seufzer der alten Seilschaften und Nutznießer gelten
den eigenen Privilegien und Pfründen nicht der „sozialen
Gerechtigkeit“
oder gar den Interessen der Arbeiterklasse.
Anna
Heinzberger
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